Schlagwort-Archive: Dissertation

Neue Folge des „Drosten-Krimis“: Die Universität Frankfurt am Main erklärt sich endlich öffentlich – und produziert (mindestens) ein neues Rätsel

Sie dürfen es mir glauben: Es wäre mir lieber gewesen, die Universität Frankfurt am Main hätte mit ihrer heutigen Presseerklärung zum Promotionsverfahren von Christian Drosten, die wohl erfreulicherweise auf Druck meines gestrigen bewusst ein wenig provokativ geschriebenen Kommentars in „Telepolis“ zustande kam, alle Rätsel gelöst. […]

Aus Anlass der „Drosten-Papers“: Gedanken zur mutmaßlichen Unsinnigkeit des medizinischen Promotionswesens in Deutschland

Sie waren in Deutschland beim Arzt? Dann wissen Sie vielleicht gar nicht, dass jeder dritte Mediziner in der Bundesrepublik „nur“ Arzt ist, also zwar alle erforderlichen Prüfungen abgelegt hat, aber nicht promoviert wurde, also kein „Dr. med.“ ist? Nur zwei von drei Medizinern schließen eine Promotion an ihr Studium an und schreiben eine Doktorarbeit. […]

„Publikationskrimi“ um die Doktorarbeit des Star-Virologen Christian Drosten

Viertes Update, 12.10.2020, 10:00 Uhr: Herrn Drosten ist nach heutigem Stand wahrscheinlich doch kein schuldhaftes Verhalten oder Fehlverhalten vorzuwerfen: Aus der Tatsache, dass bis 2020 keine Exemplare seiner Dissertation öffentlich zugänglich waren, folgt offenbar nicht, dass Herr Drosten anlässlich seiner Promotion 2003 keine Pflichtexemplare an die Universität abgeliefert hat. […]

VroniPlag Wiki meldet weitere schwere Plagiatsfälle in Österreich: Eine Blockchain-Expertin der WU Wien und ein Wiener Studiengangsleiter haben ihre Doktortitel mit Brachial-Plagiaten erworben

Sieben Jahre nach Guttenberg der gravierende Fall an der JKU Linz – ich habe erst gestern darüber berichtet. Auch die bundesdeutsche Plagiatsdokumentation VroniPlag Wiki hat derzeit einen ‚unfreiwilligen‘ Österreich-Schwerpunkt und veröffentlichte kürzlich zwei weitere Fälle: Ein Dissertationsplagiat aus dem Jahr 2001 und ein weiteres Plagiat zur Erlangung des kleinen slowakischen Doktorgrades in einer Dissertation, die wenige Tage vor dem Platzen des Guttenberg-Skandals fertig gestellt wurde. […]

„Art for Art“ oder doch „Art of Upgrading“: Was die Causa Spörl über die Besetzungspolitik in Staatsbetrieben aussagen könnte

Axel Spörl ist also zurückgetreten. Das Problem jener Seilschaft, die ihn in Zeiten einer durch das Coronavirus dahin darbenden Kunst- und Kulturszene in den 200.000-Euro-Posten gehievt hat, ist damit noch nicht einmal im Ansatz gelöst.

Wenn es jetzt von der Bundestheater Holding via APA heißt, niemand habe vor der Bestellung von den Verdachtsmomenten gewusst und alle Unterlagen seien durch einen externen Personalberater genau geprüft worden, muss man doch einiges zurechtrücken:

1) Diese Sachverhaltsdarstellung wegen Verdachts des Verstoßes gegen § 116 UG durch Herrn Spörl habe ich am 30.12.2019 der Bezirksverwaltungsbehörde, in diesem Fall dem Magistrat Wien und namentlich Bürgermeister Dr. […]

Ministerin Giffey freut sich zu Unrecht über „Klarheit“: Ihre Dissertation erhält einen „Rügen-Vermerk“ und die Rechtslage ist verworren

„Freie Universität Berlin beschließt, Dr. Franziska Giffey für ihre Dissertation eine Rüge zu erteilen – der Doktorgrad wird nicht entzogen“, so der Titel der heutigen Presseaussendung der FU Berlin. Ministerin Giffey freue sich, dass „mit der Entscheidung des Präsidiums … nun Klarheit geschaffen worden“ sei, wird die Politikerin vom Spiegel zitiert. […]

Weder Universitätsprofessor noch Psychologe: Die konstruierte akademische Vita des O. Fred Donaldson

O. Fred Donaldson ist „Erfinder“ von „Original Play“, einer Art Körperkontakt-Ritual, bei dem sich (Klein-)Kinder mit Erwachsenen animalisch, d.h. wie kleine Tiere verhalten und sich austoben können. Zahlreiche vor allem evangelische Kindertagesstätten etwa in Deutschland, Montessori-Schulen und viele andere vorschulische und schulische Institutionen bieten „Original Play“ an. […]