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	Kommentare zu: Leopold Fonck, Universität Innsbruck, dürfte der Vater der modernen wissenschaftlichen Arbeitstechniken sein (&#8222;GWP-History&#8220;, Teil 2)	</title>
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	<description>Sachverständiger für Plagiatsprüfung</description>
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		Von: Ernst Schwadisch sen.		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schwadisch sen.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 18:18:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ganz toll. So etwas erfreut ungemein. Danke für die Recherche. Ich nutze die Gelegenheit, um eine Anekdote zu erzählen. Zuvor die Bemerkung, dass ein leichtes &quot;Draufhauen&quot; auf die österreichische Wissenschaft deswegen in meinen Augen vertretbar ist, weil immerhin die wissenschaftliche Ehre des Landes durch Fonck auch grundsätzlich für die Zukunft (verdeckt) gesichert ist. Und jetzt die kleine Geschichte: In den 70er Jahren war ich noch ein Kind. Ich muss ca. 11 oder 12 Jahre alt gewesen sein, vielleicht sogar jünger. Mein Vater (kein Voll-Akademiker) hatte so etwas wie einen Abschluß an einer technischen Fachhochschule - würde man heute dazu sagen. Er und ich unterhielten uns über Österreich. Es ging um einen Arzt. Ich sagte: &quot;Der Doktor XYZ...&quot; Da griff mein Vater energisch ein: &quot;Ja, ja, österreichischer Doktor, Schmalspur-Doktor...&quot; Und dann: &quot;Dir muss klar sein, dass viele Deutsche, die es in Deutschland an einer Universität nicht schaffen, dann nach Österreich gehen. Dort ist der akademische Abschluß leichter zu schaffen. Die Prüfer schauen nicht so genau hin. Da wird auch kräftig geschmiert. Die betreiben da Schmuh. Weiß jeder.&quot; Die Aussagen waren für mich ernüchternd. Da ich es nicht zu 100% glauben wollte, habe ich später im Studium immer wieder Österreicher mit den Aussagen meines Vaters konfrontiert. Ausnahmslos jeder (JEDER und JEDE !!!), mit denen ich darüber sprach, hat hinter vorgehaltener Hand gesagt, dass da in jedem Falle etwas dran ist. Das heißt nicht, dass dies für jeden akademischen Abschluß so sein muss. Aber es sei in jedem Falle etwas dran. Was weiterhin stark auffällt: Jeder Popels-Magister legt offenbar in Österreich wert auf die Magister-Anrede. Es scheint ein Ersatz zu sein für die gestrichenen Adels-Titel. Drittens fällt eine - im Gegensatz zu Deutschland - bestimmte Mentalität bezüglich einmal erworbener akademischer Titel auf. Diese dürfen in Österreich - wie eine Art Erb-Titel - nie mehr in Frage gestellt werden. Der Beschiss soll also institutionalisiert sein. Dass die Allgemeinheit schließlich zuvor auch das Studium an einer Universität überhaupt erst möglich gemacht hatte und somit ein Recht hat, Abschlüsse zu hinterfragen, interessiert kaum jemanden. Um noch einem Vorwurf vorzubeugen: Nein, mein Vater hatte nichts gegen Österreich. Er war der Sohn einer Österreicherin. Ein Viertel der Verwandtschaft lebt(e) in Wien. Nachtrag: Besonders witzig ist, wenn nicht-akademische Österreicher meinen, einen Plagiator mit folgenden Aussagen verteidigen zu müssen: &quot;Ist eh egal, ob einer einen Doktor hat. Die Doktoren sind sowieso keine besseren Menschen. Von daher ist es mir egal. Lass ihm doch seinen Doktor.&quot; Auch in diesem Punkt gibt es einen Mentalitätsunterschied zu Deutschland: In Deutschland sind die &quot;kleinen Leute&quot; (ganz stark) mehrheitlich sehr, sehr sauer über die Plagiatoren, über diese Betrüger. Denn in Deutschland scheint man eher zu wissen, welch Riesenvorteile im Berufsleben die Titel-Diebe sich damit erschlichen haben. Da wird der Piefke echt grantig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz toll. So etwas erfreut ungemein. Danke für die Recherche. Ich nutze die Gelegenheit, um eine Anekdote zu erzählen. Zuvor die Bemerkung, dass ein leichtes &#8222;Draufhauen&#8220; auf die österreichische Wissenschaft deswegen in meinen Augen vertretbar ist, weil immerhin die wissenschaftliche Ehre des Landes durch Fonck auch grundsätzlich für die Zukunft (verdeckt) gesichert ist. Und jetzt die kleine Geschichte: In den 70er Jahren war ich noch ein Kind. Ich muss ca. 11 oder 12 Jahre alt gewesen sein, vielleicht sogar jünger. Mein Vater (kein Voll-Akademiker) hatte so etwas wie einen Abschluß an einer technischen Fachhochschule &#8211; würde man heute dazu sagen. Er und ich unterhielten uns über Österreich. Es ging um einen Arzt. Ich sagte: &#8222;Der Doktor XYZ&#8230;&#8220; Da griff mein Vater energisch ein: &#8222;Ja, ja, österreichischer Doktor, Schmalspur-Doktor&#8230;&#8220; Und dann: &#8222;Dir muss klar sein, dass viele Deutsche, die es in Deutschland an einer Universität nicht schaffen, dann nach Österreich gehen. Dort ist der akademische Abschluß leichter zu schaffen. Die Prüfer schauen nicht so genau hin. Da wird auch kräftig geschmiert. Die betreiben da Schmuh. Weiß jeder.&#8220; Die Aussagen waren für mich ernüchternd. Da ich es nicht zu 100% glauben wollte, habe ich später im Studium immer wieder Österreicher mit den Aussagen meines Vaters konfrontiert. Ausnahmslos jeder (JEDER und JEDE !!!), mit denen ich darüber sprach, hat hinter vorgehaltener Hand gesagt, dass da in jedem Falle etwas dran ist. Das heißt nicht, dass dies für jeden akademischen Abschluß so sein muss. Aber es sei in jedem Falle etwas dran. Was weiterhin stark auffällt: Jeder Popels-Magister legt offenbar in Österreich wert auf die Magister-Anrede. Es scheint ein Ersatz zu sein für die gestrichenen Adels-Titel. Drittens fällt eine &#8211; im Gegensatz zu Deutschland &#8211; bestimmte Mentalität bezüglich einmal erworbener akademischer Titel auf. Diese dürfen in Österreich &#8211; wie eine Art Erb-Titel &#8211; nie mehr in Frage gestellt werden. Der Beschiss soll also institutionalisiert sein. Dass die Allgemeinheit schließlich zuvor auch das Studium an einer Universität überhaupt erst möglich gemacht hatte und somit ein Recht hat, Abschlüsse zu hinterfragen, interessiert kaum jemanden. Um noch einem Vorwurf vorzubeugen: Nein, mein Vater hatte nichts gegen Österreich. Er war der Sohn einer Österreicherin. Ein Viertel der Verwandtschaft lebt(e) in Wien. Nachtrag: Besonders witzig ist, wenn nicht-akademische Österreicher meinen, einen Plagiator mit folgenden Aussagen verteidigen zu müssen: &#8222;Ist eh egal, ob einer einen Doktor hat. Die Doktoren sind sowieso keine besseren Menschen. Von daher ist es mir egal. Lass ihm doch seinen Doktor.&#8220; Auch in diesem Punkt gibt es einen Mentalitätsunterschied zu Deutschland: In Deutschland sind die &#8222;kleinen Leute&#8220; (ganz stark) mehrheitlich sehr, sehr sauer über die Plagiatoren, über diese Betrüger. Denn in Deutschland scheint man eher zu wissen, welch Riesenvorteile im Berufsleben die Titel-Diebe sich damit erschlichen haben. Da wird der Piefke echt grantig.</p>
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		Von: Stefan Weber		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fonck-gwp-history-teil-2/#comment-10498</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Weber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2024 22:22:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/fonck-gwp-history-teil-2/#comment-10497&quot;&gt;Georg III.&lt;/a&gt;.

Lieber Georg III.!

Ich verweise auf Teil 1: &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/zitierregeln-herkunft-teil-1&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;https://plagiatsgutachten.com/blog/zitierregeln-herkunft-teil-1&lt;/a&gt;

GWP-History ist ein enorm spannendes Gebiet. Mittlerweile habe ich sogar eine Anleitung für juristisches Arbeiten aus dem Jahr 1901 (!) gefunden. In dieser wird normiert, dass auch Gesetzesstellen unter Anführungszeichen gesetzt werden sollen. Da sind wir heute ein Stück weit davon entfernt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/fonck-gwp-history-teil-2/#comment-10497">Georg III.</a>.</p>
<p>Lieber Georg III.!</p>
<p>Ich verweise auf Teil 1: <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/zitierregeln-herkunft-teil-1" rel="ugc">https://plagiatsgutachten.com/blog/zitierregeln-herkunft-teil-1</a></p>
<p>GWP-History ist ein enorm spannendes Gebiet. Mittlerweile habe ich sogar eine Anleitung für juristisches Arbeiten aus dem Jahr 1901 (!) gefunden. In dieser wird normiert, dass auch Gesetzesstellen unter Anführungszeichen gesetzt werden sollen. Da sind wir heute ein Stück weit davon entfernt&#8230;</p>
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		<title>
		Von: Georg III.		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/fonck-gwp-history-teil-2/#comment-10497</link>

		<dc:creator><![CDATA[Georg III.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2024 21:15:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Österreich wird das einige verwundern, dass die Forderung, ordnungsgemäß zu zitieren, nicht eine Marotte von Herrn Weber ist, der einfach nur lästig sein will. Da scheint es doch tatsächlich Kapazitäten gegeben zu haben, die die Einhaltung der GWP einige Jahre davor schon verlangt haben, und zwar mit Nachdruck...
Wie vergesslich die Welt - und auch die Wissenschaft - ist!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Österreich wird das einige verwundern, dass die Forderung, ordnungsgemäß zu zitieren, nicht eine Marotte von Herrn Weber ist, der einfach nur lästig sein will. Da scheint es doch tatsächlich Kapazitäten gegeben zu haben, die die Einhaltung der GWP einige Jahre davor schon verlangt haben, und zwar mit Nachdruck&#8230;<br />
Wie vergesslich die Welt &#8211; und auch die Wissenschaft &#8211; ist!</p>
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