Schlagwort-Archiv: Plagiat

Christine Aschbacher reichte weiteres nahezu komplett plagiiertes Paper in der fünften Woche des ersten Lockdowns ein

Christine Aschbacher hat nicht nur während der Corona-Krise im Mai 2020 ihre wahrscheinlich weltweit einmalige Kauderwelsch-Dissertation eingereicht und diese im August verteidigt. Sie hat noch Unglaublicheres getan: Am 15. April 2020 erhielt die Reihe „Research Papers“ der „Faculty of Materials, Science und Technology“ der Technischen Universität Bratislava von ihr (als Erst-Autorin) mit zwei Ko-Autoren ein sechsseitiges Paper mit dem Titel „Managertypen aus theoretischer Sicht“. […]

Mögliche straf-, studien-, dienst- und urheberrechtliche Folgen der Plagiatsdelikte von Christine Aschbacher

Über die moralische Bewertung der vielfältigen Formen des textuellen Missbrauchs durch Christine Aschbacher war man sich erstaunlich schnell einig. Und so kam es zum kürzesten Ministerrücktritt aller Zeiten nach Auffliegen einer Plagiatsaffäre. Bei Guttenberg hatte es von 16. Februar bis immerhin 1. März 2011 gedauert, bei Frau Aschbacher nicht einmal ganze zwei Tage. […]

Aktuelle Videos und Podcasts zum Plagiatsskandal um Ex-Ministerin Christine Aschbacher

Ö1, Journal-Panorama, »›Doktor Bratislava‹: Wie geht plagiatsfreies Forschen?«, 04.02.2021
Ö1, Journal-Panorama, »›Doktor Bratislava‹: Wie geht plagiatsfreies Forschen?«, 04.02.2021

Erzdiözese Salzburg, Podcast »Auf Brot und Wein mit Stefan Weber«, 29.01.2021
Erzdiözese Salzburg, Podcast »Auf Brot und Wein mit Stefan Weber«, 29.01.2021

Falter, Podcast »Land der Titel, Österreich«, 23.01.2021
Falter, Podcast »Land der Titel, Österreich«, 23.01.2021

profil, Podcast, 14.01.2021
profil, Podcast, 14.01.2021

Krone TV, Krone Talk, 15.01.2021
Krone TV, Krone Talk, 15.01.2021

PULS4, Café Puls, 14.01.2021
PULS4, Café Puls, 14.01.2021

ORF 1, Talk 1, 13.01.2021
ORF 1, Talk 1, 13.01.2021

schauTV, Kurier, 12.01.2021
schauTV, Kurier, 12.01.2021

OE24.TV, Fellner! LIVE, 11.01.2021
OE24.TV, […]

„Ich werde rollen und tun es“: Bislang noch nie gelesene Abgründe von Kauderwelsch, Unsinn und Plagiat in der Dissertation von Arbeits- und Familienministerin Aschbacher

Ist das Jandl? Joyce? Burroughs? – Ich muss Ministerin Christine Aschbacher fast dankbar sein. Durch sie habe ich heute eine komplett neue Dimension des verborgenen Quatsches in Doktorarbeiten entdeckt. Alle hier in Screenshots dargestellten Fragmente haben eigentlich keine Bedeutung. Sie dürften auch nicht mit einem Übersetzungsprogramm zustande gekommen sein, denn diese waren in den vergangenen Jahren längst nicht mehr so schlecht. […]

Ministerin Aschbacher in akademischen Nöten: Der Magistergrad an der FH muss widerrufen werden, damit verliert sie aber auch den PhD-Titel aus Bratislava

Aber alles der Reihe nach an diesem turbulenten Tag: Heute gab der Pressesprecher von Ministerin Aschbacher bekannt, dass diese an der FH Wiener Neustadt ein „Sehr gut“ für ihre Plagiatsdiplomarbeit bekommen hat. Damit kommt auf die Ministerin ein weiteres großes Problem zu: Der österreichische Verwaltungsgerichtshof (VwGH) sagt nämlich in einem Stammrechtssatz zu Plagiaten, dass eine Erschleichung dann anzunehmen ist, wenn der Verfasser/die Verfasserin bei objektiver Betrachtung und mit entsprechenden Hinweisen eine schlechtere Note bekommen hätte:

Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/JudikaturEntscheidung.wxe?Abfrage=Vwgh&Dokumentnummer=JWR_2011100187_20140527X01 […]

Serienplagiatorin: Schwerwiegende Plagiate auch im Dissertationsexposé von Ministerin Christine Aschbacher entdeckt

Das wurde also doch noch eine Trilogie hier: Ich verdanke einem Twitter-Follower den Hinweis darauf, dass eine Kurzfassung des Dissertationsvorhabens von Ministerin Christine Aschbacher bereits online hier verfügbar ist. Die Kurzfassung wurde am 29.05.2020 erstellt, also während ihrer Amtszeit als Ministerin. Auch in diesem Text finden sich schwerwiegende Plagiate, noch schwerwiegender und länger als in der Diplomarbeit. […]

Mögliches studienrechtliches Problem für Ministerin Aschbacher: Schwerwiegende Plagiate auch im Schlusskapitel entdeckt

Vier Seiten umfasst Kapitel 4, die „Schlussfolgerung“ der Diplomarbeit von Ministerin Christine Aschbacher. Das Kapitel hebt mit den Worten an:

„Hier wird die gesamte Arbeit zusammengefasst, um die zentrale Forschungsfrage zu beantworten.“ (S. 98)

Wo, wenn nicht hier erwartet sich der/die Leser/in eigene Gedanken und Formulierungen der Verfasserin. […]

Plagiate, falsche Zitate, mangelnde Deutschkenntnisse: Diplomarbeit der österreichischen Ministerin Christine Aschbacher unterbietet alle wissenschaftlichen Standards

Nach einigen Fernsehauftritten, bei denen mir mangelnde Deutschkenntnisse aufgefallen sind, habe ich mir die Diplomarbeit der österreichischen Arbeits- und Familienministerin Christine Aschbacher bestellt. – Um es kurz zu machen: Die Arbeit ist eine einzige wissenschaftliche Katastrophe und daher besser dem Bereich der Nicht-Wissenschaft zuzuordnen. Selten habe ich so eine Fundgrube von allem, was man nicht machen soll, gesehen. […]

Plagiatssoftware-Markt in Veränderung: Google und Microsoft starten eigene Produkte – PlagScan und Urkund bringen Ouriginal auf den Markt

Im Rahmen der „G Suite for Education“ startet Google nun doch eine eigene Plagiatssoftware als Teil von „Google Classroom“.  Die erste Zielgruppe von Google sind ganz offensichtlich Lehrende an Schulen. Die Gratisversion der „G Suite for Education“ erlaubt drei Plagiatsberichte pro Kurs. Die Bezahlversion „G Suite Enterprise for Education“ inkludiert beliebig viele Plagiatsberichte und in der Beta-Version auch die „Plagiatserkennung durch Abgleich mit früher eingereichten Arbeiten an der Bildungseinrichtung“. […]

Novelle des Universitätsgesetzes: Österreich plant studienrechtliche Verjährung von Plagiaten nach 30 Jahren

Laut der bevorstehenden Novelle des Universitätsgesetzes (UG 2002) sollen an österreichischen Universitäten Plagiate nach 30 Jahren studienrechtlich verjähren. Das berichteten ORF und Austria Presse Agentur (APA) gestern, die auch weitere Details zur Anhebung der Zahl sogenannter „prüfungsaktiver Studierender“ aus dem Gesetzesentwurf durchsickern ließen. Die Novelle des Universitätsgesetzes kommt Anfang November in die sechswöchige öffentliche Begutachtung. […]

Welche Wissenschaft wollen wir? – Brauchen die Universitäten Betrüger? Einige grundsätzliche Überlegungen

Es ist schon immer wieder befremdlich, wenn ich die Kopfnoten in den Schuljahreszeugnissen meiner Kinder lese: Da werden unter anderem „Leistungsbereitschaft“, „Zuverlässigkeit und Sorgfalt“ und „Selbstständigkeit“ benotet (Anmerkung: Meine Kinder gehen in Sachsen zur Schule). Die akribisch vorgehenden DeutschlehrerInnen streichen in der Schule zu Recht vieles rot an und vergeben Punkte nach einem genauen System. […]

VroniPlag Wiki meldet weitere schwere Plagiatsfälle in Österreich: Eine Blockchain-Expertin der WU Wien und ein Wiener Studiengangsleiter haben ihre Doktortitel mit Brachial-Plagiaten erworben

Sieben Jahre nach Guttenberg der gravierende Fall an der JKU Linz – ich habe erst gestern darüber berichtet. Auch die bundesdeutsche Plagiatsdokumentation VroniPlag Wiki hat derzeit einen ‚unfreiwilligen‘ Österreich-Schwerpunkt und veröffentlichte kürzlich zwei weitere Fälle: Ein Dissertationsplagiat aus dem Jahr 2001 und ein weiteres Plagiat zur Erlangung des kleinen slowakischen Doktorgrades in einer Dissertation, die wenige Tage vor dem Platzen des Guttenberg-Skandals fertig gestellt wurde. […]

Schwerster Plagiatsfall in der jüngeren österreichischen Universitätsgeschichte: Kulturwissenschaftlerin der JKU Linz nach Serienplagiaten entlassen

An der Johannes Kepler Universität Linz wurde eine Kulturwissenschaftlerin und Philosophin wegen werkprägender Plagiate entlassen, die „Oberösterreichischen Nachrichten“ berichten exklusiv darüber. Nachdem zahlreiche Plagiatsstellen in einem von ihr im Jahr 2018 verfassten Aufsatz enttarnt wurden, wurden weitere schwerwiegende Plagiatsfragmente in der von ihr eingereichten Habilitationsschrift entdeckt. […]

Neu gegründeter Arbeitsschwerpunkt „Gute wissenschaftliche Praxis“ startet mit Leitfäden zum Zitieren und zur Schummel-Entdeckung

Einen Leitfaden zum Sinn des Zitierens (für Studierende) und einen Leitfaden zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis bei Distanzprüfungen (für Lehrende) veröffentlichte vor wenigen Tagen der von Kollegen Markus Haslinger und mir neu gegründete Arbeitsschwerpunkt „Gute wissenschaftliche Praxis“ an der TU Wien. Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ berichtet heute in Print und online darüber. […]

9-Punkte-Programm zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis – nicht nur in Zeiten der coronabedingten Distanzlehre

Je mehr an den Universitäten mittels Software auf Distanz unterrichtet und geprüft wird, desto intensiver müssen wir Lehrende auch Software einsetzen, die uns dabei unterstützt, Schummelversuche zu entdecken, das heißt die gute wissenschaftliche Praxis zu sichern. (Und das gilt eigentlich auch schon für die Schulen, in wichtiger Ergänzung zum erst diese Woche vorgestellten österreichischen 8-Punkte-Masterplan für digitale Bildung.) […]

Ministerin Giffey freut sich zu Unrecht über „Klarheit“: Ihre Dissertation erhält einen „Rügen-Vermerk“ und die Rechtslage ist verworren

„Freie Universität Berlin beschließt, Dr. Franziska Giffey für ihre Dissertation eine Rüge zu erteilen – der Doktorgrad wird nicht entzogen“, so der Titel der heutigen Presseaussendung der FU Berlin. Ministerin Giffey freue sich, dass „mit der Entscheidung des Präsidiums … nun Klarheit geschaffen worden“ sei, wird die Politikerin vom Spiegel zitiert. […]

Zusammenfassung des „Historikerberichts“: Wissenschaft oder Ideologie?

Und wieder einmal stellt sich in Österreich die Frage, ob ein vorgeblich wissenschaftlicher Text Wissenschaft oder Nicht-Wissenschaft ist, ob die wissenschaftlichen Qualitätsstandards eingehalten oder so deutlich unterboten wurden, dass ein Text schlichtweg nicht den grundlegenden wissenschaftlichen Standards entspricht. Dies wurde schon unlängst bei einer FPÖ-Studie, bei einer mit rassistischem Vokabular argumentierenden Bachelorarbeit und etwa auch beim Fall Karl Mahringer zum öffentlichen Thema. […]

Seitenweise Plagiate aus Wikipedia, Zur Zeit, dpa-Meldungen und anderen Quellen in FPÖ-„Studie“

Ein Elaborat mit dem Titel „Für ein Europa der Vaterländer… Europas rechtsdemokratische und patriotische Bewegungen – politische Aktivitäten, Wahlerfolge, inhaltliche Orientierung im Zeitraum 2016 und 2017″ besteht seitenweise aus Plagiaten aus der Wikipedia, aus Artikeln des deutschnationalen Magazins „Zur Zeit“, aus diversen Agenturmeldungen und mutmaßlichen weiteren Quellen. […]

Franziska Giffey und das Problem der „Fake Citations“

Mein Plagiatssoftware-Provider erster Wahl, Turnitin, verriet mir vor einigen Monaten, woran die Developer gerade arbeiten: An neuen Software-Lösungen zur Erkennung von Übersetzungsplagiarismus, Ghostwriting und – drittens – Fake Citations. Ich muss gestehen, dass der Turnitin-Manager der erste war, der mich auf die Manifestationen dieses (neuen?) […]

„Wichtiger Meilenstein“ für Springer Nature entpuppt sich als Plagiat: Von einem Algorithmus „verfasstes“ Buch ist Textklau

Es passiert nicht alle Tage, dass meine beiden Interessen – Plagiat und Automated Content – in ein und derselben Story zusammentreffen: Am 15. April 2019 ging die Jubelmeldung durch alle Medien: Das erste vollständig von einem Algorithmus „verfasste“ wissenschaftliche Buch sei veröffentlicht worden. Der 278 Seiten starke Forschungsüberblick zu Lithium-Ionen-Batterien sei ein „wichtiger Meilenstein“, freute sich der Verlag. […]

Urteil in der Causa Gustav Kuhn: Nicht-Entzug des Doktorgrades bedeutet keine Falschheit eines Plagiatsvorwurfs

Ein wichtiges erstinstanzliches Urteil ist nunmehr vom Landesgericht Innsbruck in der Causa Gustav Kuhn ergangen. Grund der gerichtlichen Auseinandersetzung war die Frage, ob ein Bild Gustav Kuhns in einer Fotomontage zusammen mit Porträts von Guttenberg und Schavan mit der Überschrift „Willkommen im Clubim Blog von Markus Wilhelm den Bildnisschutz Kuhns nach § 78 öUrhG verletzt. […]

Konsequenz aus Glyphosat-Copy-Paste-Skandal: EFSA publiziert neue Richtlinie für Anträge und Behördenberichte zu Pestiziden

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat gestern eine neue Richtlinie für das Peer-Reviewing von Studien zu Pestiziden für Antragsteller und berichterstattende Mitgliedsstaaten („Rapporteur Member States“) veröffentlicht.

Diese erste Konsequenz aus der Copy-Paste- und Plagiatsstudie zur Wiederzulassung von Glyphosat in der EU von Helmut Burtscher, mir und einem kleinen Team ist sehr erfreulich. […]

Das BfR rüstet sprachlich gegen „Plagiatsjäger“ auf – und kündigt gleichzeitig „eine neue Zitierungspraxis“ an

Das durch unsere Expertise in die öffentliche Kritik geratene Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schießt nun recht scharf gegen die „Plagiatsjäger“ zurück, mit durchaus polemischen Worten, die man in diesem Ton in unserer Expertise nicht findet. In einem Offenen Brief an die EU-Parlamentarierin und Spitzenkandidatin der BayernSPD für die kommenden Europawahlen, Maria Noichl, die ihrerseits dem BfR einen Offenen Brief geschickt hat, ist u.a. […]

Anfragebeantwortung des BfR ist eingetroffen: Sind Behördenberichte „plagiatsfähig“?

Die Beantwortung meiner vier Fragen an das BfR ist eingetroffen und wurde vom BfR selbst auch online unter der etwas versteckten Rubrik „AKTUELLE MITTEILUNGEN“ veröffentlicht. Ich begrüße nachdrücklich einen konstruktiven Dialog in der Causa. Dass das BfR mir mangelnde Recherche und ähnliche Verfehlungen vorwirft, ist in Anbetracht meiner diesen Vorwürfen vorausgehenden Anschuldigungen geschenkt. […]