Schlagwort-Archiv: Plagiat

Breite Solidarität mit Diplomarbeitsplagiator Matthä und Angriffe auf den Aufdecker auf LinkedIn und X

Führende österreichische Journalisten der linken bzw. linksliberalen Reichshälfte wie Florian Klenk, Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung „Falter“ und Armin Wolf, Moderator des „Österreichischen Rundfunk“, haben auf „X“ (vormals „Twitter“) offen ihre Aversionen gegen meine Arbeit bekundet und damit wohl auch klargestellt, dass sie über den schweren Plagiatsfall des Chefs der Österreichischen Bundesbahnen, Andreas Matthä nicht berichten werden. […]

Plagiatsfall Matthä: FHW-Studium „mit ausgezeichnetem Erfolg“ abgeschlossen – drei Jahre später Karrieresprung und Prokura bei den ÖBB

Diplomarbeitsplagiator Andreas Matthä, Chef von mehr als 40.000 Menschen in Österreich, hat sein Studium an der FH Wien im Jahr 2002 „mit ausgezeichnetem Erfolg“ abgeschlossen. Zumindest behauptet er das selbst auf einer alten Unternehmenswebsite der ÖBB:

Quelle: https://web.archive.org/web/20101012143051/http://www.oebb.at/infrastruktur/de/2_0_Das_Unternehmen/2_2_Management/Matthae.jsp
(Mein Dank für den Fund an Martin Jaksch.) […]

Diplomarbeit von ÖBB-Vorstand Andreas Matthä: Dutzende Internet-Plagiate in klarer Täuschungsabsicht

Noch ungeschrieben ist ja eine Abhandlung über Formen des Wissenschaftsplagiats. Da wäre zu allererst an Bauernopfer-Referenzen zu denken: Nur ein kleiner Teil des tatsächlich übernommenen Textumfangs wird als Zitat ausgewiesen. Das um das Zitat herum mit Abgeschriebene wird nicht gekennzeichnet und nicht belegt, sodass der Leser eigenen Text annehmen muss. […]

Stefanie Stahl, Immanuel Kant und das Trügerische beim Plagiieren

Die Autorin millionenfach verkaufter Bücher, „Deutschlands Psychologin Nr. 1“ Stefanie Stahl beglückte ihre Leser in ihrem jüngsten Bestseller „Wer wir sind“ (2022) nicht nur mit ganz viel Psychologie, sondern auch mit einer Prise Philosophie. Auf S. 32 meines neuen Lieblingsbuchs von Dipl. Psych. Stahl ist etwa zu lesen:

Hat das Kant tatsächlich irgendwo so geschrieben? […]

Stefanie Stahl stahl noch mehr

Ich gestehe: Der Titel dieser Blogstory ist ein schamloses Plagiat. Die Idee hatte nämlich die Aufdeckerin von allerlei Stuss und Plagiaten im Buch „Wer wir sind“ von Stefanie Stahl, die Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychoanalytikerin Diana Pflichthofer.

Ich wurde nun von einem Medium eingeladen, das Buch nicht auf Plagiat, sondern inhaltlich kritisch zu lesen. […]

Plagiatsvorwurf gegen „Deutschlands Psychologin Nr. 1“ Stefanie Stahl

Die ohnedies schon erstaunlich lange Liste der Sachbuchplagiate am deutschsprachigen Buchmarkt ist nun um einen klingenden Autorennamen reicher: Dipl. Psych. (mit Abschluss an der Universität Trier) Stefanie Stahl. Sie wird ihrer Leserschaft die Frage beantworten müssen, warum sie in ihrem jüngsten SPIEGEL-Bestseller „Wer wir sind“ unter anderem aus der „Zeit“ und aus der „Welt“ abgeschrieben hat – vor allem aber aus dem Hauptwerk ihres Mentors Klaus Grawe mit dem Titel „Neuropsychotherapie“ (2004). […]

Plagiatsvorwurf gegen Nazi-Kapitel in der IHS-Studie zum Vertrauen in die Wissenschaft

Nun, macht ja nix: Wir sind in Österreich. Die Autorinnen und Autoren der soeben stolz präsentierten IHS-Studie zum Vertrauen in die Wissenschaft haben ausgerechnet im Kapitel zur österreichischen Nazizeit plagiiert. Diese Nachricht wird das Vertrauen in die Wissenschaft in Österreich weiter stärken.

Und im Klartext und ganz unironisch: Solche Stellen würden in jeder Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) an einem österreichischen Gymnasium (ich werde häufig mit einschlägigen Fällen konfrontiert) dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler ein Jahr verlieren. […]

Keine „Unschuldsvermutung“ bei der Berichterstattung über Plagiats(verdachts)fälle

Bei der Berichterstattung über Plagiats(verdachts)fälle war in österreichischen Medien zuletzt manchmal die Floskel „Es gilt die Unschuldsvermutung.“ zu lesen, so etwa zuletzt hier. Unbefugte Titelführung wegen Plagiats und Ghostwriting wurden 2021 ins Universitätsgesetz neu als Straftatbestände aufgenommen. Und im österreichischen Verwaltungsstrafverfahren gilt die Unschuldsvermutung. Gilt nun auch die Unschuldsvermutung, wenn Massenmedien über Plagiats(verdachts)fälle berichten? […]

Hochschul- und Wissenschaftskorruption, Plagiate, Titelmissbrauch: Unsere Enthüllungen des abgelaufenen Studienjahres

Vor der Sommerpause ist die beste Zeit, um das vergangene Studienjahr Revue passieren zu lassen. – Was ist passiert? Das Team Weber hat sich quasi ins Herz der österreichischen Wissenschaftskorruption vorgearbeitet, ist zum Kern der Probleme vorgedrungen. Je deutlicher der systemische Charakter der Probleme zu Tage trat, desto beharrlicher hat das System geschwiegen. […]

Ein Wissenschaftsskandal braut sich zusammen: Zumindest zwei weitere Dissertationen in Zusammenarbeit mit der SMBS und Riga sind dreiste Plagiate

Es macht wütend, es macht fassungslos. Das Klischee, dass sich Menschen in gut dotierten Positionen in der Wirtschaft ihren Doktorgrad mit Plagiaten (und/oder Ghostwriting) einfach erkaufen können, scheint sich langsam zu bewahrheiten.

Nach der fast vollständig plagiierten Dissertation des ehemaligen Zillertalbahn-Technikvorstands Helmut Schreiner entpuppt sich nun auch die Dissertation der Novartis-Personalchefin Lydia Sedlmayr aus dem Jahr 2017, wieder entstanden in der Kooperation zwischen der SMBS (University of Salzburg Business School) und Riga, als unverschämtes Plagiat. […]

Schweizerischer Gewerbeverband: Plagiator Henrique Schneider mit Gegengutachten unterlegen

Das sind gute Nachrichten aus der Schweiz: Der Serienplagiator und Titel-Hochstapler Henrique Schneider wird definitiv nicht Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands. Zunächst hat ein vom Gewerbeverband selbst in Auftrag gegebenes Gutachten meine Plagiatsermittlungen im Wesentlichen bestätigt. Klarerweise hat auch der Beschuldigte ein Gutachten in Auftrag gegeben. […]

Nach dem Fall Schreiner: Zweifel an der Promotionsvermittlung der SMBS – University of Salzburg Business School

Im Kommentarbereich meines gestrigen Blogbeitrags zum unfassbaren Plagiat des ehemaligen Technik-Vorstands der Zillertalbahn sowie in den Online-Foren der Massenmedien war häufig zu lesen: Warum vermittelt eine Tochtergesellschaft der Universität Salzburg promotionswillige Wirtschaftstreibende nach Lettland oder Australien und nicht an Salzburger Professorinnen und Professoren? Warum erledigt die Universität Salzburg mit ihren rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das nicht selbst vor Ort? […]

Zillertalbahn-Chef: „Doktorarbeit“ an der Universität Riga entpuppt sich als monströses Übersetzungsplagiat mitsamt Fälschung der Interviews

Die – nach dem an der Universität Innsbruck gescheiterten Promotionsversuch – an der Universität Lettlands, Riga eingereichte neue Dissertation des Zillertalbahn-Chefs Helmut Schreiner ist nahezu ein Komplett-Übersetzungsplagiat der im Jahr 2020 an der RWTH Aachen eingereichten Dissertation der Verkehrswissenschaftlerin Sophia-Marie Gross-Fengels. Gross-Fengels hat auf Deutsch geschrieben. […]

Plagiatsvorwurf gegen Grün-Nationalratsabgeordnete Meri Disoski

Wenn der werte Plagiatsgutachter mal ein paar Tage auf Urlaub war, kommt einiges zusammen. Nun, da war dieser etwas sonderbare Auftritt der österreichischen Grün-Politikerin Meri Disoski bei der Diskussion über „Rammstein“ im ORF am vergangenen Sonntag. Und so kam ich auf die Idee, die im Volltext online zugängliche Diplomarbeit der Nationalratsabgeordneten zum Thema Androgynie bei Goethe, Universität Wien, 2009 zu prüfen. […]

Bundesdeutscher Ex-Klimaschutz-Staatssekretär Patrick Graichen hat auch an der University of Cambridge plagiiert

Es ist dies ein erneuter Hinweis auf das „Systemversagen“ der Universitäten, von dem Volker Rieble immer wieder spricht. Der ehemalige Klimaschutz-Staatssekretär der Grünen, Patrick Graichen, hat bereits in seinen schriftlichen Arbeiten an der University of Cambridge, UK im Jahr 1996 schwerwiegend plagiiert. Graichen erhielt in Cambridge seinen M. […]

20 Jahre „gute wissenschaftliche Praxis“ in Österreich: Was getan wurde und welche Baustellen es gibt

Es ist ja nicht so, dass gar nichts passiert wäre: Die Hochschulen Österreichs veröffentlichten seit 2002 sukzessive ihre jeweils eigenen Richtlinien für gute wissenschaftliche Praxis. 2008 wurde die „Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität“ (ÖAWI) gegründet. 2015 wurde der Plagiatsbegriff nach einer Diskussion mit Stakeholdern (Uniko, ÖAWI, mdw) erstmals im Universitätsgesetz verankert. […]

Übersetzungsplagiarismus: Wie an der TU Wien Wissenschaft gefakt wird

Und weiter geht es mit einer problematischen Diplomarbeit an der TU Wien. In dieser, wieder Fakultät für Architektur und Raumplanung, wieder 2023, ist etwa zu lesen:

Nun, das stammt von hier:

Dass die Quelle weiter oben in einem anderen Kontext zitiert wird, widerlegt den Plagiatsvorwurf nicht. […]

Schwerwiegende Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis in Diplomarbeiten an der TU Wien

Die schlimmsten Befürchtungen werden nun wahr: An jener Fakultät, an der „mein“ Forschungsprojekt zu guter wissenschaftlicher Praxis ursprünglich hätte angesiedelt werden sollen, nämlich an der Fakultät für Architektur und Raumplanung an der TU Wien, werden reihenweise Plagiate produziert. Arbeiten strotzen zudem vor systematischen Fehlzitaten, Deutschmängeln und falschen Begriffen (mein Dank geht an einen bundesdeutschen Kollegen für die ersten Aufdeckungen). […]

TU Wien sagt entgegen ihrer Pressemeldung das mehrjährige Projekt „Digitale gute wissenschaftliche Praxis“ endgültig ab

„Ich halte viel davon, dieses Projekt zu starten. Ich glaube, dass es der Reputation der TU Wien sehr gut tun würde, insbesondere dem Digitalisierungsgedanken, dass es strategisch wichtig ist und auch universitätspolitisch natürlich wichtig ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.“

Das waren die Worte der Rektorin der TU Wien und Präsidentin der uniko, des Zusammenschlusses der 22 staatlichen Universitäten in Österreich, Sabine Seidler, in einem Meeting am 25.01.2021 zum damals nur sehr rudimentär vorliegenden Projektvorschlag zu „digitaler guter wissenschaftlicher Praxis“ von TU Wien-Professor Markus Haslinger und mir. […]

Zehn plagiierte Veröffentlichungen und zwei vorgetäuschte Professuren bei ein und derselben Person – und was Minister Polaschek damit zu tun hat

Ich wurde beauftragt, gutachterlich einen (hoffentlich!) einmaligen Fall zu beleuchten: Der derzeitige Chefökonom und designierte neue Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands und Professor für Allgemeine Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordakademie in Elmshorn, Prof. Dr. Henrique Schneider, MA steht im Verdacht, seit mindestens zehn Jahren in seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen systematisch plagiiert zu haben und zwei Professuren, nämlich an den Universitäten Wien und Graz, vorgetäuscht zu haben. […]

Canceling aller Projekte zu guter wissenschaftlicher Praxis durch das österreichische Bildungsministerium: Eine Übersicht von Oktober 2022 bis heute

1. Canceling eines auf sieben Jahre anberaumten Forschungsprojekts „Gute wissenschaftliche Praxis – digital“ an der TU Wien im Oktober 2022 durch den Sektionschef des BMBWF

26.10.22: Retourkutsche wegen Plagiatsvorwurfs gegen Karner: Bildungsministerium cancelt meine Forschungsvorhaben an der TU Wien

17.01.23: ÖVP-Weisung statt GWP-Initiative: Juristische Fehlinformationen und Schönfärbereien in der Presseaussendung der TU Wien

2. […]

Vom Wiki zur Webleiche: Das BMBWF legt nun auch das Projekt „Zitier-Wiki“ auf Eis

Nach und nach löscht das ÖVP-geführte österreichische Wissenschaftsministerium jedes Projekt aus, das im Zuge der Post-Aschbacher-Diskussionen geboren wurde und damals vom Ministerium als begrüßenswert und sinnvoll angesehen wurde – sonst wäre es ja nicht gefördert worden.

Ein Projekt, in das ich viel Herzblut und Wissen investiert habe, wird nun wohl auch vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) endgültig begraben werden: ein Wiki zum Thema Zitier-Konventionen in den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen, in Zusammenarbeit mit vier Zitier-Expertinnen und -Experten aus Österreich und Deutschland, einem Mitarbeiter von Wikimedia Österreich, einem weiteren österreichischen Wiki-Experten und einem Berliner Designer. […]

ÖVP-Weisung statt GWP-Initiative: Juristische Fehlinformationen und Schönfärbereien in der Presseaussendung der TU Wien

In ihrer heutigen Presseaussendung anlässlich des Plagiatsfalls Niki Popper erweckt die TU Wien den Eindruck, sie würde viel zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis unternehmen. Nun, ich unterrichtete an der TU Wien vom Sommersemester 2019 bis Ende dieses Semesters gute wissenschaftliche Praxis und nahm genau das Gegenteil wahr. […]

Schwere Kritik aus Deutschland an der „Plagiatsstudie“ des IHS und des BMBWF

Bei der Präsentation der „Plagiatsstudie“ des IHS und des BMBWF im Dezember 2022 habe ich ja mit Schrecken erkennen müssen, wie das Frisieren von Sachverhalten und die parteipolitisch motivierte Message Control auch in der Wissenschaft funktionieren. Meine Kritik daran habe ich geäußert. Ich bin in der Folge bei der Lektüre dieser unseligen „Studie“ über den „Policy Brief“ nicht hinausgekommen. […]