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	Kommentare zu: Sinngemäßes Zitieren mit &#8222;Vgl.&#8220; wahrscheinlich erst seit den 1970er Jahren normiert („GWP-History“, Teil 3)	</title>
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	<description>Sachverständiger für Plagiatsprüfung</description>
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		<title>
		Von: Ernst Schwadisch sen.		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/vgl-gwp-history-teil-3/#comment-10566</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schwadisch sen.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2024 20:56:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Weil Sie nach dem Fach gefragt haben, auf welches ich mich (80er Jahre) beziehe: Ich war so was wie ein &quot;Quasi-Lektor&quot; für etliche Fächer. Habe selber zwei volle Magisterstudiengänge gemacht mit einem Abschluß. In allen Fächern war es damals verpönt, mit &quot;Vgl.&quot; zu arbeiten. Wenn ein Absolvent das benutzt hat, habe ich gefragt: &quot;Was soll der Leser jetzt machen? Muss er überhaupt etwas machen? Ist Deine Arbeit anderenfalls minderer Wirkung oder minderer Qualität? Wird Deine Arbeit erst dadurch vollständig, dass der Leser jetzt seinerseits etwas unternehmen muss? Du siehst, das kann nicht sein. &quot;Vergleiche&quot; ist ein Imperativ. Erkenne, dass Deine Arbeit bewertet wird für das, was Du geschrieben hast, und hier nicht der Leser eine Note bekommt.&quot;  --- Die Studenten sahen es auf der Stelle ein und meinten, das hätten sie schon woanders so gesehen; aber es eigentlich nicht für koscher gehalten. Es habe sich jetzt überall eingeschlichen. So weit waren wir dann in den 90ern, als ich lektorierte. In den 80ern kam das &quot;Vgl.&quot; in Deutschland jedenfalls nur sehr, sehr, selten vor. Die Fächer waren hauptsächlich: Rechtswissenschaft (Seminararbeiten der &quot;Großen&quot; Scheine), Sozialwissenschaften, Philosophie, Germanistik, BWL und VWL.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil Sie nach dem Fach gefragt haben, auf welches ich mich (80er Jahre) beziehe: Ich war so was wie ein &#8222;Quasi-Lektor&#8220; für etliche Fächer. Habe selber zwei volle Magisterstudiengänge gemacht mit einem Abschluß. In allen Fächern war es damals verpönt, mit &#8222;Vgl.&#8220; zu arbeiten. Wenn ein Absolvent das benutzt hat, habe ich gefragt: &#8222;Was soll der Leser jetzt machen? Muss er überhaupt etwas machen? Ist Deine Arbeit anderenfalls minderer Wirkung oder minderer Qualität? Wird Deine Arbeit erst dadurch vollständig, dass der Leser jetzt seinerseits etwas unternehmen muss? Du siehst, das kann nicht sein. &#8222;Vergleiche&#8220; ist ein Imperativ. Erkenne, dass Deine Arbeit bewertet wird für das, was Du geschrieben hast, und hier nicht der Leser eine Note bekommt.&#8220;  &#8212; Die Studenten sahen es auf der Stelle ein und meinten, das hätten sie schon woanders so gesehen; aber es eigentlich nicht für koscher gehalten. Es habe sich jetzt überall eingeschlichen. So weit waren wir dann in den 90ern, als ich lektorierte. In den 80ern kam das &#8222;Vgl.&#8220; in Deutschland jedenfalls nur sehr, sehr, selten vor. Die Fächer waren hauptsächlich: Rechtswissenschaft (Seminararbeiten der &#8222;Großen&#8220; Scheine), Sozialwissenschaften, Philosophie, Germanistik, BWL und VWL.</p>
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		<title>
		Von: Stefan Weber		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/vgl-gwp-history-teil-3/#comment-10565</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Weber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2024 20:20:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://plagiatsgutachten.com/blog/vgl-gwp-history-teil-3/#comment-10564&quot;&gt;Ernst Schwadisch sen.&lt;/a&gt;.

Sehr spannende These, dass die heutigen Zitierschlampereien nicht (nur) durch die Digitalisierung, sondern (auch) durch die Inflation des „Vgl.“ ausgelöst wurden.

Darf ich fragen, von welchem Fach Sie berichten?

Die Psychologen verbieten das &quot;Vgl.&quot; etwa völlig, siehe die Richtlinien zur Manuskriptgestaltung der DGPs.

In der numerischen Zitierweise der Naturwissenschaften kommt es bekanntlich gar nicht vor.

&quot;Vgl.&quot; ist ein &quot;Mem&quot; der Sozialwissenschaften.

Siehe dazu von mir auch: https://zitieren.at/wiki/%E2%80%9EVgl.%E2%80%9C]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://plagiatsgutachten.com/blog/vgl-gwp-history-teil-3/#comment-10564">Ernst Schwadisch sen.</a>.</p>
<p>Sehr spannende These, dass die heutigen Zitierschlampereien nicht (nur) durch die Digitalisierung, sondern (auch) durch die Inflation des „Vgl.“ ausgelöst wurden.</p>
<p>Darf ich fragen, von welchem Fach Sie berichten?</p>
<p>Die Psychologen verbieten das &#8222;Vgl.&#8220; etwa völlig, siehe die Richtlinien zur Manuskriptgestaltung der DGPs.</p>
<p>In der numerischen Zitierweise der Naturwissenschaften kommt es bekanntlich gar nicht vor.</p>
<p>&#8222;Vgl.&#8220; ist ein &#8222;Mem&#8220; der Sozialwissenschaften.</p>
<p>Siehe dazu von mir auch: <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://zitieren.at/wiki/%E2%80%9EVgl.%E2%80%9C" rel="nofollow ugc">https://zitieren.at/wiki/%E2%80%9EVgl.%E2%80%9C</a></p>
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		<title>
		Von: Ernst Schwadisch sen.		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/vgl-gwp-history-teil-3/#comment-10564</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schwadisch sen.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2024 18:12:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sie schreiben: &quot;Zuvor wurde das „Vgl.“ in der wissenschaftlichen Literatur vor allem dafür verwendet, um innerhalb ein und desselben Werks auf andere Seitenzahlen im Werk zu verweisen: „Vgl.“ war ein interner und kein externer Marker.&quot; -- Damit könnte man leben. Allerdings sollte die Bezugnahme präzise erfolgen. Etwa nur eine Seite (intern) zu nennen, verlangt vom Leser Sucharbeit, die er eigentlich gar nicht erbringen muss. Besser wäre es in diesem Fall: entweder a) den Gedanken auf der internen Seite, auf den Bezug genommen wird, stichwortartig zu nennen oder b) die Fußnote mit der Nummer zu nennen oder c) die Zeilennummer anzugeben.
Die Vorstellungen von Seidenspinner und Theisen sind abzulehnen. Denn diese sind genau diejenigen Einfallstore für die dann in den späten 80er und in den 90er Jahren beginnende Unsauberkeit beim Zitieren. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Auch die indirekten Zitate können mit Hilfe der deutschen Sprache - ohne jede Schwierigkeit - in den Fließtext (also in die Sprachsyntax) eingebaut werden. Dort dann mit Anführungszeichen und mit Fußnote. Bei &quot;Vgl&quot; ist schlichtweg die Versuchung zu groß, Gedanken zu stehlen oder Belege unterzuschieben, die gar keine sind, oder Belesenheit vorzutäuschen. Und die Krönung ist dann immer (wenn man später erwischt wird), dass der Kandidat aalglatt behauptet, er habe &quot;doch&quot; alle Quellen genannt. Wehret den Anfängen, hätte man damals sagen müssen. Diese scheinen demnach bei Seidenspinner und Theisen zu liegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie schreiben: &#8222;Zuvor wurde das „Vgl.“ in der wissenschaftlichen Literatur vor allem dafür verwendet, um innerhalb ein und desselben Werks auf andere Seitenzahlen im Werk zu verweisen: „Vgl.“ war ein interner und kein externer Marker.&#8220; &#8212; Damit könnte man leben. Allerdings sollte die Bezugnahme präzise erfolgen. Etwa nur eine Seite (intern) zu nennen, verlangt vom Leser Sucharbeit, die er eigentlich gar nicht erbringen muss. Besser wäre es in diesem Fall: entweder a) den Gedanken auf der internen Seite, auf den Bezug genommen wird, stichwortartig zu nennen oder b) die Fußnote mit der Nummer zu nennen oder c) die Zeilennummer anzugeben.<br />
Die Vorstellungen von Seidenspinner und Theisen sind abzulehnen. Denn diese sind genau diejenigen Einfallstore für die dann in den späten 80er und in den 90er Jahren beginnende Unsauberkeit beim Zitieren. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Auch die indirekten Zitate können mit Hilfe der deutschen Sprache &#8211; ohne jede Schwierigkeit &#8211; in den Fließtext (also in die Sprachsyntax) eingebaut werden. Dort dann mit Anführungszeichen und mit Fußnote. Bei &#8222;Vgl&#8220; ist schlichtweg die Versuchung zu groß, Gedanken zu stehlen oder Belege unterzuschieben, die gar keine sind, oder Belesenheit vorzutäuschen. Und die Krönung ist dann immer (wenn man später erwischt wird), dass der Kandidat aalglatt behauptet, er habe &#8222;doch&#8220; alle Quellen genannt. Wehret den Anfängen, hätte man damals sagen müssen. Diese scheinen demnach bei Seidenspinner und Theisen zu liegen.</p>
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		Von: Ernst Schwadisch sen.		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/vgl-gwp-history-teil-3/#comment-10563</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schwadisch sen.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2024 14:02:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ergänzung zum letzten Satz meines vorherigen Kommentars: &quot;Vgl&quot; hatte auch nichts mit &quot;belegen&quot; oder mit &quot;beweisen&quot; zu tun. Die Verwendung von &quot;Vgl&quot; passte zum Beispiel dann, wenn der Ersteller eines Werkes gegenüber dem Leser des Werkes gegenüber &quot;vorbauen&quot; wollte, falls dieser sich beim Lesen denkt: &quot;So etwas Ähnliches habe ich schon einmal gehört.&quot;  -- Betraf diese etwaige (oder erwartete) Assoziation des Lesers einen Kerngedanken des vorliegenden Werkes, so musste man der Assoziation des Lesers dadurch gerecht werden, dass man den Zusammenhang im Fließtext an Ort und Stelle oder zumindest in einer ausführlichen Fußnote komplett und - nach Möglichkeit abschließend - herstellt. &quot;Mittelschwere&quot; Zusammenhänge zwischen Kerngedanken des Werkes und reinen &quot;Ähnlichkeiten&quot; mit den Aussagen Dritter durften selbstverständlich auch in einem separaten Anmerkungsabschnitt am Ende der Arbeit (vor den Literaturangaben) erörtert werden. Demnach durfte &quot;Vgl&quot; strenggenommen nur gerade dann verwendet werden, wenn man es &quot;genausogut&quot; auch hätte seinlassen können. &quot;Vgl&quot; passt allerdings sehr gut zu einer aufgeblasenen Generation mit aufgeblasenen Abschlußarbeiten, wenn man von der oben beschriebenen, erlaubten Verwendungs-Variante des &quot;nur freundlich sein Wollens&quot; und des defensiven Hinweisgebens (ohne Argumentations-Zusammenhang zum Werk) einmal absieht. Besser wäre, man würde komplett auf &quot;Vgl&quot; verzichten. Denn: Entweder der damit hergestellte Bezug ist wichtig resp. notwendig, erläutert zu werden; dann gehört das Ganze in den Fließtext (samt Fußnote oder Anmerkung mit korrekter Zitation). Oder der Bezug ist nicht relevant: Dann gehört er auch besser gar nicht in das Werk.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzung zum letzten Satz meines vorherigen Kommentars: &#8222;Vgl&#8220; hatte auch nichts mit &#8222;belegen&#8220; oder mit &#8222;beweisen&#8220; zu tun. Die Verwendung von &#8222;Vgl&#8220; passte zum Beispiel dann, wenn der Ersteller eines Werkes gegenüber dem Leser des Werkes gegenüber &#8222;vorbauen&#8220; wollte, falls dieser sich beim Lesen denkt: &#8222;So etwas Ähnliches habe ich schon einmal gehört.&#8220;  &#8212; Betraf diese etwaige (oder erwartete) Assoziation des Lesers einen Kerngedanken des vorliegenden Werkes, so musste man der Assoziation des Lesers dadurch gerecht werden, dass man den Zusammenhang im Fließtext an Ort und Stelle oder zumindest in einer ausführlichen Fußnote komplett und &#8211; nach Möglichkeit abschließend &#8211; herstellt. &#8222;Mittelschwere&#8220; Zusammenhänge zwischen Kerngedanken des Werkes und reinen &#8222;Ähnlichkeiten&#8220; mit den Aussagen Dritter durften selbstverständlich auch in einem separaten Anmerkungsabschnitt am Ende der Arbeit (vor den Literaturangaben) erörtert werden. Demnach durfte &#8222;Vgl&#8220; strenggenommen nur gerade dann verwendet werden, wenn man es &#8222;genausogut&#8220; auch hätte seinlassen können. &#8222;Vgl&#8220; passt allerdings sehr gut zu einer aufgeblasenen Generation mit aufgeblasenen Abschlußarbeiten, wenn man von der oben beschriebenen, erlaubten Verwendungs-Variante des &#8222;nur freundlich sein Wollens&#8220; und des defensiven Hinweisgebens (ohne Argumentations-Zusammenhang zum Werk) einmal absieht. Besser wäre, man würde komplett auf &#8222;Vgl&#8220; verzichten. Denn: Entweder der damit hergestellte Bezug ist wichtig resp. notwendig, erläutert zu werden; dann gehört das Ganze in den Fließtext (samt Fußnote oder Anmerkung mit korrekter Zitation). Oder der Bezug ist nicht relevant: Dann gehört er auch besser gar nicht in das Werk.</p>
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		Von: Ernst Schwadisch sen.		</title>
		<link>https://plagiatsgutachten.com/blog/vgl-gwp-history-teil-3/#comment-10562</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schwadisch sen.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2024 13:19:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich kann mich gut erinnern, dass diese &quot;Vgl-Verrücktheit&quot; während meines Studiums in den 80er Jahren bereits ein Thema war. Dozenten rieten recht deutlich davon ab, mit dieser &quot;Wichtigtuer-Floskel&quot; zu arbeiten. Auf gar keinen Fall war damals gestattet, diese Abkürzung für Zitate zu verwenden. Weder für direkte noch für indirekte. Die Bedeutung war (demnach zu Beginn dieser &quot;Unpraxis&quot;) ausschließlich, dass man damit ausdrücken durfte (niemals musste), einen Hinweis für diejenigen Leser zu geben, welche eventuell (EVENTUELL !!!) ein Bedürfnis haben, einen soeben angesprochenen reinen Nebenaspekt an anderer Stelle weitergehend zu vertiefen, zu ergründen, zu erforschen - sprich: einen Nebenaspekt, der nur thematisch (ohne Relevanz für das jeweilig vorliegende Werk) angeschnitten worden war, seinerseits selbständig nachzurecherchieren, um dann entweder eigene Studien daran zu beginnen oder um es eben damit dann auch schlicht darauf beruhen zu lassen. Man könnte auch sagen: Dieses &quot;Vgl&quot; konnte und durfte allenfalls &quot;etwas Nettes&quot; sein, um dem Leser freundlich einen Hinweis zu geben, falls er dieses Nebenthema ggf. vertiefen wolle. Nochmals: Auf gar keinen Fall hatte (vor ca. 40 Jahren) &quot;Vgl&quot; irgendetwas mit Zitieren zu tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann mich gut erinnern, dass diese &#8222;Vgl-Verrücktheit&#8220; während meines Studiums in den 80er Jahren bereits ein Thema war. Dozenten rieten recht deutlich davon ab, mit dieser &#8222;Wichtigtuer-Floskel&#8220; zu arbeiten. Auf gar keinen Fall war damals gestattet, diese Abkürzung für Zitate zu verwenden. Weder für direkte noch für indirekte. Die Bedeutung war (demnach zu Beginn dieser &#8222;Unpraxis&#8220;) ausschließlich, dass man damit ausdrücken durfte (niemals musste), einen Hinweis für diejenigen Leser zu geben, welche eventuell (EVENTUELL !!!) ein Bedürfnis haben, einen soeben angesprochenen reinen Nebenaspekt an anderer Stelle weitergehend zu vertiefen, zu ergründen, zu erforschen &#8211; sprich: einen Nebenaspekt, der nur thematisch (ohne Relevanz für das jeweilig vorliegende Werk) angeschnitten worden war, seinerseits selbständig nachzurecherchieren, um dann entweder eigene Studien daran zu beginnen oder um es eben damit dann auch schlicht darauf beruhen zu lassen. Man könnte auch sagen: Dieses &#8222;Vgl&#8220; konnte und durfte allenfalls &#8222;etwas Nettes&#8220; sein, um dem Leser freundlich einen Hinweis zu geben, falls er dieses Nebenthema ggf. vertiefen wolle. Nochmals: Auf gar keinen Fall hatte (vor ca. 40 Jahren) &#8222;Vgl&#8220; irgendetwas mit Zitieren zu tun.</p>
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