Schwerste journalistische Verstöße in der Tagesschau, schwerste wissenschaftliche Verstöße bei HateAid

Die Tagesschau hat in dem von mir gestern zweiten kritisierten Beitrag binnen weniger Tage nicht nur die Ergebnisse einer methodisch äußerst zweifelhaften Studie der privat geführten Berliner Gesellschaft HateAid unkritisch übernommen und den zentralen Sachverhalt falsch dargestellt. Sie hat auch beim Fallbeispiel manipuliert, und zwar genau nach demselben Strickmuster wie bei der Darstellung einer Kopftuch tragenden Frau in einem mittlerweile zurückgezogenen Tagesschau-Beitrag über Diskriminierung.

Was ist nun wieder passiert? Im Online-Beitrag von gestern über angeblich vermehrt auftretende „digitale Gewalt“ gegen weibliche Politiker ist diesmal die Hamburger SPD-Jungpolitikerin Sarah Timmann und nicht eine Kopftuchfrau das Fallbeispiel.

Im schon zwei Tage älteren Fernsehbeitrag (NDR Fernsehen vom 12.03.2006 um 16 Uhr, als Frame im Text) liest Frau Timmann drei Beispiele für angebliche „digitale Gewalt“ gegen sie vor. Diese werden auch als Screenshots gezeigt. Ein Beispiel ist etwa „… sorry, aber wat haben Kinder im Senat zu suchen?“.

Ein anderes ist „Lächerlich das Kind“. Ein drittes ist „hirntotes Weib“.

Abgesehen davon, dass sich zwei von drei Kommentaren nicht mit dem Geschlecht, sondern mit dem Alter der Politikerin beschäftigen (sie ist 28 Jahre jung), unterschlägt die Tagesschau, dass es sich bei diesen Kommentaren allesamt um Reaktionen auf ein sehr provokatives Video handelt, dass Sarah Timmann selbst auf Facebook gestellt hat.

In diesem Video greift Timmann die AfD scharf an. Der Tonfall ist apodiktisch, kaltschnäuzig, in starker Abwehrhaltung, geradezu Ex cathedra. Einmal sagt sie, „Vielleicht kommt die AfD mit Googeln nicht zurecht“. Ein andermal streut sie „Nein, ich lasse keine Frage zu“ ein.

Die Tagesschau unterschlägt also dem Leser, Zuhörer und Zuschauer völlig, dass die initiale Provokation von der Politikerin ausging, indem sie ihre Brand(mauer)rede auch noch selbst auf Facebook gepostet hat. Wenn man dann auch noch die Kommentarfunktion öffnet, darf man sich doch über entsprechenden Gegenwind nicht wundern. Wer selbst persönlich wird, dem wird man persönlich. Oder will Frau Timmann nur Zustimmung wie dereinst im realen Sozialismus lesen?

Tatsächlich könnte das das wahre Motiv sein. Denn der Beitrag kulminiert in der bekannten linken Forderung nach einer gesetzlichen Verschärfung im Sinne einer Einführung der Klarnamenspflicht.

Und hier hat die Tagesschau schon wieder manipuliert: Soweit ich es überprüft habe, haben alle kritischen Kommentatoren aus dem Thread auf Facebook Klarnamen, einer hat sogar seinen realen Arbeitgeber angegeben.


Hier wurde also ein Gespenst anonymer Verfolgungen hilfsbedürftiger Frauen konstruiert, die in Wahrheit selbst zuvor recht heftig ausgeteilt haben.

Die Tagesschau macht somit nicht Journalismus, sondern Propaganda. Sie verstößt fundamental gegen die Handwerksregeln der Ausgewogenheit und Unparteilichkeit. Der ganze Beitrag ist reine Wahlwerbung für die SPD. Es geht alles viel zu weit.


Mit den allesamt nicht validen Studien zu Rechtsextremismus, Diskriminierung, Antifeminismus und digitaler Gewalt bin ich offenbar an einem riesigen Problem dran wie zu Beginn meiner Plagiatsaufdeckungen vor 20 Jahren. Ich denke, dass ich das Fass gerade erst aufgemacht habe.

2 Kommentare zu “Schwerste journalistische Verstöße in der Tagesschau, schwerste wissenschaftliche Verstöße bei HateAid

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  1. Nikolaus Schlenker

    Für mich fällt diese ganze Geschichte wieder in den Themenkomplex „Volksverhetzung seit 2015“. Ich wünschte, ich hätte die Zeit und die Ressourcen, das genauer zu untersuchen. Ich bin überzeugt, dass 2015 in den Medien ein Bruch stattfand, der zu einer gezielten Verhetzung aller Meinungen führte, die den Regierungsnarrativen widersprachen. Es muss Akteure gegeben haben, die das angestoßen haben. Ich glaube es war […], der gesagt hat: „Wir wollten, dass sie die Pegida scheiße fanden“. Sowas ist nicht lustig, sowas ist Volksverhetzung und strafbar. 11 Jahre später ist die Republik fast unheilbar gespalten. Wenn die Medien dafür verantwortlich sind, ist das beweisbar, denn all ihre Aussagen waren öffentlich. Es müsste nur mal jemand richtig recherchieren. Aufklärung ist der einzige Weg zur echten Heilung. Und dieses Land braucht Heilung!

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  2. Joe Taferner

    Das muss wohl ein Güllefass sein. Normalerweise wird ja der übelriechende Inhalt auf die Felder verbracht. Die „Öffentlich-Rechtlichen“ schütten den widerlichen Inhalt über ihre Zuschauer aus. Dass die dafür auch noch bezahlen müssen, ist ein weiterer, ungeheurer Skandal!

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