Es geht jetzt Schlag auf Schlag. Heute Vormittag war die Spitzen-Inlandsmeldung auf orf.at: „SPÖ drängt auf Aktionsplan gegen ‚Homo-Hasser'“:

Ein Mord von diesem Sommer wird dabei für den gemeinen Leser eindeutig in Zusammenhang mit dem „Rechtsextremismus“ gebracht. Selbst ich bin zunächst darauf hereingefallen und dachte mir: „Oh, jetzt gibt es schon einen Toten in der Rechtsextremismus-Szene.“
Auch diese Zwischenüberschrift des ORF und der letzte Satz des Absatzes stellen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen „Rechtsextremismus“ und dem Tötungsdelikt her:

Der Standard schrieb indes im Sommer:

Nun könnte es aber einen neuen Ermittlungsstand geben. Doch ChatGPT (6 Astra Max) verneint dies:

Im jüngsten ORF-Bericht vom Mord wird nur vom mittlerweile nachgewiesenen Drogeneinfluss des Tatverdächtigen berichtet, aber mit keinem Wort findet sich etwas zum „rechtsextremistischen“ Motiv-Zusammenhang. Dieser Bericht ist nur drei Tage alt (15. September 2026).
Kann es also sein, dass der tatverdächtige Ungar unter Ecstasy-Einfluss, der mit fünf Jahren mit seiner Familie nach Österreich gekommen war, von SPÖ, HOSI und ORF einfach zum „Rechtsextremen“ gemacht wurde?
Wenn ja, wäre dies eine neuerliche unfassbare Schweinerei und ein weiterer hier nun fast täglich erbrachter Beweis für eine vom öffentlich-rechtlichen Leitmedium total korrumpierte Medienöffentlichkeit.
Im Falle des Falles: Müssen wir uns länger jeden Tag anlügen lassen?
Ihr erster Screenshot spiegelt nicht den Inhalt Ihres Links wieder. Dort steht (Stand 19.09., 18:55 Uhr):
„Die SPÖ und die Homosexuelle Initiative (HOSI) drängen auf härteres Vorgehen gegen Hasskriminalität. Ein im Vorjahr angekündigter
Nationaler Aktionsplan soll im Herbst an den Start gehen.
Angriffe in Österreich und dem deutschsprachigen Raum, darunter ein Tötungsdelikt im Sommer in Niederösterreich, zeigen, dass „wir es mit einem organisierten und breit vernetzten Umfeld“ zu tun haben, sagte Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner zur APA.“
Ob hier nachträglich eine Korrektur vorgenommen wurde, kann ich nicht beurteilen. Aktuell scheint dort aber der Sachverhalt korrekt wiedergegeben zu werden. Sollte sich der Rechtsextremismusverdacht erhärtet, wird sicherlich darüber auch von Ihnen berichtet.
Es wurden nachträglich Korrekturen ohne editorischen Hinweis vorgenommen, siehe: https://plagiatsgutachten.com/blog/orf-aenderte-wording-ueber-rechtsextreme-homo-hasser/
Ist auch über die Wayback Machine zu rekonstruieren.
Kann sein und natürlich sollten aus Transparenzgründen auch nachträgliche Änderungen kenntlich gemacht werden. Ich sehe es aber erstmal positiv, dass da offensichtlich eine schnelle Korrektur vorgenommen wurde, da das ein Indiz dafür ist, dass das kein Beispiel für eine „ekelerregende Medienmanipulation“, sondern für ungenaues Arbeiten ist.
Ungenaues Arbeiten bzw. Fehler im Allgemeinen sind letztendlich menschlich und können vorkommen.
Aus Interesse hätte ich noch eine Frage: Haben Sie den ORF zunächst per Mail informiert, dass es zu einem Fehler gekommen ist oder haben Sie das direkt hier veröffentlicht?
Ja!
Weil der ÖRR (in Österreich und Deutschland) in einer fragmentierten Gesellschaft einseitig berichtet.
Tauglichkeitsprüfung (auch als Lackmustest, Elchtest oder Bewährungsprobe geläufig): Welchen Themen publizieren Forschende in den Kulturwissenschaften (früher: Geisteswissenschaften) hauptsächlich? Wer ein Muster erkennt, sollte sich nicht wundern, dass sich diese Präferenzen auch medial widerspiegeln.
– Gefahr des Rechtsextremismus
– Hass im Netz
– Antimuslimischer Rassismus
– Misogynie
Im Wesentlichen dürfte alles eine Lüge sein, so, wie es erzählt wird.