Fortgesetzte tägliche schwere Korrumpierung der Öffentlichkeit: Der ORF ist die größte Gefahr für die Demokratie in Österreich, heute lügt er zum Social-Media-Verbot

Nachdem ich diese Woche bereits drei ORF-Fakes aufgedeckt habe („Hass im Netz“ würde zunehmenfalsch; die deutschen Ministerpräsidenten würden Friedrich Merz ad personam in einem Brief unterstützenfalsch; ein Tötungsdelikt in Niederösterreich habe sich in einem rechtsextremen Netzwerk ereignetfalsch), folgt nun der vierte:

Erneut ist die Top-Inlandsmeldung auf der „blauen Seite“ des ORF –nunmehr zum dritten Mal in einer Woche – zu 100 Prozent Desinformation. Der ORF berichtet:

Damit wird für den gemeinen Leser der klare Eindruck erweckt, dass die überwiegende Mehrheit der final 171 Stellungnahmen (davon sind 37 nicht-öffentlich) das neue Social Media-Verbot begrüßt („vielfach“). Die Formulierung stammt aus einer APA-Meldung, die der ORF ungeprüft übernommen hat. Eine automatisierte Inhaltsanalyse der 134 zugänglichen Stellungnahmen mit Google Gemini ergibt jedoch das glatte Gegenteil:

Das Ergebnis ist sicher nicht zu einhundert Prozent valide (es handelte sich ja um ein schnelles unsupervised learning-Verfahren), aber im Wesentlichen bestätigte auch ChatGPT 6 Astra Ultra die Tendenz:

Der ORF will offenbar nur schamlos Propaganda für ein Social Media-Verbot in Österreich machen, damit er selbst die Deutungshoheit behält. Wie man sieht, zum Preis der täglichen Lüge.

Der Prompt: Du findest hier 171 Stellungnahmen zum neuen „Social Media“-Gesetz in Österreich:
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/ME/132?selectedStage=101&FP_142_vhgsortrnr=6&FP_142_vhgascDesc=desc
Ich möchte, dass Du sie inhaltsanalytisch erfasst. Bewerte die Stellungnahmen im Sinne einer automatisierten Inhaltsanalyse (unsupervised learning) nach:
Gesetz wird…
ausnahmslos positiv gesehen
überwiegend positiv gesehen
ausgeglichene Stellungnahme
überwiegend negativ gesehen
ausnahmslos negativ gesehen (also abgelehnt)
Lass Dir Zeit, Akribie geht vor. Das Erfassen und Kategorisieren der Stellungnahmen wird Zeit dauern. Stelle die Ergebnisse mit Legendenbeschriftung abschließend als JPG als Säulendiagramm dar.

6 Kommentare zu “Fortgesetzte tägliche schwere Korrumpierung der Öffentlichkeit: Der ORF ist die größte Gefahr für die Demokratie in Österreich, heute lügt er zum Social-Media-Verbot

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  1. Joe Taferner

    Es stellt sich die „Frage aller Fragen“: Wann lügt der Linksfunk nicht?
    Dazu Historisches:
    „Seit dem 17. Jahrhundert wird link im Sinne von ›falsch‹ verwendet. Diese geläufige Verwendung hängt laut Küpper (1982) mit der Bevorzugung der rechten Hand im Alltagsleben zusammen; dem Adjektiv link schreibt er die Bedeutung ›hinterhältig, unzuverlässig, unaufrichtig, gewissenlos, selbstsüchtig‹ zu“. (Quelle: Wikipedia)
    Diese Adjektive beschreiben auch die/den Linken Mainstreamjournalisten treffend!

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    1. Stefan Weber Beitragsautor

      Genau: Wann lügt er nicht? Und warum traut sich außer mir niemand, das empirisch möglichst sauber aufzuzeigen? Ist die Medienforschung auch mit dem ORF gleichgeschaltet (was ich fast vermute)? Darf man den ORF nicht kritisieren, weil man dann keine Aufträge mehr bekommt? Funktioniert das Lügen- und Schweigekartell so?
      Meine allererste Kritik an der österreichischen Medienforschung (2005!) betraf eine solche ORF-Studie: https://www.wienerzeitung.at/h/heftiger-konflikt-unter-salzburger-publizisten

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  2. anonym

    „Damit wird für den gemeinen Leser der klare Eindruck erweckt, dass die überwiegende Mehrheit der final 171 Stellungnahmen (davon sind 37 nicht-öffentlich) das neue Social Media-Verbot begrüßt („vielfach“).“

    Haben Sie doch ein bisschen mehr Vertrauen in den gemeinen Leser. Auch der gemeine Leser kennt den Unterschied zwischen „vielfach“ und „mehrheitlich“. Und übrigens ist die Aussage des ORF laut Ihrer eigenen Auswertung korrekt. Denn auch Ihre Auswertung hat eine vielfache Befürwortung ergeben.

    Und zu Ihrer Auswertung: Danke für den Prompt. Ich habe ihn mit Perplexity genutzt und das Ergebnis ist:
    | Kategorie | Anzahl | Prozent |
    | ——————- | —— | ——- |
    | Ausnahmslos positiv | 8 | 4,7% |
    | Überwiegend positiv | 52 | 30,4% |
    | Ausgeglichen | 31 | 18,1% |
    | Überwiegend negativ | 58 | 33,9% |
    | Ausnahmslos negativ | 22 | 12,9% |
    | Gesamt | 171 | 100% |

    Meine manuelle Stichprobe (8 Stellungnahmen von Privatpersonen) bei den Stellungnahmen hat gezeigt, dass die hauptsächlichen Ablehnungsgründe im Datenschutz und in der verpflichtenden Nutzung der Austria ID liegen. Es stand dort aber auch durchaus, dass ein Schutz der Jugendlichen notwendig ist, auch wenn die Eltern dort mehr in die Pflicht genommen werden sollen.
    Die entscheidende Frage wäre ja bei der Pflicht der Eltern was man macht, wenn die Eltern ihren Pflichten nicht nachkommen wollen oder können. Denn das ist ja der aktuelle Status quo und leider ist da die Fraktion „überlasst das den Eltern“ erstaunlich schmallippig.

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    1. Stefan Weber Beitragsautor

      Natürlich haben die einzelnen KIs Schwankungsbreiten. Auch Begriffe können unterschiedlich interpretiert werden – das Spiel der Juristen. Aber im Wesentlichen bestätigt jede KI, dass von einer „vielfachen Befürwortung“ keine Rede sein kann.

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      1. anonym

        Sie scheinen ja wenig Vertrauen in die Intelligenz des gemeinen Bürgers zu haben, wenn Sie diesem nicht zutrauen die Bedeutung von „vielfach“ zu kennen.

        Und selbstverständlich kann man von einer vielfachen Befürwortung sprechen. Denn die vielfache Befürwortung haben sowohl Ihre als auch meine KI-Grobanalysen ergeben.

        Und zu den Schwankungsbreiten der KIs: Diese lassen sich durch korrekt gestellte Prompts minimieren. Und sie hängen auch mit der Memory-Funktion ab, da die KIs versuchen es dem Anwender recht zu machen, wenn man ihnen nichts anderes anweist. Ich habe zum Beispiel ohne Memory gearbeitet, da ich nicht mal eingeloggt war. Wenn man aber in einem Account arbeitet, werden die Ergebnisse automatisch ein Stück weit durch das „Gedächtnis“ des Accounts gesteuert.

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  3. Wenn sich der Wind dreht

    Ein Grund (und der ist nicht auf den ÖRR beschränkt) ist, weil sich die zentralen Werte (Wertekanon), die Orientierung geben, im Laufe der Zeit stark verändert haben.

    Zur Plausibilitätsanalyse (Validation): „Die Presse“ unter den Herausgebern/Chefredakteuren Otto Schulmeister (1961-1989) und Thomas Chorherr (1976-2000) setzte andere Schwerpunkte als deren Nachfolger. Deren Söhne Paul S. und Christoph C. haben diese ebenso wenig übernommen wie die Spitzengewerkschafterin Agnes Streissler-Führer die nationalökonomischen Betrachtungen ihres Vaters Erich S.

    Die von Ihnen geforderte medienwissenschaftliche Ursachenforschung wird an mangelndem Interesse und fehlender Personalkapazität ausbleiben, anderenfalls würden Studienergebnisse kaum breitflächig verbreitet werden.

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