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	Kommentare zu: ÖVP-Weisung statt GWP-Initiative: Juristische Fehlinformationen und Schönfärbereien in der Presseaussendung der TU Wien	</title>
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	<description>Sachverständiger für Plagiatsprüfung</description>
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		<title>
		Von: Andreas Slateff		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9763</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Slateff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2023 15:19:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das ist recht leicht erklärt: Die TU Wien verwendet nicht nur moodle. Sie verwendet zwar auch moodle (als tuwel), aber nicht nur, insbesondere wird moodle nicht für Zeugnisse, nicht für die Lehrveranstaltungsankündigung und nicht für  Diplomarbeiten verwendet. Die TU Wien benützt stattdessen &quot;tiss&quot; - als Nachfolger bzw. Modifikation von &quot;tuwis&quot;, einer mehr oder weniger Eigenproduktion, um die es aber ebenfalls vor rund 10 Jahren größeren Krach gab:
https://www.profil.at/wirtschaft/tu-wien-die-universitaet-rechnungen-gericht-370081
Deshalb ist eine direkte Anbidung von turnitin an moodle auch gar nicht so sinnvoll. Als Betreuer können Sie aber sehr wohl mit Plagiatssoftware prüfen.

Ich finde auch nicht, dass jede schriftliche Aufgabe mit turnitin geprüft werden sollte oder müsste, denn es gibt genügend vorwissenschaftliche Arbeiten, die keinen strengen Kriterien genügen, genügend Gruppenarbeiten und und und. Das würde nur auf massenweise falsche Alarme führen und den Alltag der Lehre mehr behindern als ihr nützen.

Darüberhinaus darf ich Ihnen ein offenes &quot;Geheimnis&quot; verraten: Auch Lehrende halten sich nicht an alle Regeln. Es gibt genügend Teile in den Vorlesungsunterlagen, die aus Fremdmaterial stammen, die aber nur nicht &quot;veröffentlicht&quot; werden. Das Resulat einer vollständigen turnitin-Verwendung wäre dann nur, dass auch Studenten damit versuchen, ihre Professoren womöglich zu erpressen. Also wäre es auch Uni-Sicht insgesamt eher kontraproduktiv, man würde nur schlafende Hunde wecken. Deshalb wird es vermutlich dabei bleiben, dass die Betreuer die Plagiatsprüfungssoftware verwenden können.
Als Student, der eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt, wird man doch hoffentlich selber wissen, welche Quellen man verwendet hat, und woran man selber gearbeitet hat. In experimentellen Fächern wie Chemie, Verfahrenstechnik oder Physik lernt man, Laborbücher zu führen (in der Physik leider nur etwas eingeschränkter, warum auch immer). Wenn man also entsprechend &quot;sauber&quot; arbeitet, dort, wo es möglich ist, und entsprechend gut dokumentiert, dann kann man damit auch die Eigenleistungen belegen.

Viel wichtiger als eine nachträgliche Plagiatsprüfung von Seiten der Studenten fände ich einen vorbeugenden Unterricht bereits im ersten Semester, ordentlich zu dokumentieren, und zwar: Experimentell mit Laborbüchern, theoretischerseits mit Tagesheften/Tagebüchern und programmierend mit Versionsverwaltungssystemen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist recht leicht erklärt: Die TU Wien verwendet nicht nur moodle. Sie verwendet zwar auch moodle (als tuwel), aber nicht nur, insbesondere wird moodle nicht für Zeugnisse, nicht für die Lehrveranstaltungsankündigung und nicht für  Diplomarbeiten verwendet. Die TU Wien benützt stattdessen &#8222;tiss&#8220; &#8211; als Nachfolger bzw. Modifikation von &#8222;tuwis&#8220;, einer mehr oder weniger Eigenproduktion, um die es aber ebenfalls vor rund 10 Jahren größeren Krach gab:<br />
<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://www.profil.at/wirtschaft/tu-wien-die-universitaet-rechnungen-gericht-370081" rel="nofollow ugc">https://www.profil.at/wirtschaft/tu-wien-die-universitaet-rechnungen-gericht-370081</a><br />
Deshalb ist eine direkte Anbidung von turnitin an moodle auch gar nicht so sinnvoll. Als Betreuer können Sie aber sehr wohl mit Plagiatssoftware prüfen.</p>
<p>Ich finde auch nicht, dass jede schriftliche Aufgabe mit turnitin geprüft werden sollte oder müsste, denn es gibt genügend vorwissenschaftliche Arbeiten, die keinen strengen Kriterien genügen, genügend Gruppenarbeiten und und und. Das würde nur auf massenweise falsche Alarme führen und den Alltag der Lehre mehr behindern als ihr nützen.</p>
<p>Darüberhinaus darf ich Ihnen ein offenes &#8222;Geheimnis&#8220; verraten: Auch Lehrende halten sich nicht an alle Regeln. Es gibt genügend Teile in den Vorlesungsunterlagen, die aus Fremdmaterial stammen, die aber nur nicht &#8222;veröffentlicht&#8220; werden. Das Resulat einer vollständigen turnitin-Verwendung wäre dann nur, dass auch Studenten damit versuchen, ihre Professoren womöglich zu erpressen. Also wäre es auch Uni-Sicht insgesamt eher kontraproduktiv, man würde nur schlafende Hunde wecken. Deshalb wird es vermutlich dabei bleiben, dass die Betreuer die Plagiatsprüfungssoftware verwenden können.<br />
Als Student, der eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt, wird man doch hoffentlich selber wissen, welche Quellen man verwendet hat, und woran man selber gearbeitet hat. In experimentellen Fächern wie Chemie, Verfahrenstechnik oder Physik lernt man, Laborbücher zu führen (in der Physik leider nur etwas eingeschränkter, warum auch immer). Wenn man also entsprechend &#8222;sauber&#8220; arbeitet, dort, wo es möglich ist, und entsprechend gut dokumentiert, dann kann man damit auch die Eigenleistungen belegen.</p>
<p>Viel wichtiger als eine nachträgliche Plagiatsprüfung von Seiten der Studenten fände ich einen vorbeugenden Unterricht bereits im ersten Semester, ordentlich zu dokumentieren, und zwar: Experimentell mit Laborbüchern, theoretischerseits mit Tagesheften/Tagebüchern und programmierend mit Versionsverwaltungssystemen.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Stefan Weber		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9762</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Weber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2023 17:44:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9761&quot;&gt;Ronald Benedik&lt;/a&gt;.

Aber offenbar hat eine Universität die Stimme der Politik nicht ignoriert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9761">Ronald Benedik</a>.</p>
<p>Aber offenbar hat eine Universität die Stimme der Politik nicht ignoriert.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ronald Benedik		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9761</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ronald Benedik]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2023 13:59:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu den angeblichen Fehlen von Standards an den Universitäten, muss ich sagen: Was Abschreiben ist, wusste man schon 2001 und davor. Dafür braucht es keine Standards oder Regeln, es ist nach 12 Schuljahren bekannt.

Zur Parteipolitik möchte ich sagen, die Universitäten sind nicht unbedingt schlechter oder besser wegen der Parteipolitik. In der jüngeren Vergangheit, damit meine ich die letzten beiden Jahrzehnte, hat die Politik die Stimme der Universitäten praktisch ignoriert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den angeblichen Fehlen von Standards an den Universitäten, muss ich sagen: Was Abschreiben ist, wusste man schon 2001 und davor. Dafür braucht es keine Standards oder Regeln, es ist nach 12 Schuljahren bekannt.</p>
<p>Zur Parteipolitik möchte ich sagen, die Universitäten sind nicht unbedingt schlechter oder besser wegen der Parteipolitik. In der jüngeren Vergangheit, damit meine ich die letzten beiden Jahrzehnte, hat die Politik die Stimme der Universitäten praktisch ignoriert.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ralf Rath		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9760</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ralf Rath]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2023 12:58:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://plagiatsgutachten.com/blog/?p=5417#comment-9760</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9749&quot;&gt;Ralf Rath&lt;/a&gt;.

Obwohl längst klar ist, dass allein der kritische Weg offen steht (Kant), wünscht sich nicht zuletzt in Österreich laut repräsentativen Umfragen gegenwärtig die weit überwiegende Mehrheit ein sofortiges Schweigen der &quot;Waffe der Kritik&quot; (Marx). In Deutschland war es vor allem Max Planck mit seinem Plädoyer für solch einen &quot;inneren Frieden&quot; (siehe den Aufsatz zum Wesen der Willensfreiheit), an dem sich die dortige Bundesregierung noch heute in ihrem Handeln orientiert. Angesichts dessen wollte aber Max Horkheimer keineswegs bloß rhetorisch zuvor wissen (in: Der neueste Angriff auf die Metaphysik), was das für ein Frieden sei, sich mit Macht gezwungen zu sehen, dabei dem Untergang der Menschheit beiwohnen zu müssen. Insofern erstaunt Ihr Einwand, Interessierter Leser, einer vermeintlich meiner Diplom-Arbeit fehlenden Empirie über alle Maße hinweg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9749">Ralf Rath</a>.</p>
<p>Obwohl längst klar ist, dass allein der kritische Weg offen steht (Kant), wünscht sich nicht zuletzt in Österreich laut repräsentativen Umfragen gegenwärtig die weit überwiegende Mehrheit ein sofortiges Schweigen der &#8222;Waffe der Kritik&#8220; (Marx). In Deutschland war es vor allem Max Planck mit seinem Plädoyer für solch einen &#8222;inneren Frieden&#8220; (siehe den Aufsatz zum Wesen der Willensfreiheit), an dem sich die dortige Bundesregierung noch heute in ihrem Handeln orientiert. Angesichts dessen wollte aber Max Horkheimer keineswegs bloß rhetorisch zuvor wissen (in: Der neueste Angriff auf die Metaphysik), was das für ein Frieden sei, sich mit Macht gezwungen zu sehen, dabei dem Untergang der Menschheit beiwohnen zu müssen. Insofern erstaunt Ihr Einwand, Interessierter Leser, einer vermeintlich meiner Diplom-Arbeit fehlenden Empirie über alle Maße hinweg.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stefan Weber		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9759</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Weber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2023 19:27:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9757&quot;&gt;Andreas Slateff&lt;/a&gt;.

Eine Anbindung von &lt;em&gt;Turnitin &lt;/em&gt;an &lt;em&gt;Moodle &lt;/em&gt;ist das A &amp; O, sollte jede schriftliche Abgabe eines Studierenden umfassen. Interessant, dass sich diese anderswo längst übliche Routine (selbst Uni Wien, von US-Unis ganz zu schweigen) an der TU Wien weder in den Köpfen noch technisch bislang durchgesetzt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9757">Andreas Slateff</a>.</p>
<p>Eine Anbindung von <em>Turnitin </em>an <em>Moodle </em>ist das A &#038; O, sollte jede schriftliche Abgabe eines Studierenden umfassen. Interessant, dass sich diese anderswo längst übliche Routine (selbst Uni Wien, von US-Unis ganz zu schweigen) an der TU Wien weder in den Köpfen noch technisch bislang durchgesetzt hat.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andreas Slateff		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9757</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Slateff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2023 08:47:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://plagiatsgutachten.com/blog/?p=5417#comment-9757</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9747&quot;&gt;AufdenPunktgebracht&lt;/a&gt;.

Soweit ich weiß, wird sowohl bei der Bibliothek als auch betreuerseitig mit &quot;Turnitin&quot; und anderer Software geprüft. Eine direkte Anbindung an &quot;die&quot; (welche?) Lernplattform der TU Wien ist vielleicht gar nicht notwendig, weil die Arbeiten nicht über die zersplitterten Lernplattformen der TU Wien elektronisch eingereicht werden, sondern über andere Systeme, die oft direkt an den Dekanaten angesiedelt sind.

Über der TU Wien schwebt leider permanent seit Jahren der Pleitegeier. Die Politik ignoriert das. Im Dezember 2022 ist die TU Wien &quot;freiwillig&quot; in einen Lockdown gegangen, um Heizkosten zu sparen. Zu einer Zeit, wo vielleicht die Verwaltung Urlaub macht, wo aber gerade viele Forscher zu arbeiten gehabt hätten (zB. ganz typisch Einreichungs-Deadlines für Konferenzen im Sommer).

Der Rechnungshof beleuchtet bitte typischerweise auch nur die ökonomische, juristische und betriebswirtschaftliche Sichtweise. Ob der Sinn akademischer Institutionen für Wissenschaft, Forschung und Lehre an unseren &quot;Verwaltungsuniversitäten&quot; (analog zur angelsächsischen &quot;managerial university&quot;) überhaupt noch gegeben ist, ist typischerweise gar nicht Inhalt einer Rechnungshofprüfung. Auch das mag ein Systemmangel sein. Jedenfalls treiben solche ökonomisch-juristischen Prüfungen die Tätigkeiten der Unis noch mehr ins ökonomische und bürokratische Korsett.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9747">AufdenPunktgebracht</a>.</p>
<p>Soweit ich weiß, wird sowohl bei der Bibliothek als auch betreuerseitig mit &#8222;Turnitin&#8220; und anderer Software geprüft. Eine direkte Anbindung an &#8222;die&#8220; (welche?) Lernplattform der TU Wien ist vielleicht gar nicht notwendig, weil die Arbeiten nicht über die zersplitterten Lernplattformen der TU Wien elektronisch eingereicht werden, sondern über andere Systeme, die oft direkt an den Dekanaten angesiedelt sind.</p>
<p>Über der TU Wien schwebt leider permanent seit Jahren der Pleitegeier. Die Politik ignoriert das. Im Dezember 2022 ist die TU Wien &#8222;freiwillig&#8220; in einen Lockdown gegangen, um Heizkosten zu sparen. Zu einer Zeit, wo vielleicht die Verwaltung Urlaub macht, wo aber gerade viele Forscher zu arbeiten gehabt hätten (zB. ganz typisch Einreichungs-Deadlines für Konferenzen im Sommer).</p>
<p>Der Rechnungshof beleuchtet bitte typischerweise auch nur die ökonomische, juristische und betriebswirtschaftliche Sichtweise. Ob der Sinn akademischer Institutionen für Wissenschaft, Forschung und Lehre an unseren &#8222;Verwaltungsuniversitäten&#8220; (analog zur angelsächsischen &#8222;managerial university&#8220;) überhaupt noch gegeben ist, ist typischerweise gar nicht Inhalt einer Rechnungshofprüfung. Auch das mag ein Systemmangel sein. Jedenfalls treiben solche ökonomisch-juristischen Prüfungen die Tätigkeiten der Unis noch mehr ins ökonomische und bürokratische Korsett.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andreas Slateff		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fehlinformationen-der-tu-wien/#comment-9756</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Slateff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2023 08:34:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://plagiatsgutachten.com/blog/?p=5417#comment-9756</guid>

					<description><![CDATA[Herr Weber,
  so sehr ich Ihre Arbeit auch grundsätzlich schätze, ich finde, dass Sie nach Möglichkeit bitte nicht politisieren sollten. Denn damit schaden Sie eher der Sache. Man könnte Ihnen dann unterstellen, dass Sie aus politischen Gründen bzw. &quot;auch mit politischen Gründen&quot; tätig sind - und alleine eine solche Brandmarkung nimmt den Blick von der eigentlichen und wichtigen Thematik &quot;Wissenschaftliche Unredlichkeit&quot;.

Falls Sie Zustände im akademischen Bereich anprangern wollen, wäre ich durchaus bei Ihnen. Man muss halt leider erkennen, dass die Realität durchaus anders ist, als man es in einer Idealsituation gerne gehabt hätte. Das betrifft auch Projekte und Projektgelder. 
Hier hätte auch die Wissenschaftssoziologie noch sehr viel Forschungsarbeit zu verrichten!

Ich persönlich trenne inzwischen zwischen &quot;science&quot; und &quot;academia&quot;, also zwischen Wissenschaft und akademischen Institutionen. Mag es auch der ursprüngliche Sinn akademischer Institutionen gewesen sein, Wissenschaft zu betreiben (und dies später im Humboldtschen Sinn auch mit Lehre zu verbinden), so muss man doch einsehen, dass keinesfalls alles, was an akademischen Institutionen getan wird, wirklich wissenschaftlich ist oder strengen wissenschaftlichen Kriterien genügt. Leider. Denn auch Wissenschaft wird von Menschen gemacht, und bei Menschen gibt es alle möglichen Charaktere.

Rein betriebswirtschaftliche ökonomische Zwänge sind nicht förderlich, auch politische Einflussnahmen oder Einflussnahmen aus der Privatwirtschaft sind nicht förderlich. Solche Faktoren werden aber oft als förderlich oder sogar erstrebenswert dargestellt (zB. &quot;eingetriebene Projektgelder&quot; - vielleicht sogar noch in Kombination mit privatwirtschaftlichen Firmen und deren Interessen -, oder jetzt gerade in Österreich wieder neu thematisiert: &quot;Massenproduktion von Absolventen&quot;).

Wenn man sich also mal im Klaren darüber wurde, dass keinesfalls alles, was an akademischen Institutionen betrieben wird, Wissenschaft ist, dann muss man sich auch im Klaren darüber sein, dass umgekehrt Wissenschaft außerhalb von akademischen Institutionen stattfinden kann, sofern - in den Naturwissenschaften bzw. empirischen Wissenschaften - die wissenschaftliche Methode angewendet wird. Das heißt, Wissenschaft definiert sich meines Erachtens über die Methodik (und vielleicht auch die behandelte Thematik), nicht über Institutionen oder akademische Grade.

In diesem Sinn ist es dann zwar schade, dass Ihr Projekt nicht an einer akademischen Institution angesiedelt werden konnte, aber vielleicht ist es möglich, Ihr Projekt wissenschaftlich außerhalb akademischer Institutionen zu betreiben.

Über abgelehnte Projekte oder Projektgelder darf man im akademischen Bereich (leider) nicht all zu traurig sein, denn die Ablehnungsquote kann je nach Bereich und Geldgeber durchaus zwischen 70 und 95% der Anträge liegen...
Es lässt sich deswegen weder mittelfristig noch langfristig planen! (So viel zum Schlagwort &quot;Nachhaltigkeit&quot;.)

Auch diesen Unsinn im gegenwärtigen Forschungsbetrieb aufzuzeigen und dingfest zu machen ist meiner Meinung nach eine Aufgabe der Wissenschaftssoziologie (und vielleicht einer &quot;Wissenschaftsökonomie&quot;). Der breiten Bevölkerung sind diese Zustände leider gar nicht bekannt, sie werden auch selten thematisiert.

Durch Ihre Plagiatsforschung haben Sie in der Sache der wissenschafltichen (Un-)Redlichkeit eine Möglichkeit, wertvolle Arbeit für die Wissenschaft zu leisten. Möglicherweise auf Kosten akademischer Institutionen. Sogar besonders auf Kosten akademischer Institutionen, die mehr eine Fassade pflegen. Wenn Ihre Tätigkeit hingegen zu politisch wird, oder als zu politisch gesehen oder eingefärbt werden kann (von anderen), dann besteht durchaus Gefahr, dass es Ihrer eigentlichen Kerntätigkeit schadet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Weber,<br />
  so sehr ich Ihre Arbeit auch grundsätzlich schätze, ich finde, dass Sie nach Möglichkeit bitte nicht politisieren sollten. Denn damit schaden Sie eher der Sache. Man könnte Ihnen dann unterstellen, dass Sie aus politischen Gründen bzw. &#8222;auch mit politischen Gründen&#8220; tätig sind &#8211; und alleine eine solche Brandmarkung nimmt den Blick von der eigentlichen und wichtigen Thematik &#8222;Wissenschaftliche Unredlichkeit&#8220;.</p>
<p>Falls Sie Zustände im akademischen Bereich anprangern wollen, wäre ich durchaus bei Ihnen. Man muss halt leider erkennen, dass die Realität durchaus anders ist, als man es in einer Idealsituation gerne gehabt hätte. Das betrifft auch Projekte und Projektgelder.<br />
Hier hätte auch die Wissenschaftssoziologie noch sehr viel Forschungsarbeit zu verrichten!</p>
<p>Ich persönlich trenne inzwischen zwischen &#8222;science&#8220; und &#8222;academia&#8220;, also zwischen Wissenschaft und akademischen Institutionen. Mag es auch der ursprüngliche Sinn akademischer Institutionen gewesen sein, Wissenschaft zu betreiben (und dies später im Humboldtschen Sinn auch mit Lehre zu verbinden), so muss man doch einsehen, dass keinesfalls alles, was an akademischen Institutionen getan wird, wirklich wissenschaftlich ist oder strengen wissenschaftlichen Kriterien genügt. Leider. Denn auch Wissenschaft wird von Menschen gemacht, und bei Menschen gibt es alle möglichen Charaktere.</p>
<p>Rein betriebswirtschaftliche ökonomische Zwänge sind nicht förderlich, auch politische Einflussnahmen oder Einflussnahmen aus der Privatwirtschaft sind nicht förderlich. Solche Faktoren werden aber oft als förderlich oder sogar erstrebenswert dargestellt (zB. &#8222;eingetriebene Projektgelder&#8220; &#8211; vielleicht sogar noch in Kombination mit privatwirtschaftlichen Firmen und deren Interessen -, oder jetzt gerade in Österreich wieder neu thematisiert: &#8222;Massenproduktion von Absolventen&#8220;).</p>
<p>Wenn man sich also mal im Klaren darüber wurde, dass keinesfalls alles, was an akademischen Institutionen betrieben wird, Wissenschaft ist, dann muss man sich auch im Klaren darüber sein, dass umgekehrt Wissenschaft außerhalb von akademischen Institutionen stattfinden kann, sofern &#8211; in den Naturwissenschaften bzw. empirischen Wissenschaften &#8211; die wissenschaftliche Methode angewendet wird. Das heißt, Wissenschaft definiert sich meines Erachtens über die Methodik (und vielleicht auch die behandelte Thematik), nicht über Institutionen oder akademische Grade.</p>
<p>In diesem Sinn ist es dann zwar schade, dass Ihr Projekt nicht an einer akademischen Institution angesiedelt werden konnte, aber vielleicht ist es möglich, Ihr Projekt wissenschaftlich außerhalb akademischer Institutionen zu betreiben.</p>
<p>Über abgelehnte Projekte oder Projektgelder darf man im akademischen Bereich (leider) nicht all zu traurig sein, denn die Ablehnungsquote kann je nach Bereich und Geldgeber durchaus zwischen 70 und 95% der Anträge liegen&#8230;<br />
Es lässt sich deswegen weder mittelfristig noch langfristig planen! (So viel zum Schlagwort &#8222;Nachhaltigkeit&#8220;.)</p>
<p>Auch diesen Unsinn im gegenwärtigen Forschungsbetrieb aufzuzeigen und dingfest zu machen ist meiner Meinung nach eine Aufgabe der Wissenschaftssoziologie (und vielleicht einer &#8222;Wissenschaftsökonomie&#8220;). Der breiten Bevölkerung sind diese Zustände leider gar nicht bekannt, sie werden auch selten thematisiert.</p>
<p>Durch Ihre Plagiatsforschung haben Sie in der Sache der wissenschafltichen (Un-)Redlichkeit eine Möglichkeit, wertvolle Arbeit für die Wissenschaft zu leisten. Möglicherweise auf Kosten akademischer Institutionen. Sogar besonders auf Kosten akademischer Institutionen, die mehr eine Fassade pflegen. Wenn Ihre Tätigkeit hingegen zu politisch wird, oder als zu politisch gesehen oder eingefärbt werden kann (von anderen), dann besteht durchaus Gefahr, dass es Ihrer eigentlichen Kerntätigkeit schadet.</p>
]]></content:encoded>
		
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