Noch mehr Medienmanipulation: Jenes Foto, das die neue österreichische Neonazi-Szene zeigen soll, stammt aus dem bundesdeutschen Aachen

Vergangene Woche geisterte ja die komplette Medienente einer Zunahme erwiesener rechtsextremer Tathandlungen und eines Entstehens einer neuen, jungen, gewaltbereiten Neonaziszene in Österreich durch die gesamten Systemmedien, vom ORF über den Standard bis zum Kurier. Einiges wurde heute dankenswerterweise korrigiert.

In der Berichterstattung tauchte wiederholt dasselbe bedrohliche Paar schwarzer Springerstiefel auf, das wohl suggerieren soll, dass man dieses schnell mal in die Magengrube bekommen kann, wenn man etwas Falsches sagt oder die falsche Hautfarbe hat (Wiedergabe hier nur zu wissenschaftlichen Dokumentationszwecken nach Information des Fotografen):

Quellen: Kurier, Der Standard

Der Kurier verstieg sich sogar zur völlig aus der Luft gegriffenen Schlagzeile: „Die Springerstiefel sind wieder da“ (selbstreferenziell gelesen ja: hier am Bild schon). – Wie sich nun herausstellt, stammt das Bild nicht einmal aus Österreich. Der Duisburger Fotograf Christoph Reichwein hat es vor mehr als einem Jahr im bundesdeutschen Aachen aufgenommen.

Nun kann man einwenden, dass ja bekannt sei, dass solche Bilder nur der Illustration dienen und man eben in der Branche mal schnell auf Agenturfotos zurückgreife. Aber hier geht es um etwas anderes: Denn der Text ist ja auch Fake! Dieses Bild ist im Verein mit der Schlagzeile „Rechtsextreme Szene in Österreich wächst“ ein sekundäres semiologisches System nach Roland Barthes, eben sprichwörtlich ein Mythos.

Bild und Text stehen für etwas, das es in dieser Form höchstwahrscheinlich gar nicht gibt, sie sind das massenmediale Nachplappern eines Konstrukts des seit heute komplett entzauberten DÖW, siehe diese Pressekonferenz. Bild und Text stehen für etwas, das der Bevölkerung Angst vor einem konstruierten Phänomen machen soll. Das Endziel ist stets Wahlbeeinflussung: Wie kann man der FPÖ schaden?

Wäre die junge, gewaltbereite Neonazi-Szene tatsächlich schon da oder im schnellen Wachstum, hätte es dann nicht irgendein Foto mit verpixelten Gesichtern von ihr aus Österreich gegeben?

Der geographische Transfer dieses Fotos steht freilich für ein Problem, für ein Lügengebäude, das um ein Vielfaches größer ist: Die Linken haben es offenbar geschafft, Angst vor Dingen zu machen, die sie in dieser Form zuvor selbst in die Welt gesetzt oder falsch bezeichnet haben. Auch „Hass und Hetze“ im Netz, in Wahrheit meist Regierungskritik, dürfte dazu gehören. Eine weitere Erzählung der Linken dieser Art ist, dass die AfD die Demokratie abschaffen will.

Ich kann derzeit nur hoffen, dass diese teuflische Strategie, mit fingierten Zahlen Angst zu machen, nicht auch auf die Klimadebatte zutrifft. Wir hatten ja den Untergang der Welt schon einmal erlebt und überwunden: Damals sagte uns die Wissenschaft, dass der Wald sterben wird.

Ich befürchte, dass mir immer deutlicher klar wird: Wenn es eine Wahrheit im Sozialen gibt, dann diese: Links ist link.

2 Kommentare zu “Noch mehr Medienmanipulation: Jenes Foto, das die neue österreichische Neonazi-Szene zeigen soll, stammt aus dem bundesdeutschen Aachen

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  1. Joe Taferner

    Richtig erkannt. Dazu noch kurz Historisches:
    „Seit dem 17. Jahrhundert wird link im Sinne von ›falsch‹ verwendet. Diese geläufige Verwendung hängt laut Küpper (1982) mit der Bevorzugung der rechten Hand im Alltagsleben zusammen; dem Adjektiv link schreibt er die Bedeutung ›hinterhältig, unzuverlässig, unaufrichtig, gewissenlos, selbstsüchtig‹ zu“. Diese Adjektive beschreiben auch die/den österreichischen Mainstreamjournalisten besonders gut!

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