Neu gegründeter Arbeitsschwerpunkt „Gute wissenschaftliche Praxis“ startet mit Leitfäden zum Zitieren und zur Schummel-Entdeckung

Einen Leitfaden zum Sinn des Zitierens (für Studierende) und einen Leitfaden zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis bei Distanzprüfungen (für Lehrende) veröffentlichte vor wenigen Tagen der von Kollegen Markus Haslinger und mir neu gegründete Arbeitsschwerpunkt „Gute wissenschaftliche Praxis“ an der TU Wien. Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ berichtet heute in Print und online darüber. Beide Leitfäden verstehen sich als ‚evolving documents‘, die nach Rückmeldungen laufend verbessert und erweitert werden sollen. Wir sind dankbar für Ihre Hinweise und nehmen jede gute Anregung gerne auf!

Quelle: Textwolke aus der Vorlesung „Gute wissenschaftliche Praxis“ an der TU Wien, S.W., 2019

Der Arbeitsschwerpunkt wurde auf Initiative von Markus Haslinger ins Leben gerufen, der sich neben seinen Schwerpunkten zu Cyber Security, Internet-Recht und Umgehungsphänomenen des Rechts schon seit langem mit der (verwandten) Thematik der guten wissenschaftlichen Praxis und insbesondere mit dem Plagiatsproblem auseinandersetzt.

Es ist uns in kurzer Zeit gelungen, ein illustres und – wie wir denken  – wirklich interessantes nationales und internationales Netzwerk aufzubauen. Dieses besteht unter anderem aus…

  • dem renommierten Designer und Erfinder des Plagiarius-Negativpreises Rido Busse,
  • dem Juristen, Plagiatsexperten und Vroni Plag-Wiki-Aktivisten Gerhard Dannemann von der Humboldt-Universität zu Berlin,
  • dem ebenso renommierten Hochschulrechtler Werner Hauser von der FH Joanneum und
  • dem nicht nur in der Blogosphäre und auf Twitter hochgeschätzten österreichischen Zitatforscher Gerald Krieghofer, der mit seiner akribischen Zitat-Verifikation ebenfalls wissenschaftliches Neuland betreten hat und schon so manches oft in Wissenschaftskreisen falsch attribuiertes oder falsch wiedergegebenes Zitat entlarvt hat.

Wir planen ein erstes Webinar zur Vernetzung aller nationalen und internationalen KollegInnen und langfristig die Bearbeitung von drei Säulen:

1) Ein prozessorientiertes GWP-Manual: Welche Normen guter wissenschaftlicher Praxis sind bei jedem einzelnen wissenschaftlichen Arbeitsschritt von der Themenfindung bis zum Literaturverzeichnis für jeden von uns zu beachten?

2) Ein Projekt namens Citepedia, das sich der komparatistischen Darstellung von Zitierstilen in den einzelnen Fachdisziplinen widmet (ein solche Übersicht gibt es definitiv noch nirgends).

3) Die Entwicklung neuer Prototypen zur Plagiats- und Ghostwriting-Detektion

Bei Interesse an Mitarbeit oder Mäzenatentum schicken Sie uns bitte eine E-Mail an gwp@law.tuwien.ac.at!

Bitte lesen Sie auch den programmatischen Blog-Artikel „9-Punkte-Programm zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“.

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