Auf dem Weg in die Diktatur: Die EU will Jugendlichen bis 13 Jahre verbieten, jegliche Internet-Dienste unbeaufsichtigt zu nutzen

Es müsste halt irgendjemand noch in die Studien hineinschauen. Aber es tut niemand mehr. Wahrscheinlich, weil die Welt täglich mit neuen Fake-Studien geflutet wird.

Was ist nur mit den Wissenschaften passiert? Seit Monaten decke ich hier im Blog ein Schema auf: Begriffe werden auf beliebige Art und Weise erweitert. Dies geschieht ausnahmslos ohne Anschluss an die bisherige wissenschaftliche Fachliteratur. Es handelt sich auch nicht um Legalbegriffe. Bislang hier nachgewiesen mit „Rechtsextremismus“, „Diskriminierung“ und „digitale Gewalt“.

Das Vorgehen verstößt gegen eine elementare Regel der Wissenschaft, dass Termini nicht einfach beliebig umdefiniert werden können (man stelle sich nur ein solches Vorgehen in der Physik oder Medizin vor). Dafür hat die Wissenschaft das Zitierwesen erfunden. Alles andere ist ein Rückfall ins Mittelalter.

Unzulässige, ja sogar kontrafaktische Begriffserweiterung

Die EU-Studie „Child safety online“, aus der eine weitreichende Verbotskultur der EU abgeleitet werden soll, erweitert den Begriffsraum von „Social media“ um „other digital services“ und nennt dies „social media+“ (S. 5):

Die Begrifflichkeit „social media+“ findet sich zuvor in der Literatur an keiner Stelle. Sie dürfte also eine Erfindung der Studienautoren „Prof. Dr. Jörg M. Fegert“ und „Dr. Maria Melchior“ sein. Nun, so kann man in der Wissenschaft nicht arbeiten. Wieviel Steuergeld haben die beiden von der EU erhalten?

Ich habe ChatGPT mit der Definition aus dem Bericht gefüttert und gefragt, ob sie in der Kommunikationswissenschaft Konsens ist. Die Antwort ist eindeutig:

Könnte es sein, dass die Spezialdefinition in der Medizin oder Medienpsychologie existiert? Auch hier Fehlanzeige:


Dann auch noch eine versteckte Erweiterung auf alle Internet-Dienste

Auf S. 5 der Studie werden also „Social media and other digital services“ fachlich falsch als „social media+“ neu definiert. Auf S. 15 wird der Radius dann noch einmal erweitert:


Unter dem wiederholten Deckmantel einer unzulässigen Erweiterung semantischer Räume von Begriffen wird der Umbau der Demokratie in ein autoritäres linksgrünes Regime geplant. Es fehlt nun nur noch, dass das DÖW die Kategorie „Rechtsextremismus+“ einführt: Das wären dann alle, die nicht die sozialistische Revolution erträumen. Oder dass HateAid die Kategorie „Digitale Gewalt+“ einführt: Das wären dann alle, die nicht gendern.

Dieser Taschenspielertrick muss gestoppt werden. Dafür brauchen wir auch neue Verbindlichkeiten in den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Dass an den Begriffen selbst geschraubt wird, ist ein Phänomen, das bislang von der Wissenschaft nicht erhellt wurde und deshalb auch noch in keinerlei Regularien seinen Niederschlag gefunden hat.

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