Wieder schamlose Propagandalüge des ORF: „Hass im Netz nimmt … zu“. Aber im Fragebogen war an keiner Stelle von „Hass im Netz“ die Rede

Es hört nicht auf, ich decke es jetzt jeden Tag auf: Und wieder korrumpiert der ORF die österreichische Öffentlichkeit und sorgt dadurch für ein Zerrbild auf der Agenda. „Hass im Netz nimmt laut Statistik zu“ ist aktuell die Spitzenmeldung in der Rubrik „IT“ im Staatsfunk. Nur: Die Meldung ist falsch. Und zwar gleich zweifach falsch.

Quelle: https://orf.at/stories/3442219

Im EU-weit standardisierten Fragebogen ist von „Hass im Netz“ nämlich an keiner Stelle die Rede. Die Idiotie geht also einmal mehr von der EU aus, wird dann national von den Statistikinstituten in die Landessprachen übersetzt weiterverbreitet und landet schließlich bei den Nachrichtenagenturen und im ÖRR. Was wurde wirklich abgefragt (man muss da immer und bei jeder Information aus dem ORF ganz genau hinschauen)?

Quelle: https://www.statistik.at/fileadmin/pages/284/IKTH_2025.pdf, S. 33

Kurioses Detail: Die Forscher (sorry: die „Forschenden“ natürlich!) nannten die Items in der internen Codierung „HATESPEECH“, „HATE“ und „HATEDISCR“, was wohl für „Diskriminierung“ steht. Gefragt wird aber dann nach „feindseligen oder erniedrigenden“ Inhalten. Nun, die lese ich jeden Tag online, etwa im Spiegel, also 100 Prozent Hass im Netz hier.

Die für die deutsche Sprache maßgeblichen Referenzwerke Duden und DWDS definieren Hass als „starke“ bzw. „heftige“ Ablehnung, Abneigung, Feindschaft. Die Manipulanten der EU strichen einfach das Adjektiv im Superlativ aus der anerkannten Definition und konnten somit „Hass“ per se mit „Feindseligkeit“, „Anfeindung“ oder „Erniedrigung“ gleichsetzen. Wir alle wissen: Nicht jede Anfeindung ist schon Hass.

Und auch wenn expressis verbis nach „Hass“ und nicht nach „Erniedrigung“, „Anfeindung“ oder „Feindseligkeit“ gefragt worden wäre, wäre die Meldung immer noch falsch:

Denn nicht die Erniedrigungen im Netz nehmen zu. Das ließe sich allenfalls nur über quantitative aggregierte automatisierte Big Data-Analysen feststellen. Die Wahrnehmungen der Erniedrigungen im Netz nehmen laut Eigenangaben zu. Wahrnehmungen von Tatsachen sind nicht immer gleich Tatsachen. Man lernt das im ersten Semester. Oder hat das früher gelernt.

Auch die Statistik Austria macht bei der EU-Propagandalüge munter mit. Aber genau dafür hätten wir am Ende der Nahrungskette einen kritischen Journalismus, damit er sich das genauer ansieht und die EU-Manipulation aufdeckt. Doch dieser betet nur noch nach, was ihm die anderen vorlügen.

Quelle: https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2026/09/20260915IKTHHassrede.pdf

8 Kommentare zu “Wieder schamlose Propagandalüge des ORF: „Hass im Netz nimmt … zu“. Aber im Fragebogen war an keiner Stelle von „Hass im Netz“ die Rede”

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  1. David Tesch

    Mark Aurel hat in seinen Nachbetrachtungen als Kaiser einen bemerkenswerten Satz aufgeschrieben, der bis heute noch aktuell ist und den jeder kennen sollte, der wirklich in Betracht zieht, seine Weltsicht der Öffentlichkeit im Internet preiszugeben: „[…] In Ausspruch des Antisthenes: Königlich ist es, wohlzutun und Schmähungen zu überhören.“! Jeder Schiedsrichter kennt das! Sobald man auf dem Platz steht, ist „A…“ noch das harmloseste was man von der „stulta plebs“ zu hören bekommt! Verfolgt man nun diese Leute? Versucht man sich mit ihnen anzulegen? Nein, man ignoriert sie einfach und nimmt sie als gegeben hin! So sind Menschen nun mal! Und so ist es auch im Internet! Wer sich zeigt, bekommt es mit der „plebs“ zu tun und mit ihren Äußerungen! Wer dazu nicht befähigt ist, dass abzukönnen und auch noch versucht, dass abzustellen, verkennt die menschliche Natur und wird zu einem Tyrannen!

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  2. Ein Kampf gegen die Windmühlen

    Dass die Berichterstattung der Massenmedien längst nicht mehr den „Wählerwillen“ von FPÖ (und AfD) abbildet, kann man – wenn man will – daran erkennen: Obwohl deren Handeln durchweg negativ kommentiert wird, fühlen sich immer weniger „echte Österreicher“ davon angesprochen.

    Nur ein aktuelles Beispiel: Nachdem Sie ihr Dr. Badenberg-Gutachten aufwendig und detailreich aktualisiert hatten: Wer hat darüber berichtet? Soweit überblickbar, nur Medien wie nius, apollo-news und jungefreiheit, vor denen „die Demokratie gerettet werden muss“.

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    1. Martin Nehring

      Da wird noch mehr kommen zu Badenberg, die Medien werden noch einiges zu berichten haben. Sie ist noch nicht Abgeordnete, will sich aber am nächsten Sonntag ins Berliner Parlament wählen lassen. Badenberg hat als Justizsenatorin in ein Strafverfahren eingegriffen. Heute wurde eine erste Übersicht veröffentlicht. Dr. Weber hat dazu mehrere Nachrichten bekommen. Vielleicht ist er ja so freundlich, hier die Seite zu nennen: […]

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      1. Stefan Weber Beitragsautor

        Editorische Anmerkung: Ich habe die URL nicht veröffentlicht, da ich den Wahrheitsgehalt der auf der Website erhobenen Vorwürfe nicht überprüft habe und auch nicht überprüfen kann. Ich bitte um Verständnis, dass ich Plagiatsprüfer bin und keine Antikorruptionsbehörde. Bitte wenden Sie sich an die zuständigen Kontrollbehörden und/oder an alternative Medien. Weitere Kommentare in dieser Causa werden nicht freigeschaltet.

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  3. Finerl Finis

    Laut Pressemitteilung von Statistik Austria: „Was ist Hassrede? Wann spricht man von Hass im Netz?
    Unter Hassrede im Internet werden Online-Kommentare und -Postings verstanden, die sich gegen einzelne Personen oder Personengruppen richten und diese beleidigen, bedrohen oder diskriminieren. Die Wahrnehmung solcher Inhalte wurde anhand der Frage erhoben, ob Personen in den letzten 3 Monaten online auf Inhalte wie Nachrichten, Kommentare, Fotos oder Videos gestoßen sind, die sie als feindselig oder erniedrigend gegenüber Personen oder Personengruppen empfanden.“
    Quelle:

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    1. Stefan Weber Beitragsautor

      Genau hier sind wir mitten in der schwerwiegenden Begriffsmanipulation, die man sich schlichtweg nicht länger gefallen lassen muss.

      Die EU definiert bis heute „illegal [sic] hate speech“ als öffentliche Anstiftung zur Gewalt („public incitement to violence“). Die offenbar hier im Fragebogen vertretene Kategorie „legale Hassrede“ kennt die EU-Kommission gar nicht.

      Der Begriff „Hass“ wird von beiden für die deutsche Sprache maßgeblichen Referenzwerken so definiert:
      „heftige Abneigung; starkes Gefühl der Ablehnung und Feindschaft gegenüber einer Person, Gruppe oder Einrichtung“ (Duden)
      „starkes Gefühl der Feindschaft, der Ablehnung“ (DWDS)

      Die EU und die Statistik Austria strichen nun aus dem allgemeinen Verständnis von Hass einfach das Adjektiv im Superlativ. Nur: Ist jede Abneigung schon eine heftige Abneigung? Ist jedes Gefühl schon ein starkes Gefühl?

      Übertragen: Ist jede Erniedrigung oder Anfeindung per se eine heftige oder starke Erniedrigung oder Anfeindung?

      Wenn wir so arbeiten, können wir die Sozialwissenschaften zusperren und so Milliarden an Steuergeld EU-weit einsparen.

      Was hielten Sie davon, wenn ein Mediziner nicht mehr zwischen einem Tumor und einem stark wuchernden Tumor unterscheidet, zwischen einem Befall und einem heftigen Befall?

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