Schlagwort-Archiv: Transparenz

Fake News zu „Rechtsextremismus in Österreich 2024“ – und alle von ORF bis Kurier machen mit

Ein Gespenst geht um in Österreich: „Rechtsextreme Taten in Österreich massiv gestiegen“, titelte die Tageszeitung Kurier heute Mittag. Und der Gebührenfunk ORF machte als Spitzenmeldung des Innenpolitik-Ressorts mit „Mehr rechtsextreme Strafdelikte“ und „DÖW meldet Anstieg bei rechtsextremen Delikten“ auf.

Screenshot
Screenshots Kurier, ORF

Alle diese Meldungen sind Fake News. […]

Kulturstaatsminister Weimer log den Bundestag über Steuergeldspritzen für sein Copy/Paste-Unternehmen an: Achtung Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, FAZ, Spiegel und Süddeutsche – bitte nicht berichten!

In den vergangenen Wochen geisterten immer wieder Zahlen durch die Alternativmedien, dass die ominöse bayerische Copy/Paste-Bude von Minister Wolfram Weimer namens „Weimer Media Group“ , deren organisierter Content-Klau und deren Schund-Qualität hier schon Themen waren, auch noch direkt oder indirekt Steuergelder erhalten haben soll, und zwar vor allem für ihre windigen Summits und Corona-Hilfen. […]

„Magaziniger“: Der Spiegel verwendet ungekennzeichnet KI-Tool zur Textoptimierung – entgegen einer Aussage seines KI-Chefs

Und ich dachte schon fälschlich, da seien nur menschliche linksgrüne Ideologen am Werk. Wie ein Daten-Analyst vor wenigen Stunden auf LinkedIn dokumentiert hat, enthielt ein Online-Bericht des Spiegel fälschlich für kurze Zeit noch einen Hinweis einer textoptimierenden bzw. textgenerierenden KI. Er schreibt:

„Liebe SPIEGEL-Online-Redaktion, wenn Ihr Eure Texte von Eurem hausgestricktem Sprachmodell schreiben lasst, dann bittet doch die Sprach-KI beim nächsten Mal, die Hinweise für Redakteure vielleicht vor der Veröffentlichung herauszunehmen.“ […]

Immer neue Dimensionen des Skandals um Wolfram Weimer: „Das System ist kaputt.“

Immerhin, jetzt ist The European endlich einmal ehrlich:

Und aus Zeitgründen kopiere ich mich jetzt selbst, frei nach der Methode des The European. Bei den vielen Dimensionen, die dieser Fall mittlerweile angenommen hat, verliert man schnell den Überblick. Hier die einzelnen Stränge (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Quelle: https://x.com/SprachPhilo/status/1980767953139429821 […]

Neue Zweifel an der Geschichte der Salzburger Mozartkugel: Indizien für eine noch größere Geschichtsfälschung

Dass die Salzburger Mozartkugel im Jahr 1890 vom Salzburger Konditormeister Paul Fürst erfunden wurde, steht in zahllosen Reiseführern dieser Welt und wird tagtäglich hunderten Touristen in Reisegruppen so erzählt. Offenbar stimmt das nicht, wie erst gestern ans Licht kam. Ein benachbarter Konditor dürfte sie in Wahrheit erfunden haben. […]

Hubertus Gersdorf wird in den Metadaten eines Word-Dokuments von Frauke Brosius-Gersdorf aus dem Jahr 1997 als Autor angeführt

Das Internet – genauer: die Wayback Machine – vergisst fast nichts. Wir entdecken in diesem Archiv immer wieder erstaunliche Dinge. Diesen bedeutenden Fund verdanken wir allerdings einem Leserhinweis direkt aus der Hansestadt. Abgespeichert wurde eine Unterseite der damaligen „Wiss. Mitarbeiterin Frauke Brosius“ an der Jura-Fakultät der Universität Hamburg:

Klickt man nun auf den Link „WinWord7.0-Datei“, liest man Interessantes:

Klarerweise beweist auch das nicht partielles Ghostwriting für die Dissertation, aber es ist ein weiteres starkes Indiz dafür. […]

Volle Transparenz in der rechtlichen Auseinandersetzung mit Frauke Brosius-Gersdorf

Wie bekannt, geht Frau(ke) Brosius-Gersdorf juristisch gegen meine gutachterliche Dokumentation zum Ghostwriting-Verdacht in ihrer Doktorarbeit vor. Wie mein Kölner Anwalt schreibt, geht es nun offenbar darum, mich „mundtot“ zu machen und aussagekräftige Ergebnisse zu „unterdrücken“. Versucht wird dies übrigens mit Anwaltsbriefen seit Anbeginn meiner Tätigkeit, seit 2006. […]

SPD, Grüne, mehr als 300 Rechtswissenschaftler sowie Rechtswissenschaftliche Fakultät und Leitung der Universität Potsdam stellten sich schützend vor sehr wahrscheinlichen Promotionsbetrug

„Sie ist eine exzellente Juristin, ihre Eignung für das höchste Gericht steht für uns außer Frage.“
(Bärbel Bas, Bundesvorsitzende der SPD und Ministerin für Arbeit und Soziales hier)

„Wenn dann Zweifel an ihrer Person aufkommen, dann schauen wir uns das genau an und in dem vorliegenden Fall haben wir auch nach außen kommuniziert, dass wir diese Zweifel für fehl am Platz halten. […]

Versicherung an Eides statt zum Verdachtsfall Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf

  1. Unwahre Behauptung des Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Felix Banaszak:
    In den vergangenen Tagen war in zahlreichen Medien und von zahlreichen Politikern, unter anderem vom Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Felix Banaszak, zu lesen oder zu hören, wir seien Teil oder Helfer eines „rechten Netzwerks“ oder einer „rechten Hetzkampagne“.
[…]

Noch mehr Copy/Paste: Frauke Brosius-Gersdorf hat Teile eines Rechtsgutachtens für das Bistum Essen für den Osten „wiederverwertet“

Im März 2022 veröffentlichte Frauke Brosius-Gersdorf ein Rechtsgutachten mit dem Titel „Finanzhilfe für Ersatzschulträger von Gymnasien in Nordrhein-Westfalen bei der Umstellung von G8 auf G9“ im Auftrag des Bistums Essen (88 Seiten).

Im November 2022 veröffentlichte die Rechtswissenschaftlerin ein weiteres Rechtsgutachten mit dem Titel „Finanzhilfe für Overheadkosten und Abschreibungen von Ersatzschulträgern im Freistaat Thüringen“ im Auftrag der Landesarbeitsgemeinschaft freier Schulträger in Thüringen (LAG) (66 Seiten). […]

Textparallelen zwischen der Dissertation von Frauke Brosius-Gersdorf und der Habilitationsschrift von Hubertus Gersdorf

Seit längerem kritisiere ich in diesem Blog die Zitierpraxis der juristischen Wissenschaft. Viele rechtswissenschaftliche Qualifikationsschriften scheinen aus einer bloßen Aneinanderreihung von Normtexten und Judikatur zu bestehen, wobei die Regel mit der Wiedergabe im Konjunktiv 1 manchmal durchgehalten wird und manchmal nicht. Es gibt unterschiedliche Auffassungen, wie mit wörtlichen Übernahmen umzugehen ist. […]

SPÖ-Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, BSc verweigert die Herausgabe ihrer Bachelorarbeit zum Thema „Neoliberalismus und Sozialdemokratie“

Ich habe bei der neuen österreichischen Wissenschaftsministerin der SPÖ, Eva-Maria Holzleitner, BSc angefragt, ob sie mir ihre Bachelorarbeit schicken möchte. Bachelorarbeiten müssen ja nicht veröffentlicht werden. Allerdings finde ich, dass es ein öffentliches Interesse daran geben sollte, worüber die neue Wissenschaftsministerin eigentlich wissenschaftlich geschrieben hat.

Das hat sie auch freundlicherweise beantwortet: Ihr – meines Erachtens sehr breit gestecktes – Thema sei „Neoliberalismus und Sozialdemokratie – Eine Reformdiskussion zwischen gesellschaftlicher Freiheit, Solidarität und dem Markt“ gewesen. […]

Der „Kurier“ will den Manipulationsskandal rund um ein Interview mit Clint Eastwood vertuschen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ den Plagiatsskandal um Föderl-Schmid kleinredete

Am vergangenen Freitag, dem 30.05.25, publizierte die österreichische Tageszeitung „Kurier“ ein scheinbar exklusives und rares Interview mit Clint Eastwood, der tags darauf, am 31.05.25, stolze 95 Jahre alt wurde. Das Interview wurde vom „Kurier“ heute am Nachmittag (03.06.25) verstohlen vom Netz genommen, es kann aber noch hier zu Teilen nachgelesen werden und ich habe es auch in voller Länge gesichert. […]

Plagiate in weiteren Publikationen von Mario Voigt: Auch zu Hartz IV und Mindesteinkommen hat der Politiker abgeschrieben

Der CDU-Spitzenkandidat von Thüringen und Professor an der Quadriga Hochschule Berlin hat nicht nur in der Buchfassung seiner Dissertation (2008-2010) an zumindest 46 Stellen plagiiert. Wir haben in den vergangenen Tagen zehn Plagiatsfragmente in drei weiteren Veröffentlichungen Voigts gefunden, die zwischen 2004 und 2017 erschienen sind. […]

Manipulationsvorwurf gegen SZ-Kommission zur Aufklärung von Plagiaten bei Alexandra Föderl-Schmid

Machen wir es kurz: Der von der Süddeutschen Zeitung in Auftrag gegebene „Kommissionsbericht zur Aufarbeitung der gegen Alexandra Föderl-Schmid erhobenen Vorwürfe“ (PDF-File, 15 Seiten) ist frisiert. Er ist nun selbst ein Fall für eine Prüfung durch eine Kommission – aber diesmal bitte in externem Auftrag, etwa einer Medienbehörde oder einer politischen Partei. […]

Schlagzeile „nicht plagiiert“ durch SZ-Kommissionsbericht nicht gedeckt

Ich beschäftige mich in diesem Blogbeitrag mit der Rhetorik dieses Artikels aus der „Süddeutschen Zeitung“. In meinem Studium bei Peter A. Bruck nannte man das Verfahren, das ich im Folgenden anwende, die Diskursanalyse, und ich hätte etwas hochtrabender nicht von „Rhetorik“, sondern von „diskursiven Strategien“ gesprochen. […]

Vor-Ort-Reportagen, wörtliche Interview-Zitate und sogar Meinungsbeiträge plagiiert: Der „supersaubere Qualitätsjournalismus“ von Alexandra Föderl-Schmid

Alexandra Föderl-Schmid gilt als das Aushängeschild des Qualitätsjournalismus in Österreich. Für Nicht-Österreicher: „[…] Föderl-Schmid ist stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung, von 2007 bis 2017 war sie Chefredakteurin und später Mitherausgeberin der Tageszeitung ‚Der Standard‘ und hat über privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunk dissertiert.“ (Quelle: ORF, „Was rettet den Qualitätsjournalismus?“ […]

Alexandra Föderl-Schmid hat an mindestens 157 Stellen ihrer Doktorarbeit plagiiert

Ein 120 Seiten umfassendes Detailgutachten zur 1996 an der Universität Salzburg angenommenen Doktorarbeit der SZ-Journalistin Alexandra Föderl-Schmid, das nunmehr hier im Volltext veröffentlicht wird, weist Plagiate an mindestens 157 Stellen nach.

Barcode Plagiate Dissertation Föderl-Schmid

Die Plagiatsdefinition im Gutachten folgt dabei streng dem DUDEN („Die schriftliche Arbeit“, 1985) sowie einem Lehrbuch für das Fach aus dem Jahr 1991, das am entsprechenden Institut der Universität Salzburg verbindlich war. […]

Soll das „Vgl.“ abgeschafft werden? („GWP-History“, Teil 4)

Ein Leser schreibt in einem Kommentar zu meinem Teil 3 einer Geschichte der guten wissenschaftlichen Praxis, dass die Verpflichtung zum „Vgl.“ das Einfallstor „für die dann in den späten 80er und in den 90er Jahren beginnende Unsauberkeit beim Zitieren“ geboten habe. Das ist ein interessanter Gedankengang: Denn erst mit der Migration des „Vgl.“ […]

Alexandra Föderl-Schmid plagiierte als Chefredakteurin des „Standard“ in einem Kommentar den NZZ-Literaturkritiker Andreas Breitenstein

Der Schweizer Literaturkritiker Andreas Breitenstein rezensierte am 24.03.1993 für die Neue Zürcher Zeitung das Buch „Das Land ohne Eigenschaften“ von Robert Menasse unter anderem mit folgenden Worten:

„Kaum ein Land ist der kritischen Selbstbefragung so hartnäckig aus dem Wege gegangen wie die österreichische Zweite Republik seit dem Zweiten Weltkrieg. […]

Föderl-Schmid: Plagiate selbst in ihrer Rede über das „Begräbnis der Fakten“

Update 23.04.24: Mittlerweile sind alleine in dieser Rede elf Plagiatsfragmente nachgewiesen, davon sieben aus dem „Spektrum der Wissenschaft“.


Im Rahmen der „Montforter Zwischentöne“, eines Festivals der Vorarlberger Stadt Feldkirch, hielt Alexandra Föderl-Schmid am 6. November 2022 eine laut Programm „Totenrede“ mit dem Titel „Das Begräbnis der Fakten“. […]

Warum die Diplomarbeit von Kay-Michael Dankl zwar „abgeschrieben“, aber kein Plagiat ist

Unglaubliche 756 Fußnoten befinden sich auf den 162 Seiten Fließtext der Diplomarbeit des Salzburger KPÖ-Politikers Kay-Michael Dankl über transnationale Landkäufe in Afrika, Asien und Lateinamerika, eingereicht im Jahr 2012 im Fachbereich Geschichte an der Universität Salzburg.

Um es vorweg zu nehmen: Die Arbeit stellt mit außerordentlich hoher Wahrscheinlichkeit kein Plagiat dar. […]

Siegfried Weischenberg, Hannes Haas und Wikipedia als unerwähnte Quellen: Plagiate in journalistischen Artikeln und in der Doktorarbeit von Alexandra Föderl-Schmid, Süddeutsche Zeitung

Am 18.12.2023 berichtete Marvin Schade vom mir bis dahin unbekannten Portal medieninsider.com über fehlende Quellenangaben in Artikeln von Alexandra Föderl-Schmid, der stellvertretenden Chefredakteurin der „Süddeutschen Zeitung“. Vor Weihnachten war viel los im „Plagiatsbusiness“, auch Alice Weidel und Claudine Gay sahen sich zu der Zeit mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. […]