Schlagwort-Archive: Titelbetrug

Notorischer Plagiatsverfahrens-Abwürger der Universität Innsbruck soll Rektor der Universität Salzburg werden

Der Senat der Universität Salzburg schlägt den Geologen und derzeitigen Vizerektor für Lehre und Studierende an der Universität Innsbruck, Bernhard Fügenschuh, als neuen Rektor der Universität Salzburg vor. Das wurde heute bekannt gegeben.

Mit dem Namen Bernhard Fügenschuh verbinde ich vor allem eines: Das Einstellen auch wirklich jedes Plagiatsverfahrens nach noch so eindrücklichen Nachweisen – mit Ausnahme des Falls des deutschen Politikers Otto Carstens, wo aber ein Eigenplagiat aus einer früheren Prüfungsarbeit ausschlaggebend war und auch hier die Fremdplagiate laut Universität Innsbruck nicht entscheidend gewesen sein sollen. […]

„Plagiatsverjährung“ ist Titelentwertung: Wie Blimlinger und Polaschek jedes Bemühen um Qualitätssicherung an Hochschulen zerstören

Da will sich ein System nun vor neuen Aufdeckungen schützen.

Eines der vier Ziele des „Hochschulrechtspakets 2024“ war die „Sicherstellung der höchstmöglichen [sic] Integrität im wissenschaftlichen und künstlerischen Studien-, Lehr- und Forschungsbereich“. Diese „Sicherstellung“ setzt die schwarz-grüne Koalition jetzt mit folgendem Signal um: ‚Wenn Du Deinen Textbetrug länger als zehn Jahre abgesessen hast, kann Dir hierzulande nichts mehr passieren.‘ […]

Universitäten-Präsident und Rektor der Universität Klagenfurt, Oliver Vitouch, in Turbulenzen

Es ist eine typisch österreichische Wissenschaftsposse mit den Zutaten Hybris, Fehlverhaltensvorwürfe und ganz viel Eitelkeit. Sie beginnt am 29.12.23 um 21:32 Uhr.

Ich habe den Präsidenten der sogenannten „Uniko“, des Vertretungsorgans der 22 staatlichen Universitäten Österreichs und den Rektor der Universität Klagenfurt, Oliver Vitouch, sachlich und professionell auf eine Einladung zur Diskussion über meine Forderungen an eine UG-Novelle hingewiesen, die zuvor auch an 21 andere Wissenschaftler erging. […]

Uni-Reform Teil 1: 24 Forderungen an eine Novelle des österreichischen Universitätsgesetzes (UG)

Seit 2019 liefern Peter Hilpold und ich – mittlerweile auch als Sprecher des Netzwerks „Gute wissenschaftliche Praxis für Österreich“ – dem österreichischen Wissenschaftsministerium Ideen und konkrete Vorschläge für eine dringend notwendige Novellierung des österreichischen Universitätsgesetzes (UG).

Wir haben diese Vorschläge in verschiedenen Formaten kommuniziert: ich in mehreren persönlichen Gesprächen mit dem Hochschul-Sektionschef Elmar Pichl (ÖVP und CV), mit Ex-Minister Heinz Faßmann (ÖVP-Ticket) und einem Legisten des BMBWF sowie in diversen Publikationen wissenschaftlicher und journalistischer Art; Peter Hilpold vor allem in Medienkommentaren in der „Wiener Zeitung“, in der „Presse“ und im „Kurier“. […]

Diplomarbeit von ÖBB-Vorstand Andreas Matthä: Dutzende Internet-Plagiate in klarer Täuschungsabsicht

Noch ungeschrieben ist ja eine Abhandlung über Formen des Wissenschaftsplagiats. Da wäre zu allererst an Bauernopfer-Referenzen zu denken: Nur ein kleiner Teil des tatsächlich übernommenen Textumfangs wird als Zitat ausgewiesen. Das um das Zitat herum mit Abgeschriebene wird nicht gekennzeichnet und nicht belegt, sodass der Leser eigenen Text annehmen muss. […]

„Musterbeispiel schlechter Legistik“: Zwei Strafrahmen für Titelmissbrauch – Wir brauchen jetzt ein „GWP-Sicherungsgesetz“!

Wenn schon das Gedächtnis der Legisten im Wissenschaftsministerium nicht ausreicht, könnte man dann vielleicht künstliche Intelligenz einsetzen, um uns Peinlichkeiten wie die folgende zu ersparen?

In der aktuellen Ausgabe der „Zeitschrift für Hochschulrecht“ (zfhr) deckt Gerhard Muzak von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien auf (man kann es wirklich nicht anders als „aufdecken“ nennen), dass es eine offenbar weitgehend unbekannte weitere Strafbestimmung zu Titelmissbrauch in Österreich gibt. […]

dott. sei Dank: Titelmissbrauch bei ORF-Führungskraft wohl kein „Missverständnis“, sondern jahrelang gelebte Praxis

Der Ötztaler Aufdecker Markus Wilhelm hat als Erster darüber berichtet: Die Landesdirektorin des ORF Tirol, Esther Mitterstieler, führe seit Jahren einen Doktortitel („Dr.“), habe aber in Südtirol nur einen Abschluss eines Magister-Äquivalents gemacht („dott.ssa“). Das Vorgehen ist unter dem Namen „Brennerdoktor“ bekannt geworden.

Ein interessanter Twist war nun vorgestern in einer entsprechenden APA-Meldung nachzulesen, siehe hier in der Version der „Salzburger Nachrichten“. […]