Die Liste der akademischen Lebenslügen des Mainstreammedien-Darlings Rüdiger Maas wird immer länger. Zu den drei am Montag enthüllten kommen mittlerweile zwei weitere dazu.
Seit mindestens Januar 2025 war auf der Website des bekannten „Generationenforschers“ zu lesen, er sei auch „psychotherapeutisch tätig“. Heute bestätigte die Psychotherapeutenkammer Bayerns schriftlich, dass Maas bei ihr kein Mitglied ist. Dieses müsste er aber nach § 61 Abs. 1 des bayerischen Heilberufe-Kammergesetzes sein, wenn er als Psychotherapeut in Augsburg tätig wäre. Eine eingeschränkte Bewilligung als Heilpraktiker schließe ich sachlogisch so gut wie aus.
Noch bis gestern war auf der Website von Rüdiger Maas zu lesen:

Quelle: Wayback Machine
Heute liest sich das so:

Quelle: https://www.ruedigermaas.de/uber-mich/psychologe-und-philosoph
Die Psychotherapeutenkammer schreibt in einer E-Mail vom 31.03.2026 (mein Dank an Frank Steppat):

Nun zur Lebenslüge Nummer fünf. Sein Verlag stellt Rüdiger Maas so vor:

Auch diese Schilderung des Studienwegs und der Studienorte stammt unzweifelhaft vom Autor selbst, denn sie fand sich bis gestern auch in seinem Forscherprofil auf ORCID (mittlerweile hat Maas auch diesen Text gelöscht):

Die Lebenslüge ist hier: Die von Rüdiger Maas auf seinem LinkedIn-Profil selbst angegebene japanische Universität (seit wenigen Tagen bereichert mit dem Text „Auslandssemeser [sic!] und Japanischer [sic!] Spracherwerb“ bietet überhaupt kein Psychologie-Studium an und hat auch nie eines angeboten. Es handelt sich nämlich um die Nagasaki University of Foreign Studies. Die Studienfächer sind „Modern English“ und „International Communication“.
Sollte Rüdiger Maas tatsächlich psychotherapeutisch tätig gewesen sein, würde der Fall wohl eine neue Dimension bekommen: Es wäre dann vielleicht nicht nur Lebenslauf-Fälschung, sondern auch Kurpfuscherei Dazu ChatGPT:
