Plagiatsforschung und -begutachtung: Kleines Update vor der Sommerpause 2013

* Das nächste Buch Ihres werten Plagiatsgutachters wird den Titel „Plagiatsforschung. Eine Herausforderung für die Wissenschaft“ tragen. Es wird 2014 bei einem renommierten deutschen Verlagshaus erscheinen, nähere Informationen folgen im Herbst. Zielgruppe sind primär Lehrende an Schulen und Hochschulen. Ein Buch zum Thema „Richtig Zitieren – Nicht Plagiieren“ mit der Zielgruppe der Schüler und Studenten wird als nächstes in Angriff genommen werden.

* Nach einem Aufruf hier im Blog habe ich zwei neue Mitarbeiter gewonnen – einen versierten Kulturwissenschaftler und einen versierten Naturwissenschaftler. Ich freue mich weiter über Bewerbungen, denn es gibt auch weiterhin jede Menge zu tun – sowohl im Bereich der ‚Automatisierung‘ von Arbeitsschritten wie Scannen und Durchgoogeln als auch im Bereich der intelligenten Textsuche und Fundstelleninterpretation, zwei Felder, die immer noch nur Menschen bearbeiten können.

* Für die Plagiatsdetektion Ihres werten Plagiatsgutachters hat ein Informatiker eine eigene Plagiatsfindungssoftware entwickelt, die ab sofort neben den üblichen Softwaresystemen wie PlagScan, SIM_TEXT oder WCopyfind standardmäßig zum Einsatz kommt. Eine wesentlich ‚höhere Ausbeute‘ ist damit garantiert, wie ein Musterfall gerade eindrucksvoll bewiesen hat.

* Dr. (?) Rudolf Haberleitner hat mich bis dato nicht geklagt. Stattdessen erhielt ich Post von der letzten noch ausstehenden Instanz der Harvard University: „We regret to inform you that we do not have record of Rudolf Haberleitner receiving a Harvard Business School Doctor of Business Administration degree.“

* Auch Dr. Katrin Döveling hat mich bislang nicht geklagt und auch keine von ihr wiederholt angekündigte Gegendarstellung zu meinen Plagiatsvorwürfen publiziert. Stattdessen gewährt ihr die Exzellenz-TU Dresden offenbar ein Habilitationsstipendium (und dies, obwohl die Habilitationsschrift laut IfK schon vor mehr als einem Jahr fertig gewesen sein muss): „I equally sincerely and wholeheartedly thank the TU Dresden for my ‘Habilitiation research grant’ following my substitute professorship.“ Ganz offensichtlich war hier eine Überarbeitung der Zitierweise notwendig geworden ;-).

Ein Kommentar zu „Plagiatsforschung und -begutachtung: Kleines Update vor der Sommerpause 2013

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  1. Simone G.

    Auf der Tagung des Wissenschaftsrats am 23. Juli („Wissenschaft in der Verantwortung. Gute wissenschaftliche Praxis und Qualitätssicherung in der Promotion“) hatte auch der Rektor der TU Dresden (Müller-Steinhagen) einen Auftritt. Unter anderem vertrat er den Standpunkt, dass anonymen Hinweisen grundsätzlich nicht nachzugehen sei. Außerdem bezog er sich deutlich auf Ihr Engagement in Sachen Dresden. Als Audiomitschnitt unter http://www.wissenschaftsrat.de/presse/veranstaltungen/wissenschaft_in_der_verantwortung_gute_wissenschaftliche_praxis_und_qualitaetssicherung_in_der_promotion/audio_sektion_4.html
    Auf Causa Schavan haben wir dieser Veranstaltung, und v.a. dem Vortrag von Philipp Theisohn, übrigens einen längeren Artikel gewidmet. OK, er ist tatsächlich lang, aber manchmal muss das so sein …
    http://causaschavan.wordpress.com/2013/08/16/grundlagen-der-plagiatsphrasenforschung-teil-2-das-plagiatsfabulat-im-wissenschaftsrat/

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