„Rechtsextremismus“, Demokratieindex und nun die Debatte um ein Social-Media-Verbot: Die Liste der hier im Blog aufgedeckten Manipulationen, ja Lügen des ORF wird jetzt täglich länger. Zeitgleich entdecke ich täglich schwerwiegende Manipulationen auch in der Tagesschau der ARD, siehe hier und hier.
Gestern Abend war in der Hauptabend-Nachrichtensendung Zeit im Bild wieder eine Falschmeldung zu hören und zu sehen. Die Moderatorin Nadja Bernhard sagt:
„Solche Beschränkungen [gemeint sind: Social-Media-Verbote mit Altersgrenze, also für Kinder und Jugendliche, S.W.] gibt es bereits in anderen Ländern.“
Diese Information ist falsch. Richtig ist, dass es ein Social-Media-Verbot mit Altersgrenze derzeit weltweit nur in Australien gibt:

Quelle: ChatGPT, Fakten von S.W. überprüft
Die Anmoderation sagt weiter: „Und Studien über die negativen Auswirkungen auf junge Menschen [von Social Media gibt es, S.W.] ebenfalls.“
Der Beitrag beginnt mit den Worten: „Eine Studie aus Innsbruck zeigt bei vier Prozent der Tiroler Jugendlichen schon Internet-Sucht.“
Die Anmoderation von Nadja Bernhard erweckt somit den Eindruck, als hätten die Studien (Mehrzahl!) etwas mit der aktuellen Social Media-Verbotsdebatte zu tun. Es handelte sich jedoch um eine komplett andere Studie, die Aussage ist also erneut falsch.
Die erwähnte Studie stammt aus dem Jahr 2018, das ist also schon mal eine Pseudo-Aktualisierung. Alleine das ist im Journalismus grenzwertig. Viel dramatischer ist aber: In dieser Studie der Medizinischen Universität Innsbruck wurden Jugendliche ab 13 Jahren untersucht. Sie kann also für die Debatte um ein mögliches Social-Media-Verbot bis 12 oder 14 Jahre in keiner Weise herangezogen werden. Gegenstand war auch das gesamte Internet und nicht bloß Social Media:

Wir werden in der Tat ganztags verarscht und mit falschen Informationen zugemüllt.
Ich spreche von Lügen und nicht bloß handwerklichen Fehlern, weil die immer gleichen Manipulationstechniken (falsche Wiedergabe eines Studienergebnisses, Zitation eines linksgrünen Experten, im Ergebnis Propaganda für ein bestimmtes Thema auf der linksgrünen Agenda) nunmehr bereits in sechs Themenfeldern aufgetreten ist.
Die Aussage: „Solche Beschränkungen gibt es bereits in anderen Ländern“ ist vermutlich eine koordinierte und abgesprochene Formulierung, die für die gesamte EU zur Anwendung kommt.
So war es nämlich auch beim Thema Klimawandel. Hier hieß es bei allen Nachrichtensendungen EU-weit sinngemäß, dass dieser sich beschleunige, und dass er in Österreich (bzw. in Deutschland, in Frankreich usw.) ganz besonders weit fortgeschritten sei. Die Absicht dahinter war klar: Die eigene Bevölkerung zu verängstigen und sie zu motivieren, Regierungsmaßnahmen zu akzeptieren.
Das Social-Media-Verbot soll ja auch in allen EU-Ländern durchgesetzt werden. Da ist es schon mal gut behaupten zu können, die anderen hätten das auch schon gemacht.
Als Sofortmaßnahme wäre hier wohl eine Klage wegen Falsch- und Desinformation angebracht.
Eine Musterklage gegen den ORF wäre nun der nächste Schritt. Ich erörtere das gerade mit zwei Anwälten. Ich lasse mir das Zuscheißen mit Propagandalügen nicht mehr bieten. Nicht Hinsehen und weiter Bezahlen halte ich für keine gangbare Option. Die Geschichte hat gezeigt, dass das kein guter Weg ist, Wegschauen und Mitlaufen.