Um es kurz zu machen: Ja.
Auf dem Klappentext der Buchfassung der Dissertation „Die Natur der Literatur“ (2001) von Robert Habeck ist zu lesen:
Man lese dies ganz genau, wiederholt, gleichsam in Zeitlupe. Sinnerfassend, hermeneutisch. Als habilitierter Medienwissenschaftler, der sich in seiner Dissertation zum Teil mit denselben Theoretikern wie Habeck beschäftigt hat, kann ich Ihnen sagen: Das ist alles Bullshit.
Im Detail:
Erster Satz: Niemand hat jemals ernsthaft bestritten, dass das andere Dinge sind. Warum also muss es von Habeck abgegrenzt werden? Was sollte ein literarisches Deutungsmuster mit einer Fernsehreportage zu tun haben?
Habeck schließt also „an aktuellste medientheoretische Debatten an“. Aber: In doppelter Hinsicht will er sich von den „im Schwange befindlichen Theorieansätzen“ (Fett von S.W.) unterscheiden. Dazu: Jeder Wissenschaftler müsste im Stufenbau der Theorien den Unterschied zwischen „Theorie“ (etwa: Schweigespirale) und „Theorieansatz“ (etwa: Gatekeeper-Ansatz) kennen. Den kennt sogar ChatGPT auf Nachfrage. Habeck kannte ihn nicht. Die Debatte wurde seit mindestens 1998 geführt.
Habecks Ansatz versucht nicht, einen neuen Rahmen zu schaffen, der alles subsumiert, heißt es weiter: Das wäre auch dreist, denn damit wäre Habeck ja im Rang eines Luhmann oder Derrida, hätte also mit seiner Dissertation glatt eine neue Supertheorie erfunden. Das hat zuletzt Rodrigo Jokisch in einer Dissertation versucht („Logik der Distinktionen“, 1996) und ist damit gescheitert.
Dann geht es plötzlich um die „Eigenständigkeit unterschiedlicher Kunstformen“. – Wer bestreitet diese weshalb? Welche Theorie leugnet diese? Anfangs im Klappentext ging es übrigens um literarisches Verstehen und neue Medien, nun geht es um Kunstformen. – Was ist nun eigentlich das Objekt der Dissertation Habecks?
„nicht mit dem ontologischen Begriffsarsenal“: S. J. Schmidt würde rotieren und Luhmann würde sich im Grab umdrehen, beide (auf die sich Habeck oft beruft!) wollten ja gerade davon wegkommen und sind postontologische Theorien! Das kann also Habecks Ansatz nicht von den „Großen“ unterscheiden.
Was eine „konstruktive Reformulierung überkommener Methoden“ ist, das weiß nur Habeck selbst. Klassische Texthermeneutik vielleicht?
Und dann kommt es auch noch zum „Fluchten“ auf einen kulturellen „Focus“ (sic!). Jetzt hatten wir also die Literatur, die neuen Medien, die Kunst, und nun haben wir auch noch die Kultur als Objektbereich.
Jetzt kommt aber erst das Beste: Der Begriff der Natur als „tertium comparationis“, ja von welchen beiden Gliedern denn bitte? Natur ist immer zu Grunde liegend, oder nicht, eben sofern man den Begriff naturalistisch verwendet. Wenige Sätze weiter oben will Habeck „dem ontologischen Begriffsarsenal“ abschwören, dann rehabilitiert er aber selbst den Natur-Begriff. Eine Peinlichkeit!
Vor „als Anschauungsraum“ gehört m.E. ein Komma.
Welches war 2001 das „dominante Darstellungsmedium“, noch das Fernsehen oder schon das Internet?
Ich lese hier ganz große Wissenschaftssimulation. Und das ist auch spannend, nur ganz anders als erwartet.
Zum Innenleben der Dissertation wird es in den nächsten Monaten Unangenehmes zu berichten geben.
Also kann mir mal jemand sagen, wo der 55-Sitzer-Bus mit den Leuten ist, denen das alles interessiert?: Robert H.‘s Doktorarbeit, Webers Analyse der Doktorarbeit und die ganzen Kommentare mit den Analysen von Webers Analysen. Vorab entschuldige ich mich schon mal für die möglichen Rechtschreibfehler in meinem Kommentar (habe nur Realschulabschluss und bin hier durch Zufall gelandet).
Guten Tag,
und Kompliment! Der sogenannte öffentliche Raum ist seit Jahren ideologisch selbstgerecht kontaminiert.
Sie gingen ein hohes Risiko ein wenn die Faktenlage nicht eindeutig recherchiert wäre! Jeder kann in ihren geschätzten Ausführungen selbst prüfen! Danke für ihre mutige Entscheidung das Thema an zu sprechen. Auch ich werde dies tun und danke Ihnen für diese Gelegenheit. Grüße aus dem Rheoinland, Ulrich Knak
So richtig verstehe ich die Diskussion nicht, denn es ist völlig egal, aus welchen Quellen er dieses zu nichts nutze Geschwurbel abgeschrieben hat. Der einzige Nutzen bestand darin, dass er drei Jahre lang ein kommodes Auskommen hatte.
Der Text reiht sich ein in die Abertausende Studien, Gutachten, Forschungsberichte und sonstige Texte, die der Gesellschaft keinen Nutzen bringen, sondern nur Leuten, die sich auf sinnvolle Weise ihr Auskommen nicht verdienen könnten, ein Einkommen verschaffen.
Unsere Gesellschaft hat nur insofern ein Arbeitskräfteproblem, dass es zu viele völlig unproduktive Arbeitsplätze gibt.
Zwei Drittel aller Berichte und abzugebenden Erklärungen könnten ohne weiteres abgeschafft werden. Wegen einer einzigen Beratung vor Ort mit einem Honorar von 300 € musste ich erklären, dass ich weder Sklaven beschäftige noch nicht nachhaltiges Papier beschrieben habe.
Wer hat denn den Klappentext verfasst hat? In der Regel machen das doch nicht die Autoren?!
Herr Weber, was müssen Sie für ein armes Hascherl sein, dass Sie sich pseudowissenschaftlich unterlegt zum Büttel von nius und anderen halbgaren Typen machen. Wie peinlich!
Sehr geehrte Frau von Seggen
Statt sich sachlich mit der Frage zu befassen, ob Herr Webers Analyse zur Wissenschaftlichkeit der Dissertation von Herrn Habeck korrekt ist, greifen Sie Herrn Weber persönlich an und versuchen ihn zu diskreditieren. Zudem unterstellen Sie ihm, sich instrumentalisieren zu lassen.
Ich schlage Ihnen vor, sich mit den Fakten, die Herr Weber vorlegt, unvoreingenommen auseinanderzusetzen, um sich eine sachliche Meinung zu bilden. Vorausgesetzt, es geht Ihnen um die Wahrheitsfindung.
Ruth Reichmuth, Dr. phil.
Sehr geehrte/r Frau/Herr von Seggern, ich stimme mit Ihnen nicht überein. Sie setzen sich inhaltlich nicht mit der Problematik auseinander, Sie halten es stattdessen für angemessen, sich persönlich und beleidigend zu äußern. Hätten Sie z.B. Herrn Habeck „ein armes Hascherl“ oder „Büttel“ genannt, hätte dieser eine Hausdurchsuchung bei Ihnen veranlasst. Um sich nicht intensiv mit den Fakten des Artikels auseinandersetzen zu müssen, was wissenschaftliche Kompetenzen voraussetzt, begeben Sie sich auf die Ebene von Hassrede und Beleidigung.
Ich würde Ihnen vergeben, wenn Sie sich bei Herrn Weber für Ihre Herabsetzung ehrlich entschuldigen und außerdem einen neuen, zum Thema beitragenden Kommentar schreiben.
Sollten Sie jedoch zum ANTI-Faschisten-Umfeld gehören, verzichte ich gern auf weitere Ihrer Äußerungen. Danke.
Herr Dipl. Ing,
warum verbreiten Sie die Mär der Haus-durchsuchung? Diese wurde schon mehrfach widerlegt und zu den Anzeigen im Allgemeinen: Wenn sich der Herr Weber beleidigt fühlt, steht es ihm frei, eine Anzeige zu machen. Aber ihr letzter Satz, zeigt wessen Geistes Sie sind. Deswegen wäre jede Diskussion Hornberger Schießen.
@ Philipp Steinke. Zum Thema Hausdurchsuchung
Ich habe folgende glaubwürdige Quelle dazu gefunden:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/habeck-beleidigung-plattform-x-ermittlungen-100.html
Durch Habeck wurde ein Strafantrag wegen Beleidigung erstellt.
Die übereifrige Schweinfurter Staatsanwaltschaft verfügte, bei der Zielperson eine Hausdurchsuchung durchzuführen.
Der Grund dafür war der „Tatverdacht einer gegen Personen des politischen Lebens gerichteten Beleidigung“..
Die Hausdurchsuchung wurde also mit der Habeckschen Strafanzeige begründet und sie fand gem. ZDF auch statt..
Umgangssprachlich ist das ein Schießen auf Spatzen mit Kanonen
Aus dem Habeckschen Umfeld heißt es:
„Dass eine gerichtlich angeordnete Hausdurchsuchung bei dem Beschuldigten stattfand, ist einzig und allein die Entscheidung der Strafverfolgungsbehörden und der Gerichte“.
“ Habeck sei darüber weder informiert gewesen noch daran beteiligt.“
Das will ich gerne glauben.
Wissenschaftssimulation? Ich habe gerade den Plagiatsbericht durchgesehen. Wenn die Gegengutachter sagen, das sei weitgehend einwandfrei, dann kann ich nur vermuten, dass „Habeck“ halt übliche wissenschaftliche Praxis war und vermutlich noch ist. Schon aus Gründen des Selbstschutzes würde ich immer ein „zitiert nach“ angeben, denn das Zitat könnte ja auch falsch zitiert sein. Dann kann ich nichts dafür. Und was spricht schon dagegen z.B. zu schreiben „Luhmann, zit.n. Eco“?
Bei Novalis bin ich hängengeblieben: „Die vollendete Speculation führt zur Natur zurück.“
Kannte ich bisher nicht. Ist auch in meiner Novalis-Ausgabe des Beck-Verlags (1969) nicht enthalten. (Der Verlag: „Die berühmte einbändige kommentierte Novalis-Ausgabe von Gerhard Schulz ist jetzt in 5. Auflage lieferbar.“)
Man muss halt zur umfassenden historisch-kritischen Gesamtausgabe greifen. Die findet man auch jetzt noch nicht schnell mal im Internet. Manche dieser Mammutausgaben gibt es weiterhin nur im Lesesaal großer Bibliotheken.
Solche Werke sind also nicht immer leicht zu bekommen und nicht bei allem muss es das Original sein (ggf. noch in der Originalsprache??). Also schreibe ich halt ein „zit.n. Silvio Vietta“ – der scheint ja durchaus seriös zu sein. Wenn ich wirklich was Neues zu sagen habe, dann steht mir auch ein Umberto Eco oder Silvio Vietta nicht im Weg.
Ob „Habeck“ ein Plagiatsfall ist, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht hat er ja sogar in seinem Umfeld gezeigt, dass er effizient wissenschaftlich arbeiten kann. Schlampig und unehrlich, vermutlich auch aufgebläht, geschrieben ist diese Dissertation aber ziemlich eindeutig.
Ich bin dankbar für jede Aufklärung über Habecks unsägliches Geschwurbel, dazu noch abgeschrieben, habe aber Schwierigkeiten mit folgendem Satz:
„S. J. Schmidt würde rotieren und Luhmann würde sich im Grab umdrehen, beide (auf die sich Habeck oft beruft!) wollten ja gerade davon wegkommen und sind postontologische Theorien!“
Zwei sich bewegende Männer „sind […] Theorien“?
Schön, fröhliche Wissenschaft.
Es warten immer noch einige darauf, was eigentlich ihr Vorwurf ist und wo die ganz unangenehmen Neuigkeiten sind. Ihren Pseudovorwürfen, die doch nur auf Auftrag und gegen Bezahlung erarbeitet werden, stehen Gutachten von renommierter Academia entgegen. Vorwegzunehmen, dass Grün-/Linke das natürlich nicht hören und glauben wollen, ist auch eine Taktik, Kritik an Ihrer „Arbeit“ von vornherein zu konterkarieren. Damit ist natürlich die rechte Meinung die richtige. Sehr schlau, junger Mann!
Seien Sie mal nicht so eingeschnappt. Bei Politikern anderer Parteien hat auch niemand gefragt, woher irgendwelches Geld kommen würde. Jeder muss sich für seine Arbeit rechtfertigen. Und das offizielle Stellen eine Arbeit prüfen und absegnen, hinterher ihr Urteil aber revidieren müssen, ist ja auch schon vorgekommen.
Es wird allerhöchste Zeit die selbstgerechte Gesellschaftsschicht der Akademiker genauer unter die Lupe zu nehmen.
Fakten zu Habecks Arbeit:
Damit sind Sie leider endgültig auf „EIKE“-Niveau angekommen, lieber Dr. Weber. Sehr schade.
Eine Überschrift, an der Betteridge seine helle Freude gehabt hätte; implizit der Versuch, den damals zuständigen Wissenschaftsrat zugunsten Ihrer persönlichen Einzelmeinung zu delegitimieren, anhand eines Klappentextes, dessen Urheber*in Sie nicht belegen können.
Nach 25 Jahren, kurz vor der Bundestagswahl.
Wenn Sie in der Politik etwas bewegen wollen, dann sollten Sie kandidieren und die Menschen von Ihren Vorstellungen überzeugen – und nicht Ihre Reichweite dafür verkaufen, anderen Leuten zu schaden. Diese Aktion wird sich für Ihre eigene Reputation als weit abträglicher erweisen als für die von Dr. Habeck – ob es das wert war?
Na ich denke das Honorar, das für eine solche „Prüfung“ fällig wird, macht den kurzzeitigen Schaden am Image locker wieder wett.
Ich wüsste wirklich gern, wie viel die AfD dafür zahlen musste und ob das eine kluge Investition war.
Liebe Frau Bachmeier, bitte beruhigen Sie sich, es geht hier nur um Habecks Dissertation, machen Sie nicht gleich eine Verschwörungstheorie daraus! Ein einfaches „Ja“ unter der Überschrift ist keine Widerlegung Betteridges, macht aber dessen
Erwähnung ebenso überflüssig wie die von EIKE.
Ich persönlich denke ja, wer Habeck einmal länger als fünf Minuten ernsthaft zugehört hat, darf durchaus vermuten, der Klappentext stamme von ihm.
Das scheint nicht weniger naheliegend als Ihr Glaube, es ginge hier um Politik. Zur Erläuterung eine zweite Überschrift:
„Wird sich Habecks Dissertation für seine eigene Reputation als weit abträglicher erweisen als für die der Wissenschaft?“
Und war es das wert?
Mal abgesehen davon, dass er als Wirtschaftsminister eine absolute Fehlbesetzung ist…
Faktisch der schlechteste Wirtschafts minister der Nachkriegsgeschichte!
S. kurzes Video auf youtube:
Habeck hat die deutsche Wirtschaft zerstört Sebastian Münzenmaier MdB
Aus der FAZ von heute :
„Habeck hat nach eigenen Angaben vor rund 25 Jahren in Hamburg promoviert. Auch die Grünen-Pressestelle wies auf die Vorwürfe sowie deren Entkräftung hin. Die Universität Hamburg habe „die Eigenständigkeit der Forschungsleistung“ Habecks bestätigt, hieß es auch dort. Allerdings habe die Universität ihm empfohlen, einzelne Zitate und Fußnoten der Dissertation mit Blick auf heute geltende Zitationsregeln zu überarbeiten. Zudem habe Weber nachträglich noch einige weitere Fußnoten beanstandet, um deren Prüfung der Grünen-Politiker nun ebenfalls gebeten habe.“
Soso, Fußnoten werden also beanstandet. Mann, Weber, haben Sie denn überhaupt kein Anstandsgefühl mehr ? Nach Ihrer Verurteilung wegen Übler Nachrede, und dem noch laufenden Fälscherprozeß in München ? Ich an Ihrer Stelle würde mich mal sehr zurückhalten in Zukunft, damit Sie sich nicht vollends lächerlich machen. Wie viele zahlende Kunden sind denn schon abgesprungen ?
Sehr geehrter Herr Dr. Weber,
nach den heutigen Medienberichten frage ich mich, und hiermit Sie als Experten, wie Sie die Fälle Schavan und Habeck im Vergleich einschätzen würden. Auf den allerersten Blick scheint es mir: Bei Habeck hieß es jetzt, jaja, alte Zitierregeln, alles nicht so schlimm, würde man heute anders machen, aber passt schon.
Bei Schavan war die akademische Welt um Größenordnungen strenger, obwohl allen klar war, dass damals, um 1980 herum (!), Zitierregeln in der Praxis niemals ein Thema waren.
Mein Anfangsverdacht: Zweierlei Maß.
Mit freundlichen Grüßen
Arthur Anna
Wissenschaftssimulation oder Simulation von Kritik? Wer wissenschaftliche Klappentexte mit Hermeneutik auf Seziermodus analysiert, zeigt, dass er Polemik besser beherrscht als Theorien. Vielleicht sollten Sie eine konstruktive Reformulierung Ihrer Argumente versuchen?
Es erscheint mir wenig sinnvoll mich intensiver mit Ihrer „Kritik“ auseinanderzusetzen — dies vor allem, da das Niveau schon im Eingang zu sprechen übrig lässt:
Der erste Satz des Klappentextes grenzt literarische Deutungsmuster von visuellen Darstellungsformen ab. Sie stellen dies als überflüssig dar und fragen polemisch, warum diese Unterscheidung überhaupt notwendig sei.
Gerade in den Medienwissenschaften ist die Differenzierung zwischen Text- und Bildmedien zentral, da sie unterschiedliche Rezeptions- und Kommunikationsprozesse berühren. Diese Unterscheidung hat insbesondere in der narrativen Theorie und in kulturwissenschaftlichen Debatten eine lange Tradition.
Ihre Behauptung, dass niemand dies ernsthaft bestreite, ist ein Strohmann-Argument, da es eine trivialisierte Version von Habecks Aussage (aus dem Klappentext!) angreift, und so die tatsächliche wissenschaftliche Relevanz unlauter verzerrt.
Ins tragisch-absurde gleitet Ihr Verriss einer Dissertation anhand eines Klappentextes aber schon ab, als Sie unterkomplex und — seufz — intellektuell auf einem dürren, wackligen Tritt aus dem Klappentext die gesamte Arbeit als „Bullshit“ bezeichnen und Habeck mangelnde wissenschaftliche Substanz unterstellen.
Das mag ja aus Ihrer Sicht für die paar Zeilen Text gelten, aber man muss sich schon die Frage stellen, ob ein seriöser, an Fakten orientierter Wissenschaftler eine solche Einlassung in diesem Kontexte so tätigen sollte.
Allein die Reduktion einer Dissertation auf den Klappentext zeugt von einer intellektuellen Oberflächlichkeit, die dem Anspruch wissenschaftlicher Seriosität nicht gerecht wird.
Ja, schon die Verwendung von Begriffen wie „Bullshit“ untergräbt jede Glaubwürdigkeit als wissenschaftlicher Kritiker und weist auf einen Ad Hominem, einen persönlichen Angriff, hin.
Diese Polemik lässt Fragen nach Ihrer Professionalität und neutralen Urteilsfähigkeit aufkommen und die Kritik eher ideologisch als methodologisch motiviert ist.
Spekulationen über die Umstände und Motivation der Entstehung einer solchen Kritik erspare ich mir. Es ist — in ihrem eigenen Worten — eine flache, inhaltsschwache Simulation einer substanzlosen Kritik.
Ziemlich stumpfes Schwert, dieser Beitrag, in welchem es von trivialen Beanstandungen nur so wimmelt.
Jedem Nicht-Literaten wird ja sofort klar, daß hier jemand Expertise nur vortäuscht, wenn er Trivialitäten als „Wissenschaft“ verteidigt.
Es kann ja sein, dass eine Doktorarbeit Fehler enthält, die aber am Ende keine Auswirkung auf das wissenschaftliche Ergebnis der Arbeit haben. Eine Doktorarbeit muss ein Forschungsergebnis beinhalten, eine neue Erkenntnis. Welche neue Erkenntnis ergibt sich aus Habecks Doktorarbeit?
Ich habe mir die Arbeit noch nicht im Detail angesehen. Ich kann lediglich etwas einigen poststrukturalistischen Deutungsmustern sagen. Die Aussage, z. B. dass Natur nur in der Interpretation volle Gestalt erlange (S. 224) ist ein typisches poststrukturalistisches Vorurteil, das auch von Michel Foucault oder Judith Butler stammen könnte. Anders gesagt: Eine Natur sui generis existiere nur dann, wenn sie erst durch den kulturellen und sprachlichen Diskurs „interpretierbar“ wird. Diese Denkmuster dominierten Anfang der 2000er nicht nur die Germanistik, sondern weite Teile der Sozial-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaften. Die Ableitungen erschienen mir im Wesentlichen als akademistische Worthülsen mit ein paar netten Gedankenspielchen.
Um das einmal zu verdeutlichen sei auf S. 89 der Habeckdissertation verwiesen:
„Die Grundstruktur literarischer Bedeutungen entfaltet sich vor dem Hintergrund der Zeitlichkeit ihres Mediums. Innerhalb dessen sind die ästhetischen Valenzen durch eine semantische Verweisungsoffenheit zu charakterisieren. Das Gedächtnis speist als Wissen in Umkehrung der Repräsentationslogik im ästhetischen Modul den Rezeptionsvorgang der Erinnerung. Beide Zeitformen verbinden sich innersprachlich zu einer selbstreferentiellen Figuration. Die rezeptionsästhetisch als Unbestimmtheit angesehene ästhetische Valenz der Literatur läßt sich aber unter Zuhilfenahme der diachronen und synchronen Beziehungen dergestalt, begreifen, daß im Ästhetischen die (vergangenen) Bedeutungen die (zukünftigen) Möglichkeiten offenhalten.“
Ist Verweisungsoffenheit (hier als Möglichkeit, dass ein literarischer Text auf verschiedene Weisen gedeutet wird) wirklich an die Zeitlichkeit der Sprache gebunden? Ist die Zeitimmanenz ein konstituierendes Kriterium, um die ästhetischen Valenzen durch semantische Verweisungsoffenheit charaktisieren zu können? Tatsächlich liefert mir der Text keine Antwort. In der Schärfe muss man das allerdings zurückweisen, selbst diskurstheoretisch war bereits Anfang der 2000er bekannt, dass Texte intertextuelle und polysemische Bedeutungsdimensionen besitzen, die unabhängig von Zeitlichkeit eines Mediums existieren können, sonst könnte man letztlich ihre Rezeptionsfähigkeit sui generis in Frage stellen. Ebenso können sprachliche Ambiguitäten und Ambivalenzen Verweisungsoffenheit begründen. Die Verknüpfung der Umkehrung der Repräsentationslogik und der selbstreferentiellen Figuration wird mir ebenfalls nicht deutlich.
Die Ombudsstelle der Universität Hamburg bzw. die Universität Hamburg selbst hat die Plagiatsvorwürfe bereits entkräftet. (https://www.stern.de/politik/deutschland/robert-habeck–uni-hamburg-entkraeftet-plagiatsvorwuerfe-35453656.html)
Herzlichen Glückwunsch!
Wieder ordentlich mit Dreck geschmissen, um den Wahlkampf mit noch weniger Inhalten und dafür umso mehr mit einem weiteren Fingerzeigen auf andere zu gestalten. Wie schrieb einst Die Partei: „Inhalte überwinden“. Sie arbeiten da ganz gut mit.
Und für was, für nichts. Um Ihren Geldgeber:innen, die Sie ja nicht transparent machen, einen möglichen Skandal an die Hand zu geben. Scheinbar muss die Angst von einigen Leuten so groß gegen „die Grünen“ sein, dass man sich nicht anders zu helfen weiß.
NIUS etc. lässt grüßen.
Ach so, und wie viel Geld bekommen Sie von linken – äh natürlich neutralen – NGO’s und „Stiftungen“ für Ihre unsachlichen und unwissenschaftlichen „ad hominem“-Angriffe, ergo Haß-Kommentare?
Wie billig …
Ihnen geht es doch NULL um die Sache, richtig? Sie werden vermutlich vom politischen Gegner oder direkt vom Würstchen Julian Reichelt bezahlt. Warum also?
Und selbst, wenn die Arbeit wesentliche Fehler aufweisen würde, was ändert das an der Zustimmung oder Kritik an seiner politischen Arbeit?
Bleiben Sie doch sachlich und kritisieren Sie ihn an seiner aktuellen täglichen Arbeit.
So begeben Sie sich auf ein sehr niedriges Niveau.
Ach so, und wie viel Geld bekommen Sie von linken – äh natürlich neutralen – NGO’s und „Stiftungen“ für Ihre unsachlichen und unwissenschaftlichen „ad hominem“-Angriffe, ergo Haß-Kommentare?
Wie billig …
„Zum Innenleben der Dissertation wird es in den nächsten Monaten Unangenehmes zu berichten geben.“
Wann kann man damit genau rechnen?
Noch ein Gedanke: Wenn man einen Ghostwriter hatte (ganz allgemein jetzt), der dummes Zeug reingeschrieben hatte, dann kann man nichts gegen denjenigen unternehmen. Der hat das Geld dann mitgenommen und der Bezahler und vermeintliche „Herr Doktor“ muss es ausbaden. Dagegen klagen ist nicht möglich. Ein solcher Betroffener (selbstverschuldet) weiß ja noch nicht einmal, wie er sich verteidigen kann. Er kennt ja noch nicht einmal die malaten Stellen. Dies als allgemeiner Kommentar gedacht, ohne jetzt an einen speziellen Herrn zu denken.
Nur für starke Nerven: “In einer Januarnacht, ganz am Anfang des Jahres, muss Robert Habeck in Hamburg den Bahnsteig wechseln. Der letzte ICE nach Berlin fährt heute auf einem anderen Gleis ab. Es ist nur eine kurze Strecke, Treppen rauf, Treppen runter, aber es wirkt von außen, als passiere auf dem Hamburger Hauptbahnhof etwas sehr Bedeutsames. Das liegt sicher daran, dass es spät ist, daran, dass Habeck von einem Tross Sprechern, Kameramännern, Fotografen, Social-Media-Leuten und Sicherheitsbeamten begleitet wird, daran, dass er nur einen Anzug anhat, obwohl es ja sehr kalt ist. Es liegt an seinem ernsten Gesichtsausdruck. Es liegt daran, dass er sich bewegt, als wolle er nicht nur zum Gleis 13, sondern in die Zukunft. Es liegt am Wahlkampf, der gerade begonnen hat. Robert Habeck hat sich für das Motto Zuversicht entschieden.“
Quelle:
https://archive.is/nGVlS
Die Zuversicht könnte ihm morgen vergehen…
Ja, und, was ist denn nun? »Zum Innenleben der Dissertation wird es in den nächsten Monaten Unangenehmes zu berichten geben.« Fast ein halbes Jahr ist rum, seid dieser Beitrag im Blog publiziert wurde. Darf man nach dem Stand der Dinge fragen?
Kommt ASAP!
Ich bin selbst auch Germanist. Ich will hier in keiner Weise Herrn Habeck persönlich und fachlich verteidigen.
ABER:
Zur Redlichkeit gehört auch, anzuerkennen, dass Klappentexte vom Verlag kommen und BEKANNTERWEISE generell Bullshit sind. Das habe ich selbst damals im Seminar so gelernt. Das betrifft alle Verlage und alle Autoren, alle Fachbereiche. Klappentext ist Werbematerial und hat mit dem Inhalt des Buches nix zu tun.
Sie schwächen Ihr sehr oft stichhaltiges Argument leider gerne durch solche unnötigen Finten, um Laien zu beeindrucken. Das ist nicht sehr klug. Sie haben das eigentlich nicht nötig. Lassen Sie das doch bitte sein und lassen einfach das beste Argument für sich selbst stehen, im Vertrauen, dass Ihr mündiger Leser das schon zu würdigen weiß.
Ich kenne es bei wissenschaftlicher Literatur nur so, dass Autoren die Klappentexte zumindest vortexten, in den meisten Fällen aber komplett selbst verfassen. Sorry!
Was‘n das? Der Autor schreibt 1000 Seiten und schafft den Klappentext nicht. DAS ist Bullshit, um beim Thema zu bleiben. Habe selbst ein Buch veröffentlicht und natürlich hab ich den Klappentext selbst geschrieben.
nö
Nein, Klappentexte in wissenschaftlichen Publikationen kommen in der Regel vom Verfasser selbst. Sprich, das selbstgefällige Geschwurbel hier ist O-Ton Habeck!
Wieso musste ich dann für alle meine sechzehn Bücher sowohl den Klappentext als auch den Programmtext selbst schreiben?
Die Verlage von Dissertationen holen sich ihr Geld nicht vom Markt, denn diese Arbeiten sind nicht gewinn- sondern verlustbringend. Sie werden durch Druckkostenzuschüsse, d. h. durch die Autoren oder wissenschaftliche Mäzene, Institute usw. finanziert. Habecks Verlag funktioniert wie ein Selbstverlag, also ist der Klappentext höchstwahrscheinlich von ihm selbst.
Meine Meinung ist:
1.
Bedauerlicherweise postuliert Herr Robert Habeck, dass erst durch die menschliche Interpretation die Natur ihre konkrete Bedeutung und Gestalt gewinnt.
Im Beitrag:
Die Natur der Literatur: Zur gattungstheoretischen Begründung literarischer Ästhetizität
https://books.google.de/books?id=_RwVuk3Z31QC&printsec=frontcover&vq=Natur&hl=de#v=onepage&q=Natur&f=false
von Robert Habeck steht auf der Seite 224 ab dem 2. Satz:
Der in dieser Studie zunächst unspezifiert verwendete Kulturbegriff steht folglich nicht für seinen weitesten Sinn, wonach Kultur alles vom Menschen Erzeugte ist und sich durch einen Gegensatz zur Natur definiert, sondern so wie Natur als raumzeitliches Totalitätsgeschehen formal begriffen wird, wird Kultur als die bezeichnende Art und Weise einer aktuellen Bedeutungshaftigkeit aufgefaßt. Auch die Ansichten und Auffassungen von der Natur sind, da sie im gesellschaftlichen Diskurs Relevanz haben, kulturelle. Das gilt auch für diejenigen Standpunkte, nach denen Natur gegenüber der Kultur der größere, ursprünglichere oder ganzheitlichere Wirkungszusammenhang ist, der Begriff des Anderen zu Normen, Institutionen, Technik, Gemachtem, Geschichte, Gesellschaft, Geist etc. Denn nur in der Interpretation erlangt Natur volle Gestalt.
https://theoblog.de/selbstbestimmungsgesetz-durchgepeitschtes-ideologieprojekt/43051/#comment-91489
2.
Leider verwendet Herr Robert Habeck den Begriff Natur kontrafaktisch und hat eine widersprüchliche Haltung zur Ontologie.
Wenn Herr Habeck tatsächlich seine Dissertation als gültig und verteidigungswürdig betrachtet, dann setzt er implizit voraus, dass es eine objektive Wahrheit über die Qualität und Gültigkeit akademischer Arbeiten gibt. Das würde bedeuten, dass er in diesem Fall nicht konsequent relativistisch argumentiert, sondern eine absolute Gültigkeit seines eigenen Werks beansprucht.
Das könnte als ein performativer Selbstwiderspruch gedeutet werden: Einerseits betont seine philosophische Position, dass Bedeutungen und Wahrheiten konstruiert sind, andererseits verteidigt er seine Dissertation so, als gäbe es eine objektive Wahrheit über deren Wert und Legitimität.
Diese Spannung ist nicht ungewöhnlich bei postmodernen oder konstruktivistischen Denkern. Oft wird Relativismus in vielen Bereichen vertreten, aber wenn es um die eigene Position oder den eigenen Status geht, wird doch eine objektive Wahrheit eingefordert.
Leider muß man wohl konstatieren, daß Alan Sokal in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Szene keinerlei Spuren hinterlassen hat.
Im Gegenteil, in seinem mit Jean Bricmont verfaßten Buch „Eleganter Unsinn. Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften mißbrauchen.“, wurde diesen Autoren ja zumindest noch Eleganz zugebilligt – aber selbst davon kann bei Habeck offensichtlich keine mehr Rede sein.
Ehrlich gesagt nehme ich ihm nicht einmal den Kinderbuchautor ab, denn ein gutes Kinderbuch zu schreiben, ist meiner Meinung nach eine recht anspruchsvolle Aufgabe.
Vielleicht sollte man daher einmal einige Kinder fragen, was sie denn von diesen Büchern halten. 🙂
Er ist ja nur Mitautor seiner Frau
Lieber Herr Weber,
Ihnen ist aber schon klar, wie für gewöhnlich in Verlagen Klappentexte entstehen? In den seltensten Fällen wächst deren Wording 1:1 auf dem Mist des Autors – und wenn, dann geschieht das unter Zeitnot und ohne allzu hohe Standards. (Wissenschaftlich bewertet wird eine Dissertation seitens der Universität schon mal gar nicht nicht aufgrund einer – überdies post festum entstandenen – sechssätzigen Kurzzusammenfassung.)
Nur auf einem Klappentext basierend zur Aussage zu gelangen, die Dissertation sei „eine Wissenschaftssimulation“, ist – um es höflich auszudrücken – Ihrerseits eine Rezensionssimulation.
Freundliche Grüße
Dr. Stefan Wagner
Lieber Herr Dr. Wagner!
Ich habe das Buch schon quergelesen und plagiatsgeprüft, bevor ich mir dieses Urteil erlaubte.
Ich habe bislang 13 Monografien und diverse Sammelbände publiziert. Meine Erfahrung ist, dass die Klappentexte meist auf Vorschlägen des Verfassers beruhen oder gar Exzerpte aus Einleitungen sind. Selten sind sie das Ergebnis einer (externen) Begutachtung eines Manuskripts. Im vorliegenden Fall traue ich mir stilometrisch die Hypothese zu, dass der Klappentext von Herrn Habeck stammt, da das falsch geschriebene Wort „Focus“ statt „Fokus“ sowohl im Klappentext als auch im Fließtext vorkommt.
Sehr gut!
Ich denke auch, das die „Rezension“ eines Klappentextes gar nicht geht! Schon gar nicht, um eine Dissertationsschrift zu bewerten.
Auch wenn Robert Habeck wissenschaftliches Arbeiten bloß simuliert, ist von ihm damit bis dato eine reiche Ernte eingefahren worden. Eine seiner längst Legion gewordenen nicht nur schriftlich, sondern vermehrt insbesondere mündlich vorgetragenen Simulationen zeichnete erst vor kurzem die Eberhard-Karls-Universität Tübingen als „Rede des Jahres“ aus. Die ihrerseits als vermeintlich exzellent geltende Hochschule war angesichts dessen geradezu überschwänglich voll des Lobes. Dass es sich in Wirklichkeit um nichts weiter als um eine vor allem von dem früheren Wiener Arzt Sigmund Freud bereits im Jahr 1928 kritisierte „Illusion“ handelt, die mit seriöser Wissenschaft nichts gemein hat, scheint dabei inzwischen sogar von etablierten Forschungseinrichtungen billigend in Kauf genommen zu werden.
Erhellen Sie uns mit Details!
Bereits eingangs des Habeck’schen Konvoluts ist auf der dortigen Seite 8 die „Ganzheit des Ich“ erwähnt; wobei in den vermeintlich intellektuellen Kreisen, in denen der heute amtierende Minister verkehrt, die Behauptung hoch im Kurs steht, dass angeblich das „Ganze menschengemacht ist“ (Stephan Lessenich in: nd v. 30.1.2023). Vor dem Deutschen Bundestag jedoch ist zuvor schon am 22.9.2011 reklamiert worden: „Der Mensch macht sich nicht selbst“ (Rede von Papst Benedikt XVI.). Wäre es ernst, müsste daraufhin das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche bezichtigt werden, vor aller Augen eine schiere Irrlehre (Hebräer 13,9) verbreitet zu haben. Solch ein Beweis, den vor allem Albert Einstein im Zuge seines Beitrags zu dem Symposium „Science, Philosophy and Religion“ im Jahr 1941 längst angemahnt hat, liegt allerdings noch immer nicht auf dem Tisch. Insofern laut dem Physiker Manfred Schroeder der Tag auch nicht anbrechen wird, an dem im Besonderen die Quantentheorie ad absurdum geführt sein wird, bleibt allein die Kritik, wissenschaftliches Arbeiten bessrem Wissen frontal zuwider nicht zu simulieren. Ansonsten würde dadurch zu einer Illusion verkommen, was mit der aufschließenden Kraft von Sigmund Freud eröffnet ist, das Leiden wenigstens in Grenzen halten zu können.
Sie hören sich vor Allem selbst gern reden, was?
Überall, wo mit lateinischen/griechischen Begriffen und Sinnsprüchen inflationär um sich geworfen wird, sollte dem geneigten Rezipienten das Mißtrauen wie die Glocken des Kölner Doms im Kopfe scheppern.
wer anderen eine Grube wählt, fällt selbst hinein.
Man muß sich ja fragen, ob man mit der Habeckschen Arbeit nicht seine Zeit verschwendet. Aber manchmal tut man den Leuten ja Unrecht. Ich konnte die Arbeit problemlos an der UB ausleihen und verlängern. Immer ca. 30 Seiten diagonal gelesen und dann einen Absatz/einen Gedanken Wort für Wort gelesen, um etwas zu verstehen suchen (mit eigenen Worten zusammenfassen). Ich habe nichts verstanden; (… was ich nicht schon vorher wußte.) Der Text ist sehr unangenehm zu lesen. Es gibt aber immer wieder ein paar auffällig lesbare Stellen. Der Text will auf jeden Fall imponieren und gleichzeitig abschrecken, damit man sich nicht weiter damit befaßt. Man müßte den Betreuer der Arbeit fragen, ob es bei ihm noch andere Arbeiten zu dem Themenkreis gab und was das Ziel dieser Arbeit war.
Treffende Beschreibung!
Habe selber mal 1 Semester „Geisteswissenschaften“ studiert (Lehramt, Hauptfach Ethik- also Philosophie) und dann erfolgreich abgebrochen. Die Diskussion hier erinnert mich wieder sehr stark an diese lange vergangene Zeit, insbesondere die Wortklauberei und das Jonglieren mit unverständlichen Formulierungen. Ich denke, meine Entscheidung damals war nicht falsch.
Was soll das? Das ist ein Klappentext. Keine Ahnung, wer dafür zuständig ist. Eine Ausarbeitung zum Buch wäre interessant. Von einem Politiker erwarte ich nicht, das er der beste Forscher in einem irrelevanten Thema ist. Ehrlich sollte wer aber sein.
Politiker müssen keine Wissenschaftler sein, aber Dissertationen müssen wissenschaftlichen Standards entsprechen. Wie sich zeigt, ist ein Dr. immer noch Einstiegshilfe in höchste Ämter, auch wenn er erschwindelt bzw. durch Plagiate zustande kam. Dann heißt es meistens Rücktritt. Zu Recht.
Klappentexte dieser Art werden so gut wie immer von den Autoren selbst verfaßt, vor allem bei Dissertationen, die in Verlagen erscheinen, die nicht zuletzt auf das Verlegen von Dissertationen spezialisiert sind…Wer sollte es sonst auch machen?
So ist es.
Das ganze Werk scheint ähnlich sinnfrei wie sein politisches Würgen
„**Von der Quelle bis zur Mündung: Eine geistige Reise entlang des Neckars von Salzburg bis Flensburg**
Rings um ruhet das Amt, still wird die erhellte Kanzlei,
Und der Kritiker wandelt durch die düstre Gasse.
Mit schwerem Kopf kehrt er heim, Gedanken im Strudel,
Und müde das Herz, von den Thesen durchbohrt.
5 Leer ist der Tisch, doch voll von Widersprüchen das Werk,
Das der Minister stolz auf den Markt gebracht.
Aber das Tosen der Worte, verwirrend und krude,
Zwingt den Kritiker tief in die Flut der Gedanken,
Tiefer, wo Chaos und Leere sich heimlich verbrüdern,
10 Und die Sätze, verdreht, im eigenen Kreise sich drehn.
Starr in wirrem Geröll versinken die Thesen,
Und die Logik zerbricht, schwach wie ein morscher Ast.
Jetzt auch stürmt es wild in den windigen Gängen,
Sieh! und der Schatten der Wahrheit verfliegt,
15 Weicht dem Unsinn, den der Minister verfasst,
Hält ihn in Händen, prüft ihn, doch Lachen entweicht,
Steht der Kritiker dort, stumm vor dem Trugbild,
Das aus den Räumen der Macht und des Schwindels stammt.
Wunderbar, doch töricht die Kunst des Verfassers,
20 Denn im Angesicht der Logik verdampft sie wie Rauch.
So irrt sie durch den Nebel und sinkt ohne Rettung,
Selbst der Minister erkennt nicht, was seine Hand schuf,
Denn der Bullshit gedeiht, wo die Klarheit verstummt.
Oft stolpert auch der Geist, gefangen im Dunkeln,
25 Doch verpasst er das Licht, wo der Zweifel fehlt,
Und das Chaos lauert, wo der Unsinn regiert.
Ja, es ziemt sich wohl, den Trug zu entlarven,
Denn auch der Unsinn verlangt nach dem Lichte der Klarheit,
Und der Schwindel vergeht, bricht unter ehrlichem Geist.
30 Doch es muß uns auch, in den gähnenden Schluchten,
Die Wahrheit bleiben, die aus dem Nichts uns befreit,
Die den Irrsinn enthüllt, der wie ein dunkles Gift
Uns betäubt und verführt, weg von Vernunft und Maß,
Scharf das Denken zu fassen, das dem Wirrwarr trotzt,
35 Im geordneten Raum der kritischen Nacht.
Doch vergeblich bleibt vieles, was fest auf Lügen gebaut,
Die Worte des Ministers, wer kann sie ertragen?
Denn wer will fassen das Wirre, das keiner versteht?
40 So treibt es den Kritiker, durch Trug und Verwirrung,
Und so drängt es die Worte, daß wir den Unsinn erkennen,
Daß das Wahre sich zeigt, auch wenn es fern scheint.
Fest bleibt Eins; es sei in der Lüge oder im Trug,“, ChatGPT 4o, Persönliche Kommunikation, 27. August 2024
Lieber Dr. Kühbacher, das ist so gut, das mag ich mit meinen Worten nicht kommentieren! Danke für diese hervorragende Replikation. 😊
Das Klagegedicht geht noch weiter:
„Fest bleibt Eins; es sei in der Lüge oder im Trug,
Immer besteht ein Maß, das Wahrheit verlangt,
45 Doch jeglichem auch ist Bullshit beschieden.
Drum sei Mut uns gegeben, den Irrtum zu schmähen,
Wenn er wie Nebel die Sinne umhüllt.
Drum an die Wahrheit komm! dorthin, wo das Denken klar bleibt,
Wo die Lügen zerbrechen, doch der Verstand siegt.
50 Sehet! dort in den Tiefen, da glänzt die Vernunft,
Unter den Lügen versteckt, doch ungebrochen,
Wartet, bis der Kritiker sie freilegt, ganz rein,
Wie der Anker, der sinkt im trügerischen Meer,
Dorthin führt sie uns, die klärende Zeit.“, ChatGPT 4o, Persönliche Kommunikation, 28. August 2024
Für den schwer lesbaren und -verständlichen Mist hat die KI 250KW Wärmeleistung erbracht- wenn die Server doch nur in meiner Wohnung stünden🎉
Sie sägen am Stuhlbein eines hochgeschätzten Regierungsmitglieds. Dieses Vorgehen stört dessen Handlungsfähigkeit und Reputation und unterfällt ganz klar den kürzlich neu definierten Richtlinien für staatsdeligitimierendes Handeln. Das gehört sich nicht und ist doof. Warten Sie auf die Ankunft unserer Beauftragten. Lassen Sie im eigenen Interesse die Haustür unverschlossen, um technische Schäden an Ihrer Immobilie zu vermeiden. Halten Sie ihre Kommunikationsmittel zum Abtransport bereit und demonstrieren Sie damit Ihre Kooperationsbereitschaft. Bereiten sie ein Wäscheset vor, Tüte genügt, dass Ihnen in den Gewahrsam nachgeliefert werden kann. Und ansonsten: Widerstand ist zwecklos, sie werden assimiliert.
hochgeschätzten Regierungsmitglied????
Ich sage bloß: „aktuellste“.
Eckhard Henscheid hätte in seiner aktiven Zeit (ich glaube, jetzt wäre ihm das alles nur noch zu blöd) den Klappentext (vom Buch ganz zu schweigen) in der Luft zerrissen.
wo?
🙂 Richtig, hätte er!
Aber, aber, Herr Weber, erschweren Sie mit solchen kritischen Äußerungen nicht das politische Wirken unseres GRÖWIMAZ aufs nachhaltigste? Sie haben anscheinend nicht mitbekommen, dass so etwas mittlerweile ganz klar verfassungsschutz-relevant ist. Passen Sie auf, dass Sie nicht der Haltungszwang holt.
Bitte um Nachricht von dem in nächster Zeit zu erwartendem Unangenehmen.
Danke!