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	Kommentare zu: Ein halbes Jahr ChatGPT &#038; GWP: Die Institutionen sollten Richtlinien publizieren!	</title>
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	<description>Sachverständiger für Plagiatsprüfung</description>
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		<title>
		Von: Andy Dufresne		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9904</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andy Dufresne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2023 21:01:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@ interessierter Leser / &quot;Red&quot; :-) (Sie haben Humor!)

So ein Einsatz der KI würde wahrscheinlich die Lesbarkeit verbessern. Wie Sie selbst ausführten: Die Leistung liegt ja in der eigenen Forschung und den daraus gewonnenen Erkenntnissen. Wo liegt also der Mehrwert, wenn etwa ein Physiker etwas ausschließlich im eigenen Schul-Englisch verfasst, ohne Tools zur sprachlichen Optimierung zu nützen?? In wissenschaftlichen Arbeiten wird wohl - unabhängig vom Fachgebiet - INHALT und neues WISSEN kreiert. Die Textsorte hat ja keinen LITERARISCHEN Wert; man schreibt ja keinen Lyrikband. Demnach täuscht niemand etwas vor, wenn die KI an der Sprache feilt. 
Der Vergleich hinkt etwas, aber: Kein Mensch würde abstreiten, dass ein ins Deutsche übersetzter Roman trotzdem ausschließlich vom amerikanischen Originalautor stammt - und zwar zur Gänze. Der (menschliche) Übersetzer wird irgendwo kleingedruckt auf der ersten Seite erwähnt. Diesen Tribut kann man dem Übersetzer auch zollen - aber er bleibt ein ausführender, ins-Deutsche-übertragender Dienstleister und kein &quot;Schöpfer/Urheber&quot; des Inhaltes, der Struktur usw. Fairerweise könnte man also bei KI-Einsatz zur Sprachverbesserung einer Arbeit in der Einleitung erwähnen, dass die Arbeit durch Einsatz des Tools XY sprachlich optimiert wurde - im Sinne der besseren Lesbarkeit. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass das Usus wird, und dass Betreuer irgendwann sagen werden: &quot;Bitte nützt ein Tool, damit neben dem Inhalt auch die Sprache einwandfrei passt!&quot; Man könnte sich ja als Betreuer die &quot;Rohfassung&quot; zeigen lassen, damit gewährleistet ist, dass INHALTLICH alles ausschließlich &quot;vom Menschen&quot; geschöpft wurde.  
Und wir sehen: Es entsteht tatsächlich ein Diskurs darüber, was uns die Software NÜTZT - und nicht darüber, welchen Schaden sie uns bringt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ interessierter Leser / &#8222;Red&#8220; 🙂 (Sie haben Humor!)</p>
<p>So ein Einsatz der KI würde wahrscheinlich die Lesbarkeit verbessern. Wie Sie selbst ausführten: Die Leistung liegt ja in der eigenen Forschung und den daraus gewonnenen Erkenntnissen. Wo liegt also der Mehrwert, wenn etwa ein Physiker etwas ausschließlich im eigenen Schul-Englisch verfasst, ohne Tools zur sprachlichen Optimierung zu nützen?? In wissenschaftlichen Arbeiten wird wohl &#8211; unabhängig vom Fachgebiet &#8211; INHALT und neues WISSEN kreiert. Die Textsorte hat ja keinen LITERARISCHEN Wert; man schreibt ja keinen Lyrikband. Demnach täuscht niemand etwas vor, wenn die KI an der Sprache feilt.<br />
Der Vergleich hinkt etwas, aber: Kein Mensch würde abstreiten, dass ein ins Deutsche übersetzter Roman trotzdem ausschließlich vom amerikanischen Originalautor stammt &#8211; und zwar zur Gänze. Der (menschliche) Übersetzer wird irgendwo kleingedruckt auf der ersten Seite erwähnt. Diesen Tribut kann man dem Übersetzer auch zollen &#8211; aber er bleibt ein ausführender, ins-Deutsche-übertragender Dienstleister und kein &#8222;Schöpfer/Urheber&#8220; des Inhaltes, der Struktur usw. Fairerweise könnte man also bei KI-Einsatz zur Sprachverbesserung einer Arbeit in der Einleitung erwähnen, dass die Arbeit durch Einsatz des Tools XY sprachlich optimiert wurde &#8211; im Sinne der besseren Lesbarkeit. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass das Usus wird, und dass Betreuer irgendwann sagen werden: &#8222;Bitte nützt ein Tool, damit neben dem Inhalt auch die Sprache einwandfrei passt!&#8220; Man könnte sich ja als Betreuer die &#8222;Rohfassung&#8220; zeigen lassen, damit gewährleistet ist, dass INHALTLICH alles ausschließlich &#8222;vom Menschen&#8220; geschöpft wurde.<br />
Und wir sehen: Es entsteht tatsächlich ein Diskurs darüber, was uns die Software NÜTZT &#8211; und nicht darüber, welchen Schaden sie uns bringt.</p>
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		<title>
		Von: Interessierter Leser		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9903</link>

		<dc:creator><![CDATA[Interessierter Leser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2023 20:09:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9901&quot;&gt;Andy Dufresne&lt;/a&gt;.

Lieber Andy Dufresne

Vielleicht sollte ich mich &quot;Red&quot; nennen :). Danke für Ihre Ausführlichen Antworten. Ich stimme Großteils zu. Ich persönlich sehe diese Tools as Chance und plädiere für einen intelligenten Einsatz. Ich denke es gibt hier auch erhebliche Unterschiede zwischen den Fachdisziplinen. In meinem Bereich (den Naturwissenschaften) kann man sich wirklich Arbeit sparen. Ich sehe nicht wo hier ein Problem liegen sollte. Wenn ich neue Forschungsergebnisse habe (Messungen aus dem Labor oder neue Simulationsergebnisse bzw. analytische Resultate), warum sollte man sich nicht von ChatGPT helfen lassen diese Dinge aufzuschreiben? Ich denke dass das die Zukunft ist, und dass wahrscheinlich Firmen wie Microsoft ihre Textverarbeitungsprogramme mit Language-AI ausstatten werden. Die Message die Vermittelt wird, ist ja nach wie vor von &quot;mir&quot;. Sie wurde nur formuliert mit Hilfe eines Language models. Ich verstehe auch die Panik mancher Fachjournale nicht ganz. Wenn man von ChatGPT verfasste Texte in Nature unterbringen kann, dann hat das Journal ausgedient. Es geht darum neue Erkentnisse zu veröffentlichen. Das können Language models (noch) nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9901">Andy Dufresne</a>.</p>
<p>Lieber Andy Dufresne</p>
<p>Vielleicht sollte ich mich &#8222;Red&#8220; nennen :). Danke für Ihre Ausführlichen Antworten. Ich stimme Großteils zu. Ich persönlich sehe diese Tools as Chance und plädiere für einen intelligenten Einsatz. Ich denke es gibt hier auch erhebliche Unterschiede zwischen den Fachdisziplinen. In meinem Bereich (den Naturwissenschaften) kann man sich wirklich Arbeit sparen. Ich sehe nicht wo hier ein Problem liegen sollte. Wenn ich neue Forschungsergebnisse habe (Messungen aus dem Labor oder neue Simulationsergebnisse bzw. analytische Resultate), warum sollte man sich nicht von ChatGPT helfen lassen diese Dinge aufzuschreiben? Ich denke dass das die Zukunft ist, und dass wahrscheinlich Firmen wie Microsoft ihre Textverarbeitungsprogramme mit Language-AI ausstatten werden. Die Message die Vermittelt wird, ist ja nach wie vor von &#8222;mir&#8220;. Sie wurde nur formuliert mit Hilfe eines Language models. Ich verstehe auch die Panik mancher Fachjournale nicht ganz. Wenn man von ChatGPT verfasste Texte in Nature unterbringen kann, dann hat das Journal ausgedient. Es geht darum neue Erkentnisse zu veröffentlichen. Das können Language models (noch) nicht.</p>
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		<title>
		Von: Ralf Rath		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9902</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ralf Rath]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2023 08:23:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://plagiatsgutachten.com/blog/?p=5825#comment-9902</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9900&quot;&gt;Andy Dufresne&lt;/a&gt;.

Beruht das jüngst im März dieses Jahres veröffentlichte KI-Modell von ChatGPT auf einer Mathematik, die &quot;dem Stoffe äußerlich ist&quot;, wie Hegel in der Vorrede zur &quot;Phänomenologie des Geistes&quot; aus dem Jahr 1807 längst kritisiert, sind die heutzutage von der Maschine generierten Texte schon deshalb nicht zitierwürdig. Auch die von einem Menschen verfassten Schriften können aus demselben Grund nicht zitiert werden, falls sie versuchen, &quot;von außen&quot; (Leibniz, 1714: § 7) auf die wirkliche Welt zuzugreifen. Ihr Verständnis, Andy Dufresne, was eine gute wissenschaftliche Praxis (GWP) konstituiert, könnte angesichts dessen irreführender nicht sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9900">Andy Dufresne</a>.</p>
<p>Beruht das jüngst im März dieses Jahres veröffentlichte KI-Modell von ChatGPT auf einer Mathematik, die &#8222;dem Stoffe äußerlich ist&#8220;, wie Hegel in der Vorrede zur &#8222;Phänomenologie des Geistes&#8220; aus dem Jahr 1807 längst kritisiert, sind die heutzutage von der Maschine generierten Texte schon deshalb nicht zitierwürdig. Auch die von einem Menschen verfassten Schriften können aus demselben Grund nicht zitiert werden, falls sie versuchen, &#8222;von außen&#8220; (Leibniz, 1714: § 7) auf die wirkliche Welt zuzugreifen. Ihr Verständnis, Andy Dufresne, was eine gute wissenschaftliche Praxis (GWP) konstituiert, könnte angesichts dessen irreführender nicht sein.</p>
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		<title>
		Von: Andy Dufresne		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9901</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andy Dufresne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2023 19:13:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ergänzung 2: Von einem Akademiker würde ich mir grundsätzlich erwarten, dass er sprachlich eloquent ist und Rechtschreibung beherrscht - und dass er auch ein gewisses Englisch-Niveau aufweist. Ein Einsatz einer Software zum &quot;Drüberlesen&quot; ist demnach okay.  Aber wenn ein Verfasser einer Arbeit von Vornherein auf ein Tool angewiesen ist, das ihm etwa &quot;das&quot; und &quot;dass&quot; korrigiert, oder wenn sich ein Verfasser überhaupt nicht mehr bemüht, die richtigen Worte zu finden, weil das eh die KI macht, dann gute Nacht!! Also da muss man schon differenzieren. Demnach sollte man so einen Einsatz der KI auf jeden Fall mit Vorsicht genießen und nicht gleich als völlig legitim kategorisieren! Denn mit der KI hätte es dann auch keine Seepocken gegeben. Aber gut, da hätte ChatGPT beim Originaltext wahrscheinlich gemeldet &quot;Das habe ich nicht verstanden&quot;...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzung 2: Von einem Akademiker würde ich mir grundsätzlich erwarten, dass er sprachlich eloquent ist und Rechtschreibung beherrscht &#8211; und dass er auch ein gewisses Englisch-Niveau aufweist. Ein Einsatz einer Software zum &#8222;Drüberlesen&#8220; ist demnach okay.  Aber wenn ein Verfasser einer Arbeit von Vornherein auf ein Tool angewiesen ist, das ihm etwa &#8222;das&#8220; und &#8222;dass&#8220; korrigiert, oder wenn sich ein Verfasser überhaupt nicht mehr bemüht, die richtigen Worte zu finden, weil das eh die KI macht, dann gute Nacht!! Also da muss man schon differenzieren. Demnach sollte man so einen Einsatz der KI auf jeden Fall mit Vorsicht genießen und nicht gleich als völlig legitim kategorisieren! Denn mit der KI hätte es dann auch keine Seepocken gegeben. Aber gut, da hätte ChatGPT beim Originaltext wahrscheinlich gemeldet &#8222;Das habe ich nicht verstanden&#8220;&#8230;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andy Dufresne		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9900</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andy Dufresne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2023 18:42:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ergänzung: Ich würde meinen, einen Studienkollegen zu bitten: &quot;Lies mal bitte über meine Arbeit drüber, ob du sprachlich irgendwelche Tippfehler findest oder manche Formulierungen holprig klingen&quot;, ist vermutlich gelebte Praxis.
Den Studienkollegen zu bitten: &quot;Übersetz mir das bitte&quot; oder &quot;Du kennst dich beim Thema eh aus. Schmück mir das bitte mit deinem Wissen aus&quot; ist natürlich mit GWP nicht vereinbar! Das würde ich vereinfacht so auf die Anwendung der KI ummünzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzung: Ich würde meinen, einen Studienkollegen zu bitten: &#8222;Lies mal bitte über meine Arbeit drüber, ob du sprachlich irgendwelche Tippfehler findest oder manche Formulierungen holprig klingen&#8220;, ist vermutlich gelebte Praxis.<br />
Den Studienkollegen zu bitten: &#8222;Übersetz mir das bitte&#8220; oder &#8222;Du kennst dich beim Thema eh aus. Schmück mir das bitte mit deinem Wissen aus&#8220; ist natürlich mit GWP nicht vereinbar! Das würde ich vereinfacht so auf die Anwendung der KI ummünzen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andy Dufresne		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9899</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andy Dufresne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2023 18:33:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bin zwar nicht gefragt, aber: spannende Frage von &quot;Interessierter Leser&quot;. Ich denke, das lässt sich pauschal so nicht beantworten.  Würde aber vereinfacht meinen: Die Grenze liegt dort, wo die KI INHALTLICHE Ergänzungen zum &quot;menschlich&quot; verfassten Text vornimmt. Das wäre einem Ghostwriting gleichzusetzen, während die von Ihnen geschilderte Anwendung einem sprachlichen Lektorat gleichkommt. Und einen Menschen in Hinblick auf Grammatik, Beistrichsetzung etc drüberlesen zu lassen, ist vermutlich nicht unüblich - vor allem, wenn die Arbeit nicht in der Muttersprache verfasst wird. Und die geistige Eigenleistung ist wohl immer noch der Inhalt, nicht die Sprache. Ich würde aber auch meinen, es hängt davon ab, in welchem Teil der Arbeit die KI den Text sprachlich bearbeitet. In irgendeinem Anfangskapitel, das den Forschungsstand zusammenfasst, wäre so eine Nutzung der KI wohl legitim. Bei der &quot;Quintessenz&quot; der Arbeit - nämlich etwa bei der Beantwortung der Forschungsfrage, stellt sich schon die Frage, ob dort neben dem Inhalt auch eine Schöpfungshöhe im Wortlaut zu finden ist (der dort schon eher selber formuliert sein sollte) - aber das lässt sich sicher so nicht verallgemeinern. Wenn &quot;sprachliche Hilfsmittel&quot; jedoch zitierpflichtig wären, hätte man seit jeher bei fremdsprachigen Arbeiten zB den Langenscheidt bei jedem nachgeschlagenen Wort als Quelle anführen müssen. Das wäre natürlich absurd. Was die &quot;Zitierpflicht&quot; von eventuellen inhaltlichen Ergänzungen der KI anbelangt: Diese Frage stellt sich für mich nicht, da dies (wie erwähnt) für mein Empfinden einem Ghostwriting gleichkommt. Und das ist sowieso verboten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin zwar nicht gefragt, aber: spannende Frage von &#8222;Interessierter Leser&#8220;. Ich denke, das lässt sich pauschal so nicht beantworten.  Würde aber vereinfacht meinen: Die Grenze liegt dort, wo die KI INHALTLICHE Ergänzungen zum &#8222;menschlich&#8220; verfassten Text vornimmt. Das wäre einem Ghostwriting gleichzusetzen, während die von Ihnen geschilderte Anwendung einem sprachlichen Lektorat gleichkommt. Und einen Menschen in Hinblick auf Grammatik, Beistrichsetzung etc drüberlesen zu lassen, ist vermutlich nicht unüblich &#8211; vor allem, wenn die Arbeit nicht in der Muttersprache verfasst wird. Und die geistige Eigenleistung ist wohl immer noch der Inhalt, nicht die Sprache. Ich würde aber auch meinen, es hängt davon ab, in welchem Teil der Arbeit die KI den Text sprachlich bearbeitet. In irgendeinem Anfangskapitel, das den Forschungsstand zusammenfasst, wäre so eine Nutzung der KI wohl legitim. Bei der &#8222;Quintessenz&#8220; der Arbeit &#8211; nämlich etwa bei der Beantwortung der Forschungsfrage, stellt sich schon die Frage, ob dort neben dem Inhalt auch eine Schöpfungshöhe im Wortlaut zu finden ist (der dort schon eher selber formuliert sein sollte) &#8211; aber das lässt sich sicher so nicht verallgemeinern. Wenn &#8222;sprachliche Hilfsmittel&#8220; jedoch zitierpflichtig wären, hätte man seit jeher bei fremdsprachigen Arbeiten zB den Langenscheidt bei jedem nachgeschlagenen Wort als Quelle anführen müssen. Das wäre natürlich absurd. Was die &#8222;Zitierpflicht&#8220; von eventuellen inhaltlichen Ergänzungen der KI anbelangt: Diese Frage stellt sich für mich nicht, da dies (wie erwähnt) für mein Empfinden einem Ghostwriting gleichkommt. Und das ist sowieso verboten.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Ralf Rath		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9898</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ralf Rath]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2023 16:01:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bereits am 15. Juli 1944 plädierte Max Born in einem an Albert Einstein adressierten Brief für einen &quot;international code of behaviour on ethics ..., by which our scientific community could act as a regulating and stabilising power in the world, not, as at present, being nothing than tools of industries and governments&quot; (Briefwechsel, 1969: 198). Angesichts dessen ist es inzwischen mehr als überfällig, im Umgang nicht zuletzt mit ChatGPT sich selbst dementsprechende Richtlinien für eine gute wissenschaftliche Praxis zu geben. Insofern beispielsweise in Deutschland die zahllosen, aber niemals von Erfolg gekrönten Versuche, das Subjekt zu einem Objekt zu degradieren, unter der dortigen Bevölkerung geschätzt allein im Jahr 2020 zu rund 40.000 zusätzlichen und dadurch von vornherein vermeidbaren Toten führten (Spitzer, 2005: 6), wäre es allemal der Mühe wert, wenn man nicht fortgesetzt buchstäblich über Leichen gehen will. Österreich könnte hier der Pionier für den notwendigen &quot;Bruch&quot; (D&#039;Alessio et al., 2000) sein, dass der Humanität nicht länger über alle Maße hinweg gespottet wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits am 15. Juli 1944 plädierte Max Born in einem an Albert Einstein adressierten Brief für einen &#8222;international code of behaviour on ethics &#8230;, by which our scientific community could act as a regulating and stabilising power in the world, not, as at present, being nothing than tools of industries and governments&#8220; (Briefwechsel, 1969: 198). Angesichts dessen ist es inzwischen mehr als überfällig, im Umgang nicht zuletzt mit ChatGPT sich selbst dementsprechende Richtlinien für eine gute wissenschaftliche Praxis zu geben. Insofern beispielsweise in Deutschland die zahllosen, aber niemals von Erfolg gekrönten Versuche, das Subjekt zu einem Objekt zu degradieren, unter der dortigen Bevölkerung geschätzt allein im Jahr 2020 zu rund 40.000 zusätzlichen und dadurch von vornherein vermeidbaren Toten führten (Spitzer, 2005: 6), wäre es allemal der Mühe wert, wenn man nicht fortgesetzt buchstäblich über Leichen gehen will. Österreich könnte hier der Pionier für den notwendigen &#8222;Bruch&#8220; (D&#8217;Alessio et al., 2000) sein, dass der Humanität nicht länger über alle Maße hinweg gespottet wird.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Interessierter Leser		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/chatgpt-und-gwp/#comment-9897</link>

		<dc:creator><![CDATA[Interessierter Leser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 May 2023 13:04:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://plagiatsgutachten.com/blog/?p=5825#comment-9897</guid>

					<description><![CDATA[In meinem Bereich wird ChatGPT vor allem zur Verbesserung/Otimierung selbst geschriebener Texte verwendet. Das scheint vor allem dann hilfreich zu sein wenn man nicht in der eigenen Muttersprache schreibt. Man schreibt also selbst einen Absatz und bittet ChatGPT dann, das zu verbessern. Für gewöhnlich sind dann etwa ~20% verwendbar. Das iteriert man dann einige male. Man verwendet ChatGPT sozusagen als Diskussionspartner um Texte zu optimieren. ChatGPT spielt daher eine ähnliche Rolle wie andere Tools, etwa wie Grammarly. 

Meine Frage an Sie ist nun: Ist für Sie diese Vorgehensweise legitim? Ist hier eine Erwähnung von ChatGPT sowie auch anderer verwendeter Tools zwingend notwendig? Und wo ist die Grenze?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Bereich wird ChatGPT vor allem zur Verbesserung/Otimierung selbst geschriebener Texte verwendet. Das scheint vor allem dann hilfreich zu sein wenn man nicht in der eigenen Muttersprache schreibt. Man schreibt also selbst einen Absatz und bittet ChatGPT dann, das zu verbessern. Für gewöhnlich sind dann etwa ~20% verwendbar. Das iteriert man dann einige male. Man verwendet ChatGPT sozusagen als Diskussionspartner um Texte zu optimieren. ChatGPT spielt daher eine ähnliche Rolle wie andere Tools, etwa wie Grammarly. </p>
<p>Meine Frage an Sie ist nun: Ist für Sie diese Vorgehensweise legitim? Ist hier eine Erwähnung von ChatGPT sowie auch anderer verwendeter Tools zwingend notwendig? Und wo ist die Grenze?</p>
]]></content:encoded>
		
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