Lug und Betrug in der deutschen Bundesregierung nehmen kein Ende: „Medienstaatsminister“ Wolfram Weimer schon wieder des Plagiats überführt

In einem im Eigenverlag erschienenen Buch über den deutschen Miterfinder des Telefons, Philipp Reis, schrieb Wolfram Weimer 2020 (S. 38, die Wortanpassungen Weimers habe ich hier fett markiert):

Noch bevor er das Telefon erfindet, bastelt Reis unermüdlich an den absonderlichsten Maschinen. So schraubt er kleine Metallräder unter die Kufen von Schlittschuhen – und erfindet damit den Rollschuh.

Christoph Gunkel schrieb 2011 für den Spiegel:

Schon bevor er das Telefon erfand, hatte Reis unermüdlich an den absonderlichsten Maschinen gebastelt. So schraubte er kleine Metallräder unter die Kufen von Schlittschuhen – und erfand damit den Rollschuh.


Bei Weimer steht auf S. 45:

Das liest sich im Spiegel 2011 so (wieder hat Weimer nur die Vergangenheitsform in den Präsens umgewandelt):

Christoph Gunkel wird im Buch von Wolfram Weimer an keiner Stelle erwähnt. Eine gemeinsame dritte ältere Quelle ist freilich nicht ausgeschlossen, aber abgeschrieben wäre es bei Weimer auch dann.


Bei Weimer steht auf S. 44:

Im Jewiki, der Wiki-Enzyklopädie des Judentums, liest sich das so:

Wieder: Weimer verwandelte die Vergangenheitsform ins Präsens. Eine gemeinsame ältere Quelle ist auch hier nicht ausgeschlossen. Im Jewiki wird Weimers Machwerk an keiner Stelle erwähnt. Abgeschrieben ist es also bei Weimer so oder so.

Nachdem immer wieder systematisch die Vergangenheitsform ins Präsens umgewandelt wurde, ist von methodischem Plagiieren auszugehen. Nach einer Schnellzählung gibt es rund 50 Plagiatsfragmente im Buch.

Lesen Sie hier zu weiteren Plagiaten und mehrfach unterlassungspflichtigen Contentklau-Aktionen Weimers.

4 Kommentare zu “Lug und Betrug in der deutschen Bundesregierung nehmen kein Ende: „Medienstaatsminister“ Wolfram Weimer schon wieder des Plagiats überführt

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