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	Kommentare zu: Gesellschafts- und Medientheorie für das Corona-Zeitalter	</title>
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	<description>Sachverständiger für Plagiatsprüfung</description>
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		Von: Stefan Weber		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/gesellschafts-und-medientheorie-fuer-das-corona-zeitalter/#comment-3041</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Weber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 21:01:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://plagiatsgutachten.com/blog/?p=3161#comment-3041</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/gesellschafts-und-medientheorie-fuer-das-corona-zeitalter/#comment-3036&quot;&gt;Anonym&lt;/a&gt;.

Lieber Anonymus!
Danke für diesen Beitrag.
Einige Gedanken dazu:
Wer auch immer die &quot;reine Digitalität&quot; oder &quot;totale Digitalität&quot; kritisiert, gilt als altbacken und Vorgestriger. Auf meinen Beitrag &lt;a href=&quot;https://science.orf.at/stories/3200435&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener noreferrer nofollow ugc&quot;&gt;https://science.orf.at/stories/3200435&lt;/a&gt;/ hin haben mir einige geschrieben, ich sei halt zehn Jahre hinten.
Vielleicht kannst Du mir helfen: Wo sind denn nun die Tools, die dem analogen Setting UND dem analog-digitalen Mischsetting (&quot;Blended Learning&quot;) ÜBERLEGEN sind, mit denen wir rein digital GENAUER, BESSER, DISKURSIVER arbeiten können als analog oder analog-digital? Vielleicht kenne ich sie ja noch nicht, vielleicht gibt es sie aber auch (noch) nicht.
Ein erstes Beispiel:
In meinen Bachelorseminaren habe ich erprobt, dass jede/r Studierende in wenigen Minuten eine Präsentation macht - nur 2-3 Folien mit Arbeitstitel, Forschungsfragen und Hypothesen. Dann schärfen wir das in der Runde. Der/die Studierende lernt, sich zu verbessern. Wir nutzen dazu die &quot;kollektive Intelligenz&quot;. Ich lerne von den Beiträgen der ZuhörerInnen, wenn mir die genannten Dinge selbst nicht aufgefallen sind und sie stimmen.
Wie kann ich dieses Setting im reinen e-Learning-Szenario reproduzieren?
Ein anderes Beispiel:
E-Learning-Assignments, die nicht verpflichtet sind, werden nur von wenigen gemacht. Auch nur rund 10 Prozent beteiligen sich an freiwilligen Diskussionen, so zumindest meine Erfahrungen.
Eine WhatsApp-Gruppe für 200 TeilnehmerInnen ist, glaube ich, auch keine Lösung.
Ein drittes Beispiel:
Die Aufgabe ist, eine dreistündige Vorlesung ins reine e-Learning-Szenario zu transformieren. Aber niemand wird sich einen dreistündigen Stream ansehen, ich will auch keinen aufnehmen. Also müsste ich zumindest vier 30-Minüter produzieren. Das wären dann 28 30-Minüter pro Semester! Will jemand wissen, wie viel Geld ich als Lehrbeauftragter bekomme?
Nächster Brennpunkt:
Distance Examinations: Wie will man hier Schummeln verhindern (vor allem Ghostwriting und Mehrfacheinreichung identischer Arbeiten)?
Ich sehe im Moment einen großen Haufen an Problemen und keine Lösungen.
LG
sw]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/gesellschafts-und-medientheorie-fuer-das-corona-zeitalter/#comment-3036">Anonym</a>.</p>
<p>Lieber Anonymus!<br />
Danke für diesen Beitrag.<br />
Einige Gedanken dazu:<br />
Wer auch immer die &#8222;reine Digitalität&#8220; oder &#8222;totale Digitalität&#8220; kritisiert, gilt als altbacken und Vorgestriger. Auf meinen Beitrag <a href="https://science.orf.at/stories/3200435" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow ugc">https://science.orf.at/stories/3200435</a>/ hin haben mir einige geschrieben, ich sei halt zehn Jahre hinten.<br />
Vielleicht kannst Du mir helfen: Wo sind denn nun die Tools, die dem analogen Setting UND dem analog-digitalen Mischsetting (&#8222;Blended Learning&#8220;) ÜBERLEGEN sind, mit denen wir rein digital GENAUER, BESSER, DISKURSIVER arbeiten können als analog oder analog-digital? Vielleicht kenne ich sie ja noch nicht, vielleicht gibt es sie aber auch (noch) nicht.<br />
Ein erstes Beispiel:<br />
In meinen Bachelorseminaren habe ich erprobt, dass jede/r Studierende in wenigen Minuten eine Präsentation macht &#8211; nur 2-3 Folien mit Arbeitstitel, Forschungsfragen und Hypothesen. Dann schärfen wir das in der Runde. Der/die Studierende lernt, sich zu verbessern. Wir nutzen dazu die &#8222;kollektive Intelligenz&#8220;. Ich lerne von den Beiträgen der ZuhörerInnen, wenn mir die genannten Dinge selbst nicht aufgefallen sind und sie stimmen.<br />
Wie kann ich dieses Setting im reinen e-Learning-Szenario reproduzieren?<br />
Ein anderes Beispiel:<br />
E-Learning-Assignments, die nicht verpflichtet sind, werden nur von wenigen gemacht. Auch nur rund 10 Prozent beteiligen sich an freiwilligen Diskussionen, so zumindest meine Erfahrungen.<br />
Eine WhatsApp-Gruppe für 200 TeilnehmerInnen ist, glaube ich, auch keine Lösung.<br />
Ein drittes Beispiel:<br />
Die Aufgabe ist, eine dreistündige Vorlesung ins reine e-Learning-Szenario zu transformieren. Aber niemand wird sich einen dreistündigen Stream ansehen, ich will auch keinen aufnehmen. Also müsste ich zumindest vier 30-Minüter produzieren. Das wären dann 28 30-Minüter pro Semester! Will jemand wissen, wie viel Geld ich als Lehrbeauftragter bekomme?<br />
Nächster Brennpunkt:<br />
Distance Examinations: Wie will man hier Schummeln verhindern (vor allem Ghostwriting und Mehrfacheinreichung identischer Arbeiten)?<br />
Ich sehe im Moment einen großen Haufen an Problemen und keine Lösungen.<br />
LG<br />
sw</p>
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		<title>
		Von: Anonym		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/gesellschafts-und-medientheorie-fuer-das-corona-zeitalter/#comment-3036</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anonym]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2020 11:29:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://plagiatsgutachten.com/blog/?p=3161#comment-3036</guid>

					<description><![CDATA[Haben wir früher in analogen Diskussion wirklich mehr auf einander gehört? Ich glaube es fällt nur jetzt mehr auf, weil über Videokonferenzen jemanden anderen ins Wort fallen schwieriger geht. Wir lernen jetzt wie amateurhaft wir vorher kommuniziert haben. Mir fällt vor allem auf, welche personen nichts sagen. Menschen die introvertiert sind und nicht das Wort ergreifen (können), haben es jetzt doppelt schwer.

Zur Digitalisierung: einerseits bin ich froh, dass jetzt jeder den Arsch hoch bekommt und dass Firmen wie Kärcher endlich realisieren, dass keine Email zu haben keine Option ist. Langwierige Migrationspläne von Digitalisierungsverweigerern wurden über Nacht auf den Kopf gestellt. Schwupps, gings dann bei den meisten dann doch irgendwie, dass man sich überwindet. Ob das bleibt, ist eine gute Frage. Ich würde es mir wünschen, wenn wir die Digitalisierung nicht rückbauen, sondern aktiv dazu verwenden, die Dinge die wirklich im Leben zählen (Gemeinschaft, Familie und Freunde) zu vereinfachen. Wir haben jetzt die Werkzeuge dafür bekommen, die wir später verwenden können, um dem wichtigen mehr Platz zu geben (Homeoffice von den Eltern aus, Flexiblere Arbeitszeiten, Besprechungen / Meetings digital denken).

Zu allerletzt bin ich wirklich überrascht von der Schockstarrer unserer Universitäten und Hochschulen. Einige haben es innerhalb eines Monats nicht geschafft ein einheitliches Konzept aufzubauen. Bürokratie blockiert soweit, dass Studierende ein ganzes Semester verlieren. Unfundierte Datenschutzbedenken blockieren Wissensweitergabe, weil man hat ja so viele Artikel in den Nachrichten darüber gelesen. Wir brauchen weniger &quot;Experten&quot; zu diesen Themen und mehr technologiebegeisterte Menschen. Das Aufregen haben wir Deutschen/Österreicher ja im Blut - das sind wir Weltspitzenreiter. Wenns darum geht neue Dinge zu erkunden, flexible zu denken und nicht gleich zu blockieren, da sind wir weniger gut. Kleiner Tipp für dich Stefan: hast du schon mal probiert eine gemeinsame WhatsApp Gruppe für deine Studierenden zu machen für einen regeren Austausch?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben wir früher in analogen Diskussion wirklich mehr auf einander gehört? Ich glaube es fällt nur jetzt mehr auf, weil über Videokonferenzen jemanden anderen ins Wort fallen schwieriger geht. Wir lernen jetzt wie amateurhaft wir vorher kommuniziert haben. Mir fällt vor allem auf, welche personen nichts sagen. Menschen die introvertiert sind und nicht das Wort ergreifen (können), haben es jetzt doppelt schwer.</p>
<p>Zur Digitalisierung: einerseits bin ich froh, dass jetzt jeder den Arsch hoch bekommt und dass Firmen wie Kärcher endlich realisieren, dass keine Email zu haben keine Option ist. Langwierige Migrationspläne von Digitalisierungsverweigerern wurden über Nacht auf den Kopf gestellt. Schwupps, gings dann bei den meisten dann doch irgendwie, dass man sich überwindet. Ob das bleibt, ist eine gute Frage. Ich würde es mir wünschen, wenn wir die Digitalisierung nicht rückbauen, sondern aktiv dazu verwenden, die Dinge die wirklich im Leben zählen (Gemeinschaft, Familie und Freunde) zu vereinfachen. Wir haben jetzt die Werkzeuge dafür bekommen, die wir später verwenden können, um dem wichtigen mehr Platz zu geben (Homeoffice von den Eltern aus, Flexiblere Arbeitszeiten, Besprechungen / Meetings digital denken).</p>
<p>Zu allerletzt bin ich wirklich überrascht von der Schockstarrer unserer Universitäten und Hochschulen. Einige haben es innerhalb eines Monats nicht geschafft ein einheitliches Konzept aufzubauen. Bürokratie blockiert soweit, dass Studierende ein ganzes Semester verlieren. Unfundierte Datenschutzbedenken blockieren Wissensweitergabe, weil man hat ja so viele Artikel in den Nachrichten darüber gelesen. Wir brauchen weniger &#8222;Experten&#8220; zu diesen Themen und mehr technologiebegeisterte Menschen. Das Aufregen haben wir Deutschen/Österreicher ja im Blut &#8211; das sind wir Weltspitzenreiter. Wenns darum geht neue Dinge zu erkunden, flexible zu denken und nicht gleich zu blockieren, da sind wir weniger gut. Kleiner Tipp für dich Stefan: hast du schon mal probiert eine gemeinsame WhatsApp Gruppe für deine Studierenden zu machen für einen regeren Austausch?</p>
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