Archiv des Monats: September 2024

Die kranke Welt der österreichischen Hochschul-Governance: Fast 500 Paragrafen „regeln“ ein dysfunktionales System

Österreich hat einen unheilvollen Hang zur Vermehrung. Wir haben mehr als 1.500 Titel und Grade. Die Bürokratie nahm durch die Digitalisierung nicht ab, sondern zu. Und wir haben fast 500 Paragrafen in neun Hochschulgesetzen. Sorry, das ist krank für ein so kleines Land. Hier meine Aufstellung:

Derzeitiger Name des Gesetzes Erstfassung von Aktuelle Anzahl
der Paragrafen
Universitätsgesetz (UG) 2002 144
Privathochschulgesetz (PrivHG) 1999 14
Fachhochschulgesetz (FHG) 1993 27
Hochschulgesetz (HG) 2005 85
Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz (HS-QSG) 2011 38
Forschungsorganisationsgesetz (FOG) 1981 39
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz (HSG) 2014 71
IDSA-Gründungsgesetz 2022 13
IDSA-Gesetz 2024 36
In Summe:   467

Verdanken wir es am Ende diesem juristischen Wahnsinn, dass das Syndrom „Professor Untat“ unter den staatlichen Wissenschaftlern schrankenlos gedeiht, dass Plagiate und sonstiger Missbrauch unkontrolliert wuchern, dass Studienanfänger wie Absolventen immer weniger wissen und können und dass Rektoratswahlen und Rektoren immer problematischer werden? […]

Wonn i da Bühdungsminista warat

Dann würde ich erstmal nicht so reden, weil ich ja nicht der Babler-Andi bin, sondern der Plagiatsjäger-Weber.

Ich würde hingegen Folgendes tun:

  • Straffung und Totalreform der österreichischen Hochschulgesetze: Universitätsgesetz (UG), Privathochschulgesetz (PrivHG), Fachhochschulgesetz (FHG), Hochschulgesetz (HG, nur für Pädagogische Hochschulen), Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz (HS-QSG), Forschungsorganisationsgesetz (FOG). Sechs Gesetze regeln die Hochschulen in so einem kleinen Land.
[…]

Dringende Wahlempfehlung des „Plagiatsjägers“: Wer die heimischen Universitäten endgültig zerstören will, der wählt die Babler-SPÖ!

Titelmühlen, schwindlige Promotionsberater mit Kontakten in höchste Kreise, ein zunehmend undurchschaubares Titel-Wirrwarr, geisteswissenschaftliche Plagiate en masse, naturwissenschaftliche Fälschungen, Raubverlage, Ghostwriting, fragwürdige Stellenbesetzungen, Hochschulkorruption, intransparente Willkür-Verfahren, Verstöße gegen EU-Vorgaben, parteipolitischer Einfluss durch die Uniräte, ein in der Aufsicht untätiges BMBWF, die Hochschülerschaft als Organ der Cancel Culture… Man hätte viele Probleme der heimischen Universitäten adressieren und vielleicht auch den einen oder anderen Lösungsvorschlag erfinden können. […]

Der Strukturwandel der Urbanität am Beispiel meines Schulwegs

Einmal wieder ein Thema abseits der wissenschaftlichen Redlichkeit.


Eine nette Übung – auch mit seinen eigenen Kindern – ist es, seinen Schulweg wieder abzugehen und über die Veränderung der Welt nachzudenken, sagen wir es wissenschaftlicher: über den „Strukturwandel der Urbanität“. Je älter man wird, desto mehr schätzt man ja seine Erinnerungen. […]