tagesschau.de überprivilegiert Kriege, „Demokratiegefährdung“ und Klima und unterprivilegiert Wirtschaftslage und Migrationsprobleme

Das ist natürlich alles nur quick and dirty, aber die mit Millionen an Steuergeldern finanzierte staatliche Medienwissenschaft stellt solche Fragen ja nicht. Mich hat interessiert: Spiegelt die Agenda von tagesschau.de die tatsächlichen Probleme der Gesellschaft und die Sorgen der Bundesdeutschen wieder? Gefühlt geht es ja auf tagesschau.de tagtäglich um eine Varianz der immergleichen linksgrünen Agenda, um einen giftigen Cocktail aus brandgefährlichen russischen Drohnen, bösen Rechtsextremisten, bösen Social Media, böser Hitze und böser Dürre bis hin zu den ach so tollen Wärmepumpen und der ach so tollen Einwanderung kulturfremder Menschen nach Deutschland. Nur: Ist das das, was die Leute wirklich interessiert? – Einige Beispiele statt vieler:

Und hier das Ergebnis von ChatGPT 5.6 Sol Ultra:

Die Sorgen und Probleme der deutschen Bundesbevölkerung, aggregiert aus mehreren aktuellen Umfragen:

Und darüber berichtete tagesschau.de in den vergangenen 365 Tagen auf den jeweils ersten 20 Plätzen (im Vergleich zum „Medienrang“ der „Sorgenrang“, man sieht ein nahezu komplett inverses Verhältnis):

Während der Themenkomplex „Wirtschaftslage/Konjunktur/Standort“ bei der Bevölkerung klar auf Platz 1 rangiert, ist er bei der Tagesschau erst auf Platz 6. Drei der ersten vier Items hängen bei der Bevölkerung mit Wirtschaftsentwicklung, Leistbarkeit und Kaufkraft zusammen. Bei der Tagesschau kommt das auf den ersten vier Plätzen überhaupt nicht vor. Migrationsprobleme scheinen bewusst heruntergespielt zu werden.

2 Kommentare zu “tagesschau.de überprivilegiert Kriege, „Demokratiegefährdung“ und Klima und unterprivilegiert Wirtschaftslage und Migrationsprobleme”

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  1. anonym

    Es ist doch absolut logisch, dass das Themencluster „Kriege/internationale Lage/äußere Sicherheit“ auf Platz 1 ist. Denn das Themencluster hat massive Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten, die wirtschaftliche Lage, die Energiesicherheit, etc. Wenn zum Beispiel ein Artikel über den leichten Anstieg der Inflation durch den Iran-Krieg und ein Artikel über Probleme in der Wirtschaft durch Trumps Zollfetisch veröffentlicht wird, sind das automatisch zwei Artikel im Themencluster „internationale Lage“.

    Ich finde die Liste übrigens gar nicht so übermäßig linksgrün geprägt, vor allem wenn man bedenkt, dass das Themencluster „Klima/Umwelt/Energie“ ohnehin einen hohen Sorgenrang hat.

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  2. Ralf Rath

    Dass mit dem Rundfunkbeitrag die zahllosen Praktiken alljährlich in Höhe von mehreren Milliarden Euro eine Finanzierung erfahren, welche das reale Denken außer Kraft setzen, ist längst Legion. Dass aber in Deutschland sogar das Bundesverfassungsgericht nichts daran findet, wenn ARD, ZDF und DLF vor allem Erörterungen in den für jeden Menschen zutiefst existenziellen Angelegenheiten dadurch völlig leer laufen lassen, ist dann doch erklärungsbedürftig. Zu erwarten wäre immerhin, dass wenigstens höchstrichterlich daran Kritik geübt wird.

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