Schlagwort-Archiv: Ghostwriter

Nächster Betrugsskandal in Deutschland: Serienplagiator Mario Voigt und sein CDU-Kollege aus Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, verhöhnen die Welt-Leser mit einem Kommentar aus der KI

Die Verarsche geht weiter: Nachdem wir über 20 Jahre des Serienplagiarismus von Thüringens CDU-Ministerpräsident Mario Voigt aufgedeckt haben, sorgt nun ein möglicherweise komplett von KI generierter „Kommentar“ in der Welt von Voigt und seinem Amtskollegen für Empörung. Der gestern, am 01.06.2026 zuletzt aktualisierte Kommentar über die Forderung nach mehr deutscher Musik im Radio (warum eigentlich dieses Thema gerade jetzt?) […]

Stil-Parallelen in Kommentaren von Chefredakteurin Anna Thalhammer im profil und Karl-Theodor zu Guttenberg auf LinkedIn

Es geht um seltsame, gehäuft auftretende Textmerkmale wie Dreier-Wortketten (Trikola), Antithesen (Affirmationen und Negationen) und sich selbst relativierende Aussagen in den jüngsten Texten der Chefredakteurin des österreichischen Nachrichtenmagazins profil, Anna Thalhammer, die mich seit einigen Tagen wissenschaftlich beschäftigen, siehe die von mir geposteten ersten Beispiele auf X hier, hier und hier. […]

Unser Programm für 2026: Die Enttarnung des Establishments geht weiter!

WIR SIND EINE HANDVOLL EINZELKÄMPFER GEGEN DAS SYSTEM. Warum brauchen wir gerade JETZT Geld?

[…]

Hubertus Gersdorf wird in den Metadaten eines Word-Dokuments von Frauke Brosius-Gersdorf aus dem Jahr 1997 als Autor angeführt

Das Internet – genauer: die Wayback Machine – vergisst fast nichts. Wir entdecken in diesem Archiv immer wieder erstaunliche Dinge. Diesen bedeutenden Fund verdanken wir allerdings einem Leserhinweis direkt aus der Hansestadt. Abgespeichert wurde eine Unterseite der damaligen „Wiss. Mitarbeiterin Frauke Brosius“ an der Jura-Fakultät der Universität Hamburg:

Klickt man nun auf den Link „WinWord7.0-Datei“, liest man Interessantes:

Klarerweise beweist auch das nicht partielles Ghostwriting für die Dissertation, aber es ist ein weiteres starkes Indiz dafür. […]

„Der Spiegel“ morgen exklusiv: Plagiatsjäger Weber hatte wohl für seine Doktorarbeit selbst einen Ghostwriter

Nehmen wir doch einfach einmal an, dass es diese Schlagzeile morgen geben würde. Da gibt es ja mittlerweile so einige Medien („Spiegel“, „Süddeutsche“, „taz“ oder „Correctiv“ in Deutschland, „Standard“ oder „Falter“ in Österreich), die diese Sau genüsslich durchs Dorf treiben würden.

Wie würde ich, der Plagiatsjäger, darauf reagieren? […]

SPD, Grüne, mehr als 300 Rechtswissenschaftler sowie Rechtswissenschaftliche Fakultät und Leitung der Universität Potsdam stellten sich schützend vor sehr wahrscheinlichen Promotionsbetrug

„Sie ist eine exzellente Juristin, ihre Eignung für das höchste Gericht steht für uns außer Frage.“
(Bärbel Bas, Bundesvorsitzende der SPD und Ministerin für Arbeit und Soziales hier)

„Wenn dann Zweifel an ihrer Person aufkommen, dann schauen wir uns das genau an und in dem vorliegenden Fall haben wir auch nach außen kommuniziert, dass wir diese Zweifel für fehl am Platz halten. […]

„Plagiatsverjährung“: Noch mehr Rechtsmurks des BMBWF – und dies auf Wunsch der Universitätenkonferenz!

Der neue „Plagiatsverjährungsparagraf“ ist schon in der Regierungsvorlage ein erneutes Beispiel für ganz schlechte Legistik seitens des BMBWF. Der Murks hört einfach nicht auf.

Der neue § 89 Abs. 2 UG soll lauten:

„(2) Die Aufhebung und Einziehung des Verleihungsbescheides aufgrund eines Plagiats in einer Bachelor-, Diplom- oder Masterarbeit ist nur im Zeitraum von zehn Jahren ab dem Zeitpunkt der Beurteilung der Bachelor-, Diplom- oder Masterarbeit zulässig.“ […]

Uni-Reform Teil 1: 24 Forderungen an eine Novelle des österreichischen Universitätsgesetzes (UG)

Seit 2019 liefern Peter Hilpold und ich – mittlerweile auch als Sprecher des Netzwerks „Gute wissenschaftliche Praxis für Österreich“ – dem österreichischen Wissenschaftsministerium Ideen und konkrete Vorschläge für eine dringend notwendige Novellierung des österreichischen Universitätsgesetzes (UG).

Wir haben diese Vorschläge in verschiedenen Formaten kommuniziert: ich in mehreren persönlichen Gesprächen mit dem Hochschul-Sektionschef Elmar Pichl (ÖVP und CV), mit Ex-Minister Heinz Faßmann (ÖVP-Ticket) und einem Legisten des BMBWF sowie in diversen Publikationen wissenschaftlicher und journalistischer Art; Peter Hilpold vor allem in Medienkommentaren in der „Wiener Zeitung“, in der „Presse“ und im „Kurier“. […]

Teil 3: Chronologie eines gescheiterten Rufmords – Wie der Colchicin-Coup abgelaufen sein muss

Dieser dritte Teil über die unglaubliche Colchicin-Fälschung handelt, wie die beiden Teile zuvor, keinesfalls von der Identität des Auftraggebers. Seine Hintergründe und Motive werden hoffentlich an anderer Stelle erörtert werden.

Quelle: Eigene Abbildung

Im dritten und vorläufig letzten Teil soll es um die Frage gehen, wie es möglich war, einen gefakten Kongressband mit 367 Seiten Umfang, gebunden, mit 13 Beiträgen, unter anderem von renommierten und allesamt bereits verstorbenen amerikanischen Medizinern und Biologen wie etwa Stephen E. […]

Teil 2: Colchicin-Fall: Die Fälschungshinweise verdichten sich – Ein Aufruf zur Mitarbeit und eine öffentliche Entschuldigung

Die Fälschungshinweise bezüglich des angeblich rumänischen Sammelbands „Colchicine – 100 years of Research“ (1982), auf dessen Grundlage von Martin Heidingsfelder und mir ein Plagiatsvorwurf gegenüber der Dissertation des Münchner Rechtsmediziners Matthias Graw aus dem Jahr 1987 erhoben wurde, verdichten sich. Die Indizien gehen mittlerweile weit über das hinaus, was die Ombudsstelle der Universität Hamburg entdeckt hat und was erste Medien berichtet haben, siehe FAZ und Merkur. […]

Die Parallelen zwischen den Fällen Annalena Baerbock und Diana Kinnert

Plagiatorin Diana Kinnert hat nun mit einer wenig glaubwürdigen Stellungnahme auf die mehr als 200 nachgewiesenen Plagiatsfragmente inklusive eines zusätzlich gefälschten Interviews in ihren Büchern reagiert. Es werden spätestens an dieser Stelle interessante Parallelen zum Plagiatsfall Annalena Baerbock offenkundig:

1. EMPORGESCHRIEBEN UND HOCHGEJUBELT. Sowohl Annalena Baerbock als auch Diana Kinnert wurden von den großen bundesdeutschen Massenmedien vor den Enthüllungen kritiklos hochgejubelt: Baerbock zum neuen Polit-Wunderwuzi, Kinnert zur jungen Parade-Intellektuellen. […]

Trotz angedrohter Strafen bis zu 60.000,– Euro: Akademische Ghostwriting-Agenturen erstellen munter weiter Angebote für Österreich

Ich habe ein kleines sozialwissenschaftliches Experiment gewagt: Ich habe mir glaubhaft die Identität eines Tiroler Master-Absolventen angeeignet, der in Österreich eine Doktorarbeit schreiben möchte. Sein Name: Charlie Holzbauer, MA. Sein Thema hat der Charlie schon: die soziologische Distinktionstheorie von Rodrigo Jokisch. Aber Charlie hat noch niemanden, der ihm die Hauptarbeit abnehmen würde: die Mühsal des Schreibens von 150 Seiten Theorieteil der Dissertation. […]

Reaktionen auf meinen Blog-Beitrag zu den unerträglichen Zuständen der (nicht nur österreichischen) Kommunikationswissenschaft

Nun, der Name des beghostwriteten „David“ ist mir bekannt. Der Fall ist auch bereits verifiziert worden. Aber was wird schon passieren? Genau gar nichts. Denn wir haben ja in Österreich auch an den Universitäten die Amtsverschwiegenheit. In der Forschung und in der Publikationspraxis sind wir im Zeitalter von Open Access, Open Data und Open Content angekommen, da gibt es Transparenz, kollektives Teilen und einen öffentlichen Diskurs. […]

Vom Uni-Serienbetrüger zum ÖH-Politiker und Fernsehreporter? Der „Fall David“ legt die unerträglichen Zustände der (nicht nur österreichischen) Kommunikationswissenschaft offen

Dieser Text ist keine Abrechnung. Die hier geschilderten Vorkommnisse sind auch keine „alternativen Fakten“. Der Text erzählt vielmehr einen Aspekt der jüngeren Geschichte eines Fachs jenseits von Online-Auftritten, Hochglanzbroschüren, Jubiläen, Wissensbilanzen und Institutsrankings. Und er erzählt vor allem eines: Eine wahre Geschichte. Eine Geschichte, deren Wiederholungscharakter mich immer wieder staunen lässt. […]

Die neue Guttenberg-Dissertation: Erste Ergebnisse einer Plagiats- und Ghostwriting-Analyse

Fast möchte man ja sagen, Herr von und zu Guttenberg hat das Promotionswesen mit der Schrift „Agents, Bills, and Correspondents through the Ages ein zweites Mal verhöhnt. Denn diesmal hat er uns gezeigt, wie furchtbar irrelevant Dissertationen eigentlich sind: Mehr als ein Jahr lang nahm niemand von der Doktorarbeit Notiz. […]

9-Punkte-Programm zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis – nicht nur in Zeiten der coronabedingten Distanzlehre

Je mehr an den Universitäten mittels Software auf Distanz unterrichtet und geprüft wird, desto intensiver müssen wir Lehrende auch Software einsetzen, die uns dabei unterstützt, Schummelversuche zu entdecken, das heißt die gute wissenschaftliche Praxis zu sichern. (Und das gilt eigentlich auch schon für die Schulen, in wichtiger Ergänzung zum erst diese Woche vorgestellten österreichischen 8-Punkte-Masterplan für digitale Bildung.) […]

Ghostwriting-Fall bei WU Wien angezeigt: Hans-Peter Haselsteiner war offenbar Mitwisser von Titelerschleichung seiner späteren Ehefrau

Ghostwriting ist neben Plagiarismus eines der großen Probleme an den Universitäten, und Softwareanbieter wie Turnitin oder PlagScan arbeiten hier an Lösungen. Der diese Zeilen schreibende Plagiatsgutachter hat über die Jahre einen eigenen stilometrischen Kriterienkatalog entwickelt, mit dem er Texte auf Autorschaft vergleichen kann, basierend auf einer Liste von 21 formalen und stilistischen Merkmalsgruppen mit Untermerkmalen. […]

AMS vermittelt akademische Ghostwriter: Arbeitsmarktservice unterstützt damit Verstöße gegen das Universitätsgesetz

In zumindest diesem Inserat – und in womöglich noch mehreren – vermittelt das österreichische AMS (Arbeitsmarktservice) akademische Ghostwriter, die für andere Hausarbeiten, Seminararbeiten, Bachelorarbeiten, Master- und Diplomarbeiten sowie Doktorarbeiten schreiben. Das Thema machte gerade auch in Deutschland die Runde. Es ist offenbar mittlerweile nicht mehr so, dass sich die akademische Ghostwriter-Szene auf diversen Freelancer-Plattformen tummelt, wie von mir noch 2016 beklagt. […]

Neue Geschäftsfelder für die Plagiatsprüfung: Jenseits der Dissertationsautopsie

Der Klassiker der Plagiatsprüfung ist ja immer noch die Dissertation, die zwischen ca. 1975 und heute verfasst wurde. In den vergangenen Monaten hat sich allerdings das Geschäftsfeld Ihres werten Plagiatsgutachters mehr oder weniger ‚von selbst‘ erweitert:

* Zunehmend kamen die Anfragen und Aufträge auch aus der Wirtschaft: Von plagiierten Unternehmenswebsites über Imagefolder bis zu Projektexposés und Patentschriften. […]

Wissenschaftsminister findet akademisches Ghostwriting ok

Die „Salzburger Nachrichten“ berichteten heute über eine auch in Salzburg ansässige Firma für akademisches Ghostwriting. Darauf hin eine klare Frage eines ORF-Journalisten im Ö1-Mittagsjournal an den (von der ÖVP nominierten) derzeitigen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle:
„Es gibt bereits eine Firma in Salzburg, die wissenschaftliche Arbeiten für andere schreibt. […]

Die Cultural Studies und das Copy-Paste-Syndrom

Ein totgeglaubtes Thema kehrt zurück. Prof. Lothar Mikos mag keine Plagiats-Wikis. – Wer ist Lothar Mikos? Nähere Informationen finden sich auf seiner optisch wie inhaltlich sensationellen Webseite. Ich glaube, er gehört im weiteren Sinne den so genannten „Cultural Studies“ an. Der Name tauchte für mich das erste Mal auf, als Lothar Mikos externer Erstbegutachter einer Diplomarbeit wurde, die von der Klagenfurter gekündigten Assistentin und Plagiatorin von „Wickie und die starken Männer“ verfasst wurde. […]

Seminar zu Fälschung, Betrug und Plagiat

Es sind schon merkwürdige Zeiten. Weiterhin große Funkstille oder sogar aktives Leugnen von glasklaren Plagiatsfällen an einigen, insbesondere österreichischen Universitäten, und weiterhin keine Bereitschaft zur Weiterrecherche bei begründeten Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei der österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität.
Dagegen gibt es fast wöchentlich neue Meldungen über mutmaßliche naturwissenschaftliche Fälschungen im größeren Stil, oder man liest etwas dubiose Interviews mit sich outenden Ghostwritern, die angeblich schon mehreren zu einem akademischen Grad verholfen haben. […]

Das Weibelsche Dissertations-Doktorats-Paradoxon (WDD-Paradoxon)

Die perfekte Lebenslüge ist jene, die ausnahmslos in den Köpfen der anderen entsteht, bei der der Täuscher vordergründig nicht die Unwahrheit sagt und darauf vertrauen kann, dass diese erst durch eine Konnotation oder durch die Verbindung von Informationen beim Leser/Hörer konstruiert wird. Man betrachte dazu den Screenshot aus einem aktuellen Konzeptpapier für den Antrag eines DFG-Sonderforschungsbereichs (S. […]