Prüfung der Herkunft eines akademischen Grades

Jemand ist Doktor, aber Sie finden keine Doktorarbeit? Ich mache mich für Sie diskret auf die Suche: nach jener Universität, die den Doktortitel verliehen hat und nach der Doktorarbeit. Titel-Check statt Plagiat-Check, sozusagen. Ich suche für Sie auch: Diplom- und Masterarbeiten, Bachelorarbeiten und Habilitationsschriften – und ich kläre Sie über vergangene Studien- und Promotionsordnungen auf.

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Ich habe in der Vergangenheit in meinem Blog immer wieder einschlägige Fälle aufgedeckt: Einen Wirtschaftsboss, der den Doktorgrad führt, aber partout nichts über seine nirgends auffindbare Doktorarbeit verraten möchte, einen PR-Profi, der offenbar auf einen kriminellen Promotionsvermittler hereingefallen ist, einen international renommierten und vielfach preisgekrönten Medien-Guru, der in seinem Lebenslauf regelmäßig eine Dissertation angibt, die er weder selbst geschrieben noch jemals eingereicht hat usw.

Falsche Doktoren schaden der Gesellschaft

Solche Fälle sind ärgerlich und untergraben die Glaubwürdigkeit unserer unternehmerischen und kommunikativen Elite. Es sollte sich keine Gesellschaft etablieren, in der der Schwindel die Basis für den sozialen und finanziellen Aufstieg ist.

Quelle: © iStock.com/vkyryl
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Titelgeilheit führt zu skurrilen Fällen

In den vergangenen Jahren habe ich die sonderbarsten Dinge enthüllt: Einen Privatdozenten, der weder habilitiert noch promoviert wurde, einen Dr., der seinen Grad über eine Groupon-Aktion käuflich erworben hat, einen Doppeldoktor, der nur ein Doktorat gemacht hat, im Ausland erworbene und im Inland still und heimlich upgegradete „kleine Doktorate“ und einiges andere.

Die Prüfung, ob ein geführter akademischer Grad verifizierbar ist, leistet einen wichtigen Beitrag zur Ehrlichkeit unserer Gesellschaft, aber auch zur Sicherstellung von Kompetenzen und Werten in den Führungsetagen von Politik, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft.

Während in Österreich sogar Titelprüfungen durch das Amtsgeheimnis und die Gewerbeordnung eingeschränkt werden, herrscht etwa in den USA eine völlig andere Kultur: Degree verification ist dort ein richtiger Wirtschaftszweig und auch institutionalisierte Stellen wie das National Student Clearinghouse geben bereitwillig und professionell Auskunft. In Österreich sind wir dagegen noch meilenweit von transparenten Verhältnissen entfernt: Letztlich kann jeder alles behaupten, jeder kann sich hierzulande etwa „Prof. Dr. Dr.“ nennen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Dagegen kämpfe ich.