Schlagwort-Archiv: Aberkennung

Flucht nach vorne an der Uni Wien – Fragen zu einem gutachterlichen Schnellschuss

Auf Druck der vor einer Woche neu gegründeten „Initiative Transparente Wissenschaft“ und einiger Printmedien hat die Universität Wien nunmehr selbst die Dissertation von Johannes Hahn im Volltext sowie auch das umstrittene Entlastungsgutachten des Züricher Philosophen Peter Schulthess online gestellt. Dies darf einerseits als erster Etappensieg der „Initiative Transparente Wissenschaft“ gewertet werden, andererseits sollte nun aber auch ein offener Dialog über die auf den Tisch gelegten Fakten stattfinden. […]

Professur auch nach plagiierter Diplomarbeit und widerrufenem Grad?

Was soll diese Überschrift denn? So was gibt es in Deutschland doch nicht, oder? Nein, ist auch auf Spiegel-Online zu lesen, na Gott sei Dank:

„Nach einem Fehlverhalten wie bei Guttenberg käme niemand mehr an ‚verantwortliche Positionen in der Wissenschaft, eine Karriere wäre ausgeschlossen‘.“

So beschreibt Ernst-Ludwig Winnacker, ehemaliger Präsident der DFG, die offenbar stets funktionierenden Selbstreinigungskräfte der Wissenschaft auf Spiegel-Online. […]

Hegemänner und -frauen in der Wissenschaft(spublizistik)

In den vergangenen Tagen wurde ich des Öfteren gefragt, warum ich hier (noch) keine konkreten neuen Plagiatsfälle „oute“, also nicht endlich „Ross und Reiter beim Namen nenne“ (bei mittlerweile knapp 80 Fällen müssten doch ein paar „spannende“ neue dabei sein). Ja, dem es ist auch so, und die Dinge gehen hoffentlich basierend auf meinen Gutachten ihren korrekten Weg – und wenn nicht, kann ja immer noch eine Veröffentlichung folgen. […]

Drei Titel-Aberkennungen an der Uni Graz

Drei akademische Grade innerhalb eines Jahres wurden an der Universität Graz nach Plagiatsprüfungen aberkannt, berichtet das Magazin „Austria Innovativ“ in seiner aktuellen Ausgabe, die mit „Den Schummlern auf der Spur“ titelt (Story auf S. 16 bis 18). Wie viele Grade waren es wohl in ganz Österreich in den vergangenen fünf Jahren? […]

Wer einmal plagiiert, dem …?


Aus einer Bachelorarbeit, Universität Salzburg, 2004


Aus dem (mutmaßlichen) Original

Ein Fall, der (wieder einmal) zeigt, dass die Universitäten einfach noch viel genauer hinschauen müssen, wenn sie es ernst meinen mit der Verhinderung und Ahndung von Plagiaten:
Im Jahr 2007 entdeckte ich im Zuge einer empirischen Analyse von 125 Salzburger Diplomarbeiten, dass eine Arbeit seiten- und sogar kapitelweise aus unzitierten Texten aus dem Netz bestand, die einfach mittels Copy & Paste in den Fließtext hineinkopiert wurden. […]