Wirklichkeitskonstruktion im „Falter“. Zur Konstruktivität eines Wochenblatts

1995 habe ich ja mein Buch „Nachrichtenkonstruktion im Boulevardmedium“ über konstruierte Wirklichkeiten der „Kronen Zeitung“ geschrieben. Jetzt weiß ich, warum es Armin Thurnher nicht sonderlich interessiert hat: Man arbeitet im „Falter“ genau so.

Florian Klenk vom „Falter“ fährt seit Tagen eine massive Kampagne gegen mich. Dabei schließt er mich aus Social-Media-Debatten, die mit schweren Vorwürfen gegen mich starten, aus und löscht kritische Kommentare von Verteidigern meiner Arbeit. Daher nun diese Stellungnahme, die ich auch auf Twitter und Facebook veröffentlicht habe. Ich muss mich ja als Einzelperson gegen das mächtige (?) Medium „Falter“ irgendwie wehren können.


STELLUNGNAHME ZU NEUERLICHEN FALSCHANGABEN VON FLORIAN KLENK ÜBER MEINE PERSON UND ARBEIT

Florian Klenk stellt im Newsletter „FALTER.maily #659“ erneut eine Reihe von falschen Tatsachenbehauptungen über mich auf. Die Art und Weise, wie hier Fakten verdreht und Fakes konstruiert werden, wäre ein dringendes Thema für die empirische Medienforschung. Herr Klenk montiert nicht-zusammengehörende Bruchstücke und Unwahrheiten zu einer angeblichen Kampagne, zu einer Verschwörung gegen ihn zusammen. Die Wahrheit ist hingegen – wie so oft – viel trivialer, sodass sie vielleicht genau deshalb weniger geglaubt wird.

  1. Klenk schreibt: Im Verbund mit dem ‚Plagiatsforscher‘ Stefan Weber behauptet das Schütz-Medium Exxpress seit Tagen, ich hätte Akten illegal von der WKStA bekommen, ich würde also kriminell arbeiten.“ Diese Behauptung ist falsch. Ich habe nie behauptet, dass Herr Klenk kriminell arbeiten würde. In der Tat gab es aber anhand von PDF-Metadaten zunächst Hinweise darauf, dass Herr Klenk Akten direkt von der WKStA erhalten habe, diesen Verdacht habe ich aber nur ihm persönlich geschrieben und er hat sich durch eine Rekonstruktion mit dem Tool Cryptshare mittlerweile entkräftet.
  2. Klenk schreibt: „Ich erhalte knapp vor Mitternacht Chats von Weber, dass es nun ‚eng‘ für mich werde.“ Herr Klenk und ich führen seit Tagen eine sehr niederschwellige Auseinandersetzung auf WhatsApp, ich wurde auch von ihm schon morgens und abends angerufen und auf WhatsApp mit „Sie Arschloch“ begrüßt. Das ist, wie ich finde, kein weiteres Thema für die Öffentlichkeit.
  3. Klenk schreibt: „Da Plagiatsforscher Weber gelegentlich für den Falter schrieb und mir bekundete, dass er Beinschab-Studien untersuchen wolle, schickte ich ihm den Akt mit dem Hinweis ‚vertraulich‘.“ Das ist falsch. Der Inhalt meiner Anfrage war nichts anderes als: „Ich interessiere mich für den 500-Seiter. Bitte schicken. Gebe es KEINEM anderen Journalisten.“ (WhatsApp vom DO, 07.10., 23:15, Screenshot gesichert). Fünf Minuten später erhielt ich die Berichte 1633 und 1634 von Herrn Klenk in ungeschwärzten Fassungen. Es gab vorher keine andere Kommunikation als diese eine WhatsApp zu diesem Thema. Erst danach (!) schrieb ich ihm, ich würde gerne auch die Beinschab-Studien auf wissenschaftliche Qualität überprüfen und bat ihn um die Übermittlung solcher Studien. Es ist auch evident, dass diese Idee losgelöst sein muss von meiner Anfrage; denn die Beinschab-Studien wären durch das Aktenstudium von 1633 und 1634 ja in keiner Weise zu analysieren gewesen. Und ja, auch Herr Klenk kann nicht in die Zukunft schauen.
  4. Klenk schreibt: „Ich war verwundert, denn Weber widmete sich auf einmal einer anderen Frau, als er vorgab, nämlich der Ermittlerin und nicht der Beschuldigten.“ Das ist falsch. Nur durch die erste falsche Unterstellung, ich hätte mich in den Akten 1633 und 1634 für Frau Beinschab interessiert, entsteht diese zweite falsche Unterstellung. Naturgemäß war für mich interessant, wer Frau „MMag. S. C. B., LL.M.“ ist, dieses Rechercheinteresse lasse ich mir von Herrn Klenk nicht nehmen. Herr Klenk selbst ist übrigens der einzige Journalist in Österreich, der Frau S. C. B. jemals im vollen Klarnamen erwähnt hat, in einem Artikel im „Falter“ vom 31.03.2021. Wie auch seine Privatadresse hat er die „geheime“ Information selbst schon vorher publiziert.
  5. Klenk schreibt: „Kurz darauf startete Exxpress eine aggressive Kampagne. […] Auch Weber setzte nach […].“ Das ist chronologisch falsch und kann sogar bezeugt werden. Denn der „exxpress“ hatte den Hinweis in meinem Twitter-Kanal gelesen und mich dann angerufen. So kam es überhaupt erst zur „Kampagne“. Damit bricht aber die Hypothese von der konzertierten Verfolgung zusammen – außer, diese wäre von mir ausgegangen, was absurd wäre.
  6. Klenk schreibt: „Weber, der sich als Plagiatsforscher einen Namen gemacht hatte, fragte auf Twitter herum, wieso die Frau keine Email-Adresse habe und wo denn ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu finden seien. Natürlich dort, wo sie immer sind: in den einschlägigen Bibliotheken.“ Diese Behauptung ist falsch. Zu diesem Zeitpunkt lagen mir die beiden Abschlussarbeiten längst vor. Ich hatte lediglich angemerkt, dass unter dem Namen „S. C. B.“ nichts zu finden ist. Auch die drei unterschiedlichen Nachnamen waren mir zu dem Zeitpunkt längst bekannt.
  7. Ich versichere hiermit an Eides Statt, dass es keinen Bezahlauftrag des „exxpress“, der ÖVP oder eines sonstigen Auftraggebers in der Causa Beinschab/Klenk an mich gab. Jede diesbezüglich andere Behauptung ist geschäfts- und rufschädigend.

Ich lasse mir mein wissenschaftliches Interesse an Dingen und meine Art, Fragen zu Vorkommnissen und Texten zu stellen, nicht von Herrn Klenk diktieren.

Warum macht Klenk das?

Wenn Sie mich nun fragen: Warum macht Klenk das?, gebe ich Ihnen eine differenzierte Antwort: Erstens wohl aus rein ökonomischem Interesse, und das mache ich ihm im kapitalistischen Wirtschaftssystem wirklich nicht zum Vorwurf. Er will weiter steigende Verkaufszahlen des FALTER erreichen, das ist völlig legitim. Zweitens glaube ich, dass Herr Klenk persönlich enttäuscht ist, weil ich mich nicht als sein ‚ideologischer Follower‘ entpuppte, sondern eigene Fragen an die Akten 1633 und 1634 stellte. Das hat er mir, glaube ich, nicht verziehen. Denn schon in seinen ersten Mail-Reaktionen fragte er mich, ob ich nun für die ÖVP oder die Polizei arbeiten würde. Drittens denke ich, dass ein gewisses Schema von Verfolgungswahn und Verschwörungstheorien um sein Wirken seine ganze Arbeit durchzieht.

Die Art und Weise, wie hier an den Tatsachen geschraubt wird, ist nicht weniger gefährlich als es die „Fake News“ auf der anderen ideologischen Seite sind. Die Konstruktionsmechanismen sind irritierender Weise genau dieselben. Es wird von beiden Seiten an einer Skandalisierung, Polarisierung und aggressiven Aufheizung des politischen Diskurses gearbeitet. Und es geht nie um Aufklärung und Tiefgang, sondern nur um einen gewissen ideologischen Spin. Das stimmt mich sehr traurig in Bezug auf die politische Debattenkultur in Österreich im Allgemeinen, in die ich erst durch das Vorgehen von Herrn Klenk tiefere Einblicke gewonnen habe.

Privatdozent Dr. Stefan Weber, 02.11.2021, plagiatsgutachten.com

12 Kommentare zu “Wirklichkeitskonstruktion im „Falter“. Zur Konstruktivität eines Wochenblatts

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  1. Günter Medjimorec

    Was war bitte ausschlaggebend für den Wandel der Einstellung in dieser Kausa?

    RICHTIGSTELLUNG – 1. Hypothesen können scheitern. Für die Hypothese, dass der österreichische Journalist Florian Klenk Akten direkt aus der WKStA erhalten hat, fanden sich keinerlei Beweise. Diesbezügliche Spekulationen wurden daher hier zurückgenommen.
    RICHTIGSTELLUNG – 2. Die durch die Spekulationen entstandene Social Media-Eskalation war für beide Seiten belastend und destruktiv. Ich bedaure sehr, dass ich dadurch möglicher Weise auch auf unbedachte Weise in das Privatleben von Florian Klenk eingegriffeN habe.

    https://nitter.allella.fr/antiplag

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  2. Common Sense

    Bei aller Kritik: Auch die „Kronen Zeitung“ deckt auf! Sie berichtete, dass Mr. Stadtplanung Christoph Chorherr als Gegenleistung für die 2012 erfolgte Umwidmung einer in bester Schönbrunner Lage befindlichen Liegenschaft drei Sozialwohnungen herausverhandelte (1). Unabhängig davon stand auch der Verdacht im Raum, dass die MA 21 Baubewilligungen (wegen unwesentlicher Überschreitung der Bauhöhe gem § 69 der Wiener Bauordnung) nur dann befürwortete, wenn die Einreichpläne vom Architekturbüro eingereicht wurden, an dem die Ex-Ehefrau von Herrn Chorherr einen Minderheitsbewilligung hielt. „Weiters sollen, so der Verdacht, Spenden an Chorherrs Verein „Ithuba“ prominente Projekte wie Heumarkt neu (Landstraße) erst ermöglicht haben“ (2). Da bereits vor etwa drei Monaten bekannt wurde, dass die WKSta einen Vorhabensbericht in dieser Causa erarbeitet hat (3), wollte ich mich über den aktuellen Verfahrensstand informieren. Was liegt näher als den „FALTER“ zu nutzen, das Medium, das zeitnah berichtet, wenn Staatsanwälte Politiker anklagen wollen (4) und in einem die dazugehörigen Schriftstücke veröffentlicht (5), obwohl damit zumindest der Anfangsverdacht der Verletzung des Amtsgeheimnisses ($ 310 StGB) im Raum steht (6).

    Nur: Abgesehen, von einem (journalistischen) Werturteil, wonach „der Visionär, Realo und Anpacker Chorherr wohl über den Glauben an seine eigene Integrität [stolperte]– schließlich sammelte Chorherr immer für den guten und nie für den eigenen Zweck.“ Unter den Samaritern (7) findet sich mit Günter Kerbler auch ein (früherer) Förderer des FALTERs, der nicht nur als großzügiger Spender auftritt (8): Neben vielen Anderem ist er seit 2002 über ein Firmengeflecht Hälfteeigentümer einer „Tisha Investments Overseas Ltd“ mit Sitz auf den British Virgin Islands. Als Direktor fungiert Markus Wischenbart (9), der mit seiner damaligen Ehefrau Anja zweiter Hälfteeigentümer ist. Diese Gesellschaft ist unter dem Dach des Lifestyle Holidays Vacation Clubs (10) im Time-Share Geschäft tätig. Für diese Branche wenig überraschend, fühlen sich viele Kunden übervorteilt und wollen die auch durch aggressive Verkaufsmethoden zustande gekommenen Verträge mit gerichtlicher Hilfe rückabwickeln (11-14). Dies gestaltet sich sehr schwierig und langwierig, weil oft die notariell beglaubigte Registrierung fehlt und das Geschäft nicht bei der Finanzbehörde angezeigt wurde. Die Betreiber finden sich – nicht zuletzt wegen der exorbitanten Vertriebskosten – in einem „Schneeballsystem“ mit dem Zwang zum Wachstum, der finanziert werden will. Zu diesem Zweck platzierte die „Tisha Investments Overseas Ltd“ außerbörslich Anleihen, die vorwiegend von russischen Investoren gezeichnet worden sein sollen. Zusammengetragen und aufbereitet hat diese Informationen (15) Prof. Gert Schmidt, soweit überblickbar, haben andere Medien über diesen Artikel nicht berichtet.

    Markus Wischenbart (16) heiratete 2019 (17) mit Irena Markovic-Wischenbart jene Immobilienmaklerin die in die monatelange Planung des „Ibiza-Videos“ eingebunden war, welche federführend von „Detektiv“ Julian Hessenthaler (Dauergast bei ihren „Scandalous“, Events) konzipiert wurde: Oliver Ribarich, FPÖ Bezirksrat in Ottakring, hat sich 2015/16 mit seinem Chef H,C, Strache überworfen. er vertraute sich Rechtsanwalt Ramin Mirfakhrai (konzipierte wie Richard Soyer in der Kanzlei von Gabriel Lansky) an, der mit seiner Lebensabschnittspartnerin Katia Wagner ein Kosmetikstudio sein Eigen nannte (18). Mirfakhrai kannte Irena Markovic von Immobilientransaktionen und wusste, dass sie mit Tajana (geb. Tajčić) und Johann Gudenus befreundet war. Er bat sie, den Kontakt zum damaligen Wiener Vizebürgermeister herzustellen, weil die (vermeintliche) russische Oligarchennichte (mit dem Phantasienamen) Alyona Makarov (und gefälschtem lettischen Reisepass) das (geerbte) Jagdgrundstück im Kremstal um € 300 Mio. kaufen möchte (19). Um die (maximale) Maklerprovision von € 9 Mio . abzusichern, hat sie die „Oligarchennichte“ gefilmt, diesen Umstand aber bei ihre Einvernahme vor dem BKA verschwiegen. „Irena war der Dreh- und Angelpunkt, sie war die Schnittstelle zwischen den Personen, gibt Markus Wischenbart zu Protokoll. „Meine Frau kennt alle diese Personen. […] „Sie kennt auch die Lebensgefährtin des Anwalts sehr gut“ (20).

    Die Anklage wurde vor einem Monat verhandelt. Irena Markovic-Wischenbart rechtfertigte sich damit dass sie von ihrem damaligen Rechtsbeistand falsch beraten wurde. Ihr nunmehriger Rechtsvertreter Gerald Ganzger von der Kanzlei< Gabriel Lansky beantragte, das Strafverfahren durch Diversion zu erledigen. Die Richterin stimmte dem zu (Geldbuße: € 12,000). Ob die Entscheidung mittlerweile rechtskräftig ist, ist nicht bekannt.(21)

    Da der FALTER auch darüber nicht berichtete, steht zu befürchten, dass die Blindheit am linken Auge angeboren ist lediglich Meinungsmache betrieben wird.

    Abschließend möchte ich noch die Frage beantworten, warum Florian Klenk einen massive Kampagne gegen unseren Blogger fährt.: Weber möchte den inkriminierten Akt weil er die Beinschab-Studien analysieren wolle. Da diese Schriften nicht im Konvoluten enthalten sind, überrascht mich, dass Klenk das Dokument trotzdem weiterreichte. Er wird es mittlerweile bereuen, denn er hat damit nicht nur seinen Ruf beschädigt sondern auch den Ast, auf dem er sitzt, stark angesägt. Übrigens: Vormals noch im Wettstreit wer das Material das den Anwälten einen Tag später zuging früher veröffentlicht ist der Bruder im Geist recht schweigsam geworden. Vielleicht tauscht er sich nur mit einer Mitarbeiterin im Kabinett der Frau Bundesjustizministerin aus.

    1 https://www.krone.at/1999218
    2 https://www.heute.at/s/ovp-verwickelt-chorrherrs-ehefrau-in-causa-41117902
    3 https://www.diepresse.com/6017403/causa-chorherr-zehn-anklagen-beantragt
    4 https://www.falter.at/zeitung/20210512/die-akte-kurz
    5 https://www.falter.at/media/downloads/kurz_akt_blacked.pdf
    6 Auch wegen der "Berichtspflicht" erweitert sich der Kreis der Geheimnisträger. Ob die Strafjustiz zB MitarbeiterInnen in Ministerbüros – ausgestattet mit befristeten Sonder(dienst)verträgen – unter den funktionalen Beamtenbegriff subsumiert, scheint noch nicht höchstgerichtlich entschieden zu sein.
    7 https://kurier.at/chronik/wien/chorherr-spendenliste-mit-beigeschmack/294.285.357
    8 https://www.oe24.at/oesterreich/politik/gruene-korruptionsaffaere-spur-zu-teurem-zinshaus/398375491. Der Beschwerdesenat 2 der Presserates stellte ein Verfahren wegen Verletzung des Personenschutzes ein.
    9 https://www.markuswischenbart.com/about-markus/
    10 https://lifestyleholidaysvc.com/
    11 https://www.tripadvisor.com/ShowTopic-g147290-i64-k3334019-Pending_Lawsuit_with_Lifestyle_Holidays_Vacation_Club-Puerto_Plata_Puerto_Plata_Province_Domi.html
    12 https://www.ipetitions.com/petition/stop-lifestyle-holidays-vacation-club-from-selling
    13 https://www.complaintboard.com/lifestyle-holidays-vacation-club-l712.html
    14 https://www.complaintboard.com/lifestyle-holidays-vacation-club-l9120.html
    15 https://www.eu-infothek.com/die-beachtenswerten-geschaefte-des-markus-wischenbart-und-seines-partners-guenter-kerbler/
    16 https://www.eu-infothek.com/ibiza-gate-was-wusste-der-reiche-ehemann-der-maklerin/
    17 https://www.1888pressrelease.com/markus-wischenbart-owner-of-lifestyle-holidays-vacation-clu-pr-658069.html
    18 https://www.moment.at/story/wer-ist-katia-wagner
    19 https://inside-info.at/ibiza-affaere-welche-rolle-spielt-die-maklerin-irena-markovic/
    20 https://www.diepresse.com/5733730/ibiza-affare-wiener-maklerin-als-dreh-und-angelpunkt

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  3. Pingback: Florian Klenk, supernackt | Ceiberweiber

  4. Joe Taferner

    Ich habe in meinem Berufsleben viele „[…]“ kennengelernt. Die meisten und größten davon in der Politik und in den Medien. Es freut mich ungemein, dass es so aufrechte Menschen wie Stefan Weber gibt, die zumindest einen Teil der „[…]“ aufdecken!

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  5. Pingback: Wirklichkeitskonstruktion im „Falter“. Zur Konstruktivität eines Wochenblatts – EU-Infothek.com

    1. Stefan Weber Beitragsautor

      Ja, missverständlich formuliert. Ein Anwalt hat getestet, ob man bei Nutzung von Cryptshare an irgend einer Stelle ein erhaltenes PDF-File neu abspeichern muss. Dem ist nicht so.

  6. anonym

    Auch wenn ihre Ausführungen oben stimmen mögen, so ist es dennoch völlig daneben Klenk in der aktuellen Situation in Frage zu stellen. Er ist ohne Zweifel einer der Mitaufdecker der Affäre Kurz und müsste aktuell jedenfalls geschützt werden. Ihn in Frage zu stellen unterstützt das System Kurz. Warum arbeiten Sie gegen ihn?

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    1. Alexandra Bader

      Es fragt sich, ob wirklich aufgedeckt wird und was wann stattfand, was intendiert wurde. Klenk wusste schon 2018 vom Ibiza-Video und war darin eingebunden, Ausschnitte am 17.5.2019 zu veröffentlichen. Man braucht Medienerfahrung, um so einen Treffer zu landen. Und zwar muss man sich bei uns auskennen, weil man von Deutschland aus Akteure und mögliche Stimmung nicht exakt einschätzen kann.

      Nun mag man es richtig finden, dass die Koalition platzte und Strache zurücktrat, das ist ja auch okay. Aber im Rückblick sieht man, dass dann eine anonyme Anzeige wegen der Casinos Austria dazu führte, dass es die erste Hausdurchsuchung und den ersten Akt gab. Bei einem Was wäre, wenn…stellen wir fest, dass es ohne diesen Akt vielleicht keine HDs am 6.10.2021, keinen Rücktritt von Kurz und nicht diese Auseinandersetzung mit Klenk gegeben hätte.

      Ich habe einiges selbst recherchiert, unter anderem zu Eurofighter und wundere mich von daher, wo die Justiz beim Strache-Akt ermittelt und welche Bedeutung diesem in der politischen Debatte zukommt. Denn dabei stosse ich dauernd auf Dinge, die eigentlich ärger sind als das, worüber sich alle mit Klenk empören sollen. Das entschuldigt nichts, ist aber ein Plädoyer für Rechtsstaatlichkeit…

  7. Alexandra Bader

    Es steckt System dahinter, denn wir sollen an Wirklichkeiten glauben, wie sie unter anderem Klenk konstruiert. Er punktete z.B. 2018 mit der Golan-Affäre, bei der im Herbst 2012 österr. UN-Soldaten beobachteten, wie syrische Geheimpolizisten in einen Hinterhalt gerieten. Es sei dahingestellt, ob es so gewesen sein konnte, wie im Falter beschrieben; jedenfalls ging es Klenk darum, Darabos zum Verantwortlichen für Mord zu stempeln.

    Darabos wurde der Bericht des Generalstabschefs vorenthalten, in dem das Geschehen kurz erwähnt wurde. Dies war so zu erwarten, weil er abgeschottet wurde (cui bono?) und Klenk Entacher bloss fragen hätte müssen, wie selten er überhaupt mit Darabos reden durfte. Im Herbst 2012 traten andere bereits im Vorfeld der Wehrpflicht-Volksbefragung auf, Darabos jedoch fast nie.

    Klenks Kampagne ergänzte die Anzeige von Pilz wegen des Eurofighter-Vergleichs, bei der die Rolle Gusenbauers zugedeckt wurde. Es traf in diesem Fall keinen blauen oder türkisen Politiker, sondern einen roten, der denselben Kräften lästig war und der das Feld für Doskozil räumen musste.

    Es gibt einen Artikel im Kurier, dass Doskozil jetzt Bundeskanzler werden wolle, nachdem es ja wohl vorverlegte Neuwahlen gibt.

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  8. Moosmann Birgit

    Ich war mal TN einer Podiumsdiskussion, die vom Chefredakteur eines Wochenmagazins moderiert wurde. Dieser hat die Frage bzw. das Statement eines Zuhörers diesem „im Mund umgedreht“. Ich habe dem Chefredakteur zugeflüstert „das hat er aber nicht gesagt“. Darauf dieser – breit grinsend: „Journalistische Zuspitzung!“ Dh, es ist Teil des Jobs, Leuten das Wort im Mund umzudrehen.

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