
Kein Fall seit Guttenberg zeigt so deutlich das offenbar massive Kompetenzproblem in der bundesdeutschen Politik auf: Felor Badenberg hat nicht nur plagiiert, dass sich die Balken biegen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Sie hat auch darüber hinaus erschreckend unsauber, ja eigentlich grob fahrlässig gearbeitet, wie unser neues Gutachten belegt (längere Ladezeit beachten): Badenberg hat Gerichtsurteile wiederholt gar nicht im Original gelesen, so haben sich Fehler in ihre Darstellungen eingeschlichen. An einer Stelle verwechselt sie sogar einen österreichischen mit einem bundesdeutschen Sachverhalt. Badenberg hat auch ihre eigenen Kapitel-Zusammenfassungen wiederholt aus älteren Dissertationen ohne Hinweise abgeschrieben. Das Werk ist eine einzige wissenschaftliche Katastrophe. Und mit dieser Minderleistung wird man in Deutschland Vizepräsidentin des fragwürdigen Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Chefin von mehr als 4.000 Leuten, erhält man eine Position an den Schalthebeln der Macht? Was sagt das über die Organisationskultur und das Qualitätsbewusstsein dieses Amts aus?
Dass man in der CDU mit Plagiaten Karriere machen kann, verwundert indes niemanden mehr. Im Gegenteil, das gehört zusammen. Zu lange ist die Liste der Plagiatoren in der CDU/CSU längst geworden. Die CDU ist die Partei der Textbetrüger und Contentdiebe.
Das CDU-Mitglied Jochen Zenthöfer wusste ganz genau, dass ein paar dutzend Plagiatsfragmente dieser Art (egal, ob nun 32 oder 83) bei Badenberg auf noch mehr Stellen hinweisen. Er hat das aber in den Interviews in der Mainstream-Presse nicht gesagt. Zum wiederholten Mal (nach den Fällen Robert Habeck, Anja Karlshaus und Mario Voigt) redete das CDU-Mitglied Zenthöfer Plagiate klein, zum Teil in der F.A.Z. selbst, für die er als freier Mitarbeiter tätig ist, zum Teil für die sonstigen Mainstream-Medien, die ihn immer wieder als „unabhängigen Experten“ konsultieren. Zenthöfer ist längst der Markus Lanz der Plagiatsforschung geworden, ein Gewährsmann des Systemschutzes.
Wenn Plagiate Linke betreffen (siehe die Fälle Andreas Matthä oder Robert Habeck), sind sie keine mehr – und insbesondere dann, wenn sie linke Frauen betreffen (siehe die Fälle Annalena Baerbock oder Alexandra Föderl-Schmid).
Wenn Plagiate auf das Konto der AfD einzahlen, müssen sie seit einigen Jahren in der Systempresse klein geredet werden, sofern sie groß sind (siehe die Fälle Mario Voigt oder Felor Badenberg). Als es noch keine AfD gab, wurden Fälle bei der CDU hingegen genüsslich durchs mediale Dorf getrieben und die mehrheitlich linksgrünen Journalisten haben sich freudig an ihnen abgearbeitet (siehe die Fälle Karl-Theodor zu Guttenberg, lanciert nicht zufällig in der SZ, oder Annette Schavan). Ganz ähnlich freute sich die österreichische Linkspresse wie etwa der Standard über Plagiate und peinlichsten Kauderwelsch in der Dissertation der Ex-ÖVP-Ministerin Christine Aschbacher. Damals hatte ich noch keine Linken im Visier. Die Welt der Linken war in Bezug auf Plagiate und deren Jäger also noch heil.
Auffallend viele, eigentlich alle bis auf Mario Voigt, wurden zuletzt freigesprochen. Wenn die staatlichen Universitäten zur Plagiatsleugnung übergehen, sollte sich das Wissenschaftssystem nicht über vermehrte Wissenschaftsskepsis wundern.
Wenn Haltung Fakten aussticht, geht alles kaputt.
Eine Wissenschaft, die evidente Plagiate leugnet und gleichzeitig Klimawandel-Leugner und Coronamaßnahmen-Kritiker zu „Schwurbeln“ degradiert, hat jede Glaubwürdigkeit verloren.
Lesen Sie hier wie immer das gesamte Gutachten zum überbordenden Plagiatsfall Felor Badenberg als PDF-File (179 Seiten; 47,4 MB; längere Downloadzeit beachten!) und untenstehend im Blog. Dieses erweiterte Gutachten, das soeben auch die Universität zu Köln erhalten hat, wurde in aufwändiger und kleinteiliger ehrenamtlicher Teamarbeit erstellt. Aufgrund der Teamarbeit finden sich zwei unterschiedliche Darstellungsformen der Plagiatsfragmente im Gutachten.
Es stecken viele Stunden unbezahlter Arbeit in diesem Gutachten. Wir freuen uns über Spenden, um unsere Arbeit auch in diesem Bereich fortsetzen zu können. Es gibt neue Verdachtsfälle. Sie können eine PayPal-Geldsendung an weber@plagiatsgutachten.de oder eine Direktüberweisung auf das Konto IBAN AT082011150151302800, Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, BIC GIBAATWWXXX, Kontoinhaber: Mag. Dr. Stefan Weber Gutachten schicken. Vielen Dank!


















































































































































































