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	Kommentare zu: Weiter geht es: Auch die millionenteure &#8222;Dunkelfeldstudie&#8220; des Bundeskriminalamts zu Alltagsgewalt ist methodisch nicht haltbar	</title>
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	<description>Sachverständiger für Plagiatsprüfung</description>
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		<title>
		Von: Ralf Rath		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/dunkelfeldstudie-wertlos/#comment-12321</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ralf Rath]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 17:50:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Arzt und Philosoph Horst Kächele kritisiert schon seit langem: &quot;Nichts ist dehnbarer als Diagnosen im Bereich der psychischen Gesundheit&quot; (Schwäbische Zeitung v. 7.1.2024). Allein schon dadurch verliert sich das, was anhand des Vulnerabilitäts-Modells erörtert werden müsste, geradewegs in einem blinden Ungefähr. Angaben zu einem schweren Leiden lassen sich infolge dessen einfach nicht mehr von einem leichten Unwohlsein unterscheiden. Es fehlt schlicht jedwedes Maß zur Gewichtung der Äußerungen eines Menschen. Insofern hat auch die sogenannte Dunkelfeldstudie im Auftrag der beiden deutschen Bundesministerien des Innern sowie für Familie und des Bundeskriminalamts nicht einmal ansatzweise eine Aussagekraft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Arzt und Philosoph Horst Kächele kritisiert schon seit langem: &#8222;Nichts ist dehnbarer als Diagnosen im Bereich der psychischen Gesundheit&#8220; (Schwäbische Zeitung v. 7.1.2024). Allein schon dadurch verliert sich das, was anhand des Vulnerabilitäts-Modells erörtert werden müsste, geradewegs in einem blinden Ungefähr. Angaben zu einem schweren Leiden lassen sich infolge dessen einfach nicht mehr von einem leichten Unwohlsein unterscheiden. Es fehlt schlicht jedwedes Maß zur Gewichtung der Äußerungen eines Menschen. Insofern hat auch die sogenannte Dunkelfeldstudie im Auftrag der beiden deutschen Bundesministerien des Innern sowie für Familie und des Bundeskriminalamts nicht einmal ansatzweise eine Aussagekraft.</p>
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		<title>
		Von: Andreas Slateff		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/dunkelfeldstudie-wertlos/#comment-12293</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Slateff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 06:10:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Methodik der &quot;Begriffsausweitung&quot; wird auch systematisch zur politischen Verfolgung verwendet. Die Methodik funktioniert durch Andeutung und Zuschreibung: Begriffe werden ausgedehnt, dadurch werden angebliche ahnbare Taten erfunden, ein Narrativ erzeugt, zugeschrieben, und schon wird verfolgt. Definitionen oder Nachweise sind nicht notwendig.

=== Abduktion, Cherry-Picking und Texas-Sharpshooter-Fallacy ===
Soweit ich verstehe, verwenden Sozialwissenschafte als Methodik gerne weder Induktion noch Deduktion, sondern oft Abduktion.

Besonders fällt dabei immer wieder ein systematisches Cherry-Picking auf. Zusammenhänge werden hergestellt und behauptet, die schon bei einer ganz einfachen 2x2 Vierfeldertafel aufgrund fehlender Einträge in Wahrheit keine Aussagen zum Zusammenhang zulassen würden. 

Um die 2x2 Vierfeldertafel ganz kurz zu erläutern (vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Kontingenztafel#Vierfeldertafel ): Wenn man zwei dichotome (kategorielle) Merkmale hat, zum Beispiel zwei Fragen mit nur ja/nein-Antwortmöglichkeiten oder &quot;liegt vor / liegt nicht vor&quot;, und man möchte eine Aussage zur stochastischen Abhängigkeit oder Unabhängigkeit tätigen, dann gibt es ingesamt vier kombinierte Möglichkeiten: 
ja-ja, 
ja-nein, 
nein-ja, 
nein-nein. 
In einer 2x2 Vierfeldertafel (Kontingenztabelle) werden diese in einer 2x2-Tabelle angeordnet. Man zählt für diese möglichen Kombinationen die Häufigkeiten und erhält ein einfaches Rechenschema für Randhäufigkeiten und relative Häufigkeiten. 

Die einfache 2x2 Vierfeldertafel gibt auch einen Überblick, ob vielleicht etwas fehlt, wenn man zu zwei solchen Merkmalen einen Zusammenhang untersuchen möchte. Man braucht unbedingt alle vier Felder, ansonsten ist keine Aussage möglich. Mit anderen Worten: Fehlt auch nur ein einziges Feld, dann kann man nicht mal eine Aussage zur Abhängigkeit treffen, und erst Recht keine Aussage über Kausalität.
Und das ist nur der aller-aller-einfachste Fall von zwei dichotomen Merkmalen.

Mein Eindruck ist: Sozial&quot;forscher&quot;innen fokussieren oft nur auf ein einziges Feld! Und behaupten dann Zusammenhänge, über die sich schon wegen der mangelhaften Methodik alleine eigentlich überhaupt keine Aussagen machen lassen. Das scheint aber weit verbreitet zu sein und auch an Unis so als Methodik unterrichtet zu werden - nicht etwa deswegen, weil es gerechtfertigt wäre, sondern nur deswegen, weil es offenbar auch viele andere so (falsch bzw. mangelhaft) machen.

Ganz einfaches Beispiel: Wenn man einen Zusammenhang von &quot;empfundener Gewalt&quot; und &quot;Frauen&quot; treffen möchte, dann hätte man im ganz einfachsten Fall von nur 2 ja/nein-Ausprägungen: Frau ja/nein, empfindet Gewalt ja/nein.
Alleine aus dieser Formulierung sieht man bereits, dass man für eine Aussage zu Abhängigkeit oder Unabhängigkeit - wohlgemerkt: Noch nicht mal Kausalität! - mindestens alle vier Fälle benötigt:
Frau + empfundene Gewalt
Frau + keine empfundene Gewalt
nicht Frau + empfundene Gewalt
nicht Frau + keine empfundene Gewalt
Fehlt auch nur einer dieser vier Fälle und wird auch nur in einem dieser vier Fälle nicht ordentlich erhoben, dann ist die gesamte Untersuchung wertlos! Umgekehrt bedeutet ein Vorliegen aller vier Fälle aber auch nicht, dass man hier bereits weitreichende Aussagen treffen könnte, oder dass die Studie insgesamt methodisch sauber wäre. 

Es ist eher ein Ausschlusskriterium: Fehlt auch nur einer der Fälle -&#062; keine Aussage möglich.

In den politisch motivierten Pseudostudien zum Zweck des politischen Aktivismus findet man hier oft sogar nur einen einzigen Fall: Frau + empfundene Gewalt. Da wird dann groß gezählt und groß aufgezeigt und so weiter.
Nur: Das ist für eine solche Fragestellung völlig wertlos. Das sagt zu einem Zusammenhang einfach gar nichts aus.

Man war dann halt geschäftig und hat irgendetwas zusammengetragen und erhoben, aber die Geschäftigkeit alleine oder das Ansiedeln eines solchen Projekts an einer akademischen Institution liefert noch lange keine Aussagekraft zu einem Zusammenhang!

=== Cherry-Picking und wahnbestärkende Faktoren ===

In der Psychologie sieht man eine Methodik des Cherry-Picking bei sog. &quot;wahnbestärkenden Faktoren&quot;: An einer Paranoia Leidende verfangen sich oft immer tiefer in ihrer Wahnwelt, weil sie bestätigende Faktoren suchen, anstatt (wie in den Naturwissenschaften seit Popper üblich) zu widerlegen bzw. zu falsifizieren. Dadurch wachsen die Wahnvorstellungen an.

Sie, Herr Dr. Weber, sind möglicherweise gerade auf ein solches Phänomen in den Sozialwissenschaften gestoßen...

In der Statistik wird beim Testen von Hypothesen methodisch eigentlich auch verlangt, zu versuchen, die Nullhypothese zu widerlegen, und nicht, sie zu bestätigen!

=== Deskriptive statistische Methodik erlaubt keine Aussagen der induktiven Statistik ===

Ein weiterer typischer methodischer Fehler ist, Methodik der rein beschreibenden deskriptiven Statistik (die gerne auch
für das Erzeugen von Hypothesen genutzt werden kann, die man dann an ANDEREN Daten testet, die später erhoben werden),
fälschlich als induktive Statistik schliessend zu verwenden. Nur die Methodik der induktiven Statistik würde ein Schließen auf Anderes erlauben (zB. aus einer Zufallsstichprobe), während die Methodik der deskriptiven Statistik nur direkt die erhobenen Daten in diesem konkreten Sachverhalt an diesem Ort zu dieser Zeit unter diesen Umständen beschreibt, aber nicht erlaubt, auf irgendetwas anderes zu schliessen oder zu verallgemeinern. Auch nicht auf ähnliche Daten oder ähnliche Sachverhalte. Einfach gar nichts. Die deskriptive Methodik erlaubt keine Schlüsse oder Übertragungen. Und zwar überhaupt keine.

Dieser Fehler wird sehr häufig gemacht. Sozialwissenschaften und Psychologie, aber auch Verkehrswissenschaften, sind voll davon!

=== Zusammen: Begriffsausdehnung, Abduktion, ungeeignete Methodik ===
Die von Ihnen erwähnte Begriffsausdehnung ist ein ähnliches Phänomen. Anstatt klar analytisch abzutrennen, wird systematisch versucht, zu vergrauen und dann mit diesen Graubereichen Resultate oder Zusammenhänge zu fabrizieren, die einer detaillierten Analyse nicht standhalten. In Kombination mit Abduktionsmethodik und statistischen Pseudo-Schlüssen lässt sich dann sehr leicht fabrizieren und manipulieren.

Abduktion als wahrheitsfindende entscheidende Methodik kommt seriös weder in der Mathematik noch in den Naturwissenschaften vor. In der Mathematik entscheidet alleine der (formale) mathematische Beweis. Im Kontext eines Axiomensystems. In den Naturwissenschaften entscheidet die &quot;(natur)wissenschaftliche Methodik&quot; (&quot;scientific method&quot;, stark gekürzt): Theorien/Modelle/Hypothese(n) postulieren, Daten zwecks Falsifizierung erheben und auswerten, Hypothese testen, entscheiden, Hypothese beibehalten/verwerfen, neue Theorien/Modelle/Hypothesen postulieren, Daten zwecks Falsifizierung erheben... (etc. pp.)

Möglicherweise wird in den Sozialwissenschaften und anderen das Fabrizieren und Manipulieren unter Publikationsdruck getan. Denn ein Paper, das dann erst andere schreiben müssen um das erste Paper zu widerlegen, muss die erste methodisch fehlerhafte Arbeit zitieren und bringt der fehlerhaften Arbeit Zitationszahlen. Zitationszahlen spiegeln keine Inhalte wieder: Es wird nicht unterschieden, ob eine Arbeit oft zitiert wird, weil sie so wichtig ist, oder oft zitiert wird, weil so viele Fehler darin aufgedeckt werden, weil ihr so häufig widersprochen wird. 
Da rattert dann oft ein ganzes Teilgebiet, die Anzahl an Publikationen geht in die Höhe, die Anzahl an Zitaten geht in die Höhe, die hohe Geschäftigkeit wird groß nach außen präsentiert - aber keiner sieht sich an: Was tun die da eigentlich? Inhaltlich? Methodisch? Qualitativ?
Auf Qualität wird nicht geprüft. Speed kills und Quantität zählt.

In den Humanwissenschaften werden solche fehlerhaften und/oder methodisch mangelhaften Arbeiten oft auch gar nicht zurückgezogen, sondern bleiben als &quot;andere Forschungsmeinung&quot; publiziert... Denn man will doch Vielfalt! Aber was für eine Vielfalt? Vielfalt an Fehlern und Falschem?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Methodik der &#8222;Begriffsausweitung&#8220; wird auch systematisch zur politischen Verfolgung verwendet. Die Methodik funktioniert durch Andeutung und Zuschreibung: Begriffe werden ausgedehnt, dadurch werden angebliche ahnbare Taten erfunden, ein Narrativ erzeugt, zugeschrieben, und schon wird verfolgt. Definitionen oder Nachweise sind nicht notwendig.</p>
<p>=== Abduktion, Cherry-Picking und Texas-Sharpshooter-Fallacy ===<br />
Soweit ich verstehe, verwenden Sozialwissenschafte als Methodik gerne weder Induktion noch Deduktion, sondern oft Abduktion.</p>
<p>Besonders fällt dabei immer wieder ein systematisches Cherry-Picking auf. Zusammenhänge werden hergestellt und behauptet, die schon bei einer ganz einfachen 2&#215;2 Vierfeldertafel aufgrund fehlender Einträge in Wahrheit keine Aussagen zum Zusammenhang zulassen würden. </p>
<p>Um die 2&#215;2 Vierfeldertafel ganz kurz zu erläutern (vgl.: <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kontingenztafel#Vierfeldertafel" rel="nofollow ugc">https://de.wikipedia.org/wiki/Kontingenztafel#Vierfeldertafel</a> ): Wenn man zwei dichotome (kategorielle) Merkmale hat, zum Beispiel zwei Fragen mit nur ja/nein-Antwortmöglichkeiten oder &#8222;liegt vor / liegt nicht vor&#8220;, und man möchte eine Aussage zur stochastischen Abhängigkeit oder Unabhängigkeit tätigen, dann gibt es ingesamt vier kombinierte Möglichkeiten:<br />
ja-ja,<br />
ja-nein,<br />
nein-ja,<br />
nein-nein.<br />
In einer 2&#215;2 Vierfeldertafel (Kontingenztabelle) werden diese in einer 2&#215;2-Tabelle angeordnet. Man zählt für diese möglichen Kombinationen die Häufigkeiten und erhält ein einfaches Rechenschema für Randhäufigkeiten und relative Häufigkeiten. </p>
<p>Die einfache 2&#215;2 Vierfeldertafel gibt auch einen Überblick, ob vielleicht etwas fehlt, wenn man zu zwei solchen Merkmalen einen Zusammenhang untersuchen möchte. Man braucht unbedingt alle vier Felder, ansonsten ist keine Aussage möglich. Mit anderen Worten: Fehlt auch nur ein einziges Feld, dann kann man nicht mal eine Aussage zur Abhängigkeit treffen, und erst Recht keine Aussage über Kausalität.<br />
Und das ist nur der aller-aller-einfachste Fall von zwei dichotomen Merkmalen.</p>
<p>Mein Eindruck ist: Sozial&#8220;forscher&#8220;innen fokussieren oft nur auf ein einziges Feld! Und behaupten dann Zusammenhänge, über die sich schon wegen der mangelhaften Methodik alleine eigentlich überhaupt keine Aussagen machen lassen. Das scheint aber weit verbreitet zu sein und auch an Unis so als Methodik unterrichtet zu werden &#8211; nicht etwa deswegen, weil es gerechtfertigt wäre, sondern nur deswegen, weil es offenbar auch viele andere so (falsch bzw. mangelhaft) machen.</p>
<p>Ganz einfaches Beispiel: Wenn man einen Zusammenhang von &#8222;empfundener Gewalt&#8220; und &#8222;Frauen&#8220; treffen möchte, dann hätte man im ganz einfachsten Fall von nur 2 ja/nein-Ausprägungen: Frau ja/nein, empfindet Gewalt ja/nein.<br />
Alleine aus dieser Formulierung sieht man bereits, dass man für eine Aussage zu Abhängigkeit oder Unabhängigkeit &#8211; wohlgemerkt: Noch nicht mal Kausalität! &#8211; mindestens alle vier Fälle benötigt:<br />
Frau + empfundene Gewalt<br />
Frau + keine empfundene Gewalt<br />
nicht Frau + empfundene Gewalt<br />
nicht Frau + keine empfundene Gewalt<br />
Fehlt auch nur einer dieser vier Fälle und wird auch nur in einem dieser vier Fälle nicht ordentlich erhoben, dann ist die gesamte Untersuchung wertlos! Umgekehrt bedeutet ein Vorliegen aller vier Fälle aber auch nicht, dass man hier bereits weitreichende Aussagen treffen könnte, oder dass die Studie insgesamt methodisch sauber wäre. </p>
<p>Es ist eher ein Ausschlusskriterium: Fehlt auch nur einer der Fälle -&gt; keine Aussage möglich.</p>
<p>In den politisch motivierten Pseudostudien zum Zweck des politischen Aktivismus findet man hier oft sogar nur einen einzigen Fall: Frau + empfundene Gewalt. Da wird dann groß gezählt und groß aufgezeigt und so weiter.<br />
Nur: Das ist für eine solche Fragestellung völlig wertlos. Das sagt zu einem Zusammenhang einfach gar nichts aus.</p>
<p>Man war dann halt geschäftig und hat irgendetwas zusammengetragen und erhoben, aber die Geschäftigkeit alleine oder das Ansiedeln eines solchen Projekts an einer akademischen Institution liefert noch lange keine Aussagekraft zu einem Zusammenhang!</p>
<p>=== Cherry-Picking und wahnbestärkende Faktoren ===</p>
<p>In der Psychologie sieht man eine Methodik des Cherry-Picking bei sog. &#8222;wahnbestärkenden Faktoren&#8220;: An einer Paranoia Leidende verfangen sich oft immer tiefer in ihrer Wahnwelt, weil sie bestätigende Faktoren suchen, anstatt (wie in den Naturwissenschaften seit Popper üblich) zu widerlegen bzw. zu falsifizieren. Dadurch wachsen die Wahnvorstellungen an.</p>
<p>Sie, Herr Dr. Weber, sind möglicherweise gerade auf ein solches Phänomen in den Sozialwissenschaften gestoßen&#8230;</p>
<p>In der Statistik wird beim Testen von Hypothesen methodisch eigentlich auch verlangt, zu versuchen, die Nullhypothese zu widerlegen, und nicht, sie zu bestätigen!</p>
<p>=== Deskriptive statistische Methodik erlaubt keine Aussagen der induktiven Statistik ===</p>
<p>Ein weiterer typischer methodischer Fehler ist, Methodik der rein beschreibenden deskriptiven Statistik (die gerne auch<br />
für das Erzeugen von Hypothesen genutzt werden kann, die man dann an ANDEREN Daten testet, die später erhoben werden),<br />
fälschlich als induktive Statistik schliessend zu verwenden. Nur die Methodik der induktiven Statistik würde ein Schließen auf Anderes erlauben (zB. aus einer Zufallsstichprobe), während die Methodik der deskriptiven Statistik nur direkt die erhobenen Daten in diesem konkreten Sachverhalt an diesem Ort zu dieser Zeit unter diesen Umständen beschreibt, aber nicht erlaubt, auf irgendetwas anderes zu schliessen oder zu verallgemeinern. Auch nicht auf ähnliche Daten oder ähnliche Sachverhalte. Einfach gar nichts. Die deskriptive Methodik erlaubt keine Schlüsse oder Übertragungen. Und zwar überhaupt keine.</p>
<p>Dieser Fehler wird sehr häufig gemacht. Sozialwissenschaften und Psychologie, aber auch Verkehrswissenschaften, sind voll davon!</p>
<p>=== Zusammen: Begriffsausdehnung, Abduktion, ungeeignete Methodik ===<br />
Die von Ihnen erwähnte Begriffsausdehnung ist ein ähnliches Phänomen. Anstatt klar analytisch abzutrennen, wird systematisch versucht, zu vergrauen und dann mit diesen Graubereichen Resultate oder Zusammenhänge zu fabrizieren, die einer detaillierten Analyse nicht standhalten. In Kombination mit Abduktionsmethodik und statistischen Pseudo-Schlüssen lässt sich dann sehr leicht fabrizieren und manipulieren.</p>
<p>Abduktion als wahrheitsfindende entscheidende Methodik kommt seriös weder in der Mathematik noch in den Naturwissenschaften vor. In der Mathematik entscheidet alleine der (formale) mathematische Beweis. Im Kontext eines Axiomensystems. In den Naturwissenschaften entscheidet die &#8222;(natur)wissenschaftliche Methodik&#8220; (&#8222;scientific method&#8220;, stark gekürzt): Theorien/Modelle/Hypothese(n) postulieren, Daten zwecks Falsifizierung erheben und auswerten, Hypothese testen, entscheiden, Hypothese beibehalten/verwerfen, neue Theorien/Modelle/Hypothesen postulieren, Daten zwecks Falsifizierung erheben&#8230; (etc. pp.)</p>
<p>Möglicherweise wird in den Sozialwissenschaften und anderen das Fabrizieren und Manipulieren unter Publikationsdruck getan. Denn ein Paper, das dann erst andere schreiben müssen um das erste Paper zu widerlegen, muss die erste methodisch fehlerhafte Arbeit zitieren und bringt der fehlerhaften Arbeit Zitationszahlen. Zitationszahlen spiegeln keine Inhalte wieder: Es wird nicht unterschieden, ob eine Arbeit oft zitiert wird, weil sie so wichtig ist, oder oft zitiert wird, weil so viele Fehler darin aufgedeckt werden, weil ihr so häufig widersprochen wird.<br />
Da rattert dann oft ein ganzes Teilgebiet, die Anzahl an Publikationen geht in die Höhe, die Anzahl an Zitaten geht in die Höhe, die hohe Geschäftigkeit wird groß nach außen präsentiert &#8211; aber keiner sieht sich an: Was tun die da eigentlich? Inhaltlich? Methodisch? Qualitativ?<br />
Auf Qualität wird nicht geprüft. Speed kills und Quantität zählt.</p>
<p>In den Humanwissenschaften werden solche fehlerhaften und/oder methodisch mangelhaften Arbeiten oft auch gar nicht zurückgezogen, sondern bleiben als &#8222;andere Forschungsmeinung&#8220; publiziert&#8230; Denn man will doch Vielfalt! Aber was für eine Vielfalt? Vielfalt an Fehlern und Falschem?</p>
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