Archiv des Jahres: 2023

Stefanie Stahl stahl noch mehr

Ich gestehe: Der Titel dieser Blogstory ist ein schamloses Plagiat. Die Idee hatte nämlich die Aufdeckerin von allerlei Stuss und Plagiaten im Buch „Wer wir sind“ von Stefanie Stahl, die Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychoanalytikerin Diana Pflichthofer.

Ich wurde nun von einem Medium eingeladen, das Buch nicht auf Plagiat, sondern inhaltlich kritisch zu lesen. […]

Plagiatsvorwurf gegen „Deutschlands Psychologin Nr. 1“ Stefanie Stahl

Die ohnedies schon erstaunlich lange Liste der Sachbuchplagiate am deutschsprachigen Buchmarkt ist nun um einen klingenden Autorennamen reicher: Dipl. Psych. (mit Abschluss an der Universität Trier) Stefanie Stahl. Sie wird ihrer Leserschaft die Frage beantworten müssen, warum sie in ihrem jüngsten SPIEGEL-Bestseller „Wer wir sind“ unter anderem aus der „Zeit“ und aus der „Welt“ abgeschrieben hat – vor allem aber aus dem Hauptwerk ihres Mentors Klaus Grawe mit dem Titel „Neuropsychotherapie“ (2004). […]

Plagiatsvorwurf gegen Nazi-Kapitel in der IHS-Studie zum Vertrauen in die Wissenschaft

Nun, macht ja nix: Wir sind in Österreich. Die Autorinnen und Autoren der soeben stolz präsentierten IHS-Studie zum Vertrauen in die Wissenschaft haben ausgerechnet im Kapitel zur österreichischen Nazizeit plagiiert. Diese Nachricht wird das Vertrauen in die Wissenschaft in Österreich weiter stärken.

Und im Klartext und ganz unironisch: Solche Stellen würden in jeder Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) an einem österreichischen Gymnasium (ich werde häufig mit einschlägigen Fällen konfrontiert) dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler ein Jahr verlieren. […]

Leserbrief-Schlagabtausch zur Rektorsposse an der Universität Salzburg: Wurde schon Polaschek nach einem „Einervorschlag“ rechtswidrig Rektor?

Die Universität Salzburg hat nun das geschafft, was jede Institution dieser Art vermeiden will: Ein untergriffiger Krieg wird nicht mehr nur in den Gremien, sondern auch in der Öffentlichkeit geführt.

Eigentlich wäre Wissenschaft ein Traumjob. Von der öffentlichen Hand finanziert kann man ein Leben lang seinen Themen und Forschungsfragen nachgehen, im Idealfall wirklich Neues schaffen. […]

Macht die „Ars electronica“ aus der geplanten Digital-Uni Linz ein weiteres Kunstlabor?

Eine Partner-PR-Meldung von heute stimmt mich nachdenklich. Da heißt es zu Beginn der Medieninformation hochtrabend: „Auf völlig neue Art entsteht in Linz eine neue Universität.“ – Das klingt natürlich immer gut!

„Expertenvortrag“ mit BM Polaschek

Dann aber schon Kontrapunkt Nummer 1: „Dazu gibt es Expertenvorträge, u.a. […]

„Deutsches“ oder „karibisches Paradigma“? Die Universität Salzburg am Scheideweg zwischen Kompetitivität und Provinzialität

Nun, ich möchte hier nicht zum x-ten Mal die bislang aufgedeckten „Unappetitlichkeiten“ von Heinrich Schmidinger, Altrektor der Universität Salzburg, breittreten (Ermöglichung eines Plagiatsskandals durch Managementfehler an der SMBS; Postenschacher bei der Wiederbesetzung eines OGH-Höchstrichters auf eine befristete Professur; Abwürgen einer Arbeitsgemeinschaft zu guter wissenschaftlicher Praxis auf Wunsch der ÖVP). […]

Schwerwiegende Kritik an den GWP-Richtlinien der ÖAWI – und das große Schweigen der „Agentur für wissenschaftliche Integrität“

Es ist bekannt, dass ich seit langem die Arbeitsweise der ÖAWI, der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität, kritisiere. Vieles bei der ÖAWI ist seit jeher intransparent, Entscheidungen werden, wenn überhaupt, nur kursorisch und begründungslos kommuniziert. Bei mir rufen Betroffene an, die schildern, dass sie nie über Verfahrensausgänge informiert wurden, dass die ÖAWI entgegen ihrer auch medial abgegebenen Versprechungen keine detaillierte(re)n Untersuchungen angestellt habe etc. […]

Keine „Unschuldsvermutung“ bei der Berichterstattung über Plagiats(verdachts)fälle

Bei der Berichterstattung über Plagiats(verdachts)fälle war in österreichischen Medien zuletzt manchmal die Floskel „Es gilt die Unschuldsvermutung.“ zu lesen, so etwa zuletzt hier. Unbefugte Titelführung wegen Plagiats und Ghostwriting wurden 2021 ins Universitätsgesetz neu als Straftatbestände aufgenommen. Und im österreichischen Verwaltungsstrafverfahren gilt die Unschuldsvermutung. Gilt nun auch die Unschuldsvermutung, wenn Massenmedien über Plagiats(verdachts)fälle berichten? […]

„Plagiatsjäger“ einmal anders: Josef Mitterers Philosophie – auf YouTube erklärt. Folge 3

Nun also Folge 3 von mir auf YouTube zur Philosophie Josef Mitterers. Nachdem Folge 1 mit zwei vermeintlichen neuen infiniten Regressen anhob und Folge 2 mit Wittgensteins Aspektsehen (und Mitterers Weiterentwicklung), geht es in Folge 3 um diese Themen:

  • Wie reden Nondualisten?
  • Visualisierung von zwei Analogien von Josef Mitterer: (1) Wie kommt es im Nondualismus zu neuen Beschreibungen?
[…]

„Musterbeispiel schlechter Legistik“: Zwei Strafrahmen für Titelmissbrauch – Wir brauchen jetzt ein „GWP-Sicherungsgesetz“!

Wenn schon das Gedächtnis der Legisten im Wissenschaftsministerium nicht ausreicht, könnte man dann vielleicht künstliche Intelligenz einsetzen, um uns Peinlichkeiten wie die folgende zu ersparen?

In der aktuellen Ausgabe der „Zeitschrift für Hochschulrecht“ (zfhr) deckt Gerhard Muzak von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien auf (man kann es wirklich nicht anders als „aufdecken“ nennen), dass es eine offenbar weitgehend unbekannte weitere Strafbestimmung zu Titelmissbrauch in Österreich gibt. […]

dott. sei Dank: Titelmissbrauch bei ORF-Führungskraft wohl kein „Missverständnis“, sondern jahrelang gelebte Praxis

Der Ötztaler Aufdecker Markus Wilhelm hat als Erster darüber berichtet: Die Landesdirektorin des ORF Tirol, Esther Mitterstieler, führe seit Jahren einen Doktortitel („Dr.“), habe aber in Südtirol nur einen Abschluss eines Magister-Äquivalents gemacht („dott.ssa“). Das Vorgehen ist unter dem Namen „Brennerdoktor“ bekannt geworden.

Ein interessanter Twist war nun vorgestern in einer entsprechenden APA-Meldung nachzulesen, siehe hier in der Version der „Salzburger Nachrichten“. […]

Dubiose Summits: Was passiert eigentlich auf dem „Europäischen Forum Alpbach“, dem „Salzburg Summit“ und im St. Gallener „Square“?

Nun, das ist rätselhaft. Ich hatte ja unlängst in diesem Blog enthüllt, dass viele der Universitätsräte der 22 öffentlichen Universitäten in Österreich parteipolitisch eingefärbt sind, genauer: schwarz oder grün. In Österreich gilt das wohl auch für diverse „Gipfeltreffen“ der „Elite“ – und mit „Elite“ meine ich hier Personen wie Johannes Hahn oder Karoline Edtstadler. […]

Hochschul- und Wissenschaftskorruption, Plagiate, Titelmissbrauch: Unsere Enthüllungen des abgelaufenen Studienjahres

Vor der Sommerpause ist die beste Zeit, um das vergangene Studienjahr Revue passieren zu lassen. – Was ist passiert? Das Team Weber hat sich quasi ins Herz der österreichischen Wissenschaftskorruption vorgearbeitet, ist zum Kern der Probleme vorgedrungen. Je deutlicher der systemische Charakter der Probleme zu Tage trat, desto beharrlicher hat das System geschwiegen. […]

Der Irrsinn der SMBS – University of Salzburg Business School: Dissertationen wurden sogar untereinander plagiiert

Dissertation Nummer vier, die ich mir fassungslos ansehe (es wird doch noch eine Nachtschicht), stammt von Novartis-Manager Stefan Schwerd. Und wieder enthält sie schwerwiegende Plagiate. Schwerd, 2017 schreibt auf S. 30:

Das stammt (und noch viel mehr) unzitiert aus dieser Dissertation, UK, aus dem Jahr 2006:

Nun aber die nochmalige Steigerung: Der Novartis-Manager hat auch aus einer früheren Dissertation aus Riga plagiiert. […]

Ein Wissenschaftsskandal braut sich zusammen: Zumindest zwei weitere Dissertationen in Zusammenarbeit mit der SMBS und Riga sind dreiste Plagiate

Es macht wütend, es macht fassungslos. Das Klischee, dass sich Menschen in gut dotierten Positionen in der Wirtschaft ihren Doktorgrad mit Plagiaten (und/oder Ghostwriting) einfach erkaufen können, scheint sich langsam zu bewahrheiten.

Nach der fast vollständig plagiierten Dissertation des ehemaligen Zillertalbahn-Technikvorstands Helmut Schreiner entpuppt sich nun auch die Dissertation der Novartis-Personalchefin Lydia Sedlmayr aus dem Jahr 2017, wieder entstanden in der Kooperation zwischen der SMBS (University of Salzburg Business School) und Riga, als unverschämtes Plagiat. […]

Schweizerischer Gewerbeverband: Plagiator Henrique Schneider mit Gegengutachten unterlegen

Das sind gute Nachrichten aus der Schweiz: Der Serienplagiator und Titel-Hochstapler Henrique Schneider wird definitiv nicht Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands. Zunächst hat ein vom Gewerbeverband selbst in Auftrag gegebenes Gutachten meine Plagiatsermittlungen im Wesentlichen bestätigt. Klarerweise hat auch der Beschuldigte ein Gutachten in Auftrag gegeben. […]

Nach dem Fall Schreiner: Zweifel an der Promotionsvermittlung der SMBS – University of Salzburg Business School

Im Kommentarbereich meines gestrigen Blogbeitrags zum unfassbaren Plagiat des ehemaligen Technik-Vorstands der Zillertalbahn sowie in den Online-Foren der Massenmedien war häufig zu lesen: Warum vermittelt eine Tochtergesellschaft der Universität Salzburg promotionswillige Wirtschaftstreibende nach Lettland oder Australien und nicht an Salzburger Professorinnen und Professoren? Warum erledigt die Universität Salzburg mit ihren rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das nicht selbst vor Ort? […]

Zillertalbahn-Chef: „Doktorarbeit“ an der Universität Riga entpuppt sich als monströses Übersetzungsplagiat mitsamt Fälschung der Interviews

Die – nach dem an der Universität Innsbruck gescheiterten Promotionsversuch – an der Universität Lettlands, Riga eingereichte neue Dissertation des Zillertalbahn-Chefs Helmut Schreiner ist nahezu ein Komplett-Übersetzungsplagiat der im Jahr 2020 an der RWTH Aachen eingereichten Dissertation der Verkehrswissenschaftlerin Sophia-Marie Gross-Fengels. Gross-Fengels hat auf Deutsch geschrieben. […]

Die seltsamen Rechtsauffassungen der Universität Salzburg: Nun offener Brief des Vizerektorats an den Senat

In einem offenen Brief an den Senat, der auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Salzburg ging, schrieb heute das Vizerektorat:

„Wir müssen wohl nicht betonen, dass die im Senat praktizierte Vorgehensweise die Universität [Salzburg, Anm. S.W.] seit Februar zutiefst verunsichert und die Tatsache, dass noch immer nicht entschieden ist, wer die Universität ab Oktober leiten wird, der PLUS [der Universität Salzburg, Anm. […]

Titelmissbrauch, gefälschte Promotionsurkunde, abgelehnte Dissertation: Auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz bekam Leider-nein-Doktorarbeit überreicht

Der technische Vorstand der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG, Dipl. Ing. Helmut Schreiner MBA, führt seit zumindest 2020 einen Doktorgrad (meist „Dr. techn.“), ohne bislang promoviert worden zu sein. Es ist mir ein völliges Rätsel, woher bei einer Führungskraft, die bereits über zwei akademische Titel verfügt, diese kriminelle Energie kommt. […]

Plagiatsvorwurf gegen Grün-Nationalratsabgeordnete Meri Disoski

Wenn der werte Plagiatsgutachter mal ein paar Tage auf Urlaub war, kommt einiges zusammen. Nun, da war dieser etwas sonderbare Auftritt der österreichischen Grün-Politikerin Meri Disoski bei der Diskussion über „Rammstein“ im ORF am vergangenen Sonntag. Und so kam ich auf die Idee, die im Volltext online zugängliche Diplomarbeit der Nationalratsabgeordneten zum Thema Androgynie bei Goethe, Universität Wien, 2009 zu prüfen. […]

Wieder Zweier- statt Dreiervorschlag für die Rektorswahl an der Universität Salzburg: Ist dieser Vorgang widerrechtlich?

Wozu haben wir ein Universitätsgesetz, wenn es offensichtlich nicht einmal von den Universitätsspitzen eingehalten wird? In § 25 Abs. 1 Z 5a UG heißt es zu einer der Aufgaben des Senats einer öffentlichen Universität in Österreich:

Quelle: UG im RIS

Im gesamten Universitätsgesetz, auch bei den Bestimmungen zum Universitätsrat, ist stets die Rede von einem Dreiervorschlag. […]

Wendung: Die WU Wien machte Stadtrat Peter Hanke fälschlicherweise selbst 26 Jahre lang zum Magister

Unglaublich: Eine Diplomarbeit (wir sprechen natürlich von jener des SPÖ-Politikers Peter Hanke) wird 26 Jahre lang im österreichischen Bibliothekenverbund-Katalog verzeichnet, obwohl der Verfasser sein Studium nie abgeschlossen hat. Das ist auf jeden Fall widerrechtlich. Zur Sicherheit holte ich heute eine Expertenmeinung ein: Abschlussarbeiten dürfen erst dann katalogisiert und veröffentlicht werden, wenn der Studierende sein Studium abgeschlossen hat – und dies auch wirklich mit der allerletzten bestandenen Prüfung. […]

Akademischer Betrugsvorwurf gegen den Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke

Wie ich heute aus verlässlicher Quelle erfahren habe, hat der Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) sein Studium der Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) nie abgeschlossen. Zwei Titelvarianten einer Diplomarbeit Peter Hankes tauchen jedoch im Internet in mehr als einer Quelle auf. Eine offenbar selbst geschriebene Webseite und lexikalische Einträge suggerieren einen Studienabschluss mit dieser Diplomarbeit. […]