Plagiate, falsche Zitate, mangelnde Deutschkenntnisse: Diplomarbeit der österreichischen Ministerin Christine Aschbacher unterbietet alle wissenschaftlichen Standards

Nach einigen Fernsehauftritten, bei denen mir mangelnde Deutschkenntnisse aufgefallen sind, habe ich mir die Diplomarbeit der österreichischen Arbeits- und Familienministerin Christine Aschbacher bestellt. – Um es kurz zu machen: Die Arbeit ist eine einzige wissenschaftliche Katastrophe und daher besser dem Bereich der Nicht-Wissenschaft zuzuordnen. Selten habe ich so eine Fundgrube von allem, was man nicht machen soll, gesehen. Die Frage muss erlaubt sein: Aufgrund welcher Qualifikationen wurde hier jemand Ministerin?

Mangelnde Deutschkenntnisse

Wo Ministerin Aschbacher nicht ab- oder umgeschrieben hat, schrieb sie selbst. Und das liest sich dann so:

„Die Aufgaben des Key Account Managers sind […] nicht einfach durch zu führen. In der Theorie sind die Anforderungen beschrieben, jedoch ’nur‘ als theoretischen Input.“ (S. 6) Das ist kein Deutsch, und das ist darüber hinaus Nonsens.

Noch krasser: „Um den aktuellen Stand der Tätigkeiten […] zu erheben, wird ein empirische Teil, mittels Experteninterviews erhoben“. (S. 6) – Abgesehen von den Grammatik- und Interpunktionsfehlern macht die Verfasserin durch seltsam tautologisches Denken auf sich aufmerksam: In der Theorie findet sich nur theoretischer Input! Etwas wird erhoben, um etwas anderes (?) zu erheben!

Zwei weitere eindrückliche Beispiele für „Aschbacher-Deutsch“ finden sich auf S. 9:

Absatzweise abgeschrieben

Abschreiben verschafft indes sprachliche Sicherheit. Wo Ministerin Aschbacher abschreibt, da tut sie das so, wie es jedem Erstsemestrigen an einer österreichischen Universität oder Fachhochschule ausgetrieben werden sollte: Sie übernimmt einen ganzen Absatz wortwörtlich aus einer Internet-Quelle und platziert am Ende des Übernommenen eine Fußnote mit einem „Vgl.-Verweis“:

Dass es sich bei der Webseite auch noch um eine nicht-wissenschaftliche Quelle handelt, die in der Diplomarbeit so oder so nichts zu suchen gehabt hätte, passt in die Gesamtschau.

Der Übergang vom falschen Zitat zum Plagiat ist fließend, wie die nahezu komplett abgekupferte S. 36 zeigt, auf der keine 15 Wörter von der Verfasserin stammen:

Auch Texte, die sich wie persönliche Resümees lesen, wurden „Opfer“ dieser unzulässigen Zitierweise (S. 45, in der Fußnote wieder ein Verweis mit „Vgl.“):

Bereits Hypothesen plagiiert

Der Kreativität der Verfasserin waren offenbar bereits bei der Formulierung der „eigenen“ Hypothesen Grenzen gesetzt. Zwei davon hat sie nämlich aus ein und derselben Quelle plump plagiiert:

Der Verfasser des Originals, Hartmut H. Biesel, wird im Literaturverzeichnis zwar angeführt, aber nicht auf S. 7 bei den Hypothesen, also nicht „vor Ort“. Damit liegt ein Ideen- und Textplagiat vor!

Bei letzterer Hypothese kommt auch wieder „Aschbacher-Deutsch“ zum Tragen: Das Wort „betreuen“ ist falsch. Denn so würde Aschbacher meinen, dass Persönlichkeiten ein Unternehmen betreuen. In Wahrheit betraut ein Unternehmen Persönlichkeiten!

Die Ministerin hat in der Folge auch Texttteile plagiiert, von denen jeder normale Leser annehmen müsste, dass sie aus der Feder der Verfasserin stammen. Man beachte hier im Vergleich zum Original (im Fenster rechts oben) die leichten Umschreibarbeiten und die Streichungen:

Man wird nach diesen Entdeckungen zu diskutieren haben, welche Kompetenzen unter anderem in den Bereichen Deutschkenntnis und Quellenarbeit jemand mitbringen muss, der sich in Österreich für ein Amt in der Spitzenpolitik qualifiziert und in der Folge wichtige Entscheidungen zu treffen hat. Die Verfasserin scheint jedoch auch Opfer eines Wissenschaftssystems zu sein, in dem mitunter die Qualität der Abschlussarbeiten keine große Rolle mehr spielt. Hier plädiere ich seit Jahren für Verbesserungen und eine klarere Kommunikation der Zitierstandards und des Plagiatsverbots.

Ob die FH Wiener Neustadt hier ein Täuschungsmuster erkennen wird oder nicht, ob der Magistergrad studienrechtlich gesehen überhaupt widerrufen werden könnte oder nicht – das ist meines Erachtens fast irrelevant. Relevant ist, dass jemand nicht wissenschaftlich arbeiten konnte, der einen akademischen Grad erlangt hat. Das sollte uns zu denken geben.

Ministerin Aschbacher will indes die nächste Sprosse auf der wissenschaftlichen Karriereleiter erklimmen. Eine Dissertation in Bratislava ist mutmaßlich schon in Arbeit:

92 Kommentare zu “Plagiate, falsche Zitate, mangelnde Deutschkenntnisse: Diplomarbeit der österreichischen Ministerin Christine Aschbacher unterbietet alle wissenschaftlichen Standards

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  1. Paulusberger Georg

    Sehr geehrter Herr Dr. Weber,

    wo kann sowohl die Master-Arbeit als auch die
    Dissertation herunterladen?
    Könnten Sie jeweils eine Link zur Verfügung stellen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Georg E. Paulusberger

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  2. Robert_J

    Sehr geehrter Hr. Weber
    Meine Hochachtung und tiefste Wertschätzung Ihrer Arbeit. Auch wenn hier die Kritik an Ihrer Person und dem Umgang mit der Fr. Aschbacher vielleicht teilweise für manche berechtigt erscheint darf ich nur darauf hinweisen das die betroffene Ex-Ministerin in einer wichtigen Position in der Regierung gesessen ist. Mir ist nicht egal wer dort sitzt, mir ist nicht egal welche Ausbildung diese Stelle benötigt. Ich sehe das leider im täglichen Leben das viele Leute an Positionen sitzen deren Ausbildung mehr als fragwürdig erscheint. 1+1 zusammenzählen ist nicht das primäre Ziel einer Ausbildung sonderen Erkennen & Bewerten von Zusammenhängen und Aktionen setzen und der deutschen Spräche mächtig sein. Das inflationäre Verwenden von Aglizismen hilft im täglichen Leben nicht bei mangelnder Ausbildung oder Eignung, mittlerweile sehr wohl aber bei Weiterentwicklung im Job. Wir haben sehr viele die viel Reden können aber nichts tun. Wenn derjenige einen Job belegt dauert es einige Jahre bis man draufkommt der taugt nix und wird dann 1:1 duch den nächsten Plauderer ersetzt weil derjenige MBA, Mcs, Ing Dipl.Ing in seinem Titel hat, der andere hat nix vor seinem Namen stehen dafür erfolgreiche Jahre im Lebenslauf die nicht berücksichtigt werden weil ohne Titel kann er ja nix… Und mittlerweile ist das Nichterwähnen, bewusstes Weglassen oder Beschönigen in Lebensläufen, einfachen Dingen für das persönliche Weiterkommen täglich sichtbar, der persönliche Vorteil zählt mehr als die ethischen Werte die man als älterer Jahrgang auf seinen Lebensweg mitbekommen hat. Annlena Baerböck ist für mich eines der schillernsten Beispiele, Gleich wie Fr. Aschbacher keinen Satz ohne Fehler hervorbringen und irgendwie nach oben gekommen. Oder Minister bzw. Aufsichtsräte mit Chatverläufen wo ich mir ehrlich gesagt denke nicht einmal als Betrunkener würde mir sowas tiefes einfallen, am Diensthandys(!) Nacktfotios oder Penisbilder – in der Privatwirtschaft ein Kündigungsgrund. Wie gesagt für manche offensichtlich nicht nachdenkenswert . In diesem Sinne bitte so weiter machen!

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  3. Braindump

    Sehr geehrter Dr. Weber,

    Sie werden mir hoffentlich verzeihen, dass Ihr Name in meiner satirischen Betrachtung dieser interessanten Geschichte fällt. Was ich Ihnen gegenüber tatsächlich ausdrücken möchte, darf man aber auch im Klartext veröffentlichen: Sie haben völlig Recht, derart gravierende Mängel aus wissenschaftlicher Sicht und ohne Rücksicht auf den Status der Autorin öffentlich zu analysieren. Das Bemerkenswerteste ist aber, dass Ihnen damit ganz beiläufig ein enormer Beitrag zur politischen Kultur gelungen ist. Ihre Begründung, wie Sie zur Überprüfung ausgerechnet dieser Arbeit gekommen sind, spricht ja bereits Bände darüber, wie weit es diesbezüglich in Österreich gekommen ist.

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  4. Dachbauer

    Sehr geehrter Herr Weber,

    Sie haben mit der Meinung über die Qualität der Arbeit natürlich recht, nur die Art, mit der Sie Absolventen, gelinde gesagt, durch den Dreck ziehen, ist nicht schön.

    Warum haben Sie sich nicht erst an die FH gewannt, oder die TU?

    Meine Meinung zu diversen „Arbeiten“:

    Da gibt es Ingenieurstechnik, Physik, Medizin, und dann gibt es Marketing, Persönlichkeitsbildung, Kinesiologie, Theologie und was sich noch so Wissenschaft nennt.

    Sie regen sich wegen ein paar Anführungszeichen auf, und schlechten Deutschkenntnissen? Zugegeben, Sie haben auch den Kauderwelsch angeprangert, aber dieser zeichnet heutzutage viele Arbeiten aus, ja sogar  schon manchmal in technischen Bereichen.

    Wenn man sich nur den Titel so einer Arbeit „zur Erlangung von….,“ ansieht, weiß man meist schon was sie Wert ist:  z.B. Magisterarbeit, „Der Wandel im Handel“, oder eine Diss bei der Uni Salzburg, über „Kinderfüße-Kinderschuhe“ die hervorhebt, dass sie auf Deutsch ist, offenbar ein hervorstechendes Qualitätsmerkmal.  Diese Arbeiten sind wahrscheinlich unantastbar, was die Beistrichsetzung angeht.

    Eines haben aber all diese Absolventen gemeinsam, sie werden erst durch eine Abschlussarbeit zum Wissenschaftler, was offenbar lediglich bedeutet, dass sie den wissenschaftlichen Schreibstil beherrschen.

    Bei Ihren Plagiatsaufdeckungen geht es ja nur in den seltensten Fällen um Wissensdiebstahl, wenn überhaupt.

    Viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach, den Absolventen zu helfen qualitativ hochwertige Arbeiten zu produzieren, was den Inhalt betrifft.  Beim Buchstabenreiten würden Sie sicher bei jeder zweiten Arbeit fündig werden, die mangels wissenschaftlichen Werts gerne auf Englisch verfasst werden, bei uns.

    Das war nur meine kleine, unbedeutende Meinung zu Ihrem  Blog, gegen die Aschbacher.

     

     

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  8. M. Weber

    Vielen Dank für den Hinweis aus welcher Quelle die Namen der Kinder entnommen wurden. Dies ist jedoch kein Argument für den Umgang Dritter mit diesem Wissen.
    Daher, ein wichtiger Hinweis für Jede/Jeden die/der jemals eine wissenschaftliche Arbeit online stellen muss: Man kann den Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten jederzeit mit Bezugnahme auf den Datenschutz sperren lassen.

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  9. M. Weber

    1) Vieles wurde angesprochen. Noch mehr verurteilt. Ch. A. hat Formfehler gemacht, ja, doch in erster Linie trifft wohl ihre Betreuer die Verantwortung*. Diese sind doch der Schlüssel zu dem ganzen Desaster. Ich vermisse „Menschlichkeit“. Schon seit dem ersten Kommentar gibt es kaum jemanden der Rücksicht auf die Familie, die Kinder – diese wurden in einem Kommentar sogar namentlich erwähnt – nimmt. Diese Kälte die sich hier spiegelt ist hoffentlich nicht Zeitgeist. In welch‘ einer Gesellschaft leben wir eigentlich? Hätte das nicht auch wesentlich diskreter vonstatten gehen können? Auf das WIE kommt es an.
    *) und, um bis an die Wurzeln des Problems zurückzugehen, unser Schulsystem. Dabei gibt es großartige Menschen, wie z.B. Prof. Gerald Hüther, der einen völlig neuen Zugang im Umgang mit Kindern – schon vom Kindergartenalter weg – vermitteln könnte. Ein anderer Umgang mit dem Kind würde sich anders auf das Kind und somit auf die Wissensaufnahme des Kindes auswirken und könnte eine andere Form der Wissensvermittlung mit einschließen.
    2) Wann wird sich endlich der Umgang mit Titeln in Österreich ändern?

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    1. Stefan Weber Beitragsautor

      Die Namen ihrer Kinder erwähnt Frau Aschbacher selbst im Dankwort ihrer Dissertation. Diese wiederum ist online weltweit kostenlos verfügbar.

  10. Pingback: “Dinge passieren schnell, wenn nicht aufgepasst wird”: Welche Konsequenzen ziehen die Hochschulen aus der Affäre um Christine Aschbacher? – Astrodicticum Simplex

  11. Pingback: Wie man eine Plagiats­affäre im schnellen Nachrichten­zyklus verschwinden lässt – Politikmagazin.at

  12. Oscar Alx

    Die Ministerin verdient großen Repsekt. Ihr kurz und schmerzloser Abgang war vorbildlich. Sie hatte sogar den Anstand, auf ihrer Rückkehr in ihre Beamtenkarriere beim Finanzmimnisterium zu verzichten. Ihre Magisterarbeit und ihre Dissertation sind sowohl sprachlich als auch inhaltlich Realsatire vom Feinsten. Wenn dereinst Studenten Studierende von gesellschaftswissenschaftlichen Fächern bei Untersuchungen zum Niedergang der europäischen Hochkultur einmal Anschauungsmaterial für dessen Symptome in Österreich benötigen, werden sich ihre Arbeiten als hilfreich erweisen. Besonderes Erstaunen wird die Bewertung ihrer Magisterarbeit mit „sehr gut“ hervorrufen.

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  13. Franz Kromka

    Ja, das kommt immer häufiger vor, wenn heute ungemein viele junge Leute – die aktuelle Prozentzahl habe ich leider nicht im Kopf – maturiert werden. Sie sind hernach nur scheinbar (sprach-)reif. In den 1960er-Jahren machten in Österreich knapp fünf Prozent eines Altersjahrganges die Matura … Aber auch nicht tröstlich ist, dass bereits der (vermutlich junge) erste Kommentator, ein Reinhold Herzog, in seiner Kritik die Interpunktionsregeln nicht beherrscht.

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  14. Bernd

    Ich hab jetzt eine wirklich zufaellig Textstelle aus der Doktorarbeit kopiert – von Seite 103:

     Weraktiv  und  engagiert  an  einem  Ergebnis arbeitet  und  das  sorgfältig  dokumentiert  und  kommuniziert,  erarbeitet  gemeinsam  mit  dem Vorgesetzten immer wiedereigene Ziele, diskutiert diese und passt die Ziele immer wieder an.

    und in Google geworfen. Und bin hier gelande:

    https://books.google.at/books?id=DtitBAAAQBAJ&pg=PA287&lpg=PA287&dq=Weraktiv+und+engagiert+an+einem+Ergebnis+arbeitet+und+das+sorgf%C3%A4ltig+dokumentiert+und+kommuniziert,+erarbeitet+gemeinsam+mit+dem+Vorgesetzten+immer+wiedereigene+Ziele,+diskutiert+diese+und+passt+die+Ziele+immer+wieder+an.&source=bl&ots=_xGWw3LvV4&sig=ACfU3U0wjjnjTFoZ9WojZKDRY9roktDtNQ&hl=en&sa=X&ved=2ahUKEwjon9vjpZTuAhUMrxoKHTd8B-4Q6AEwAnoECAEQAg#v=onepage&q=Weraktiv%20und%20engagiert%20an%20einem%20Ergebnis%20arbeitet%20und%20das%20sorgf%C3%A4ltig%20dokumentiert%20und%20kommuniziert%2C%20erarbeitet%20gemeinsam%20mit%20dem%20Vorgesetzten%20immer%20wiedereigene%20Ziele%2C%20diskutiert%20diese%20und%20passt%20die%20Ziele%20immer%20wieder%20an.&f=false

     

    Da ist einfach ein ganzer Absatz aus dem Buch, das google kennt, aber das Literaturverzeichnis nicht. Ich bin verwundert. ODer auch nicht.

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  15. Pingback: Il governo perde un pezzo (e le vaccinazioni vanno a rilento) - QuiVienna - Il blog italiano su Vienna

  16. Reinhold Herzog

    Ich frage mich, wie es möglich sein kann an einer Universität eine Doktorarbeit zu schreiben wenn man offenbar dazu garnicht die Voraussetzungen erfüllt.

    Nach meinem Wissen ist ein Fh-Abschluss mit 240 ECTS bewertet.

    Um eine Dissertation beginnen zu können sind aber min 300 ECTS erforderlich?

    Wie wurden die fehlenden 60 ECTS nachgewiesen?

     

     

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  17. Hans

    Mich würde jetzt echt interessieren was ein Kandidat abliefern muß, damit er von der FH Wiener Neustadt mit einem „Genügend“ bewertet wird.

    Nebenbei ergibt sich die Frage, ob der Betreuer dieser slowakischen Universität überhaupt Deutschkentnisse hat oder ob die Berufsbezeichnung des Kandidaten eine Art Durchwinkmechanismus auslöst.

    Letztlich wäre noch interessant zu wissen was einen Grazer motiviert in Wiener Neustadt zu studieren und dann seine Doktorarbeit in einer slowakischen (!) Universität einzureichen.

    Fragen über Fragen …

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  18. Hape Lobster

    Die Instinkte des Menschen sind ähnlich den Eigenschaften des Wassers, beim Suchen des geringsten Widerstandes.

    D`Aschbacherin wollt halt no schnell an Dokta hom, wei a doppete Akademikarin damit koannst a d Mülltonn in Österreich fein deklarieren…. Land der Berge, Land der Titel….Zukunftsreich!

     

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  19. DIIF

    Dass das was Frau Aschauer abgeliefert hat, in beiden Fällen Mist ist, braucht ja nicht mehr diskutiert zu werden. Vielmehr stellt sich die Frage WER zieht die Betreuer (w,m) zur Verantwortung!? Haben diese Personen die Arbeiten überhaupt gelesen? Beherrschen sie die deutsche Sprache?  Es bleibt zu hoffen, dass ALLE Betreuerinnen und Betreuer an ALLEN Fhs und Universitäten eine Lehre aus dem Fall ziehen! Eine abschließende Frage muss noch erlaubt sein. WEN wird Frau Aschbacher in Zukunft und worüber beraten???

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  20. Markus Hapke

    Unglaublich, wenn man diese Diss. auch nur überfliegt. Ein Schlag ins Gesicht auch jedes Menschen, der seine (akademische) Arbeit mühevoll erarbeitet und verfasst hat und das Layout immer wieder anpassen musste. Hier lese ich z.b. eine Satzpassage auf S.89   >>Die Fähigkeit zu entwickeln, aufkommende Trends zu verfolgen, ist eine Fähigkeit. Mit Übung wird es besser. Es geht darum, herauszufinden, wohin diese Trends führen werden. Die Punkte verbinden.“ <<  Was ist das ? Was heisst das? Das eine Doktorarbeit ? Wer das gegengelesen hat muss nicht nur sprachlich eine nahe bei Null sein sonden auch kognitiv.  Lässt sich das herausfinden – ich denke wohl nicht der Betreuer Prof. Ing. Sablik, CSc.    Auf S. 56 sehe ich 2 Absätze mit unglaublich offensichtlichem Layoutfehler ( stilistisch will ich hier gar nichts sagen ) – mir hätte man so was um die Ohren geschlagen.  Das kann niemand gelesen haben !   Ad Verfasserin: wenn Sie auch dieses Werk mit bestem Wissen verfasst hat, dann gute Nacht. Wie kam so jemand in ein solches Amt? Aschbecher gebührt der ganze Hohn der wissenschaflichen Gilde.

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  21. Pingback: Austria The Austrian minister is resigning due to allegations of plagiarism – Pledge Times

  22. nobbi

    ..unterbietet alle wissenschaftlichen Standards..
    Ja, in formeller Hinsicht. Blocksatz ohne Silbentrennung, schön große Schrift, revolutionäre Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung, Grammatik, alles unter jeder Sau. Hält sich an keine Zitationsregeln, schreibt ab, paraphrasiert, dass es einer Sau graust, kopiert, vertraut blind dem Translator und gibt einfach ab. Es ist auch klar erkennbar, dass die Autorin nicht begriffen hat, was sie hinschreibt oder reinkopiert. Es ist ein begriffsloses Herumirren in der sattsam bekannten – und in diesem Fall wie gesagt völlig unbegriffenen – Consulting-Phraseologie, wirklich grausam!

    Was aber lernen wir daraus?

    Schule/Studium ist keine Sphäre des Erlernens und Verstehens, sondern eine des Durch- und Weiterkommens. Politiker – verantwortlich für Wohl und Wehe der Republik – werden von Sprach- und Bildungspolizisten etwas härter ins Gebet genommen als untergeordnete Chargen, von ihnen erwartet man so etwas wie demokratische Erleuchtung und umfassende intellektuelle  Übersicht. Das erklärt, warum sich hier so echauffiert wird. Was hätte man denn von Frau Aschbacher zum brandneuen Thema „Führungsstil und Innovation“ eigentlich erwartet? Innovation?

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  23. Pingback: Miten auto sanoo? | Sentrooppa-Santra

  24. Anton Wegscheider

    Balsam auf die Wunden aller Nicht-Akademiker, die mit viel Anstrengung versuchen sich nach oben zu arbeiten. Es aber meist trotzdem nicht schaffen in die Sphären der akademischen Riege, finanziell und/oder die Führungs-/Verantwortungsebene, vorzudringen.

    Nur zu hoffen, dass durch diese Offenlegungen so manch Personalverantwortlichen ein paar Lichter aufgehen. Vielleicht kann´s jemand ohne Titel  auch oder wenn nicht besser sogar.

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  25. Peter

    Das Manko mangelnder Deutschkenntnisse ist bereits in der Oberstufe mancher sog. Höherer Schulen feststellbar. Hatte man frueher ernsthafte Probleme mit der positiven Absolvierung der z. B. Zehnten Schulstufe, so besteht man – zumindest an einigen Schulen – mit demselben Niveau heutzutage locker die Deutschmatura. Im Zuge von Genehmigungen frage ich mich beinahe täglich, wie es dazu kommen konnte, dass manche, gar nicht wenige, Personen, den Abschluss an solchen Schulen geschafft haben.

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  26. Valentin

    Zwar habe ich mir nicht die gesamte Arbeit durchgelesen, sondern nur die Ausschnitte, die in diesem Blog vorkommen, aber da kommt mir als Bachelorstudent schon das Grausen. Mir kommts manchmal so vor, als seien Leute nicht stolz auf ihre eigenen Arbeiten und es wird als eine Nebensächlichkeit behandelt, weil man „einfach nur weiter will“. Ich sehe es als Abschluss und das Grande Finale. Da haut man sich doch ins Zeug oder nicht? Man freut sich, wenn man das Ding am Schluss in den Händen halten kann, egal ob sie einen theoretischen oder auch zusätzlich praktischen Hintergrund hat.

    Das ist ein Beispiel in einem größeren Schema, das mir schon seit einiger Zeit auffällt: Leute sind nicht nur unzufrieden, sie geben sich ja nicht mal die Chance sich über was zu freuen. Da bringt einem das „Weiterkommen“ dann auch nix. Das ist doch ne Verschwendung auf ganzer Linie..

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  27. rudvol

    Wozu die ganze Aufregung? Hat denn Niemand verstanden? Wir leben in dem Zeitalter des Neoliberalismus! ALLES is erlaubt um an Macht und/oder Geld zu kommen! Und nun macht Ihr da … nieder, die das perfekt verstanden hat?

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  28. Pingback: Österreichs Arbeitsministerin Aschbacher tritt wegen Plagiaten zurück | Alexander Dilger

  29. Gottfried

    Ein besonderes Schmankerl habe ich noch in der Dissertation auf Seite 50 gefunden:
    Steve Jobs wird dem Slogan ‚Thing different‘ zitiert! Also nicht nur mangelnde Deutschkenntnisse, sondern auch mangelnde Englischkenntnisse!

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  30. Barbara Wilhelm

    Bei der Hypothese „Das Key Account Management steht und fällt mit den Persönlichkeiten, die ein Unternehmen mit dieser bedeutsamen Aufgabe betreuen…“ ist meiner Meinung nach nicht nur die „Mehrzahl falsch“, sondern das Verb „betreuen“ selbst. Müsste es nicht „betraut“ heißen?

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  31. Wolfgang Weber

    Ich will hier nicht als Verteidiger von Frau Aschbacher auftreten, aber ich sehe hier ein viel tiefer liegendes Problem. Diese Diplomarbeit verdient kein Sehr Gut das steht außer Frage. Man muss aber primär die Frage stellen wie kommt es dazu, dass so eine Arbeit eingereicht und dann noch mit einem Sehr Gut benotet wird. Das Problem liegt weniger bei Frau Aschbacher als viel mehr bei ihrem Betreuer oder ihrer Betreuerin und dem in manchen Studiengängen mangelndem Focus auf wissenschaftliches Arbeiten. Ich mache ihr als Studentin keinen Vorwurf. Frau Aschbacher hat ihre Arbeit nach dem ökonomischen Minimalprinzip geschrieben, was darauf schließen lässt, dass sie in ihrem Studiengang die Grundlagen verstanden hat. Mein Vorwurf geht an die FH Wiener Neustadt im Allgemeinen und den Betreuer oder die Betreuerin von Frau Aschbacher im speziellen.

    Wenn ich einen Studenten oder eine Studentin anleite und die Betreuung einer Arbeit inclusive der Beurteilung dieser gewissenhaft und ordentlich durchführe, dann kann und darf so etwas einfach nicht passieren. Eine Arbeit in dieser Qualität darf nicht eingereicht werden. Es sollte also in jedem Fall auch der Focus auf den Betreuer oder die Betreuerin der Arbeit gelegt werden, denn dort ist das primäre Problem zu suchen. Sollte an der FH Wiener Neustadt jemand unterrichten und Studenten anleiten, der sich offensichtlich nicht die Mühe macht, deren Arbeiten zu lesen ist das der weitaus größere Skandal.

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  32. Bernhard Haidacher

    Ich finde aber viel mehr die Gutachter und den Mag. (FH) bedenklich. Frau Aschbacher wird nämlich gar nicht gewusst haben, was sie einreicht (dazu braucht es max. zwei Zeilen Lektüre!!!!!!). Sondern die Aufgabe der „Professoren“ wäre es, die Arbeiten zu lesen.

     

    BeHai

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  33. Gerhard Stieger

    Wahrscheinlich soll bereits das Vorwort zur Dissertation („Danksagung“) vor dem Weiterlesen warnen:

     
    DANKSAGUNG
     Besonders  bedanke ich  mich  bei  meinem  Betreuer,  Herrn  Professor  Ing.  Jozef  Sablik,  CSc.,  der es  mir  ermöglicht  hat,  über  das  oben  genannte  Thema  meine  Dissertationsarbeit  zu  verfassen und  mir  während  des  gesamten  Studiums  stets  viele  wertvolle  wissenschaftliche  Anregungen in  der Durchführung  gegeben hat.
     
    Herzlich bedanke ich  mich  bei  meinem  Mann  Andreas  und  meinen  Kindern  Jonathan,  Gloria und  Viola,  die  mir die  Zeit  und bedingungslose Unterstützung  für  die  Durchführung  sämtlicher wissenschaftlicher Arbeiten  zur Verfügung  gestellt  haben. Dankbar  bin  ich  weiters  für  die  immerwährende  Unterstützung  meiner  Eltern  als  auch  die Unterstützung  meiner  gesamten  Familie  sowie  Freunde  und  Bekannte  für  den  Support  auf unterschiedlichen  Ebenen  im Zuge der Umsetzung  dieser Arbeit.

    Antworten
    1. barbara

      ihre Kinder (führt sie namentlich an) haben ihr die Zeit und bedingungslose Unterstützung für die Durchführung sämtlicher wissenschaftlicher Arbeiten zur Verfügung gestellt…immerwährende Unterstützung der Eltern als auch die Unterstützung ihrer gesamten Familie und (anscheinend nur männlichen) Freunde und Bekannten…

      Also wenn sogar ihre Kinder der Mutter ihre Zeit zur Verfügung stellen müssen… Bei Kindergartenkindern ist die mangelnde Kompetenz ja entschuldbar. Aber bei den vielen anderen angeführten Personen. Dass das auch alle kognitiv beeinträchtigte Personen sind. Und ehrlich anerkannte behinderte Personen müssen um berufliche Integration kämpfen.

      Passt zu Kurz und der türkisen Bewegung mit Missachtung von Kompetenzen, Aushebelung des Rechtsstaates und Missachtung der Verfassung

  34. Pingback: “Annahmen sind wie Seepocken”: Die wissenschaftliche Arbeit von Ministerin Aschbacher zeigen ein großes Qualitätssicherungsproblem an den Hochschulen – Astrodicticum Simplex

  35. Eva

    Herzlichen Dank für Ihr Engagement und die Veröffentlichung – auch wenn dies sicher gegen den Widerstand von einigen Menschen passiert ist. Dafür DANKE

    Manchmal habe ich das Gefühl, in Österreich bist du nur anerkannt, wenn du irgendeinen Titel hast – was ich ziemlich schade finde.

    Antworten
  36. Andreas Gloistein

    Ob die Arbeit von Frau Aschbacher ein beklemmendes Indiz für die sinkenden, von verschiedenen Studien belegten, Deutsch- und Grammatikkenntnisse ist, kann ich nicht beurteilen, Stoff für eine Komödie ist es allemal.

    Zwar komme ich nicht aus dem akademischen Bereich, sondern aus der IT, aber bedauerlicherweise habe ich tagtäglich mit den Folgen unseres desolaten Bildungssystems zu kämpfen, wenn Erwachsene, unter ihnen auch Akademiker, nicht in der Lage sind, einfachste Text-Anweisungen mittels Maus und Tastatur umzusetzen.

    Die sinkende Fähigkeit, sinnerfassend zu lesen, ist also weit verbreitet. Insofern demnach nicht verwunderlich, dass dort, wo Menschen Texte anderer prüfen und bewerten sollen, die gleichermaßen Unfähigen sitzen. Wäre die Verfasserin nicht Ministerin, sondern Hochschullehrerin geworden, setzte sich dieser Kreislauf ungehindert fort.

    So gesehen können wir froh sein, dass sie „nur“ eine Politikerin wurde, die ein vom Volk kontrollierbares Ablaufdatum hat 😉

    Antworten
  37. Maximilian

    hab die Doktorarbeit mal kurz überflogen und ich muss sagen, dass das in Österreich maximal eine Masterarbeit wäre. Da sind „handgezeichnete“ Bilder drinnen. Unglaublich.

    Auch diese Doktorarbeit ist voller sprachlicher Fehler, was auf eine Google Translator Übersetzung hindeutet.

    Beispiel, Seite 50:

    „Ein guter innovativer Unternehmensführer ist jemand, der nicht nur seine eigenen Ideen auszuführen hat, aber auch andere inspiriert weiter mit ihren eigenen Ideen zu kommen.“

    ein Österreicher würde wohl stattdessen sinngemäß so einen Satz wie folgt formulieren: Eine gute Führungspersönlichkeit wird definiert als jemand, der nicht nur seine eigenen Ideen ausführt, sondern auch andere inspiriert ihre eigenen Ideen zu entwicklen. – oder so ähnlich.

    Es scheint als ob Fr. Aschbacher sich ihre eigene Arbeit nicht einmal selbst durchgelesen hat.

    unglaublich.

    Antworten
  38. Hans

    Die Arbeit ist auf alle Fälle schlampig, allerdings hätte ich nach den Medienberichten schlimmeres erwartet. Direkte Zitate gemacht als wären es indirekte. Halb so wild meiner Meinung nach. Die paar Rechtschreibfehler – wen juckt’s? Gravierender finde ich die Stellen ihrer Arbeit, in denen Zitate gänzlich fehlen, wenn auch die Quellen an anderen Stellen angegeben sind.

    Ich denke andere Arbeiten auf den Fachhochschulen werden auch nicht besser sein. Wer glaubt schon, dass in FH’s Wissenschaftler ausgebildet werden? Was ich mich frage ist, wie man als FH-Absolvent überhaupt eine Dissertationsstelle bekommt.

    Antworten
  39. Ingrid L

    Für jeden, der sich den Studienabschluss ehrlich erarbeitet und damit verdient hat, ist es geradezu eine Verhöhnung, dass sich jemand mit fremden Federn schmückt, um einen akademischen Grad zu erreichen und damit auch noch durchkommt. Traurigerweise ist dies nicht der erste Fall und wird auch nicht der letzte sein. Sehr bedenklich finde ich dabei die Beteiligung der Gutachter. Läuft schon ein Aberkennungsverfahren? Bei der Ausgangslage stellt sich mir die Frage, ob die Frau Minister ihre Doktorarbeit schreiben lässt. Sind Einreichung und Rigorosen in Bratislava leichter als an einer österreichischen Universität?

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  40. Thomas Schuh

    Auf Seite 5 der Diss von FBM Aschbacher:

     

    Resümee:

     

    „Ziel der Dissertationsarbeit ist die Analyse der Führungsstile in innovativen Industrieunternehmen. Aufgrund der teilweise bewährten Führungsstile entsprechen die bisherigen Ergebnisse teilweise für Führungsstile oder Innovation in Industrieunternehmen.

     

    Im Rahmen der Dissertationsarbeit werden die Korrelation zwischen Führungsstil und Innovation in Industrieunternehmen hergestellt und anhand von Beispielen überprüft und kritisch gewürdigt.

     

    Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse soll ein allgemein gültiges Lösungsmodell bestehende erstellt werden, dass für innovative Führungskräfte in Industrieunternehmen anwendbar ist. Dieses wird von qualitativer empirischer Erhebung stichprobenartig unterstützt sowie von einem Probeunternehmen verifiziert.“

     

    Entweder die Problematik aus der FH-Diplomarbeit setzt sich hier nahtlos fort, da hier nix gut Deutsch,

     

    oder der Google-Translator von Deutsch nach Slowakisch und zurück nach Deutsch ist vielleicht nicht so gut

     

    oder (Vermutung) ein slowakischer Ghostwriter hat sich hier in Deutsch schwer getan.

     

    Conclusio: NEIN, NEIN, NEIN!!!

     

    https://www.meineabgeordneten.at/storage/quellen/18298/kzXfin09al3OtTkoMfn8wSggMeGcYL7zgBdSPmuk.pdf

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  41. plpl

    Es ist nicht nur die Mehrzahl ‚betreuen‘, falsch, sondern der ganze Begriff. Denn es sollte wohl ‚betrauen‘ gemeint sein. Der Satz müsste also korrekt lauten:
    „Das Key Account Management steht und fällt mit den Persönlichkeiten, die ein Unternehmen mit dieser bedeutsamen Aufgabe betraut.“
    Man darf also bei der Verfasserin durchaus fokussierte Unintelligenz vermuten.

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  42. Akademiker_innen_xxx***

    Diese Thematik wird massiv überbewertet. Die Qualität dieser Arbeiten interessiert die Allgemeinheit genauso sehr wie die Ergebnisse der Schularbeit aus der Volksschule. Das Problem ist der Mangel an Praxis während des Studiums, nicht ob die Zitate in dieser oder jener Form richtig gekennzeichnet wurden. Wozu soll es gut sein Diplomarbeit zu schreiben? Damit ist kaum eine Qualifikation nachweisbar.

    Wenn es nach derartigen Kriterien wie beschrieben gehen sollte, gehören wahrscheinlich 90% aller Titel aberkannt.

    Plagiatsjäger ist somit ähnlich wertvoll als Beruf wie Genderbesuftragter oder Diversitymanager….

    Der Zugang zur tertiärer Ausbildung gehört weit strenger geregelt – nur 10% eines Maturajahrgangs.

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  43. Ha Fa

    Ein trauriges Ergebnis und eine Verhönung aller jener Studenten, die sich redlich und ehrlich bemühen ihr Studium abzuschließen.

    Für eine derartige „Arbeit“ sollte es … sowohl für den Bewerber als auch den Begutachter geben!

     

    Antworten
  44. Ha Fa

    Ein trauriges Ergebnis und eine Verhönung aller jener Studenten, die sich redlich und ehrlich bemühen ihr Studium abzuschließen.

    Für eine derartige Ergebnis sollte es … sowohl für den Bewerber als auch den Begutachter geben!

     

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  45. Ernst Kurzmann

    Die Deutschkenntnisse von Frau Aschbacher sind so schlecht, dass es wirklich weh tut. Eigentlich sollte ich Frau Aschbacher wegen schwerer Körperverletzung verklagen. Hören Sie sich einfach auf You-tube einige Interviews mit Frau Aschbacher an. Es ist verheerend!

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  46. Michael

     
    Wieso erstaunt dies noch – für mich ist es nur eine weitere Facette unserer teiltauglichen Politikerklasse…
    …ich möchte mich allerdings bedanken, dass durch die Prüfung des Schriftstücks nicht nur die Grenzen der Verfasserin (und der verwendeten Programme) sichtbar gemacht werden, sondern auch die ausgeprägte Unanständigkeit der Politiker+innen, wie wenig sie ihren (moralischen) Verpflichtungen nachkommen.

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  47. Huxley A

    Solche [Menschen] sind doch ideale Kandidatinnen und Kandidaten für vermeintliche Führungspositionen. Wenn sie sich nicht ihres eigenen Verstandes bedienen können, dann kann man sie leichter führen. Symptomatisch für das Kurz-System. Minister als Mediengesichter und Ablenkziele von der eigentlichen Macht.

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  48. Stefan L.

    Ich war der Meinung, dass die Aufnahmekriterien an Fachhochschulen besonders streng seien, da nicht nur ein hervorragendes Maturazeugnis vorgewiesen, sondern aufgrund der beschränkten Zahl der Studienplätze auch ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen werden muss.

    Wie die Thematisierte überhaupt die Aufnahmeprüfung an der angesprochenen FH bestehen konnte, ist rätselhaft.

    Anmerkung: Der Beitrag bedurfte einer Korrektur, deshalb die erneute Sendung.

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  49. Stefan L.

    Ich war der Meinung, dass die Aufnahmekriterien an Fachhochschulen besonders streng seien, da nicht nur ein hervorragendes Maturazeugnis, sondern aufgrund der beschränkten Zahl der Studienplätze auch ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen werden muss.

    Wie die Thematisierte überhaupt die Aufnahmeprüfung an der angesprochenen FH bestehen konnte, ist rätselhaft.

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  50. Abgeschrieben

    In der Tat hat das Werk ein paar amüsante Deutschpannen. Die künstliche Aufregung darüber finde ich aber entbehrlich – die Qualität einer Diplomarbeit von vor 14 Jahren sollte man nicht überbewerten. Vielleicht schwierig für einen Univ. Doz., sich vorzustellen, dass das theoretische Sinnieren hier über irgendeinen Keyaccountmanagerquatsch so oder so – mit oder ohne richtigem Zitieren – keinen bleibenden Wert hat, ist aber so.

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  51. Max

    Diese Arbeit scheint ja mit vielen haarsträubenden Fehlern gespickt zu sein. Hier macht sich Fassungslosigkeit (mit einer Prise Mitleid) breit angesichts dieser eklatanten, dilettantischen Grundlagen-Mängel. Die Dame hat ja mind. 12 Jahre Schule mit Matura und mehrere Jahre Studium hinter sich und dann argumentiert und schreibt sie auf dem Niveau eines legasthenischen Viertklässlers… okay, das ist jetzt unfair den Volksschülern gegenüber. Ich denke, auch ein Laie erkennt, dass hier das Bildungssystem versagt hat. Sie hätte während dieser vielen Jahre doch ihre sprachlichen und logischen Fähigkeiten verbessern und das Rüstzeug wissenschaftlicher Arbeit erlernen müssen. Ihr Können ist für akademische Verhältnisse unterirdisch. Es muss schon eine große Portion Überheblichkeit und Dreistigkeit oder eine verdächtige Selbstsicherheit (gepaart mit Vertrauen in ein „Wir drücken beide Augen zu“ – System??) bei dieser Dame vorhanden gewesen sein, dass sie nicht mal einen Korrekturleser beauftragt hat, um wenigstens die krassen Grammatik- und Stilfehler ausbessern zu lassen.  Unglaublich, dass jemand so eine Arbeit einreicht und noch unglaublicher, dass diese als Krönung mit der Note „Sehr Gut“ bewertet wird.

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  52. A.A.R

    Wenig überraschend, leider ist eine Vielzahl an Arbeiten aus dem Wirtschaftsbereich dieser Qualität. Hier wird keine wissenschaftliche Leistung erbracht, sondern nur schnell der Titel erlangt. Blöd wenn man nacher in der Öffentlichkeit steht.

    Auch wenn die Diletantismus ,aus den Auszügen ersichtlich, heftig ist – hab ich schon ärgeres gesehen. Für meinen eigenen Abschluss musste ich viele Diplom-und Dotorarbeiten studieren wo ich mir echt gedacht habe ob der Autor überhaupt die Grundlagenvorlesung besucht hat.

    Die Betreuung an vielen höheren Bildungsstätten ist leider auch nicht grad berühmt.

    Bevor man Rücktritt!! Rücktritt!! schreit muss man schon sehen dass für Spitzenpolitker kein höhere Abschluss vorgeschrieben, und selbst jetzt die Politker von einem groß der Bevölkerung als abgehobene unnahbare Eierköpfe angesehen wird. Von dem her hat ein Mensch der eine Top-Abschlussarbeit geleistet hat, in dem Alter in der Politik sowieso nichts verloren. Eine Arbeitsministerin mit grenzwertiger Diplomarbeit und mangelnden Deutschkenntnissen ist daher erwartbar.

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  53. Pingback: Plagiat-Vorwürfe gegen Ministerin Aschbacher wegen Diplomarbeit

  54. Pingback: Plagiats-Bacher - ÖVP-Ministerin schrieb bei Diplomarbeit ab - Sogar von Ministerbank aus plagiiert - zackzack.at

  55. Günter Marek

    So ein Täuschungsversuch kann nur in einem Rücktritt und der Aberkennung des Titels enden. Dreister geht es ja kaum mehr. Da werden Zitate fast 1:1 wiedergegeben, ohne dass diese als solcher gekennzeichnet wurden. RÜCKTRITT, SOFORT!

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  56. I-Tüpfelreiter

    Hier irrt Stefan Weber auch 😉
    Zitat: „Bei letzterer Hypothese kommt auch wieder „Aschbacher-Deutsch“ zum Tragen: Die Mehrzahl „betreuen“ ist falsch. Denn so würde Aschbacher meinen, dass Persönlichkeiten ein Unternehmen betreuen. In Wahrheit betreut ein Unternehmen Persönlichkeiten!“
    Der letzte Satz sollte lauten: „In Wahrheit BETRAUT ein Unternehmen Persönlichkeiten!“
    Also KAMs betreuen Kunden, aber ein Unternehmen betraut Persönlichkeiten mit Aufgaben!
    Wie man sieht ist Deutsch eine komplexe Sprache, auch für uns Akademiker 😉

    Quelle: Duden 2020 – betrauen – schwaches Verb, jemandem eine bestimmte Funktion, eine bestimmte Aufgabe anvertrauen, übertragen; beauftragen

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    1. Stefan Weber Beitragsautor

      Korrekt: Das vielfach in der Literatur aufscheinende Zitat ist allerdings immer mit „betreut“ geschrieben worden. Please check!

    2. Andreas

      nur weil etwas in der Literatur falsch ist, heißt es nicht, dass es dann ÖWB/Duden tauglich ist.

      Ein sic! okay, aber auffordern einen Fehler aus der Literatur ebenso durchzuziehen, das habe ich noch nie gehört.

  57. Pingback: Skandal: Schrieb ÖVP-Ministerin Aschbacher bei Diplomarbeit ab? – Die Wahrheitspresse

  58. Harald Stummer

    … sowohl von der Zitierweise, dem Umgang mit fremdem geistigen Eigentum, dem Deutsch aber auch mit der Verwendung von Superlativen etc. schlimm. Bereits im ersten Semester diskutiere ich mit Studierenden warum Aussagen wie „immer mehr“, „stetig“, „ständig“ fast immer falsch sind.

    Aber da passt sie ja in die Regierung, zumindest steht sie nicht in Verdacht bei wissenschaftskritischen Aussagen des BK gemeint zu sein (Satire)

     

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  59. Guenter

    Vielen Dank für ihre Arbeit!

    Wenn ich so etwas lese, zweifle ich massiv am österreichischen Schulsystem. Das ist nicht einmal Maturaniveau. Vom Fachhochschulwesen nicht zu sprechen. Bei einer positiven Beurteilung solcher „Werke“ sind meiner Ansicht nach auch die Begutachter zu hinterfragen.

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  60. Stefan B.

    @Thorsten:

    Wollte gerade mein Kommentar zu dem Beitrag abgeben aber du hast mir die Arbeit bereits abgenommen, bin genau deiner Meinung.

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  61. Felix Andreaus

    Ich darf hier den Blick auch weg von den Fachhochschulen lenken. Soweit ich das überblicken, und „wissenschaftliche“ Artikel in einschlägigen Fachzeitschriften belegen dies, bieten auch die Facharbeiten im Studium der Humanmedizin Grund für Kritik und fragt man sich, warum zu solchen Diplomarbeiten nach einem Diplomstudium sogar ein Doktorrat vergeben wird.

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  62. Pingback: Skandal: Schrieb ÖVP-Ministerin Aschbacher bei Diplomarbeit ab?

  63. Hans G. Schütz

    In der Tat muss folgende Frage gestellt werden:

    WER hat diese Arbeit gelesen, geprüft, den Inhalt verstanden, und dann diese Arbeit auch noch gutiert, akzeptiert und den Titel verliehen?

    Welche „Qualität“ haben nun also diese Titel der FH?

    Es ist eine Zumutung all jenen gegenüber, die bei Bewerbungsprozessen erst gar nicht zum Zug kommen „Sie haben ja keinen Titel“ … aber Hauptsache mit solch einem „Werk“ gelangt man in die Politik und erhält horrende Gehälter!

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  64. Ella

    Die Textstelle nach Biesel mit den betreuenden Unternehmen oder Persönlichkeiten wirft für mich aber auch im (von Ihnen beigefügten) Original Fragen auf: Ich würde annehmen, dass ein Unternehmen Persönlichkeiten mit Aufgaben betraut, nicht betreut.

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  65. Dietmar

    Ich befürchte, dass ein guter Teil der Abschlussarbeiten dieser und anderer FHen diese unterirdische Qualität haben werden, und sicherlich auch einige Abschlussarbeiten an Universitäten. Schon allein der Titel der Arbeit zeigt doch, wie inhaltsleer sie ist.

    Ich hatte einmal das zweifelhafte Vergnügen, mit einer Studienassistentin der FH WN zu sprechen, die mir das beschämende Niveau der dortigen technischen Studien schilderte. Bei den „Management“-Studien ist die Lage sicher noch deutlich gravierender.

    Dass es die Frau Ministerin erwischt hat, liegt nur an ihrem politischen Amt. Derweil laufen tausende ähnlich unqualifizierte Personen frei herum, die sich „Akademiker“ nennen, die glauben, wissenschaftlich gearbeitet zu haben, Anspruch auf einen Titel ohne „(FH)“ zu haben, und Anspruch auf ein hohes Gehalt und den Chefsessel zu haben. Deren offensichtliche Inkompetenz auch bei Nichtakademikern für Kopfschütteln und für deren Geringschätzung einer akademischen Laufbahn sorgt.

    Der Ruf und die Qualität der österreichischen Hochschulen leidet unter dieser Entwicklung, und mit ihnen die Karrierechancen der wirklich Qualifizierten.

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  66. M.

    @Thorsten

    Im Grunde kann ich Ihre Argumentation gut nachvollziehen, da sich Ministerin Aschbacher und Parteikollegen aber damit brüsten, „Kompetenz“ und „Leistung“ zu erbringen, ist das Ende der Fahnenstange erreicht. MAn kannn nicht einerseits eine sog. Leistungsgesellschaft propagieren und dann selbst beim erbringen Abkürzungen großen Stils nehmen. Es ist zwar nichts dagegen einzuwenden, „Praktiker*Innen für die Wirtschaft“ (Sind meiner Erfahrung nach oft Nieten) auszubilden, jedoch ist völlig klar, dass sie den „erschwindelten“ Titel vor allem deshalb braucht, um in ihrer Parteiblase genug „Respekt“ zu erhalten. Insofern ein wunderbarer Fall von schwarzer Heuchelei. Ohne Titel kann sie eben keine richtige ÖVP-Bonzin sein. Lachhaft

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  67. Josef

    Offensichtlich ist die Doktorarbeit schon fertiggestellt, da Frau Aschbacher bereits den Titel eines PhD führt. Möglicherweise sollten Sie sich diese Arbeit auch mal anschauen.

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  68. Wolfgang

    Fraglich wohin das alles führt? Jetzt wird’s verständlich, dass selbst der ORF ausdrucksreduzierte Formulierungen verwenden muss. Sinnerfassend zu lesen oder sich zu artikulieren scheint immer mehr zum Problem zu werden, immer öfter mit unbrauchbaren Anglizismen vermischt.

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  69. Eisenmonoxid

    Tatsächlich, so tragisch dies auch sein mag, nicht weiters überraschend. Die Fachhochschule als „mindere“ Form einer Universität dient einzig und allein dazu der Wirtschaft neue Arbeitskräfte zuzuführen völlig ohne Rücksicht auf die an ebenjener FH erhaltene Lehrqualität. Gemacht für ein Klientel welches aus wie auch immer gearteten Gründen nicht in den Genuss einer tatsächlichen wissenschaftlichen Ausbildung kommen kann/möchte. Und dadurch sinkt das Niveau.

    Wie die Dame mit diesen Deutschkenntnissen eine Matura bestehen konnte ist hoffentlich nicht nur mir ein Rätsel.

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  70. Johann Hochstöger

    Der Hang unbedarft-elitärer Eitelkeiten dieses Manko mit akademischen Weihen zu übertünchen und wider allen sogar sicht- und hörbaren Realitäten trotzdem formellen intellektuellen Hautgout verströmen zu wollen wird, ebenso wie auffällige Bereitschaft der Lehrenden dabei schwer vorstellbar keine fragwürdige Rolle zu spielen, immer auffälliger.

    Ministerin Aschbacher reiht sich nach nun bekannt gewordenen Auffälligkeiten mutmaßlich nahtlos in die Liste ertappter „Schummel-Akademiker“ in politischen Spitzenpositionen ein, die täglich länger wird. Die empörter Studentinnen, welche sich wieder einmal verhöhnt fühlen dürfen, ebenfalls.

    Vielleicht fühlt sich Frau Aschbacher in der slowakischen Sprache sicherer denn in ihrer Muttersprache und hoffentlich sind die Lehrenden in Bratislava noch einfühlsamer gegenüber elitären Ansprüchen als an der FH Wiener Neustadt.

    #Aschbacher – Twitter Suche / Twitter

     

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  71. Felix

    Das war vor 15 Jahren… Als gäbe es nichts schlimmeres in der Welt als faule 23-jährige (!) Studentinnen die keinen Bock auf die Diplomarbeit haben.

    Der Blog-Artikel zusammengefasst: „Diese bösen, bösen 23-jährigen Frauen die nur Plagiate und Fehlzitate machen. Sie sollen bis an ihr Lebensende dafür bestraft werden!“

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  72. Thorsten

    Abgesehen davon, ob es juristisch halten würde, (in der Tat) schlampige Zitate als Plagiate zu interpretieren – und nichts anderes zählt bei einem solchen Aberkennungsverfahren -, sind andere Punkte wesentlicher.

    Die sprachlichen Fähigkeiten von Frau Aschbacher scheinen ausweislich der (wenigen) Textauszüge mangelhaft, zumal in einem akademischen Kontext. Doch fängt das Problem dabei schon an, auch mit dem vorliegenden Schluss des Autors.

    Jemand mit solchen Deutschkompetenzen sollte gar nicht erst die Matura erlangt haben. Schon viel zu lange wird so ziemlich alles, was seinen Namen schreiben kann und einigermaßen sozial verträglich ist, bis zur Matura geschleppt („jetzt ist sie schon so weit gekommen“; „später in seinem Berufsfeld braucht er das eh nicht“; „sie wird das später schon schaffen“ etc.). Es ist eine Mischung aus Sozialromantik und Wurschtigkeit im Schulapparat, von den oftmals nicht weniger jenseitigen Elternhäusern (oder was davon noch übrig ist) gar nicht zu reden. In den Schulen gehört viel stärker gesiebt, doch wer traut sich das sagen? Herr Webers Arbeit schön und gut, aber darum macht auch er einen Bogen.

    Dass Fr. Aschbacher „Opfer eines Wissenschaftssystems“ zu sein scheint, „in dem mitunter die Qualität der Abschlussarbeiten keine große Rolle mehr spielt.“, ist eine etwas kurzsichtige Betrachtung. Zuallererst ist sie kein Opfer, sondern selbst verantwortlich (Täter, wenn man so will), so wie jeder andere auch. Es ist die Aufgabe jedes Einzelnen, besser zu werden, auch bei Widrigkeiten. Im Falle der FHen werden die Lehre und auch die Betreuung der Arbeiten insbesondere durch externe Lehrende bestritten, die zwar aus der Praxis kommen, aber selten aus einer streng akademischen. Dazu kommen bei den nebenberuflich Lehrenden die Faktoren Zeit und Fokus (die eigene Firma wird immer wichtiger sein als eine Abschlussarbeit eines Studenten) zum Tragen.

    An Fachhochschulen werden Praktiker ausgebildet, keine Wissenschaftstheoretiker, überspitzt formuliert. Sie sollen in erster Linie – wie die BHS – der Wirtschaft bzw. dem Arbeitsmarkt dienen. Wen interessieren dabei denn ein paar falsche Zitate? Die Absolventen sollen arbeiten, funktionieren und das tun sie offensichtlich, zumindest wachsen die FHen ständig (mit mitunter sicherlich auch kreativen Studien, die allen wissenschaftlichen Standards genügen).

    Eine „klarere Kommunikation der Zitierstandards und des Plagiatsverbots“ ist sicher immer angebracht, jedoch dürfte wissenschafliches Arbeiten verpflichtend in jedem Studienplan in Österreich verankert sein und damit gelehrt werden. Manche Absolventen wollen es nicht beachten, andere sind dazu auch nicht in der Lage, und der Zeitmangel oder auch die Achtlosigkeit (von mangelnder eigener Kompetenz sei hier einmal nicht die Rede) mancher Betreuer lassen solche offenbar schlechten Arbeiten geschehen.

    Was „uns“ abschließend tatsächlich zu denken geben sollte, ist die in dieser Gesellschaft nicht thematisierte Frage der Elite. Man kann gerne weiter über inferiore Abschlussarbeiten sprechen, idealerweise wenn es um Politiker geht (die einschlägige Twitterblase dankt es), oder man weitet den Blick etwas, auch wenn dann die Schulterklopfer weniger werden.

    Antworten
  73. Gerhard

    Danke!

    Ich fürchte, dies ist kein Einzelfall.

    Wer hat diese Arbeit begutachtet,

    mit welcher Note beurteilt

    und sind die Grundlagen der Beurteilung nachvollziehbar dokumentiert

    Antworten
  74. Scheel

    Danke.
    Betreue seit Jahren VWAs in der AHS. Die 17jährigen plagen sich wirklich damit ab. Aber ich hoffe, dass mein Lästigsein was den korrekten Umgang mit Quellen und guter Sprache sie dazu befähigt, NIEMALS so etwas zu produzieren.
    BTW: Peinlich für jede FH, denke ich.

    Antworten
  75. R.

    Eine Verhöhnung für alle, die sich im Rahmen einer Abschlussarbeit abmühen und viel Zeit investieren, um später überhaupt einen Job zu finden oder einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft/Wissenschaft beitragen wollen.

    Antworten
  76. Gerhard Pils

    Sagt sehr viel aus über:

    Den intellektuellen Zustand unserer Fachhochschulen (zumindest teilweise unter jeder Kritik, wie man hier sieht).

    Die Zusammensetzung unserer Regierung (einiges Kriterium = Zugehörigkeit zur Seilschaft des Kanzlers).

    Antworten

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