Archiv des Jahres: 2023

Master Thesis von Andreas Babler seit heute Mitternacht online

Die Master Thesis von Andreas Babler ist seit heute Mitternacht im Bibliothekskatalog der Donau-Universität Krems (DUK) im Volltext online. Bis gestern abend gab es nur ein einziges gedrucktes Exemplar österreichweit, das bis 7. Juli 2023 verliehen war. Löblich ist, dass die Bibliothek der DUK so schnell Transparenz hergestellt hat – es dürfte wohl ein öffentliches Interesse da gewesen sein, und auch ich habe gestern Druck gemacht. […]

Weitere Ungereimtheiten nach dem „gelernten Maschinenschlosser“: Andreas Babler im Lebenslauf-Check

Ich bin ja im Moment nicht der einzige Österreicher, den die Aussagen von Andreas Babler zur EU ratlos zurücklassen. Jedenfalls ist diese womöglich ebenfalls „b’soffene Gschicht“ jünger als das Ibiza-Video und der Agitator gegen die EU wusste, dass er mitgeschnitten wird.

Ich habe mich daher noch gestern Nacht für den Lebenslauf von Andreas Babler zu interessieren begonnen, und ich muss eingestehen, dass das viel zu spät passiert ist. […]

„Plagiatsjäger“ einmal anders: Josef Mitterers Philosophie – auf YouTube erklärt. Folge 2

Nachdem sich die erste Folge auf YouTube mit Josef Mitterers Kritik am Dualismus von Sprache und Wirklichkeit beschäftigt hat, geht es in der zweiten Folge nun auch ans Eingemachte: Aufbauend auf Mitterers Kritik an Wittgensteins Unterscheidung von Sehen und Sehen-als („Aspektsehen“) wird die Nicht-dualisierende Redeweise in ihren Grundzügen vorgestellt, mitsamt ihrer neuen Terminologie:

  • Reden über etwas hinaus statt über etwas
  • Beschreibungen so far und Beschreibungen from now on
  • Ausführungszeichen /…/ zur Kennzeichnung von Beschreibungen so far
  • Rudimentärbeschreibungen
  • Objektangaben (in der bisherigen Philosophie: Benennungen)

Die knapp YouTube-Lecture mündet in eine Themenliste von fast 40 Themen. […]

Bundesdeutscher Ex-Klimaschutz-Staatssekretär Patrick Graichen hat auch an der University of Cambridge plagiiert

Es ist dies ein erneuter Hinweis auf das „Systemversagen“ der Universitäten, von dem Volker Rieble immer wieder spricht. Der ehemalige Klimaschutz-Staatssekretär der Grünen, Patrick Graichen, hat bereits in seinen schriftlichen Arbeiten an der University of Cambridge, UK im Jahr 1996 schwerwiegend plagiiert. Graichen erhielt in Cambridge seinen M. […]

„Plagiatsjäger“ einmal anders: Josef Mitterers Philosophie – auf YouTube erklärt. Folge 1

Nachdem ich kürzlich eine Journalistenanfrage erhalten hatte, ob ich nicht die Philosophie Josef Mitterers in einer dreiminütigen WhatsApp-Ansage erklären könne, kam ich auf die Idee, dazu einmal eine YouTube-Lecture zu machen. Diese wurde dann mit 56 Minuten Länge doch recht abendfüllend. Mit Mitterers Philosophie beschäftige ich mich bereits seit meiner Diplomarbeit, vertieft tue ich dies seit 2007. […]

Fall Neumayr legt nächste Inkonsistenz im Universitätsgesetz (UG) offen

Die Vorgeschichte:

„Standard“: Postenschacher-Verdacht gegen Altrektor der Universität Salzburg, Heinrich Schmidinger (16.05.23)

Rechtsdebatte um Höchstrichter-Professur an der Uni Salzburg: Erlaubt das UG erneut ein Schlupfloch? (18.05.23)


Vielleicht möchten mir die juristisch versierten Leserinnen und Leser dieses Blogs die Frage beantworten: Sind alle Gesetze so, in Österreich oder gar auch anderswo, wenn man genau hinschaut? […]

Rechtsdebatte um Höchstrichter-Professur an der Uni Salzburg: Erlaubt das UG erneut ein Schlupfloch?

Ein interessantes Posting eines Users namens „Martin Hitz“ erschien gestern zur auch hier im Blog diskutierten Geschichte des „Standard“ über einen Fall von mutmaßlichem Postenschacher und mutmaßlicher Diskriminierung an der Universität Salzburg. Wir wissen nicht, ob es sich beim Kommentator tatsächlich um den Martin Hitz handelt, den langjährigen Vizerektor der Universität Klagenfurt und nachnominierten Bewerber auf den Rektorsposten an der Universität Salzburg. […]

„Standard“: Postenschacher-Verdacht gegen Altrektor der Universität Salzburg, Heinrich Schmidinger

Der „Standard“ berichtet heute in einem im Volltext kostenlos zugänglichen ausführlichen Artikel über den Verdacht des Postenschachers gegen den Altrektor der Universität Salzburg, den christlichen Philosophen Heinrich Schmidinger. Es solle mit ihm eine Vereinbarung gegeben haben, den aus Salzburg stammenden derzeitigen Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs (OGH), Matthias Neumayr immer wieder auf eine zeitlich auf fünf Jahre befristete und nicht verlängerbare Professur zu bestellen, eine sogenannte „§ 99/1-Professur“. […]

Ein halbes Jahr ChatGPT & GWP: Die Institutionen sollten Richtlinien publizieren!

Alle reden über ChatGPT. Der österreichische Digitalisierungsstaatssekretär, dessen schülerhaft geschriebener Facebook-Reisebericht aus dem Silicon Valley soeben in den sozialen Medien hierzulande für Spott sorgte, will eine österreichische KI-Regulierungsbehörde. Austria first? Ein wenig sinnvoller Ansatz bei einer weltweit dynamischen Entwicklung. Und die EU will nicht, dass wir China werden (Stichwort „Social Scoring“-System). […]

Erneut das Papier nicht wert: Die unsinnigen „Urteile“ der ÖAWI

In den Richtlinien der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) findet sich die „Behinderung von Forschungstätigkeiten“ als eine Form wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Auch im Online-Verdachtsmeldesystem kann diese Kategorie ausgewählt werden:

Quelle: Kontaktformular auf https://oeawi.at

Nun, nach fast fünfmonatiger „Untersuchung“ steht für die „Kommission für wissenschaftliche Integrität“ fest: Meine Forschungstätigkeiten wurden nicht behindert. […]

Die ÖAWI veranstaltet ihre erste Jahrestagung – oder besser: „Geheimkonferenz mit Minister“ – beim FWF in Wien

Die Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) veranstaltet erstmals eine Jahrestagung, und zwar zum Thema „Verantwortliches Forschen in Österreich“ am 09.05.23 im neuen Gebäude des Forschungsförderungsfonds (FWF) in Wien. Aber kaum jemand hat davon erfahren. Alle, die ich gefragt habe, wussten nichts von dieser Tagung. Über drei Umwege erhielt ich nun die Einladung. […]

ChatGPT & andere KI: EU-Europa biegt schon wieder komplett falsch ab

Wir erinnern uns: Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und mit dem Beginn der Digitalisierung war in keiner Weise vorhersehbar, dass unser Alltag 30 Jahre später im Wesentlichen von einer Handvoll Technologieriesen aus den USA, vornehmlich aus dem Silicon Valley, bestimmt sein wird: Microsoft, Apple, Google, Facebook und Amazon. […]

20 Jahre „gute wissenschaftliche Praxis“ in Österreich: Was getan wurde und welche Baustellen es gibt

Es ist ja nicht so, dass gar nichts passiert wäre: Die Hochschulen Österreichs veröffentlichten seit 2002 sukzessive ihre jeweils eigenen Richtlinien für gute wissenschaftliche Praxis. 2008 wurde die „Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität“ (ÖAWI) gegründet. 2015 wurde der Plagiatsbegriff nach einer Diskussion mit Stakeholdern (Uniko, ÖAWI, mdw) erstmals im Universitätsgesetz verankert. […]

Übersetzungsplagiarismus: Wie an der TU Wien Wissenschaft gefakt wird

Und weiter geht es mit einer problematischen Diplomarbeit an der TU Wien. In dieser, wieder Fakultät für Architektur und Raumplanung, wieder 2023, ist etwa zu lesen:

Nun, das stammt von hier:

Dass die Quelle weiter oben in einem anderen Kontext zitiert wird, widerlegt den Plagiatsvorwurf nicht. […]

Schwerwiegende Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis in Diplomarbeiten an der TU Wien

Die schlimmsten Befürchtungen werden nun wahr: An jener Fakultät, an der „mein“ Forschungsprojekt zu guter wissenschaftlicher Praxis ursprünglich hätte angesiedelt werden sollen, nämlich an der Fakultät für Architektur und Raumplanung an der TU Wien, werden reihenweise Plagiate produziert. Arbeiten strotzen zudem vor systematischen Fehlzitaten, Deutschmängeln und falschen Begriffen (mein Dank geht an einen bundesdeutschen Kollegen für die ersten Aufdeckungen). […]

TU Wien sagt entgegen ihrer Pressemeldung das mehrjährige Projekt „Digitale gute wissenschaftliche Praxis“ endgültig ab

„Ich halte viel davon, dieses Projekt zu starten. Ich glaube, dass es der Reputation der TU Wien sehr gut tun würde, insbesondere dem Digitalisierungsgedanken, dass es strategisch wichtig ist und auch universitätspolitisch natürlich wichtig ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.“

Das waren die Worte der Rektorin der TU Wien und Präsidentin der uniko, des Zusammenschlusses der 22 staatlichen Universitäten in Österreich, Sabine Seidler, in einem Meeting am 25.01.2021 zum damals nur sehr rudimentär vorliegenden Projektvorschlag zu „digitaler guter wissenschaftlicher Praxis“ von TU Wien-Professor Markus Haslinger und mir. […]

Schwarz-Grün färbt auch den neuen Universitätsrat der Universität Innsbruck ein: Die Pervertierung einer Absicht des Gesetzgebers

Früher, so wurde mir berichtet, mussten Dreiervorschläge für neue Professuren an das Ministerium geschickt werden, und dieses hat dann entschieden. Wahrlich finstere Zeiten! – Aber immerhin habe ich nun verstanden, warum ich von 1989 bis 1996 unter einem schwarzen und einem roten Ordinarius sowohl am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft als auch am Institut für Politikwissenschaft der Universität Salzburg studieren durfte. […]

Sprachliche und inhaltliche Finsternis auch im Twitter-Kanal von Zeitungsherausgeberin und Universitätsrätin Eva Dichand

Aufmerksamen Lesern dieses Blogs kommen Teile dieser Headline vielleicht bekannt vor. Richtig, das hatten wir schon einmal beim ehemaligen ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Nun, auch Ihr werter Plagiatsgutachter twittert wieder, er ist aber selbst mit seinem sperrigen iPhone bemüht, in korrektem Deutsch zu veröffentlichen. Also die Ausrede „Ist ja nur Twitter!“ […]

„Österreichische Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft“ lehnt Vortrag von mir wegen nicht-gendergerechter Sprache ab

Die „Österreichische Gesellschaft für Kommunikationwissenschaft“ lehnt einen wissenschaftlichen Vortrag von mir zu ChatGPT unter anderem deshalb ab, weil ich im Vortragsabstract keine gendergerechte Sprache verwendet habe. Dieses Faktum führte zu einem Punkteabzug durch den anonymen Reviewer, der wiederum angeblich zum Ausschluss meines Vorschlags führte. Die Konferenz wird im Juli 2023 an der Universität Klagenfurt stattfinden. […]

Prozess TU Wien versus „Plagiatsjäger“ (Teil 1): TU Wien gesteht politische Intervention durch das BMBWF und ÖVP-Mann Pichl

Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, das zu lesen, aber es steht im 42 Seiten umfassenden Schriftsatz der Kanzlei Schönherr, die die TU Wien vertritt, schwarz auf weiß: Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat am 04.10.22, am Tag des Bekanntwerdens der Plagiatsvorwürfe gegen Innenminister Gerhard Karner, das Projekt „Gute wissenschaftliche Praxis – digital“, ein für Österreichs Universitäten so wichtiges Vorhaben, zumindest unter meiner Mitwirkung ausgelöscht. […]

Zehn plagiierte Veröffentlichungen und zwei vorgetäuschte Professuren bei ein und derselben Person – und was Minister Polaschek damit zu tun hat

Ich wurde beauftragt, gutachterlich einen (hoffentlich!) einmaligen Fall zu beleuchten: Der derzeitige Chefökonom und designierte neue Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands und Professor für Allgemeine Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordakademie in Elmshorn, Prof. Dr. Henrique Schneider, MA steht im Verdacht, seit mindestens zehn Jahren in seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen systematisch plagiiert zu haben und zwei Professuren, nämlich an den Universitäten Wien und Graz, vorgetäuscht zu haben. […]

Canceling aller Projekte zu guter wissenschaftlicher Praxis durch das österreichische Bildungsministerium: Eine Übersicht von Oktober 2022 bis heute

1. Canceling eines auf sieben Jahre anberaumten Forschungsprojekts „Gute wissenschaftliche Praxis – digital“ an der TU Wien im Oktober 2022 durch den Sektionschef des BMBWF

26.10.22: Retourkutsche wegen Plagiatsvorwurfs gegen Karner: Bildungsministerium cancelt meine Forschungsvorhaben an der TU Wien

17.01.23: ÖVP-Weisung statt GWP-Initiative: Juristische Fehlinformationen und Schönfärbereien in der Presseaussendung der TU Wien

2. […]

Vom Wiki zur Webleiche: Das BMBWF legt nun auch das Projekt „Zitier-Wiki“ auf Eis

Nach und nach löscht das ÖVP-geführte österreichische Wissenschaftsministerium jedes Projekt aus, das im Zuge der Post-Aschbacher-Diskussionen geboren wurde und damals vom Ministerium als begrüßenswert und sinnvoll angesehen wurde – sonst wäre es ja nicht gefördert worden.

Ein Projekt, in das ich viel Herzblut und Wissen investiert habe, wird nun wohl auch vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) endgültig begraben werden: ein Wiki zum Thema Zitier-Konventionen in den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen, in Zusammenarbeit mit vier Zitier-Expertinnen und -Experten aus Österreich und Deutschland, einem Mitarbeiter von Wikimedia Österreich, einem weiteren österreichischen Wiki-Experten und einem Berliner Designer. […]

Checkliste: Woran erkennt man von ChatGPT generierte Texte?

Liebe Blogleserinnen und -leser! Das ist nur ein erster Draft. Bitte liefert im Kommentarbereich weitere Ideen und Hinweise. Vielen Dank!

Anhand welcher Kriterien erkennt man Texte, die ChatGPT generiert hat?

  1. Oberflächlichkeit, wenig bis kein Tiefgang
  2. „Allerweltsformulierungen“ wie „Es gibt zahlreiche Autoren, die sich mit dem Thema NN beschäftigt haben.“
[…]