Schlagwort-Archiv: Zitat

Plagiatsvorwurf gegenüber Friedrich Merz: Sogar zur PISA-Studie schrieb der Bundeskanzler ab

Die Liste der plagiierenden CDU/CSU-Politiker ist wieder um einen Namen länger geworden: Nach Karl-Theodor zu Guttenberg, dem Ahnherr aller Groß-Plagiatoren, nach Annette Schavan, der historischen Ahnfrau aller Plagiatoren, nach Ursula von der Leyen, Norbert Lammert, Otto Carstens, Martin Huber, Armin Laschet und Mario Voigt nun also auch das apostrophierte „Gehirn der CDU“ (so am Klappentext eines Buchs von Merz), der primus inter pares der Partei, Friedrich Merz höchstselbst. […]

Plagiatsvorwurf gegen Hochschulpräsidentin: plagiatsgutachten.com veröffentlicht das komplette Gutachten zum Fall Anja Karlshaus

Erstmals gibt es in Deutschland einen Plagiatsvorwurf gegen die Dissertation einer amtierenden Hochschulpräsidentin. Die „Berliner Zeitung“ hat heute exklusiv darüber berichtet. Im Visier der Plagiatsfahndung steht die Dissertation „Weiche HR-Kennzahlen im strategischen Personalmanagement“ von Prof. Dr. Anja Karlshaus aus dem Jahr 2005, heute Präsidentin der CBS International Business School in Köln. […]

Amtierende Fachhochschulrektorin und Ex-ÖVP-Landesrätin plagiierte ebenfalls aus einem Buch von Friedrich Merz

Die politischen Sachbücher von Friedrich Merz scheinen sich bei den Politikern der konservativen österreichischen Volkspartei (ÖVP) einer gewissen Beliebtheit zu erfreuen – allerdings nicht für Zitate. Nachdem ich gestern in diesem Blog aufgedeckt hatte, dass ein Vorarlberger ÖVP-Landtagsabgeordneter in einer Rede gleich 35 Mal (!) […]

Von der „Plagiatsjagd“ zur wissenschaftlichen Zitats- und Plagiatsforschung: Zeit für einen Wandel!

Im Zuge der Debatte um das Buch „Akadämlich“ geistern Fragen der Studierfähigkeit der aktuellen Studentengeneration und der Qualitätssicherung an den Hochschulen gerade wieder durch die Medien, siehe etwa hier und die Replik hier. Es ist hoch an der Zeit, dass sich das akademische System diesen Fragestellungen endlich in Forschung und Entwicklung annimmt. […]

Schludrigkeitsrekord: Die 543 Fehler des Robert Habeck beim Zitieren in seiner Dissertation

Nein, hier finden Sie nicht die Dokumentation der 128 Quellen-, Zitats- und Textplagiate in der Dissertation „Die Natur der Literatur“ (Universität Hamburg, 2000) des grünen Kanzlerkandidaten Robert Habeck. Diese frühere Dokumentation von uns finden Sie hier. Was wir in dieser ersten Dokumentation auf 188 Seiten akribisch dokumentiert haben, hatte Robert Habeck ja fälschlich als „Ungenauigkeiten in den Fußnoten“ abgetan (er erinnerte damit an das Wording von den fehlenden Quellenangaben seiner Kollegin Annalena Baerbock). […]

Plagiatsverdacht: Die systematisch verfehlte Quellenarbeit des Robert Habeck

Je genauer man hinsieht, desto mehr Abgründe entdeckt man: Selten traf dies so zu wie auf die fragwürdige Dissertation von Robert Habeck. Habeck hat auf geradezu unglaubliche Weise eine Belesenheit vorgetäuscht, die er nicht hat. Er hat dutzende Werke, die er zitiert hat, aus anderen, an Ort und Stelle ungenannten Quellen abgeschrieben und damit gegen eine wichtige Grundregel der Buchwissenschaften verstoßen. […]

Wie man mit Turnitin von generativer KI halluzinierte direkte Zitate und Literaturangaben invers erkennt

Immer wieder hört man die Klage, dass es schwierig bis unmöglich sei, einen etwa von ChatGPT generierten wissenschaftlichen Text zu erkennen. Nun, der überzeugendste Hinweis auf einen von KI generierten Text ist der Wert 0 % Ähnlichkeit (oder ein nur sehr geringer Ähnlichkeitswert) bei der Plagiatsprüfung des Textes mit Turnitin. […]

Plagiate in weiteren Publikationen von Mario Voigt: Auch zu Hartz IV und Mindesteinkommen hat der Politiker abgeschrieben

Der CDU-Spitzenkandidat von Thüringen und Professor an der Quadriga Hochschule Berlin hat nicht nur in der Buchfassung seiner Dissertation (2008-2010) an zumindest 46 Stellen plagiiert. Wir haben in den vergangenen Tagen zehn Plagiatsfragmente in drei weiteren Veröffentlichungen Voigts gefunden, die zwischen 2004 und 2017 erschienen sind. […]

Plagiatsvorwurf gegen den Professor für Digitale Transformation und Politik an der Quadriga Hochschule Berlin, Mario Voigt

Ich zitiere aus meiner Plagiatsanzeige an die TU Chemnitz, eingebracht am 14.08.24 (hier geringfügig editiert):

„Sehr geehrter Rektor Prof. Dr. Strohmeier, sehr geehrtes Sekretariat!

Sie finden anbei eine gutachterliche Dokumentation von 46 Plagiaten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!) in der Dissertation von Prof. Dr. Mario Voigt, angenommen vermutlich im Jahr 2008 an der TU Chemnitz. […]

Wie haben Absolventen der Universität Salzburg in der ausklingenden Barockzeit zitiert?

Ich freue mich, von einem Kollegen zu hören, dass diese Arbeit (ehrenamtlich betrieben und daher derzeit nur sehr exemplarisch möglich) ein „Forschungsdesiderat“ sei.

Ich habe mir aus forschender Neugierde 23 Dissertationen an der „alten“ Universität Salzburg angesehen, die in den Fächern Religion, Jus und Philosophie in der Zeit um 1780 eingereicht wurden. […]

Jene steirische Expertin, die für Polaschek die Abschaffung der VWA an Schulen forcierte, hat selbst in ihrer Diplomarbeit plagiiert

Mit dieser Schlagzeile verabschiede ich mich in die Sommerpause. Ich weiß, dass das akademische System in Österreich völlig krank und korrupt ist. Und ich werde das weiter schonungslos aufzeigen und dokumentieren. – Wie kommt jemand dazu, die Forderung nach Abschaffung der vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) an Schulen zu erheben, wenn er (in diesem Fall: sie) selbst nicht korrekt zitiert hat? […]

Software-Prototypisierung, Geschichte von Zitat und Plagiat in der Wissenschaft, GWP-Netzwerk: Wir machen das alles ohne Förderungen!

Zuerst, 2022, war da der massive Gegenwind der ÖVP und des österreichischen Wissenschaftsministeriums (BMBWF), das sogar vor Gericht zugegeben hat, alle meine Bestrebungen zur Erforschung der „guten wissenschaftlichen Praxis“ in dem Moment abgewürgt zu haben, in dem ich meinen wahren Plagiatsvorwurf gegen ÖVP-Innenminister Gerhard Karner erhoben hatte. […]

Schlagzeile „nicht plagiiert“ durch SZ-Kommissionsbericht nicht gedeckt

Ich beschäftige mich in diesem Blogbeitrag mit der Rhetorik dieses Artikels aus der „Süddeutschen Zeitung“. In meinem Studium bei Peter A. Bruck nannte man das Verfahren, das ich im Folgenden anwende, die Diskursanalyse, und ich hätte etwas hochtrabender nicht von „Rhetorik“, sondern von „diskursiven Strategien“ gesprochen. […]

Vor-Ort-Reportagen, wörtliche Interview-Zitate und sogar Meinungsbeiträge plagiiert: Der „supersaubere Qualitätsjournalismus“ von Alexandra Föderl-Schmid

Alexandra Föderl-Schmid gilt als das Aushängeschild des Qualitätsjournalismus in Österreich. Für Nicht-Österreicher: „[…] Föderl-Schmid ist stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung, von 2007 bis 2017 war sie Chefredakteurin und später Mitherausgeberin der Tageszeitung ‚Der Standard‘ und hat über privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunk dissertiert.“ (Quelle: ORF, „Was rettet den Qualitätsjournalismus?“ […]

Alexandra Föderl-Schmid hat an mindestens 157 Stellen ihrer Doktorarbeit plagiiert

Ein 120 Seiten umfassendes Detailgutachten zur 1996 an der Universität Salzburg angenommenen Doktorarbeit der SZ-Journalistin Alexandra Föderl-Schmid, das nunmehr hier im Volltext veröffentlicht wird, weist Plagiate an mindestens 157 Stellen nach.

Barcode Plagiate Dissertation Föderl-Schmid

Die Plagiatsdefinition im Gutachten folgt dabei streng dem DUDEN („Die schriftliche Arbeit“, 1985) sowie einem Lehrbuch für das Fach aus dem Jahr 1991, das am entsprechenden Institut der Universität Salzburg verbindlich war. […]

Soll das „Vgl.“ abgeschafft werden? („GWP-History“, Teil 4)

Ein Leser schreibt in einem Kommentar zu meinem Teil 3 einer Geschichte der guten wissenschaftlichen Praxis, dass die Verpflichtung zum „Vgl.“ das Einfallstor „für die dann in den späten 80er und in den 90er Jahren beginnende Unsauberkeit beim Zitieren“ geboten habe. Das ist ein interessanter Gedankengang: Denn erst mit der Migration des „Vgl.“ […]

Sinngemäßes Zitieren mit „Vgl.“ wahrscheinlich erst seit den 1970er Jahren normiert („GWP-History“, Teil 3)

Seit Jahren interessiert mich die noch ungeschriebene Kulturgeschichte des „Vgl.“ in den Geistes- und Sozialwissenschaften. (Der Verrat am „Vgl.“, der in der amerikanischen Plagiatsforschung mittlerweile „Sham Paraphrasing“ heißt, interessierte mich schon 2006).

In den ersten beiden Teilen meiner kleinen „GWP-History“ (Geschichte der guten wissenschaftlichen Praxis) hier im Blog habe ich mich mit der Entwicklung der Anführungszeichen und des Zitierens mit diesen in der Wissenschaft beschäftigt. […]

Systemproblem: Plagiate auch in der Dissertation des Chefredakteurs des „stern“, Gregor Peter Schmitz

Es wird immer klarer, warum meine Beliebtheitswerte bei gewissen deutschen Journalisten seit kurzem im Sinkflug sind: Mit meiner Methode sehe ich immer mehr Plagiatssünden. Ich glaube langsam, die Plagiatsdetektion wird noch eine „YouToo“- statt „MeToo“-Bewegung in den Mainstream-Medien.

Warum plagiierte der Chefredakteur des „stern“, Gregor Peter Schmitz, in seiner Dissertation „Geschichte per Gesetz?“ […]

Noch schwerwiegendere Vorwürfe gegenüber SZ: Fälschung eines wörtlichen Zitats über die AfD in einer plagiierten Reportage über NS-Kriegsverbrecher?

Die Vorwürfe gegen die derzeit pausierende Vize-Chefedakteurin der „Süddeutschen Zeitung“, Alexandra Föderl-Schmid, werden immer massiver. Neben dem derzeit in bereits 38 Artikeln nachgewiesenen Plagiarismus (in diesem Zwischenbericht waren es noch 25 aus der SZ und einer aus dem „Standard“) kommt nun erstmals der dringende Verdacht einer Zitatfälschung hinzu. […]

Föderl-Schmid: Plagiate selbst in ihrer Rede über das „Begräbnis der Fakten“

Update 23.04.24: Mittlerweile sind alleine in dieser Rede elf Plagiatsfragmente nachgewiesen, davon sieben aus dem „Spektrum der Wissenschaft“.


Im Rahmen der „Montforter Zwischentöne“, eines Festivals der Vorarlberger Stadt Feldkirch, hielt Alexandra Föderl-Schmid am 6. November 2022 eine laut Programm „Totenrede“ mit dem Titel „Das Begräbnis der Fakten“. […]

Leopold Fonck, Universität Innsbruck, dürfte der Vater der modernen wissenschaftlichen Arbeitstechniken sein („GWP-History“, Teil 2)

Man nennt das, glaube ich, Ironie der Geschichte: Vieles spricht dafür, dass die modernen Regeln wissenschaftlichen Arbeitens vor knapp 120 Jahren an der Universität Innsbruck erstmals kompakt verschriftlicht wurden – und damit ausgerechnet an jener Universität, die sich in den vergangenen 20 Jahren durch eine besondere Untätigkeit in Sachen Titelaberkennung bei schwerwiegenden Plagiaten ausgezeichnet hat, in der aber darüber hinaus das Thema Zitieren auch so oft mit Füßen getreten wird. […]

Gänsefüßchen, „Vgl.“ & Co.: Zur Herkunft der wissenschaftlichen Zitierregeln („GWP-History“, Teil 1)

Schon seit Jahren interessiert mich, woher die wissenschaftlichen Zitierregeln eigentlich kommen. Und damit meine ich zunächst heutige kleinste gemeinsame Nenner wie etwa:

  • Wörtliche Zitate werden in doppelte Anführungszeichen gesetzt. Oder:
  • Sinngemäße Zitate müssen an Ort und Stelle mit einer Quellenangabe versehen sein.

(Sofern freilich die Unterscheidung zwischen diesen beiden Zitatarten überhaupt getroffen wird, was in gewissen naturwissenschaftlichen Disziplinen nicht der Fall ist.) […]