Schlagwort-Archiv: Transparenz

Wer ist die Dreifach-Akademikerin, die Bundeskanzler Sebastian Kurz stürzte?

Vorneweg: Ich bin fasziniert von der Arbeit der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Meinen Recherchen zufolge gibt es eine Spezialstaatsanwaltschaft dieser Art nur in wenigen anderen Ländern, auch in Deutschland etwa nur vereinzelt in einigen Bundesländern. Die WKStA ist so etwas wie der institutionalisierte Stefan Weber gegen Korruption in Politik und Wirtschaft, die „bessere ÖAWI“ für diese sozialen Systeme. […]

Endbericht: 100 Plagiatsfragmente in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ dokumentiert – Auch von CDU-, SPD- und FDP-nahen Autoren wurde abgeschrieben

Sie finden die PDF-Files zum Downloaden hier:

Endbericht: 100 Plagiatsfragmente in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ (57 Seiten, 1.927 KB)

Bericht: 17 Plagiatsfragmente in Armin Laschets Buch „Die Aufsteigerrepublik“ (11 Seiten, 264 KB)

Bericht: 3 Plagiatsfragmente in Olaf Scholz‘ Buch „Hoffnungsland“ (6 Seiten, 226 KB)

Annalena Baerbock hat nicht an 100 Stellen plagiiert. […]

Leserhinweis: Armin Laschet plagiierte in seinem Buch den Politologen und Ex-CSU-Kultusminister Hans Maier

Die Kulturgeschichte des Plagiats ist nun endgültig um einen Schauplatz reicher. Man muss sich ab sofort das Genre Politiker-Sachbücher viel genauer anschauen. Und womöglich verhält sich doch Laschet zu Baerbock wie Schavan zu Guttenberg. – Ein einziges, einige Zeilen langes Plagiat kann wohl noch als redaktionelles Versehen eines Zulieferers durchgehen, wiewohl wir auch dann über den performativen Widerspruch zwischen der Methode „Niemand schreibt ein Buch allein“ und der Anführung eines einzigen Autorennamens am Buchcover dringend diskutieren sollten: Womöglich stecken dahinter ausbeuterische Arbeitsverhältnisse. […]

Beste Plagiatssoftware am Markt findet keine weiteren Plagiate in Armin Laschets Buch „Die Aufsteigerrepublik“

Der heute von Martin Heidingsfelder mit einer einzigen abgeschriebenen Buchpassage konfrontierte Armin Laschet hat schnell die Flucht nach vorne ergriffen und die Druckfahnen seines Buchs aus dem Jahr 2009 im Volltext online gestellt. Das nenne ich mal Open Content, und das wünsche ich mir auch für die Masterthesis von Annalena Baerbock. […]

Newsticker: Bislang 54 verifizierte Plagiatsfragmente im Buch „Jetzt“ von Annalena Baerbock

Endbericht vom 13.09.2021:

Endbericht: 100 Plagiatsfragmente in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ (57 Seiten, 1.927 KB)


Stand: 25.07.2021, 18:00 Uhr

Anzahl verifizierter Plagiatsfragmente: 54

Umfang der Vergleichstabelle Original – Plagiat: 30 Seiten, A4

Plagiierte Autorinnen und Autoren: > 27 (einige Werke mit zahlreichen angegebenen Autorinnen und Autoren)

Plagiierte Bücher, Massenmedien und sonstige Webquellen: 25

Das insgesamt 34 Seiten umfassende Dokument finden Sie hier zum Downloaden (PDF-File, 380 KB). […]

Rätselhafte Textübereinstimmungen zwischen Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ und Robert Habecks Buch „Von hier an anders“ entdeckt

Das hätte sich Annalena Baerbock wohl nicht gedacht: Ihr Buch Jetzt wird zunehmend zum Gegenstand der Textlinguistik und Digitalforensik und nicht der politischen Auseinandersetzung. Das Buch zwingt ja Wissenschaftler wie mich förmlich, nicht über die Gegenstände der Politik zu sprechen, sondern über das Sprechen über die Gegenstände der Politik. […]

Annalena Baerbock plagiierte in ihrem Buch den Interview-Wortlaut der Nachhaltigkeitsforscherin Maja Göpel aus der taz

Es wird mehr und mehr. Langsam wird ein Muster des Nicht-Selber-Denkens und -Schreibens sichtbar. Auf S. 83 ist in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ zu lesen:

Nun geht es nicht mehr um die Wiedergabe von bloßen Fakten, die man angeblich nicht anders ausdrücken könne (welcher spitzfindige Jurist oder Journalist möchte mit mir sprachphilosophisch über Extension und Intension diskutieren?). […]

Die sakrosankte Masterthesis der Bundeskanzlerin in spe Annalena Baerbock

Ein Leser meines Blogs fragte mich zur Masterthesis von Annalena Baerbock heute:

„Was ich nicht verstehe, ist, warum hier die Medien oder Twitter keinen Druck aufbauen, um das endlich mal prüfen zu können. Entweder sie hat ihre eigene Masterarbeit verloren, oder sie hält sie aus irgendwelchen Gründen geheim. […]

Die fabulierende Welt der Annalena: Falschangaben im Lebenslauf sonder Zahl, Quatschmeldungen am laufenden Band, Zitatprobleme und ein Textplagiat von Joe Biden

Die Liste der Falschangaben und Übertreibungen im Lebenslauf sowie der Inkorrektheiten bei Titelführung und Berufsbezeichnung von Annalena Baerbock wird immer länger. Zumindest ist sie jetzt schon so lange, dass man sich Hypothesen über den Charakter der Protagonistin zutrauen kann. Dabei muss nicht unbedingt das Framing „Hochstapelei“ bemüht werden. […]

Wieder einmal steht eine Website-Änderung bei Annalena Baerbock bevor: Sie führt den Grad „LL.M.“ auf eine „untersagte“ Art

Von einem Leser dieses Blogs wurde ich auf diesen interessanten Artikel hingewiesen:

Quelle: https://www.lto-karriere.de/jura-studium/stories/detail/ausland-hochschulgrad-titel-fuehren-international-brexit-englische-eliteuniversitaeten

Aus dem Artikel geht jedoch nicht klar genug hervor, ob diese Post-Brexit-Regel auch rückwirkend für LL.M.-Grade gilt, die zu einem Zeitpunkt erworben wurden, als Großbritannien noch Mitglied der EU und Teil des EWR war. […]

Nächster Etikettenschwindel bei Annalena Baerbock: Die „Doktorandin des Völkerrechts“, die seit 2015 keine mehr ist

Nun wagt es also doch noch ein großes deutsches Medium, die akademische Vita von Annalena Baerbock zu hinterfragen. Auf die jüngste Pointe weist der FOCUS-Redakteur allerdings noch nicht hin: Frau Baerbock hat ja die Online-Fassung ihres Lebenslaufs zuletzt mehrfach geändert, laut Metadaten des aktuellen PDF-Files zuletzt am 14.05.2021. […]

Vierjähriges Studium des „öffentlichen Rechts“ an der Universität Hamburg in Annalena Baerbocks Lebenslauf verschwunden und nun wieder da

Update vom 14.05.2021, 19:00 Uhr: Nun ist also fast alles gut. Ein Pressevertreter der „Grünen“ räumte gegenüber dem Fernsehsender PULS24 ein bloßes „Versehen“ beim Streichen des Nebenfachs „Öffentliches Recht“ aus Frau Baerbocks Lebenslauf ein, die Angabe wurde also bloß fehlerhaft gelöscht. Nun ist sie wieder da, da laut „Grünen“-Sprecher das Nebenfach von Frau Baerbock ja auch tatsächlich studiert wurde. […]

Ungereimtheiten um den Bachelor-Abschluss der deutschen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

Drittes Update vom 12.05.2021, 16:30 Uhr: Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich in meinem ersten Blog-Beitrag hier Frau Baerbock an keiner Stelle direkt oder indirekt beschuldigt habe, sich ihren Studienzugang erschlichen zu haben – bitte nachlesen. Auch wurden in diesem Blog keine Falschmeldungen lanciert. […]

Neues Informationsfreiheitsgesetz: Ende der Amtsverschwiegenheit auch an den Universitäten oder bleibt eine Hintertür für Mauschelei?

Österreich ist ja das letzte demokratische Land Europas mit der Amtsverschwiegenheit im Verfassungsrang. Mit einer Änderung der Bundesverfassung und einem neuen Informationsfreiheitsgesetz soll damit – nach jahrelanger Verschieberitis – nun endlich Schluss sein. Doch stehen wirklich neue transparente Zeiten jenseits der Behördenwillkür an? Oder hat sich der Gesetzgeber wieder einmal – im Sinne einer „typisch österreichischen Lösung“ – die eine oder andere Hintertür offen gelassen? […]

Welche beiden Wissenschaftlerinnen die Dissertation von Christine Aschbacher durchgewunken haben

Es sind zwei Namen, die sich in der Dissertation von Christine Aschbacher nicht finden, nämlich die der sogenannten Opponenten: Sie sind im Promotionsverfahren die eigentlichen Begutachter der Dissertation neben dem bereits bekannten Betreuer Jozef Sablik. Im slowakischen Zentralregister für akademische Abschlussarbeiten erfährt man die Namen der beiden:

Für den Entstehungs- und „Reifungsprozess“ des Elaborats war also Jozef Sablik verantwortlich. […]

Am Vorabend des zweiten Lockdowns: COVID-19-„Clusteranalysen“ der AGES halten einer empirischen Qualitätsprüfung nicht stand

Die COVID-19-„Clusteranalysen“ der AGES – der österreichischen „Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit“ – sorgen für Erstaunen. Als Datenbasis für die wichtigsten gesellschaftspolitischen Weichenstellungen in Österreich nach Ende des Zweiten Weltkriegs dient offenbar eine Analyse, deren Zustandekommen, Methodik und Begrifflichkeiten zumindest der Öffentlichkeit nicht klar gemacht werden. […]

Novelle des Universitätsgesetzes: Österreich plant studienrechtliche Verjährung von Plagiaten nach 30 Jahren

Laut der bevorstehenden Novelle des Universitätsgesetzes (UG 2002) sollen an österreichischen Universitäten Plagiate nach 30 Jahren studienrechtlich verjähren. Das berichteten ORF und Austria Presse Agentur (APA) gestern, die auch weitere Details zur Anhebung der Zahl sogenannter „prüfungsaktiver Studierender“ aus dem Gesetzesentwurf durchsickern ließen. Die Novelle des Universitätsgesetzes kommt Anfang November in die sechswöchige öffentliche Begutachtung. […]

„Publikationskrimi“ um die Doktorarbeit des Star-Virologen Christian Drosten

Viertes Update, 12.10.2020, 10:00 Uhr: Herrn Drosten ist nach heutigem Stand wahrscheinlich doch kein schuldhaftes Verhalten oder Fehlverhalten vorzuwerfen: Aus der Tatsache, dass bis 2020 keine Exemplare seiner Dissertation öffentlich zugänglich waren, folgt offenbar nicht, dass Herr Drosten anlässlich seiner Promotion 2003 keine Pflichtexemplare an die Universität abgeliefert hat. […]

Beispiel für Message Control? Die „150 Fake News zu Corona“ sind wohl Fake News

Update: Mein Blogbeitrag wurde am 31.03.2020 publiziert. Am 01.04.2020 erhielt ich vom Bundeskanzleramt dieses PDF mit 98 User-Kommentaren auf BKA-Kanälen, wobei einige dieser Kommentare zu zweifelhaften Nachrichten verlinken. Das Dokument wurde zuletzt am 01.04.2020 um 00:17 von einem „Raimund“ geändert. Damit wurde die Meldung über „150 Fake News“ von vergangenem Freitag weiter nicht verifiziert. […]

Seitenweise Plagiate aus Wikipedia, Zur Zeit, dpa-Meldungen und anderen Quellen in FPÖ-„Studie“

Ein Elaborat mit dem Titel „Für ein Europa der Vaterländer… Europas rechtsdemokratische und patriotische Bewegungen – politische Aktivitäten, Wahlerfolge, inhaltliche Orientierung im Zeitraum 2016 und 2017″ besteht seitenweise aus Plagiaten aus der Wikipedia, aus Artikeln des deutschnationalen Magazins „Zur Zeit“, aus diversen Agenturmeldungen und mutmaßlichen weiteren Quellen. […]

Urteil in der Causa Gustav Kuhn: Nicht-Entzug des Doktorgrades bedeutet keine Falschheit eines Plagiatsvorwurfs

Ein wichtiges erstinstanzliches Urteil ist nunmehr vom Landesgericht Innsbruck in der Causa Gustav Kuhn ergangen. Grund der gerichtlichen Auseinandersetzung war die Frage, ob ein Bild Gustav Kuhns in einer Fotomontage zusammen mit Porträts von Guttenberg und Schavan mit der Überschrift „Willkommen im Club“ im Blog von Markus Wilhelm den Bildnisschutz Kuhns nach § 78 öUrhG verletzt. […]

Das BfR rüstet sprachlich gegen „Plagiatsjäger“ auf – und kündigt gleichzeitig „eine neue Zitierungspraxis“ an

Das durch unsere Expertise in die öffentliche Kritik geratene Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schießt nun recht scharf gegen die „Plagiatsjäger“ zurück, mit durchaus polemischen Worten, die man in diesem Ton in unserer Expertise nicht findet. In einem Offenen Brief an die EU-Parlamentarierin und Spitzenkandidatin der BayernSPD für die kommenden Europawahlen, Maria Noichl, die ihrerseits dem BfR einen Offenen Brief geschickt hat, ist u.a. […]

Anfragebeantwortung des BfR ist eingetroffen: Sind Behördenberichte „plagiatsfähig“?

Die Beantwortung meiner vier Fragen an das BfR ist eingetroffen und wurde vom BfR selbst auch online unter der etwas versteckten Rubrik „AKTUELLE MITTEILUNGEN“ veröffentlicht. Ich begrüße nachdrücklich einen konstruktiven Dialog in der Causa. Dass das BfR mir mangelnde Recherche und ähnliche Verfehlungen vorwirft, ist in Anbetracht meiner diesen Vorwürfen vorausgehenden Anschuldigungen geschenkt. […]