Im aktuellen „Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor“ des DeZIM (Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung) ist auf S. 6 zu lesen:

Diese Aussage ist falsch bzw. genauer: Sie wurde durch die empirische Methode nicht geprüft und kann somit durch deren Ergebnisse nicht bestätigt werden. Es wurde keine teilnehmende Beobachtung durchgeführt und auch kein Experiment. Es wurden auch keine Videoaufzeichnungen aus dem öffentlichen Raum ausgewertet.
Vielmehr wurde eine Befragung durchgeführt. – Diese Unterscheidung ist grundlegend für die empirischen Sozialwissenschaften: Angaben über Ereignisse dürfen niemals mit Ereignissen verwechselt werden. Wenn wir Befragungen wiedergeben, müssen wir daher stets schreiben „laut Eigenangaben“ oder „einer Befragung zufolge“. Wenn wir aber aus angegebenen Wahrnehmungen, die stets wahr oder falsch, übertrieben oder untertrieben, gut oder schlecht in Erinnerung sein können, Faktizitäten machen, begehen wir einen Kategorienfehler. Warum macht das das DeZIM?
Es handelt sich auf S. 6 auch um keine sprachliche Ungenauigkeit. Der Kategorienfehler zieht sich durch die gesamte Studie. Hier S. 43:

Aus meinem seit vielen Jahren an der Universität Wien verwendeten Manual zur empirischen Sozialforschung:
