Wissenschaftsminister findet akademisches Ghostwriting ok

Die „Salzburger Nachrichten“ berichteten heute über eine auch in Salzburg ansässige Firma für akademisches Ghostwriting. Darauf hin eine klare Frage eines ORF-Journalisten im Ö1-Mittagsjournal an den (von der ÖVP nominierten) derzeitigen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle:
„Es gibt bereits eine Firma in Salzburg, die wissenschaftliche Arbeiten für andere schreibt. Soll man das rechtlich verbieten?“
Töchterle:
„Wenn die wissenschaftlichen Arbeiten nicht in Betrugsabsicht geschrieben werden – und das nehme ich nicht an…“ (Nachzuhören im Audio-File)
Wie viel Ahnung haben eigentlich unsere Regierungsspitzen?

8 Kommentare zu “Wissenschaftsminister findet akademisches Ghostwriting ok

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  1. Norbert

    Selbst wenn das Ghostwriting verboten werden könnte – die rechtlichen Sanktions- und Umsetzungmöglichkeiten mal beiseite gelassen – lenkt diese Debatte doch sehr von den eigentlichen Gründen ab, warum es akademisches Ghostwriting überhaupt gibt, nämlich die verfehlten Ziele der Hochschulpolitik. Die mangelnden Betreuungsmöglichkeiten für die Studierenden sind nur ein, wenn auch gravierendes, Beispiel dafür.

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  2. Hartmut

    Ghostwriting zu verbieten macht nur dann Sinn, wenn man es tatsächlich und vollumfänglich sanktioniert werden kann. Das würde dann jedoch auch einige Verhältnisse zwischen wissenschaftlichen Hiwis und ihren Profs. neu aufstellen…und es würde von vielen Missverständen ablenken, die an den Unis herrschen in punkto Betreuung der Studierenden etc.

     

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  3. akademischer Ghostwriter

    Der Wissenschaftsminister scheint zu wissen, dass sich Ghostwriting nicht verbieten lässt. Die ganze Sache mit dem Verbot ist totaler Schwachsinn, man sollten einen anderen Ansatz wählen, als etwas verbieten zu wollen, was sich nicht verbieten lässt. Leider haben die Unis daran kein Interesse, weil das einen Mehraufwand bedeuten würde.

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  4. gwriters

    Also letztlich ist das Schreiben einer Arbeit ja grundsätzlich eine Leistung die man selber erbringen kann, oder die auch jemand anderer für mich erbringen kann. Die Frage der Legalität in diesem Fall stellt sich also erst dann, wenn jemand seinen Namen unter eine Arbeit setzt, die er nicht geschrieben hat. Das muss dann jeder selber wissen.

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  5. KathiB.

    Gekaufte Facebook Freunde? Hohe Provisionen? Plagiate? Guttenberg Schweiz Kunde? Wer kann dieses Risiko eingehen?

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