Schlagwort-Archive: Karl-Theodor zu Guttenberg

Die neue Guttenberg-Dissertation: Erste Ergebnisse einer Plagiats- und Ghostwriting-Analyse

Fast möchte man ja sagen, Herr von und zu Guttenberg hat das Promotionswesen mit der Schrift „Agents, Bills, and Correspondents through the Ages ein zweites Mal verhöhnt. Denn diesmal hat er uns gezeigt, wie furchtbar irrelevant Dissertationen eigentlich sind: Mehr als ein Jahr lang nahm niemand von der Doktorarbeit Notiz. […]

Die „besten“ Ausreden der abschreibenden Zunft

Aus aktuellem Anlass eine kleine Sammlung:
1. Er habe die Dissertation selbst verfasst, was durch ein handgeschriebenes Konvolut bewiesen werden könne (Johannes Hahn, EU-Kommissar).
2. Er habe ein „Diskettenproblem“ gehabt, es handle sich somit um ein „elektronisches Versehen“ (Hubert Biedermann, Montanuniversität Leoben). […]

Ein denkwürdiger Tag

Sollten wir am 11. Mai fortan den „Tag der wissenschaftlichen Redlichkeit“ feiern? Heute morgen kam die Nachricht, dass die Universität Konstanz Veronica Saß den Doktortitel aberkannt hat. Am Vormittag folgte der Endbericht zu Guttenberg: Er findet klare Worte zu Guttenbergs unermesslichem Fake, aber leider keine klaren Worte zu Häberle und Streinz und deren Netzkompetenz anno 2006. […]

In Deutschland purzeln die Doktorgrade

Willkommen beim neuen Spiel (dank Massenmedien und vor allem Internet): „Ex-Doktor, ärgere Dich nicht“. Nach Guttenberg, zu dem der Prüfbericht der Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“ seit heute im Internet nachzulesen ist, nun also auch Veronica Saß. Zumindest drei oder vier weitere heiße Kandidaten für das Spiel, das zuletzt von VroniPlag maßgeblich gesteuert wurde, könnten folgen. […]

Einmal kein Plagiat, einmal Plagiat mit Vorsatz – und zweimal die Frage nach der Transparenz

Die Diplomarbeit des ehemaligen österreichischen Finanzministers Karl-Heinz Grasser stellt kein Plagiat dar, meldete heute die Universität Klagenfurt, auch unter Berufung auf eine „summarische Prüfung“ (?) der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI). Verdächtige Passagen der Arbeit waren unter anderem in einer österreichischen Tageszeitung als Faksimiles veröffentlicht worden (siehe die „Bilderstrecke“ hier). […]