Archiv für den Monat: März 2011

VroniPlag Wiki gegründet – ob es wieder funktionieren wird?

Der Titel des neuen Wikis ist schon mal sehr originell. Wenn ich es richtig einschätze, ist die neue Plagiatsaffäre den Massenmedien, auch der Qualitätspresse, zunächst weitgehend egal. Dann stellt sich die Frage, ob sich genügend Netznutzer über die netzeigenen Kanäle aufraffen werden – schade wäre es, wenn’s nicht ein zweites Mal klappen würde. […]

Fischer-Lescano und die Bauernopfer-Referenz

Plagiieren und Paraphrasieren sind objektive Tatbestände. Plagiate widersprechen den wissenschaftlichen Grundregeln, Paraphrasen sind mehr als unschön, insbesondere dann, wenn vom Original noch kurz vorher korrekt zitiert wurde. Dieses Spiel heißt, wie schon oft hier im Blog erwähnt, die „Bauernopfer-Referenz“ (ein Begriff von Benjamin Lahusen): Jemand zitiert aus einer Quelle korrekt mit Anführungszeichen, schreibt dann seinen eigenen Fließtext weiter – so sollte man zumindest denken. […]

Flucht nach vorne an der Uni Wien – Fragen zu einem gutachterlichen Schnellschuss

Auf Druck der vor einer Woche neu gegründeten „Initiative Transparente Wissenschaft“ und einiger Printmedien hat die Universität Wien nunmehr selbst die Dissertation von Johannes Hahn im Volltext sowie auch das umstrittene Entlastungsgutachten des Züricher Philosophen Peter Schulthess online gestellt. […]

Unwahrheit oder Unwissenheit? Was in der Plagiatsdebatte im Moment so alles behauptet wird

Die Plagiatsdiskussion wird in den deutschen und österreichischen Medien weiter intensiv geführt. Der österreichische Ex-Wissenschaftsminister und jetzige EU-Kommissar Johannes Hahn erscheint im Wiener ORF-Fernsehzentrum mit der handgeschriebenen Originalfassung seiner Dissertation. Offenbar soll das handschriftliche Konvolut Plagiatsfreiheit beweisen. […]

Fall Guttenberg: Data Mining als nächster Schritt nach dem kollektiven Ergoogeln?

Der Stellungnahme auf GuttenPlag-Wiki ist völlig rechtzugeben: Guttenberg hat „bei der Ankündigung seines Rücktritts [erneut] keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft der Dissertation gefunden“. Wir wissen immer noch nicht die ganze Wahrheit. […]