Schlagwort-Archiv: Transparenz

Nach dem Fall Schreiner: Zweifel an der Promotionsvermittlung der SMBS – University of Salzburg Business School

Im Kommentarbereich meines gestrigen Blogbeitrags zum unfassbaren Plagiat des ehemaligen Technik-Vorstands der Zillertalbahn sowie in den Online-Foren der Massenmedien war häufig zu lesen: Warum vermittelt eine Tochtergesellschaft der Universität Salzburg promotionswillige Wirtschaftstreibende nach Lettland oder Australien und nicht an Salzburger Professorinnen und Professoren? Warum erledigt die Universität Salzburg mit ihren rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das nicht selbst vor Ort? […]

Die seltsamen Rechtsauffassungen der Universität Salzburg: Nun offener Brief des Vizerektorats an den Senat

In einem offenen Brief an den Senat, der auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Salzburg ging, schrieb heute das Vizerektorat:

„Wir müssen wohl nicht betonen, dass die im Senat praktizierte Vorgehensweise die Universität [Salzburg, Anm. S.W.] seit Februar zutiefst verunsichert und die Tatsache, dass noch immer nicht entschieden ist, wer die Universität ab Oktober leiten wird, der PLUS [der Universität Salzburg, Anm. […]

Wendung: Die WU Wien machte Stadtrat Peter Hanke fälschlicherweise selbst 26 Jahre lang zum Magister

Unglaublich: Eine Diplomarbeit (wir sprechen natürlich von jener des SPÖ-Politikers Peter Hanke) wird 26 Jahre lang im österreichischen Bibliothekenverbund-Katalog verzeichnet, obwohl der Verfasser sein Studium nie abgeschlossen hat. Das ist auf jeden Fall widerrechtlich. Zur Sicherheit holte ich heute eine Expertenmeinung ein: Abschlussarbeiten dürfen erst dann katalogisiert und veröffentlicht werden, wenn der Studierende sein Studium abgeschlossen hat – und dies auch wirklich mit der allerletzten bestandenen Prüfung. […]

Akademischer Betrugsvorwurf gegen den Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke

Wie ich heute aus verlässlicher Quelle erfahren habe, hat der Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) sein Studium der Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) nie abgeschlossen. Zwei Titelvarianten einer Diplomarbeit Peter Hankes tauchen jedoch im Internet in mehr als einer Quelle auf. Eine offenbar selbst geschriebene Webseite und lexikalische Einträge suggerieren einen Studienabschluss mit dieser Diplomarbeit. […]

Master Thesis von Andreas Babler seit heute Mitternacht online

Die Master Thesis von Andreas Babler ist seit heute Mitternacht im Bibliothekskatalog der Donau-Universität Krems (DUK) im Volltext online. Bis gestern abend gab es nur ein einziges gedrucktes Exemplar österreichweit, das bis 7. Juli 2023 verliehen war. Löblich ist, dass die Bibliothek der DUK so schnell Transparenz hergestellt hat – es dürfte wohl ein öffentliches Interesse da gewesen sein, und auch ich habe gestern Druck gemacht. […]

Weitere Ungereimtheiten nach dem „gelernten Maschinenschlosser“: Andreas Babler im Lebenslauf-Check

Ich bin ja im Moment nicht der einzige Österreicher, den die Aussagen von Andreas Babler zur EU ratlos zurücklassen. Jedenfalls ist diese womöglich ebenfalls „b’soffene Gschicht“ jünger als das Ibiza-Video und der Agitator gegen die EU wusste, dass er mitgeschnitten wird.

Ich habe mich daher noch gestern Nacht für den Lebenslauf von Andreas Babler zu interessieren begonnen, und ich muss eingestehen, dass das viel zu spät passiert ist. […]

Die ÖAWI veranstaltet ihre erste Jahrestagung – oder besser: „Geheimkonferenz mit Minister“ – beim FWF in Wien

Die Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) veranstaltet erstmals eine Jahrestagung, und zwar zum Thema „Verantwortliches Forschen in Österreich“ am 09.05.23 im neuen Gebäude des Forschungsförderungsfonds (FWF) in Wien. Aber kaum jemand hat davon erfahren. Alle, die ich gefragt habe, wussten nichts von dieser Tagung. Über drei Umwege erhielt ich nun die Einladung. […]

Schwarz-Grün färbt auch den neuen Universitätsrat der Universität Innsbruck ein: Die Pervertierung einer Absicht des Gesetzgebers

Früher, so wurde mir berichtet, mussten Dreiervorschläge für neue Professuren an das Ministerium geschickt werden, und dieses hat dann entschieden. Wahrlich finstere Zeiten! – Aber immerhin habe ich nun verstanden, warum ich von 1989 bis 1996 unter einem schwarzen und einem roten Ordinarius sowohl am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft als auch am Institut für Politikwissenschaft der Universität Salzburg studieren durfte. […]

Ungereimtheiten im LinkedIn-Lebenslauf der Anwärterin auf den Rektorsposten an der Universität Salzburg

Mit einem ungewöhnlich langen Lebenslauf auf LinkedIn wartet die Juristin und derzeitige Rektorin der Universität von Aruba, Viola Heutger auf. Die aus Deutschland stammende Rechtswissenschaftlerin mit studentischen Wurzeln in Salzburg gilt als Favoritin für den Rektorsposten an der Universität Salzburg. Bis ins Jahr 1990 reicht der Social Media-Lebenslauf zurück, und da heißt es: „ […]

Wie Österreichs Parteipolitik auch die Universitäten kontrolliert: Offenbar die meisten der vom BMBWF vorgeschlagenen Uniräte entweder schwarz oder grün

Zwei, drei oder vier Mitglieder der Universitätsräte, also quasi der Aufsichtsräte der 22 staatlichen Universitäten in Österreich, werden von der Bundesregierung auf Vorschlag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) für eine Amtszeit von fünf Jahren bestellt. Im Dezember 2022 war es wieder einmal soweit. […]

Plagiatsaffäre St. Gallen: Dokumentation bisher gefundener Fremdplagiate und exemplarischer Eigenplagiate in der Habil-Schrift

Mittlerweile berichten auch österreichische Medien über die Plagiatsaffäre von St. Gallen, siehe etwa Vorarlberg Online und ORF Vorarlberg. Heute nachmittag kündigte der Rektor der Universität St. Gallen überraschend an, nicht nur den des Plagiierens verdächtigten Professor, sondern auch einen zweiten renommierten Lehrenden desselben Instituts vom Dienst freizustellen. […]

Ausschaltung geht weiter: ÖVP-nahe Österreichische Forschungsgemeinschaft (ÖFG) entfernt mich aus der ARGE „Gute wissenschaftliche Praxis im Wandel“

Das hat es in der Geschichte der Österreichischen Forschungsgemeinschaft (ÖFG), eines sehr ÖVP-nahen, um nicht zu sagen tiefschwarzen Wissenschaftsvereins wohl noch nie gegeben: Nach mehr als einem Jahr ehrenamtlicher Tätigkeit mit null Cent Einnahmen, ja sogar mit Ausgaben eliminiert man mich aus der Funktion des stellvertretenden Leiters der im Wesentlichen von mir konzipierten und aufgebauten Arbeitsgemeinschaft „Gute wissenschaftliche Praxis im Wandel“ der ÖFG. […]

Britische Regierung beraten und Unternehmerin? Wikipedia-Diskutanten hinterfragen Lebenslauf von Diana Kinnert

Nun, wenn jemand mehr als 200 mal plagiiert und das als „Versehen“ kleinredet, dann sollte man sich nicht nur die Bücher und sonstigen Texte noch genauer ansehen. Eine Diskussion auf Wikipedia brachte mich auf die Idee, nun auch den Lebenslauf von Diana Kinnert zu screenen, wie den von Annalena Baerbock. […]

Die unfassbaren Plagiate der Diana Kinnert, Teil 1: Das Buch bei Rowohlt

Hier geht es zu Teil 2, dem Buch bei Hoffmann und Campe.


Aus der Buchbewerbung auf Amazon:

„Dieser Kopf ist ein kluger.“ (Darmstädter Echo)

„Merkels cooles Mädchen“ (Gala)

„Das modernste Gesicht der CDU“ (Die Welt)

„Kunterbunt ist das neue Schwarz.“  (Westdeutsche Zeitung)

„Frisch, engagiert.“ (Darmstädter Echo)

Verfasser des hier folgenden Berichts nur auf Basis der Software-Auswertung (23 Seiten; 3,5 MB): Stefan Weber, Salzburg

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Die unfassbaren Plagiate der Diana Kinnert, Teil 2: Das Buch bei Hoffmann und Campe

Hier geht es zu Teil 1, dem Rowohlt-Buch.


Aus der Buchbewerbung auf Amazon:

„Ein tolles Buch, es hat mich sehr nachdenklich gemacht.“ (Markus Lanz, ZDF)

„Ich habe die ersten Seiten gelesen und wusste, ich möchte, dass du zu uns ins Studio kommst, weil es so wichtig und sehr schön geschrieben ist.“ […]

Warum Neo-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig zusätzlich zum Magistergrad einen MSc.-Grad führt

Es wird einem mitunter vermittelt, das sofortige „Durchleuchten“ von Spitzenpolitikerinnen und -politikern, die neu im Amt sind, sei etwas Antidemokratisches. Nun, meiner Meinung nach ist das Gegenteil der Fall: Zunächst bin ich überaus dankbar dafür, in einer Demokratie und in einem Land zu leben, in dem die freie Meinungsäußerung ein hohes Gut ist (wir erleben gerade jetzt wieder, welche dramatischen Folgen es haben kann, wenn das Gegenteil der Fall ist) – und in dem wir somit auch über Themen wie das vorliegende offen sprechen können. […]

Strenge Regeln zum wörtlichen Zitieren in der Rechtswissenschaft in Deutschland, England und den USA – nur nicht in Österreich?

Hier ein kleiner Überblick über die mir bislang vorliegenden Dokumente:

Aus den „Leitsätzen Gute wissenschaftliche Praxis im Öffentlichen Recht“, beschlossen von der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer e. V. bereits 2012 (hier S. 3):

Aus dem „Oxford University Standard for the Citation of Legal Authorities“ (kurz OSCOLA, 4. […]

Diskussion zur Dissertation von Justizministerin Alma Zadic: Materialien zur Qualitätsdebatte und Zitierweise

[…]

OFFENER BRIEF: Wörtliches Zitieren ohne Anführungszeichen in der Rechtswissenschaft

Das Problem beschäftigt mich nun seit mehr als zehn Jahren, siehe eine bereits 2011 von mir initiierte Diskussion auf VroniPlag Wiki. Aus aktuellen Anlässen wird es nun, elf Jahre nach dem Guttenberg-Plagiatsskandal und damit eigentlich viel zu spät, Zeit für klare Worte aus dem Fach:

Dürfen Rechtswissenschaftler etwas, was so gut wie alle anderen Disziplinen nicht dürfen, nämlich aus wissenschaftlicher Literatur wörtlich ohne Anführungszeichen und nur mit Quellenangabe zitieren? […]

FH Salzburg: Gekündigter Professor plagiierte in seiner Diplomarbeit großflächig Schulmaterialien

Ich weiß manchmal mehr, als ich veröffentlichen will oder darf. Nach mir bekannt gewordenen Berichten über Unregelmäßigkeiten bei der Studierenden-Betreuung und im Lebenslauf prüfte ich aus eigenem Interesse und unbezahlt die Diplomarbeit mit dem Titel „duftmarke“ des zurzeit gekündigten „renommierten“ (so der ORF) FH-Professors Thomas Grundnigg. […]

Wirklichkeitskonstruktion im „Falter“. Zur Konstruktivität eines Wochenblatts

1995 habe ich ja mein Buch „Nachrichtenkonstruktion im Boulevardmedium“ über konstruierte Wirklichkeiten der „Kronen Zeitung“ geschrieben. Jetzt weiß ich, warum es Armin Thurnher nicht sonderlich interessiert hat: Man arbeitet im „Falter“ genau so.

Florian Klenk vom „Falter“ fährt seit Tagen eine massive Kampagne gegen mich. Dabei schließt er mich aus Social-Media-Debatten, die mit schweren Vorwürfen gegen mich starten, aus und löscht kritische Kommentare von Verteidigern meiner Arbeit. […]

Wie die „Kronen Zeitung“ von einer Minister-Besetzung überzeugt werden sollte: So tickt die Boulevard-Mediokratie in Österreich

„Der Alte“. So heißt nicht nur die bundesdeutsche Fernsehkrimi-Serie, so hieß unter Medien-Insidern jener Mann in Österreich, der über Jahrzehnte die Fäden im Land gezogen hatte: Hans Dichand. Ein Insider packte nach meinem gestrigen Blogbeitrag nun mir gegenüber aus: In der Tat seien „Antrittsbesuche“ und auch in Fortsetzung des ersten Vorsingens weitere enge Kontakte zu Hans Dichand für österreichische Minister und Regierungschefs normal gewesen. […]

Buckeln vor dem Boulevard: Das übergeordnete Problem Österreichs in der Inseratenkorruptionsaffäre

Geringfügig redigiert auch veröffentlicht in „Telepolis“ am 02.12.21 unter dem Titel „Macht und Medien“

Teil 2 nur veröffentlicht in „Telepolis“ am 04.12.21 unter dem Titel „Das System Krone“


Natürlich ist die am 06.10.21 durch zahlreiche Hausdurchsuchungen bekannt gewordene ÖVP-Inseratenkorruptionsaffäre eine Geschichte von Macht(streben), von Gier, Einfluss, Eitelkeit und Geld. […]

Korruptionsaffäre: Österreichs Medienvertreter haben Hausdurchsuchungs-Dokument wohl nicht von Anwälten erhalten

Viele Beobachter fragen sich ja, wie „geheime“ Ermittlungsakten immer sofort an die Medien gelangen. Am Mittwoch, 06.10.2021 fanden ab ca. 06:00 Uhr morgens in Österreich die Hausdurchsuchungen in den Privatwohnungen im Zuge der Inseraten-Korruptionsaffäre statt, in den Unternehmen und Behörden ab ca. 08:00 Uhr. Nur viereinhalb Stunden später war etwa Florian Klenk vom „Falter“ laut Eigenangabe auf Twitter längst im Besitz der 104-seitigen Anordnung zur Hausdurchsuchung, denn er verkündete, dass ein Team bereits an der Auswertung der „smoking gun“ arbeite. […]