Schlagwort-Archiv: Plagiat

Seminar zu Fälschung, Betrug und Plagiat

Es sind schon merkwürdige Zeiten. Weiterhin große Funkstille oder sogar aktives Leugnen von glasklaren Plagiatsfällen an einigen, insbesondere österreichischen Universitäten, und weiterhin keine Bereitschaft zur Weiterrecherche bei begründeten Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei der österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität.
Dagegen gibt es fast wöchentlich neue Meldungen über mutmaßliche naturwissenschaftliche Fälschungen im größeren Stil, oder man liest etwas dubiose Interviews mit sich outenden Ghostwritern, die angeblich schon mehreren zu einem akademischen Grad verholfen haben. […]

Namhafte deutschsprachige Wissenschaftler unterstützen „Serien-Plagiator“

„He is a serial plagiarizer.“ Alan Sokals Worte über den Politologen Frank Fischer sind eindeutig. Ebenso glasklar sind seine dokumentierten Funde. Dennoch solidarisieren sich namhafte Politikwissenschaftler auch von deutschen und österreichischen Universitäten mit dem Plagiator: Herbert Gottweis (ehemals Universität Salzburg und in Führungsfunktion beim FWF – er hat sich ebendort schon einmal schützend vor eine Plagiatorin gestellt), Helga Pülzl (Universität Salzburg), Ulrich Brand (Universität Wien), Hubertus Buchstein (Universität Greifswald), Alex Demirovic (TU Berlin) und Christian Möllmann (Universität Kassel), um nur einige zu nennen. […]

Auch Alan Sokal betreibt Plagiatsdetektion mit Google

Der Physiker und Mathematiker Alan Sokal, weltweit bekannt geworden durch seine brillante Kritik am Missbrauch der Naturwissenschaften durch postmoderne Fasel-Wissenschaft, ist nun auch – wie Ihr werter Plagiatsgutachter – unter die Text-Googler gegangen. Er hat in mehreren Büchern eines renommierten amerikanischen Politikwissenschaftlers mit Hilfe der Suchmaschine viele Plagiatsstellen entdeckt, wobei höchst systematisch Halbsätze und Wortgruppen oft über mehrere Absätze hinweg nacheinander unzitiert übernommen wurden. […]

Hegemänner und -frauen in der Wissenschaft(spublizistik)

In den vergangenen Tagen wurde ich des Öfteren gefragt, warum ich hier (noch) keine konkreten neuen Plagiatsfälle „oute“, also nicht endlich „Ross und Reiter beim Namen nenne“ (bei mittlerweile knapp 80 Fällen müssten doch ein paar „spannende“ neue dabei sein). Ja, dem es ist auch so, und die Dinge gehen hoffentlich basierend auf meinen Gutachten ihren korrekten Weg – und wenn nicht, kann ja immer noch eine Veröffentlichung folgen. […]

Drei Titel-Aberkennungen an der Uni Graz

Drei akademische Grade innerhalb eines Jahres wurden an der Universität Graz nach Plagiatsprüfungen aberkannt, berichtet das Magazin „Austria Innovativ“ in seiner aktuellen Ausgabe, die mit „Den Schummlern auf der Spur“ titelt (Story auf S. 16 bis 18). Wie viele Grade waren es wohl in ganz Österreich in den vergangenen fünf Jahren? […]

Nur sehr wenige Plagiatsfälle beim DFG-Ombudsman

Der Ombudsman der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat seinen Jahresbericht 2009 hier online veröffentlicht. Darin verwundert die doch sehr geringe Anzahl an gemeldeten und aufgegriffenen Plagiatsfällen. Im Bericht ist auf Seite 5 zu lesen:
„Im Jahr 2009 lagen uns 4 Hinweise auf Plagiate vor, von denen wir bisher 3 als Fälle aufgegriffen haben.“ […]

Des Hahns fremde Federn (wieder mal…)

Nach der heutigen Medienberichterstattung zur „Eröffnung“ des Blogs haben mich mehrere Anfragen zur Dissertation des österreichischen Ex-Wissenschaftsministers Johannes Hahn erreicht. Hier nur kurz die Info, dass die von mir entdeckten Übereinstimmungen immer noch online hier abzurufen sind: http://phaidon.philo.at/qu/?p=348 (Es handelt sich um die Dokumente „Hahn gegen Zitate“ und „Hahn mag keine Anführungszeichen“ 1 und 2.) […]

Wer einmal plagiiert, dem …?


Aus einer Bachelorarbeit, Universität Salzburg, 2004


Aus dem (mutmaßlichen) Original

Ein Fall, der (wieder einmal) zeigt, dass die Universitäten einfach noch viel genauer hinschauen müssen, wenn sie es ernst meinen mit der Verhinderung und Ahndung von Plagiaten:
Im Jahr 2007 entdeckte ich im Zuge einer empirischen Analyse von 125 Salzburger Diplomarbeiten, dass eine Arbeit seiten- und sogar kapitelweise aus unzitierten Texten aus dem Netz bestand, die einfach mittels Copy & Paste in den Fließtext hineinkopiert wurden. […]