Wie soll man da noch lehren, wenn die künstliche Intelligenz jede studentische überragt? Ich bin gespannt und werde es wohl bei meinem nächsten abgehaltenen Bachelorseminar an der Universität Wien im Wintersemester 2026/27 erfahren.
Ich habe auf ChatGPT Work (nicht „Chat“), Modell GPT-5.6 Sol, die Intelligenz auf „maximal“ gestellt, diesen Screenshot hochgeladen:

Dazu erhielt ChatGPT von mir diesen Prompt:

Das Ergebnis ist nach 12 Minuten und 38 Sekunden eine fix und fertige, meisterliche Seminararbeit. Wichtig ist, dass das eine kreative Aufgabe war, bei der neues Wissen generiert wurde. Neben mir selbst haben sich bislang so gut wie keine Autoren weltweit mit den angeblichen „infiniten Regressen“ bei Josef Mitterer beschäftigt. Es gibt meines Wissens überhaupt nur eine Diplomarbeit (von Patricia Ene) und eine Dissertation (von Martin Staude), in der Kapitel dazu vorkommen. Das war es. Das ist also wirklich alles genuine Eigenleistung der KI.
Das verändert die Lehre radikal. Es verändert die Workflows studentischen Arbeitens radikal. Denn „verbieten“ kann und soll man das nicht. – Warum sollten Studenten nicht zwischen eigener Lektüre des Originals und „eigenem“ Texten schauen, was die KI schreibt? Das ist ja ein völlig legitimes Werkzeug, es wäre geradezu absurd, auf dieses zu verzichten, denn es kann ja viele Texte verbessern. Das Konzept des Vertrauens wird auf eine völlig neue Basis gestellt werden müssen. Die Standards werden komplett neu definiert werden müssen. Von all dem lese und höre ich an den staatlichen Universitäten und Schulen schlichtweg gar nichts.
Auch die Grundlage des modernen Urheberrechts ist somit schlichtweg nicht mehr gültig:

Ich höre und lese dazu keine Diskussion aus der Rechtswissenschaft. Vielleicht hat jemand doch Links für mich.
Hier die fertige Arbeit:











