Plagiatsvorwurf gegen Hochschulpräsidentin: plagiatsgutachten.com veröffentlicht das komplette Gutachten zum Fall Anja Karlshaus

Erstmals gibt es in Deutschland einen Plagiatsvorwurf gegen die Dissertation einer amtierenden Hochschulpräsidentin. Die „Berliner Zeitung“ hat heute exklusiv darüber berichtet. Im Visier der Plagiatsfahndung steht die Dissertation „Weiche HR-Kennzahlen im strategischen Personalmanagement“ von Prof. Dr. Anja Karlshaus aus dem Jahr 2005, heute Präsidentin der CBS International Business School in Köln. […]

Der „Kurier“ will den Manipulationsskandal rund um ein Interview mit Clint Eastwood vertuschen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ den Plagiatsskandal um Föderl-Schmid kleinredete

Am vergangenen Freitag, dem 30.05.25, publizierte die österreichische Tageszeitung „Kurier“ ein scheinbar exklusives und rares Interview mit Clint Eastwood, der tags darauf, am 31.05.25, stolze 95 Jahre alt wurde. Das Interview wurde vom „Kurier“ heute am Nachmittag (03.06.25) verstohlen vom Netz genommen, es kann aber noch hier zu Teilen nachgelesen werden und ich habe es auch in voller Länge gesichert. […]

Amtierende Fachhochschulrektorin und Ex-ÖVP-Landesrätin plagiierte ebenfalls aus einem Buch von Friedrich Merz

Die politischen Sachbücher von Friedrich Merz scheinen sich bei den Politikern der konservativen österreichischen Volkspartei (ÖVP) einer gewissen Beliebtheit zu erfreuen – allerdings nicht für Zitate. Nachdem ich gestern in diesem Blog aufgedeckt hatte, dass ein Vorarlberger ÖVP-Landtagsabgeordneter in einer Rede gleich 35 Mal (!) […]

Das inverse Plagiat: Die Bücher von CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz als Steilvorlage für irre Plagiate

Da sucht man die Schriften des neuen Bundeskanzlers von Deutschland, Friedrich Merz, nach Plagiaten ab, und entdeckt vorwiegend das umgekehrte Phänomen. Das sollte man auch einmal dokumentieren.

„Nur wer sich ändert, wird bestehen“, lautet ein Buchtitel von Friedrich Merz aus dem Jahr 2004 (Zweitauflage 2006). […]

Teuerungen, Deutungskriege, Überregulierungen: Vom Unbehagen mit der Gegenwart

Das hat jetzt zwar nicht direkt etwas mit wissenschaftlicher Redlichkeit zu tun, aber mittelbar vielleicht doch. Denn die Frage muss erlaubt sein: Haben uns all die plagiierenden und sonst wie heuchelnden Absolventen der Hochschulen, die Trickser, Blender und Manipulateure (mit) in diese zunehmend missliche Lage gebracht? […]

Von der „Plagiatsjagd“ zur wissenschaftlichen Zitats- und Plagiatsforschung: Zeit für einen Wandel!

Im Zuge der Debatte um das Buch „Akadämlich“ geistern Fragen der Studierfähigkeit der aktuellen Studentengeneration und der Qualitätssicherung an den Hochschulen gerade wieder durch die Medien, siehe etwa hier und die Replik hier. Es ist hoch an der Zeit, dass sich das akademische System diesen Fragestellungen endlich in Forschung und Entwicklung annimmt. […]

Wie uns die Digitalisierung wahnsinnig macht: Über mein smartes TV-Gerät, mein smartes Handy, meinen smarten PC, mein smartes Auto, meinen smarten Kühlschrank und mein smartes Klo (Teil 1)

1. Mein smartes TV-Gerät

Mein neues TV-Gerät ist nicht mehr mein Freund. Auf dem Startscreen – wie man ja mittlerweile, glaube ich, auf Denglisch sagt – findet sich unter anderem der Menüpunkt „Startseiten-Hub – ein Hub der Smart-Startseite“. Ein echter Zungenbrecher, nicht schlecht. Aber was sind das eigentlich alles für verdödelte Begriffe, „Hub“ und „Smart“? […]

Kommission gibt unserem Plagiatsgutachten recht: Aberkennung des Doktorgrades für bekannten deutschen Militärwissenschaftler empfohlen

Eine Kommission zur Untersuchung von Verdachtsfällen auf wissenschaftliches Fehlverhalten einer bundesdeutschen Universität empfiehlt ihrem Präsidenten, den Doktorgrad eines bekannten deutschen Militärwissenschaftlers, der in Deutschland auch eine Professur innehat, zu entziehen.

Damit folgt die Kommission unserem 103 Seiten umfassenden Detailplagiatsgutachten, das 139 Plagiatsfragmente in der mit „magna cum laude“ beurteilten Dissertation auflistet. […]

Kritik an Entscheidungen der österreichischen Höchstgerichte OGH und VwGH

Ich habe das Gefühl, dass es in Österreich eher tabu ist, die Entscheidungen und die in diesen Entscheidungen enthaltenen Interpretationen der drei Höchstgerichte OGH (Oberster Gerichtshof), VwGH (Verwaltungsgerichtshof) und VfGH (Verfassungsgerichtshof) zu kritisieren. Denn das Höchstgericht – und nur dieses – hat das letzte Wort. So lesen sich zumindest viele rechtswissenschaftliche Arbeiten, explizite Kritik findet man in diesen eher selten. […]

Europe’s Next Top Plagiarist: Roberta Metsola, president of the European Parliament, plagiarised large parts of her thesis

This is hard to believe: The maltesian thesis of the current president of the European Parliament, Roberta Metsola, contains at least 188 plagiarism fragments. Plagiarism can be found at nearly every page of the thesis. The thesis (precisely: the „Master’s dissertation“) can be requested here. […]

Schludrigkeitsrekord: Die 543 Fehler des Robert Habeck beim Zitieren in seiner Dissertation

Nein, hier finden Sie nicht die Dokumentation der 128 Quellen-, Zitats- und Textplagiate in der Dissertation „Die Natur der Literatur“ (Universität Hamburg, 2000) des grünen Kanzlerkandidaten Robert Habeck. Diese frühere Dokumentation von uns finden Sie hier. Was wir in dieser ersten Dokumentation auf 188 Seiten akribisch dokumentiert haben, hatte Robert Habeck ja fälschlich als „Ungenauigkeiten in den Fußnoten“ abgetan (er erinnerte damit an das Wording von den fehlenden Quellenangaben seiner Kollegin Annalena Baerbock). […]

Kanzlerkandidat Robert Habeck: Seine zwölf Schwindeleien und Irreführungen in nur einem einzigen Posting auf X

Jetzt habe ich endlich Zeit, mich texthermeneutisch mit Robert Habecks Posting auf X von diesem Montag auseinanderzusetzen, mit dem er den von mir zu Recht erhobenen Plagiatsvorwürfen „zuvorkommen“ wollte. Das Posting ist ein Musterbeispiel für einen PR-Spin, den dann auch fast alle Mainstream-Medien Deutschlands unhinterfragt übernommen haben (Ausnahmen: Welt, Focus, Berliner Zeitung), ohne die Plagiatsvorwürfe überhaupt erst zu kennen. […]

Plagiatsverdacht: Die systematisch verfehlte Quellenarbeit des Robert Habeck

Je genauer man hinsieht, desto mehr Abgründe entdeckt man: Selten traf dies so zu wie auf die fragwürdige Dissertation von Robert Habeck. Habeck hat auf geradezu unglaubliche Weise eine Belesenheit vorgetäuscht, die er nicht hat. Er hat dutzende Werke, die er zitiert hat, aus anderen, an Ort und Stelle ungenannten Quellen abgeschrieben und damit gegen eine wichtige Grundregel der Buchwissenschaften verstoßen. […]

Das Plagiat bleibt in der Familie: Wie Andrea Paluch unter anderem Dietrich Schwanitz und Niklas Luhmann plagiierte

Für mich ist es verstörend, dass jemand, der in seiner Dissertation plagiierte und so immer wieder den Leser täuschte, dann Schriftstellerin werden kann. Die Rede ist von Andrea Paluch. Sie hat sogar noch auf den letzten Seiten ihrer Dissertation Niklas Luhmann plagiiert, wo es längst explizit um eigene Ideen und Formulierungen gegangen wäre. […]

Wie man mit Turnitin von generativer KI halluzinierte direkte Zitate und Literaturangaben invers erkennt

Immer wieder hört man die Klage, dass es schwierig bis unmöglich sei, einen etwa von ChatGPT generierten wissenschaftlichen Text zu erkennen. Nun, der überzeugendste Hinweis auf einen von KI generierten Text ist der Wert 0 % Ähnlichkeit (oder ein nur sehr geringer Ähnlichkeitswert) bei der Plagiatsprüfung des Textes mit Turnitin. […]

Kamala Harris is a serial plagiarist like Annalena Baerbock: US researcher found plagiarism in further works

My plagiarism allegation against Kamala Harris triggered a new investigation of further writings and reports written by Harris. This brandnew report features 17 further plagiarism fragments, also new ones in „Smart on Crime“.

Let’s have a closer look: Can the works with the new plagiarism fragments be accused of plagiarism at all? […]

Erneut Falschangabe im LinkedIn-Lebenslauf der ehemaligen Salzburger Rektorskandidatin Viola Heutger

Ich habe ja die damals favorisierte Kandidatin für den Rektorsposten an der Universität Salzburg schon vor mehr als eineinhalb Jahren beim „Übertreiben“ in ihrem LinkedIn-Lebenslauf erwischt. Erstaunlicherweise fand ich dann auch noch zahlreiche Plagiatsstellen in der Dissertation der gelernten Juristin. Die Universität Salzburg sieht bekanntlich neuerdings keine Plagiate mehr und stellte das Verfahren ein. […]

Die kranke Welt der österreichischen Hochschul-Governance: Fast 500 Paragrafen „regeln“ ein dysfunktionales System

Österreich hat einen unheilvollen Hang zur Vermehrung. Wir haben mehr als 1.500 Titel und Grade. Die Bürokratie nahm durch die Digitalisierung nicht ab, sondern zu. Und wir haben fast 500 Paragrafen in neun Hochschulgesetzen. Sorry, das ist krank für ein so kleines Land. Hier meine Aufstellung:

Derzeitiger Name des Gesetzes Erstfassung von Aktuelle Anzahl
der Paragrafen
Universitätsgesetz (UG) 2002 144
Privathochschulgesetz (PrivHG) 1999 14
Fachhochschulgesetz (FHG) 1993 27
Hochschulgesetz (HG) 2005 85
Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz (HS-QSG) 2011 38
Forschungsorganisationsgesetz (FOG) 1981 39
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz (HSG) 2014 71
IDSA-Gründungsgesetz 2022 13
IDSA-Gesetz 2024 36
In Summe:   467

Verdanken wir es am Ende diesem juristischen Wahnsinn, dass das Syndrom „Professor Untat“ unter den staatlichen Wissenschaftlern schrankenlos gedeiht, dass Plagiate und sonstiger Missbrauch unkontrolliert wuchern, dass Studienanfänger wie Absolventen immer weniger wissen und können und dass Rektoratswahlen und Rektoren immer problematischer werden? […]

Wonn i da Bühdungsminista warat

Dann würde ich erstmal nicht so reden, weil ich ja nicht der Babler-Andi bin, sondern der Plagiatsjäger-Weber.

Ich würde hingegen Folgendes tun:

  • Straffung und Totalreform der österreichischen Hochschulgesetze: Universitätsgesetz (UG), Privathochschulgesetz (PrivHG), Fachhochschulgesetz (FHG), Hochschulgesetz (HG, nur für Pädagogische Hochschulen), Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz (HS-QSG), Forschungsorganisationsgesetz (FOG). Sechs Gesetze regeln die Hochschulen in so einem kleinen Land.
[…]

Dringende Wahlempfehlung des „Plagiatsjägers“: Wer die heimischen Universitäten endgültig zerstören will, der wählt die Babler-SPÖ!

Titelmühlen, schwindlige Promotionsberater mit Kontakten in höchste Kreise, ein zunehmend undurchschaubares Titel-Wirrwarr, geisteswissenschaftliche Plagiate en masse, naturwissenschaftliche Fälschungen, Raubverlage, Ghostwriting, fragwürdige Stellenbesetzungen, Hochschulkorruption, intransparente Willkür-Verfahren, Verstöße gegen EU-Vorgaben, parteipolitischer Einfluss durch die Uniräte, ein in der Aufsicht untätiges BMBWF, die Hochschülerschaft als Organ der Cancel Culture… Man hätte viele Probleme der heimischen Universitäten adressieren und vielleicht auch den einen oder anderen Lösungsvorschlag erfinden können. […]

Der Strukturwandel der Urbanität am Beispiel meines Schulwegs

Einmal wieder ein Thema abseits der wissenschaftlichen Redlichkeit.


Eine nette Übung – auch mit seinen eigenen Kindern – ist es, seinen Schulweg wieder abzugehen und über die Veränderung der Welt nachzudenken, sagen wir es wissenschaftlicher: über den „Strukturwandel der Urbanität“. Je älter man wird, desto mehr schätzt man ja seine Erinnerungen. […]