
Liebe Leser! Wir möchten noch mehrere „Expertinnen und Experten“ des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks überprüfen. Schon jetzt wissen wir, dass namhafte Personen und Kommentatoren des Zeitgeschehens ebenfalls plagiiert haben. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine gofundme-Spende.
Die deutsche Medizinethikerin und Multi-Funktionärin Alena Buyx hat in ihrer 2005 an der Universität Münster angenommenen medizinischen Doktorarbeit massiv plagiiert und ähnlich wie Annette Schavan und Mario Voigt vor allem Literaturarbeit simuliert. Ein neues Gutachten (PDF-File zum Download, 20 MB) belegt zumindest 73 Textplagiats- und Quellenplagiatsfragmente. Damit ist rund die Hälfte aller Fließtextseiten der Dissertation betroffen. Das Gutachten finden Sie in kompletter Länge auch am Ende dieses Blogbeitrags.
Alena Buyx hat Literaturarbeit vorgetäuscht, die ganz offensichtlich nicht selbstständig stattgefunden hatte. Dies belegt der zitationsbasierte Ansatz der Plagiatsforschung. Es finden sich in der Dissertation aber auch mehrere zum Teil längere Textplagiate. 73 Stellen sind keine Lappalie, man kann also durchaus von einem Muster sprechen. Auf 35 der 84 Seiten Fließtext gibt es Plagiatsfragmente. Das sind 42 Prozent der Fließtext-Seiten. Das sind nicht bloß handwerkliche Fehler, das ist bewusst geschehen.
Google Gemini (Version 3 Pro) wird man nicht Parteilichkeit vorwerfen können. Im Gegenteil ist die KI ja eher bekannt für Vorsicht und Zurückhaltung bei überschießenden Werturteilen. Die KI schreibt:

Äußerst problematisch ist nicht nur die Doktorarbeit von Alena Buyx, die sich noch keinem medizinethischen Thema gewidmet hatte. Ihre Qualifikation als Medizinethikerin erlangte Alena Buyx erst 2013 mit ihrer Habilitation zum Thema „Begriffe der politischen Philosophie und ihre Anwendung in Debatten der biomedizinischen Ethik“:

Quelle: https://cris.uni-muenster.de/portal/de/habilitation/10823148
Doch ausgerechnet diese Habilitationsschrift ist nicht auffindbar. Habilitationsschriften müssen weder in Deutschland noch in Österreich veröffentlicht werden – ein Umstand, den ich bereits hier kritisiert hatte. Aber im Fall von Alena Buyx bin ich der Auffassung, dass sie die Habilitationsschrift der Öffentlichkeit nach den aufgedeckten Problemen in der Dissertation zur Verfügung stellen muss.
Und dies auch aus weiteren Gründen: Die 2013 für Frau Buyx gültige Habilitationsordnung verlangte tatsächlich eine selbstständige wissenschaftliche Leistung und nicht bloß das mitunter auch übliche Fotokopieren von einigen Papers zahlreicher Autoren mit unklaren Beteiligungsgraden, garniert mit einem Deckblatt:

Quelle: https://www.uni-muenster.de/Rektorat/abuni/ab040406.htm#Par_7
Nun verwundert es aber, dass man zum engeren Habilitationsthema in der medizinischen Datenbank PubMed von Frau Buyx überhaupt nur zwei Publikationen findet. Bei beiden Publikationen zum Thema der „Solidarität“ firmiert aber die SPÖ-nahe österreichische Politikwissenschaftlerin Barbara Prainsack als Erstautorin. Einige wenige weitere Papers von Buyx widmen sich ethischen Themen, der Konnex zur „politischen Philosophie“ wird aber im Titel bei keinem ersichtlich.
Gibt es nun eine einsehbare Habilitationsschrift von Alena Buyx oder gibt es keine? – Eine Interview-Passage aus der Zeit der Corona-Pandemie gibt hier eher zusätzlich Rätsel auf:

Quelle: Die Zeit, 2020
Meine Forderung ist klar: Jemand, der massiven öffentlichen Einfluss auf ethische Entscheidungen vor allem während der Corona-Pandemie hatte, muss auch seine Habilitationsleistung, durch die er erst die Qualifikation dafür erlangte, der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.*
Auf E-Mail-Anfragen an die Institutsadresse und die persönliche Mailadresse zu beiden Vorwürfen hat Alena Buyx nicht reagiert.
* Update 14.03.2026: Die Universität Münster hat auf mein Drängen und das der Wochenzeitung Junge Freiheit die Habilitationsschrift von Alena Buyx mittlerweile veröffentlicht. Sie ist hier im Volltext abrufbar.
Lesen Sie hier das gesamte Gutachten zur Dissertation von Alena Buyx:



































































Da mir seit Tagen dieses Rätsel nicht aus dem Kopf geht, muss ich einmal nachfragen: Auf S. 36 wird Abb. 7 gezeigt, in der alle Bezeichnungen (inkl Achsen) fehlen. Ist das denn in der Doktorarbeit genauso? Ich kann mir das gar nicht vorstellen, das wäre doch solch ein Fauxpas, das müsste éigentlich jedem inkl. Buyx & Prüfer sofort aufgefallen sein? Naja, deshalb frage ich jetzt einfach mal nach?
Danke für Ihr Tun , es ist volll wichtig daß diese Lügner und Betrüger zur Verantwortung gezogen werden !
Eine Frage : hat sich der Tom Lausen schon bei Ihnen gemeldet ?
Ich danke Ihnen von ganzen Herzen und bitte machen Sie weiter
Danke Dr. Weber , bei Ihren Aufruf bzgl. Mitarbeiter , mußte ich sofort an den “ Datensalafisten Tom Lausen “ denken !
2 Gründe sprechen absolut für Ihn :
Er ist Mitglied in diversen Corona Enquetes und einem Untersuchungsausschuß und
er ist ein großer Kritiker von Alena Buyx und hat sie auch schon zu Josuah Kimmich befragt !
Auf meine heutige Frage in einem Livestream mit Roger Bittel , ob er Interesse hätte mit Ihnen zusammenzuarbeiten , meinte er daß er sich daß sehr gut vorstellen könnte !
Ich würde mich sehr freuen falls es zu einer Zusammenarbeit zwischen Ihnen kommt , zum Wohle der Wissenschaft und der Gerechtigkeit !
Sie schreiben ua. „Die Zitation einer „rangniedrigeren“ Diplomarbeit […] ist auffällig, aber in der Medizin nicht „verboten“.“
Diese Feststellung wirft die Frage auf, wieso es auffällig oder gar verboten sein sollte, in einer Dissertation (oder welcher wissenschaftlichen Arbeit auch immer) eine Diplomarbeit zu zitieren? Eine solche Annahme würde das Gebot des korrekten Zitierens ja geradezu ins Gegenteil verkehren!
Selbstverständlich darf – und muss – eine Diplomarbeit zitiert werden, wenn man sich auf diese Arbeit stützt. Zumindest in der Geschichtswissenschaft und der Rechtswissenschaft steht das völlig außer Frage. In welchen Fachdisziplinen wird das anders gehandhabt?
„ Die 2013 für Frau Buyx gültige Habilitationsordnung verlangte tatsächlich eine selbstständige wissenschaftliche Leistung und nicht bloß das mitunter auch übliche Fotokopieren von einigen Papers zahlreicher Autoren mit unklaren Beteiligungsgraden, garniert mit einem Deckblatt.“
Genau so werden seit vielen Jahren Promotionen an der Universität Leipzig vergeben! Nachdem das Betrugssystem im Jahr 2024 aufgeflogen war, hat die Universität es kürzlich legalisiert. Man findet aberwitzige kumulative Dissertationen mit bis zu 15 Autoren, meist habilitiertes Universitätspersonal. Eigenanteil der Promovenden unbekannt. Oder die Arbeiten werden als Monografien getarnt und wortwörtlich abgeschriebene Jointwork-Papers als eigene schriftliche Leistung ausgegeben.
Im Promotionsverfahren bewerten die Gutachter schließlich nur noch ihre eigenen Texte und geben sich selbst Noten dafür.
Es ist derzeit der größte institutionelle Wissenschaftsbetrug an einer deutschsprachigen Universität, dem niemand Einhalt gebietet.
Die Arbeit von Anneken 2003, Seite 71, die Frau Buyx auf Seite 63 plagiiert, bezieht sich auf den Artikel „Noninvasive Determination of Language Lateralization by Functional Transcranial Doppler Sonography : A Comparison With the Wada Test“ Stroke 1998. Wie unschwer zu erkennen, geht es hier um Sprache. Im Wada-Test wird das rechte- oder linke Hirnareal komplett ausgeschaltet, um festzustellen wo das Sprachareal liegt. Anneken schreibt richtig, dass es beim Artikel um die „sprachrelevanten Areale“ geht. Das fällt bei Buyx unter den Tisch. Hier die Quelle im Netz: https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/01.STR.29.1.82
Wie mittlerweile fast alle Universitäten, hat auch die Universität Münster eine „Ordnung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“. Diese wurde allerdings erst im Juli 2023 verabschiedet.
Akademische Spielregeln gab es aber natürlich auch schon vorher, vorwiegend geregelt in den Prüfungsordnungen. Die aktuelle Promotionsordnung der Universität Münster sagt dazu in §8(1): „Kern der Promotion ist die eigene, selbstständige und originäre Forschungsleistung, die zum Erkenntnisfortschritt im jeweiligen Fach beiträgt. “
Noch gibt es ja kein Statement der Universität. Man darf aber gespannt sein, zu welchem Ergebnis sie im Lichte der genannten Ordnungen kommen wird.
Verehrter Herr Dr. Weber,
vielen Dank für ihre unermüdliche Arbeit, den selbsternannten elitären Scharlatanen, die Maske vom Gesicht zu reißen. Diese Leute glauben ernsthaft, sie könnten mit ihrem arroganten Auftreten, die eigene intellektuelle Kahlköpfigkeit kaschieren. Dazu kommt mir ein Zitat der SPD-Politikers Horst Ehmke ( 1927 – 2007 ) in den Sinn:
„Senkrechtstarter starten nicht nur senkrecht, sie kommen auch so runter.“
Bleiben sie am Ball !
Herzliche Grüße
Rainer Baumgartl ( Diplom-Ingenieur mit rechtmäßig erstellter Diplomarbeit )
Gibt man bei Google nur Kahne… ein, wird sofort der Alfred-Nobel-Gedächtnispreisträger Daniel Kahneman angezeigt. Es ist davon auszugehen, dass Frau Buyx nicht nur nicht die Originalliteratur gelesen hat, sie hat sich nicht einmal rudimentär mit den Autoren ihrer Quelle beschäftigt. Tragisch ist, dass sie durch dieses „Husch, Husch“ einen Vorteil im akademischen Betrieb verschafft hat. Die anderen, die sich mit langwierigen Quellenstudien befassen, sind die Dummen.
PS: Vom Fall Brosius-Gersdorf hört man nichts mehr…
Bedauerlicherweise gibt es wieder keine öffentliche Dokumentation der Arbeit … 😉
Im Moment ist völlig unklar, warum die Vorwürfe überhaupt erhoben wurden.
Einfach wieder wunderbar gegraben und fündig geworden, auch gute Interviews bei Nius und Kontrafunk. Sehr gut, Herr Weber!
Wie kann es sein, dass der Doktorvater Prof Dr. Stefan Knecht beider Dissertationen Anneken 2003 und Buyx 2005 keine Ähnlichkeiten erkannt hat, zumal sie nur zwei Jahre auseinanderlagen und themenidentisch von ihm vergeben wurden?
So etwas ist durchaus möglich im Lichte dessen, wie und auf welcher Grundlage manche Leute Dissertations-„Gutachten“ erstellen, von Masterarbeiten mal ganz zu schweigen.
Sehr geehrter Herr Dr. Weber!
Der Mut, den Sie zeigen, diese seelisch-geistig verkommene und selbsternannte Elite zu entkleiden und zu demaskieren, ist bewundernswert: Hochachtung!
Zu wünschen ist, Herr Dr. Weber, dass Ihnen während der Beschäftigung mit diesem Thema auch Dissertationen und Habilitationsschriften zur Hand kommen, die echt und hart erarbeitet sind, damit die Freude an der Wissenschaft bleibt. Weil sonst das Destruktive das Konstruktive überrollen könnte wie ein Kaventsmann das einsame Schiff auf rauer See. Denn Sie, Herr Dr. Weber, entsprechen dem Typus, den Reinhard Mey als „Einhandsegler“ genial beschrieben hat.
– Und möglicherweise könnte es angemessen sein, die echten und erarbeiteten wissenschaftlichen Werke zu betonen, als vulkanische Tätigkeit und als Versuch einer Neuschöpfung wissenschaftlicher Redlichkeit über das verschlingende Mehr und Mehr und Mehr und die Quantität des schönen Scheins hinaus siegen zu lassen. Oder, wie Mircea Eliade es in „Das Heilige und das Profane, Vom Wesen des Religiösen“ formulierte, nämlich das exemplarische Werk der Götter zu wiederholen. Ein anderer Denker hat diese Qualität schlichter formuliert:
„Deckende Falten über dem Alten / Traurig und scheu. / Suchtet das Alte, / Findet das Neue, / Findet uns Neu.“ (Goethe)
Mit guten Grüßen aus Hamburg und Gott behüte Sie, Herr Dr. Weber!
Alena Buyx wird die Vorwürfe wie gewohnt kaltblütig lächelnd aussitzen.
Warum bin ich nicht überrascht?
Es reicht, wenn man sich die Auftritte während der Pandemie anschaut. Dann wird sogar einem Laien klar, dass die Dame gut reden kann, es aber an medizinischem Fachwissen fehlt, vor allem in der Impffrage. Sie war und ist halt TV-fähig, oder was sonst?
Das führt mich auch zu der Frage, warum so viele Menschen dem Gesundheitsökonomen „Also“ Lauterbach vertrauen, wenn er sich zu Virusfragen äußert. Er ist im Gegensatz zu seiner früheren Frau nicht mal Epidemiologe. Das kann man sich kaum vorstellen. Ist das so?
Und dann wäre da noch die angebliche oder tatsächliche „Völkerrechtsarbeit“ von Frau Baerbock, die niemand außer ihr und einigen Unbekannten, einem Prüfer bzw. einer Prüferin bekannt ist. Wie viele Plagiatsseiten die wohl hat?
So langsam fragt man sich als politisch interessierter Bürger, ob man den Falschen vertraut (hat)! Und warum? Eigentlich sollten Medienschaffende, die gar nichts schaffen, nicht mal Wissen, keinen Unterhaltungswert haben, sondern kompetent informieren.
Danke für Ihre Arbeit, lieber Herr Weber!
Wer die Fernsehauftritte von Alena Buyx in der Corona-Zeit mitverfolgt hat, muss jetzt zu dem Schluss kommen: Hochmut kommt vor dem Fall.