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	Kommentare zu: Können Unternehmen noch selber texten? Problemfeld &#8222;Selbstdarstellungs-Plagiarismus&#8220;	</title>
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	<description>Sachverständiger für Plagiatsprüfung</description>
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		Von: admin		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Dec 2012 13:50:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/konnen-unternehmen-noch-selber-texten-problemfeld-selbstdarstellungs-plagiarismus/#comment-995&quot;&gt;Erbloggtes&lt;/a&gt;.

Ich gebe es zu: Das ist bei mir gestern und heute nur eine Therapie gegen die Feiertagsödnis, die mit zwei Kleinkindern fast ausnahmslos aus Wickeln, Wäsche aufhängen und Geschirrspüler an- und ausräumen besteht...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/konnen-unternehmen-noch-selber-texten-problemfeld-selbstdarstellungs-plagiarismus/#comment-995">Erbloggtes</a>.</p>
<p>Ich gebe es zu: Das ist bei mir gestern und heute nur eine Therapie gegen die Feiertagsödnis, die mit zwei Kleinkindern fast ausnahmslos aus Wickeln, Wäsche aufhängen und Geschirrspüler an- und ausräumen besteht&#8230;</p>
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		Von: Erbloggtes		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/konnen-unternehmen-noch-selber-texten-problemfeld-selbstdarstellungs-plagiarismus/#comment-995</link>

		<dc:creator><![CDATA[Erbloggtes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Dec 2012 13:24:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Arbeitsaufwand unterscheidet sich wahrscheinlich vor allem im Selbstvertrauen, das nötig ist, damit man findet, dass man selbst etwas (die eigene Unternehmensphilosophie z.B.) besser formulieren kann, als es bereits von anderen formuliert wurde. Ich glaube ja, dass die Menschen strukturell klein gemacht, verängstigt und unter Druck gesetzt werden, bis sie denken, sie hätten nichts zu sagen, und auch gar nicht mehr wissen, wie. Meine Therapieempfehlung: Bloggen. ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Arbeitsaufwand unterscheidet sich wahrscheinlich vor allem im Selbstvertrauen, das nötig ist, damit man findet, dass man selbst etwas (die eigene Unternehmensphilosophie z.B.) besser formulieren kann, als es bereits von anderen formuliert wurde. Ich glaube ja, dass die Menschen strukturell klein gemacht, verängstigt und unter Druck gesetzt werden, bis sie denken, sie hätten nichts zu sagen, und auch gar nicht mehr wissen, wie. Meine Therapieempfehlung: Bloggen. 😉</p>
]]></content:encoded>
		
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		Von: admin		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/konnen-unternehmen-noch-selber-texten-problemfeld-selbstdarstellungs-plagiarismus/#comment-994</link>

		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Dec 2012 12:55:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/konnen-unternehmen-noch-selber-texten-problemfeld-selbstdarstellungs-plagiarismus/#comment-993&quot;&gt;Erbloggtes&lt;/a&gt;.

Lieber Erbloggtes,

Widerspruch/Einspruch: Für ein umfangreicheres Werk wie etwa eine Dissertation mag diese Denklogik absolut stimmen (dazu kommt auch das Wissen, dass es eh nie jemand genau lesen wird), für die präsentierten Kurztexte aber m. E. nicht. Googeln tun ja beide: Die, die nachschauen, wie es die anderen geschrieben haben und dann selbst schreiben, und die, die nachschauen und dann ab- und umschreiben. Der Arbeitsaufwand dürfte sich nicht groß unterscheiden. Und gerade ein Text zur Unternehmensphilosophie muss doch eigene Prägung aufweisen. Reden wir da nicht von Alleinstellungsmerkmalen? Vielleicht ist mein Denken hier antiquiert. Aber irgendwie schmecken mir diese Homogenisierungstendenzen einfach nicht und die Vorstellung, dass in ähnlichen Branchen immer häufiger dasselbe Wording verwendet wird, weil immer mehr plagiieren. Ich halte das für verlogen.

LG
sw]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/konnen-unternehmen-noch-selber-texten-problemfeld-selbstdarstellungs-plagiarismus/#comment-993">Erbloggtes</a>.</p>
<p>Lieber Erbloggtes,</p>
<p>Widerspruch/Einspruch: Für ein umfangreicheres Werk wie etwa eine Dissertation mag diese Denklogik absolut stimmen (dazu kommt auch das Wissen, dass es eh nie jemand genau lesen wird), für die präsentierten Kurztexte aber m. E. nicht. Googeln tun ja beide: Die, die nachschauen, wie es die anderen geschrieben haben und dann selbst schreiben, und die, die nachschauen und dann ab- und umschreiben. Der Arbeitsaufwand dürfte sich nicht groß unterscheiden. Und gerade ein Text zur Unternehmensphilosophie muss doch eigene Prägung aufweisen. Reden wir da nicht von Alleinstellungsmerkmalen? Vielleicht ist mein Denken hier antiquiert. Aber irgendwie schmecken mir diese Homogenisierungstendenzen einfach nicht und die Vorstellung, dass in ähnlichen Branchen immer häufiger dasselbe Wording verwendet wird, weil immer mehr plagiieren. Ich halte das für verlogen.</p>
<p>LG<br />
sw</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Erbloggtes		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/konnen-unternehmen-noch-selber-texten-problemfeld-selbstdarstellungs-plagiarismus/#comment-993</link>

		<dc:creator><![CDATA[Erbloggtes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Dec 2012 12:01:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich möchte ein drittes Erklärungsmodell vorschlagen, das die anderen beiden ein Stück weit einschließt:
3) Die Anforderungen an Autoren (solcher Texte, aber auch anderswo) sind erstens hohe Qualität (so dass sie Versagensängste haben), zweitens Effizienz (so dass sie Zeitdruck spüren) und drittens Austauschbarkeit (Uniformität, Normgerechtheit, so dass ähnliche Texte als Orientierungshilfen quasi benutzt werden müssen).
Unter diesen Bedingungen würden schon starke Hemmnisse benötigt, um einen vom Plagiieren abzuhalten. Aber weder Kontrolle noch Ehre spielen in solchen Textproduktionszusammenhängen eine Rolle. Tatsächlich interessiert es den Vorgesetzten (Kontrolleur) doch nicht die Bohne, wie der Text entstanden ist, Hauptsache da steht etwas Passendes, Normgerechtes. Und die Ehre des Autors, die ist doch eher davon abhängig, in seinem Job nicht zu versagen und rausgeworfen zu werden, als davon, authentische Werke zu schaffen. Er könnte ja nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn er kein Geld mehr verdienen würde - wenn er Texte nicht selbst schreibt, geht das In-den-Spiegel-schauen viel leichter. Wer selber texten will und so eitel ist, dass er einen eigenen Text als wertvolles Werk ansieht, wird Dichter.
Ich stelle mir das innerliche Geschehen von Leuten, die eigentlich gute Vorsätze haben, dann aber doch zum Plagiat greifen, etwa so vor, wie in diesem Erfahrungsbericht eines Praktikanten aus dem Investmentbanking:
&lt;blockquote&gt;&quot;Mein neuer Chef knallte mir ein Compliance-Handbuch auf den Tisch, 800 Seiten stark. &quot;Das musst Du durcharbeiten.&quot; Compliance – Gesetzesvorgaben, ethische Kodizes – ist ja gerade im Nachgang der Finanzkrise ein wichtiges Thema geworden. Deshalb dachte ich, ich würde mich nun einige Stunden mit dem Buch auseinandersetzen. &quot;Reichen dreißig Minuten?&quot;, fragte mein Chef. Ich schluckte.&quot;[&lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2012-11/horror-praktikum-investmentbank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/blockquote&gt;
Gar nicht so anders dürften die Rahmenbedingungen sein, wenn man zum Beispiel neben einem Abgeordnetenmandat promovieren will. Gerade die Erfolgreichen merken sicher schnell, dass Selberschreiben Zeitverschwendung ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte ein drittes Erklärungsmodell vorschlagen, das die anderen beiden ein Stück weit einschließt:<br />
3) Die Anforderungen an Autoren (solcher Texte, aber auch anderswo) sind erstens hohe Qualität (so dass sie Versagensängste haben), zweitens Effizienz (so dass sie Zeitdruck spüren) und drittens Austauschbarkeit (Uniformität, Normgerechtheit, so dass ähnliche Texte als Orientierungshilfen quasi benutzt werden müssen).<br />
Unter diesen Bedingungen würden schon starke Hemmnisse benötigt, um einen vom Plagiieren abzuhalten. Aber weder Kontrolle noch Ehre spielen in solchen Textproduktionszusammenhängen eine Rolle. Tatsächlich interessiert es den Vorgesetzten (Kontrolleur) doch nicht die Bohne, wie der Text entstanden ist, Hauptsache da steht etwas Passendes, Normgerechtes. Und die Ehre des Autors, die ist doch eher davon abhängig, in seinem Job nicht zu versagen und rausgeworfen zu werden, als davon, authentische Werke zu schaffen. Er könnte ja nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn er kein Geld mehr verdienen würde &#8211; wenn er Texte nicht selbst schreibt, geht das In-den-Spiegel-schauen viel leichter. Wer selber texten will und so eitel ist, dass er einen eigenen Text als wertvolles Werk ansieht, wird Dichter.<br />
Ich stelle mir das innerliche Geschehen von Leuten, die eigentlich gute Vorsätze haben, dann aber doch zum Plagiat greifen, etwa so vor, wie in diesem Erfahrungsbericht eines Praktikanten aus dem Investmentbanking:</p>
<blockquote><p>&#8222;Mein neuer Chef knallte mir ein Compliance-Handbuch auf den Tisch, 800 Seiten stark. &#8222;Das musst Du durcharbeiten.&#8220; Compliance – Gesetzesvorgaben, ethische Kodizes – ist ja gerade im Nachgang der Finanzkrise ein wichtiges Thema geworden. Deshalb dachte ich, ich würde mich nun einige Stunden mit dem Buch auseinandersetzen. &#8222;Reichen dreißig Minuten?&#8220;, fragte mein Chef. Ich schluckte.&#8220;[<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2012-11/horror-praktikum-investmentbank" rel="nofollow">1</a>]</p></blockquote>
<p>Gar nicht so anders dürften die Rahmenbedingungen sein, wenn man zum Beispiel neben einem Abgeordnetenmandat promovieren will. Gerade die Erfolgreichen merken sicher schnell, dass Selberschreiben Zeitverschwendung ist.</p>
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