Mario Voigt, Thüringens Ministerpräsident von der CDU, kämpft um sein politisches Überleben. Wie macht er das? Indem er der Bevölkerung die Unwahrheit sagt. Mehrfach. Zunächst, 2024, hieß es, seine Doktorarbeit sei völlig in Ordnung, es gebe überhaupt keine Hinweise auf wissenschaftliches Fehlverhalten – dies habe ein Experte (mit CDU-Parteibuch) festgestellt. Als dann der Doktorgrad von der TU Chemnitz einstimmig (!) entzogen wurde, lautete das neue Argument Anfang 2026: Der wissenschaftliche Kern sei aber nicht betroffen. Und auch das ist eine Unwahrheit, wie wir nun zeigen konnten.
Ein neues Gutachten im Auftrag der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag zeichnet das Bild eines Ministerpräsidenten, der in seiner Doktorarbeit auf deutlich mehr Seiten als die CDU-Politikerin Annette Schavan abgeschrieben hat. Schavan ist 2013 nach Plagiatsvorwürfen gegenüber ihrer Doktorarbeit zurückgetreten. Eine weitere Rekonstruktion von uns zeichnet das Bild einer Person, die schon seit mindestens 20 Jahren plagiiert. Denn Plagiate wurden auch in fünf anderen Veröffentlichungen von Mario Voigt gefunden. Die älteste stammt aus dem Jahr 2004.
Plagiieren und die Unwahrheit sagen, was sagt das über den Charakter des Politikers?
An einer Stelle hat Mario Voigt in einem programmatischen Beitrag zu den Werten der CDU sogar einen — wie anzunehmen ist: eher linken – Spiegel-Journalisten plagiiert.
An einer anderen Stelle hat er von fünf Absätzen hintereinander aus Wikipedia plagiiert und die Stelle mit einer Fußnote zu einem Kinderbuch garniert.
Durch das Plagiieren gerieten Fehler in den Text: Falsche Jahreszahlen, falsche Prozentwerte, erfundene Zitate. Wie verlässlich und kompetent ist der Ministerpräsident?
Mario Voigt ist ein Wissenschaftssimulant. Er ist längst reif für den Rücktritt. Und ich denke, dass er das auch selbst weiß. Er spielt auf Zeit. Und er erzählt der Bevölkerung etwas ganz anderes.
Lesen Sie die Details in dieser Präsentation, die heute (am 20. Mai 2026) im Rahmen einer Pressekonferenz der AfD Thüringen im Erfurter Landtag vorgestellt wurde.
Lesen Sie hier unser neues Gutachten zu 125 neu gefundenen Plagiatsfragmenten und neuen schweren Verdachtsmomenten bei der empirischen Arbeit in der Doktorarbeit von Mario Voigt (Word-Doc, 119 Seiten, 90,5 MB).
Lesen Sie hier unser Gutachten zu Plagiaten in fünf weiteren Veröffentlichungen von Mario Voigt (Word-Doc, 45 Seiten, 7,5 MB, Update von 2024).
Unser erstes Gutachten vom August 2024 zu 140 Plagiatsfragmenten finden Sie hier.
Insgesamt halten wir derzeit also bei 265 Plagiatsfragmenten. Mein Team sieht, dass wir die Zahl weiter steigern könnten.





















