Schlagwort-Archive: Textqualität

Alexandra Föderl-Schmid hat an mindestens 157 Stellen ihrer Doktorarbeit plagiiert

Ein 120 Seiten umfassendes Detailgutachten zur 1996 an der Universität Salzburg angenommenen Doktorarbeit der SZ-Journalistin Alexandra Föderl-Schmid, das nunmehr hier im Volltext veröffentlicht wird, weist Plagiate an mindestens 157 Stellen nach.

Barcode Plagiate Dissertation Föderl-Schmid

Die Plagiatsdefinition im Gutachten folgt dabei streng dem DUDEN („Die schriftliche Arbeit“, 1985) sowie einem Lehrbuch für das Fach aus dem Jahr 1991, das am entsprechenden Institut der Universität Salzburg verbindlich war. […]

Gänsefüßchen, „Vgl.“ & Co.: Zur Herkunft der wissenschaftlichen Zitierregeln („GWP-History“, Teil 1)

Schon seit Jahren interessiert mich, woher die wissenschaftlichen Zitierregeln eigentlich kommen. Und damit meine ich zunächst heutige kleinste gemeinsame Nenner wie etwa:

  • Wörtliche Zitate werden in doppelte Anführungszeichen gesetzt. Oder:
  • Sinngemäße Zitate müssen an Ort und Stelle mit einer Quellenangabe versehen sein.

(Sofern freilich die Unterscheidung zwischen diesen beiden Zitatarten überhaupt getroffen wird, was in gewissen naturwissenschaftlichen Disziplinen nicht der Fall ist.) […]

Warum die Diplomarbeit von Kay-Michael Dankl zwar „abgeschrieben“, aber kein Plagiat ist

Unglaubliche 756 Fußnoten befinden sich auf den 162 Seiten Fließtext der Diplomarbeit des Salzburger KPÖ-Politikers Kay-Michael Dankl über transnationale Landkäufe in Afrika, Asien und Lateinamerika, eingereicht im Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte an der Universität Salzburg.

Um es vorweg zu nehmen: Die Arbeit stellt mit außerordentlich hoher Wahrscheinlichkeit kein Plagiat dar. […]

Siegfried Weischenberg, Hannes Haas und Wikipedia als unerwähnte Quellen: Plagiate in journalistischen Artikeln und in der Doktorarbeit von Alexandra Föderl-Schmid, Süddeutsche Zeitung

Am 18.12.2023 berichtete Marvin Schade vom mir bis dahin unbekannten Portal medieninsider.com über fehlende Quellenangaben in Artikeln von Alexandra Föderl-Schmid, der stellvertretenden Chefredakteurin der „Süddeutschen Zeitung“. Vor Weihnachten war viel los im „Plagiatsbusiness“, auch Alice Weidel und Claudine Gay sahen sich zu der Zeit mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. […]

Plagiatsverdacht in der Fischereiökologie: Was für die Universität Innsbruck alles kein Plagiat ist

Die Universität Innsbruck gibt, ähnlich wie die Universität Klagenfurt, seit langem Rätsel auf, was den Umgang mit Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens anbelangt. Man könnte einmal eine wissenschaftliche Arbeit der folgenden Hypothese widmen: Je höher die Berge, desto größer sind die Mauern des Schweigens und desto unausgeprägter ist die Fehlerkultur. […]

Plagiatsvorwurf gegen den Sportunions-Präsidenten und Ex-ÖVP-Generalsekretär Peter McDonald

Das Kapitel trägt die für Außenstehende durchaus bizarre Überschrift „Unternehmenskultur der Delphine als Wettbewerbsvorteil höherer Ordnung“. – Nachdem der ehemalige ÖVP-Generalsekretär, der gegenwärtige Präsident der österreichischen Sportunion und Manager bei Johnson & Johnson Medical, Peter McDonald, in seiner im Jahr 2002 an der Universität Linz approbierten Diplomarbeit auf den ersten fünfzig Seiten fast nur zitiert – genauer: fast nur falsch zitiert – hat, freut sich der Leser sehr auf ein komplett fußnotenfreies Kapitel in eigenen Worten. […]

Uni-Reform Teil 3 und des Pudels Kern: Keine GWP- und Qualitätskriterien im zentralen § 13 zu den Leistungsvereinbarungen

Es macht immer Sinn, sich mit einer Sache so ausführlich zu beschäftigen, bis man irgendwann zum Kern des Problems vordringt. Hier ist er: Der § 13 des österreichischen Universitätsgesetzes (UG) regelt die Beziehung zwischen den Geld ausgebenden 22 staatlichen Universitäten und dem (Steuer-)Geld verteilenden Ministerium. In dem langen Paragrafen, fast einem Herzstück des UG, kommt die gute wissenschaftliche Praxis (GWP) mit keinem Wort vor. […]