Schlagwort-Archiv: Copy & Paste

Update 2: Aus dem Innenleben eines Copy & Paste-Buchs

Zeitgleich mit mir hat auch der österreichische Literaturwissenschaftler Andreas Weigel die indiskutablen Publikationspraktiken des Book-on-Demand-Herstellers entdeckt und Scans ins Netz gestellt. Bei derartigen Vergewaltigungen von Texten hört der Spaß wirklich auf. In der Einführung finden sich Sätze wie „Es ist hyperverbunden und kann aktualisert wird.“ oder „Denken Sis, dass Sie das Buch verbessern kann?“ […]

Update 1: Wie ein E-Book-Publisher auf Amazon mit plumpem Copy & Paste verdienen will

Der gestern in diesem Blog aufgedeckte Skandal reicht offenbar weit über die Reihe „Hochschullehrer“ hinaus. Offensichtlich ist es dem Verlag gelungen, Texte zu vielen, wenn nicht gar zu allen Wikipedia-Schlagwortgruppen als „Bücher“ auf Amazon anzubieten – und Amazon listet das alles gleichwertig mit professionell lektorierter Literatur. […]

Tausende Bücher mit kopierten Wikipedia-Artikeln auf Amazon?

Amazon ist das verlässlichste und professionellste Kaufhaus im Netz – keine Frage. Doch heute entdeckte ich Rätselhaftes: Wer auf amazon.de mit dem Stichwort „Hochschullehrer“ sucht, der erhält mehr als 27.000 Ergebnisse. Ein temporärer Datenbankfehler auf amazon? Offenbar nicht, und schon die erste Trefferseite macht stutzig: Bücher wie „Hochschullehrer (Bremerhaven)“, „Hochschullehrer (Coventry)“ und „Hochschullehrer (Des Moines)“ mit immergleichem Coverdesign und Preisen zwischen 12 und 25 Euro werden von einer ominösen „Bucher Gruppe“ (steht so auf den Covern) angeboten. […]

Hegemänner und -frauen in der Wissenschaft(spublizistik)

In den vergangenen Tagen wurde ich des Öfteren gefragt, warum ich hier (noch) keine konkreten neuen Plagiatsfälle „oute“, also nicht endlich „Ross und Reiter beim Namen nenne“ (bei mittlerweile knapp 80 Fällen müssten doch ein paar „spannende“ neue dabei sein). Ja, dem es ist auch so, und die Dinge gehen hoffentlich basierend auf meinen Gutachten ihren korrekten Weg – und wenn nicht, kann ja immer noch eine Veröffentlichung folgen. […]

Wer einmal plagiiert, dem …?


Aus einer Bachelorarbeit, Universität Salzburg, 2004


Aus dem (mutmaßlichen) Original

Ein Fall, der (wieder einmal) zeigt, dass die Universitäten einfach noch viel genauer hinschauen müssen, wenn sie es ernst meinen mit der Verhinderung und Ahndung von Plagiaten:
Im Jahr 2007 entdeckte ich im Zuge einer empirischen Analyse von 125 Salzburger Diplomarbeiten, dass eine Arbeit seiten- und sogar kapitelweise aus unzitierten Texten aus dem Netz bestand, die einfach mittels Copy & Paste in den Fließtext hineinkopiert wurden. […]