Am Mittwoch, 21.10.2026, veröffentlichte Tichys Einblick ein weitestgehend unredigiertes Interview mit mir zu den AfD-Leaks. Zu meinem Entsetzen ging die Version mit zahllosen Fehlern, die der „Autor“ Alexander Wallasch alleine verantwortete, online. Offenbar gab es keine Korrekturschleife vor der Publikation. Im Zuge des in der Folge entbrannten Disputs änderte Tichys Einblick meine Bio-Angaben dreimal:
Erstfassung vom Abend des 21.10.2026

Zweitfassung vom Vormittag des 24.10.2026

Drittfassung vom Nachmittag des 24.10.2026

Die beiden Neufassungen von heute sollen wohl Zweifel an der Korrektheit meines Lebenslaufs zum Ausdruck bringen. Die Formulierung „Er […] soll Privatdozent an der Universität Wien sein.“ enthält im Subtext den Vorwurf einer Titelanmaßung, einer möglichen oder gar wahrscheinlichen Falschangabe. Auch der „angebliche“ Plagiatsjäger kann wohl nur als bewusste Abwertung meiner Tätigkeit, deren Begriff ohnedies bereits unter doppelten Anführungszeichen geschrieben steht, verstanden werden.
Warum macht Tichys Einblick das? Offenbar hat man es mir sehr übel genommen, dass ich der Veröffentlichung eines nicht-lektorierten Interviews von mir nicht zugestimmt habe. – Hier nur drei Beispiele aus der am Mittwoch Abend veröffentlichten, ursprünglichen und unredigierten Fassung:

Gesagt habe ich: „was evidenzbasiertes Vorgehen ist“


Tichys Einblick nennt diese unredigierten Sätze „anfänglich 5 Tippfehler“. Das Magazin arbeitete hier nicht nur unfassbar stümperhaft und respektlos. Nun lügt es auch noch schamlos.

Roland Tichy wird in wenigen Tagen 71 Jahre alt. Warum macht er nicht einfach ein Lektorat, wie es die journalistischen Grundregeln seit vielen Jahrzehnten vorsehen, und sucht stattdessen den Streit und beginnt, Texte zu manipulieren?
Und für wie wichtig hält er seine schlecht leserliche Website eigentlich, dass er denkt, mir damit schaden zu können?
Falls Sie mit Tichys Einblick ähnliche Erfahrungen gemacht haben, bitte mailen Sie mir vertrauensvoll an weber@plagiatsgutachten.de. Ich werde mich in den nächsten Wochen schwerpunktmäßig mit journalistischen Verstößen in der sogenannten „Alternativpresse“ beschäftigen und warum man hier offenkundig völlig kritikresistent ist, wenn schwerwiegende Fehler passieren.
Ich habe mal schnell das Interview bei Tichy überflogen. Wenn ich – https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/die-bevoelkerung-durchschaut-diesen-nazi-trick – aufrufe, so scheint der Text erneut korrigiert worden zu sein. Auf die Schnelle kann ich die von Ihnen monierten Stellen nicht sehen.
Ja, mehrfach verändert, aber immer nur das, was ich per WhatsApp moniert habe. Eine Korrekturschleife von vorne bis hinten hat Wallasch auch vor seiner Erstveröffentlichung nicht durchgeführt. Ist natürlich top für ihn: Da muss man sein Hirn gar nicht erst mit dem Text belästigen. Vielleicht stammen auch die Fragen an mich aus der KI. Dann kann man daneben auch Kochen oder ein Bier trinken.