Schlagwort-Archiv: Copy & Paste

Weiteres schwerwiegendes Plagiat in der St. Galler Plagiatsaffäre aufgetaucht

„Entsprechend ihrer Bestimmung, der Suche nach Erkenntnis, ist das Streben nach Realitätsnähe der Wissenschaft immanent, das nach Praxisnähe jedoch nicht.“
(Markus Thomae 1999, S. 8)

„Entsprechend ihrer Bestimmung, der Suche nach Erkenntnis, ist das Streben nach Realitätsnähe der Wissenschaft immanent, das nach Praxisnähe jedoch nicht.“
(Erik Hofmann 2004, S. […]

Zahlreiche Plagiate auch in der Diplomarbeit von WKStA-„Auspacker“ Thomas Schmid

Es wurde ja höchste Zeit, sich endlich die an der Universität Wien 2006 eingereichte politikwissenschaftliche Diplomarbeit jenes Herrn genauer anzusehen, der seit Wochen und Monaten die österreichischen Medien beherrscht: Thomas Schmid aus Westendorf (Tirol).

Betreut wurde die Diplomarbeit vom Juristen, Ex-ÖVP-Politiker und Ex-Präsidenten der Österreichischen Forschungsgemeinschaft (ÖFG) Heinrich Neisser. […]

„Mich interessiert Plagiatsforschung, ich habe ein wissenschaftliches Motiv“: Interview mit dem „Kurier“ in voller Länge

Anlässlich dieser Story hat mich der „Kurier“ um ein ausführlicheres Interview gebeten, das ich hier im Volltext veröffentliche.

Staatsoperndirektor Bogdan Roščić, Innenminister Gerhard Karner, Justizministerin Alma Zadić, Bundespolizeidirektor Michael Takàcs und viele andere:  Sie haben deren wissenschaftliche Arbeiten auf Plagiate hin untersucht, überprüfen gegenwärtig die Dissertation von Finanzminister Magnus Brunner. […]

Teil 2: Colchicin-Fall: Die Fälschungshinweise verdichten sich – Ein Aufruf zur Mitarbeit und eine öffentliche Entschuldigung

Die Fälschungshinweise bezüglich des angeblich rumänischen Sammelbands „Colchicine – 100 years of Research“ (1982), auf dessen Grundlage von Martin Heidingsfelder und mir ein Plagiatsvorwurf gegenüber der Dissertation des Münchner Rechtsmediziners Matthias Graw aus dem Jahr 1987 erhoben wurde, verdichten sich. Die Indizien gehen mittlerweile weit über das hinaus, was die Ombudsstelle der Universität Hamburg entdeckt hat und was erste Medien berichtet haben, siehe FAZ und Merkur. […]

Plagiate in der Diplomarbeit von Innenminister Gerhard Karner: Die ganze Dokumentation

Sie finden den Bericht zum Downloaden auch hier als PDF-File (36 Seiten, ca. 3,4 MB).

Der Bericht dokumentiert umfangreiche Text- und Abbildungsplagiate im Theorieteil der Diplomarbeit ab S. 30. Wie ich mittlerweile feststellen konnte, ist auch der Text bis S. 30 über weite Strecken ein Amalgam aus nicht oder nicht ausreichend zitierten Fremdtexten. […]

„Tiroler Folgenlosigkeit“ oder: Wo die „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“ nie funktioniert hat

Als „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“ waren 1997/98 die grundlegenden Reformen angedacht, die der bundesdeutsche Strafrechtswissenschaftler Albin Eser im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Max-Planck-Gesellschaft zu Papier brachte. Ein transparentes Ombudsverfahren mit Einbindung und Informationen an den Hinweisgeber anstelle eines intransparenten Behördenverfahrens (oder wohl besser: anstelle einer bisherigen Praxis des Totschweigens) wurde empfohlen. […]

Polizeiliches Plagiat: Masterarbeit des neuen Bundespolizeidirektors ist seitenweise aus dem Internet kopiert

Michael Takàcs, der seit Juli 2022 amtierende neue zweithöchste Polizist Österreichs und ehedem Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, ist seit 2006 Master of Science der Donau-Universität Krems. Doch nun stellt sich die Frage, ob er diesen Titel zurecht führt. Ein Blick in seine Masterarbeit nährt massive Zweifel. […]

Performativer Widerspruch: Die seltsamen Plagiate des Nürnberger Kommunikationswissenschaftlers Markus Kaiser

Markus Kaiser ist Kommunikationswissenschaftler, Change-Berater, Lehrbuch-Autor und ehemaliger Journalist. An der Technischen Hochschule Nürnberg hat er eine Professur inne und ist Vorsitzender einer Prüfungskommission. In seinem Lehrbuch „Recherchieren. Klassisch – online – crossmedial“, erschienen 2015 bei Springer VS, beschwert er sich über eine heutzutage weit verbreitete journalistische Unsitte:

„Noch schlimmer: Journalisten machen bei einer Pressemitteilung Copy & Paste und veröffentlichen diese wortwörtlich und ungeprüft in ihrer Zeitung, Zeitschrift oder auf ihrer Website.“ […]

Zwölftes Sachbuchplagiat jüngeren Datums in Deutschland: Ulrike Guérot plagiierte tatsächlich seitenweise (nicht nur?) Paul Watzlawick

Unter dem Titel „Wie Ulrike Guérot die Wirklichkeit verdreht“ wurden in der FAZ vom 03.06.22 erstmals Plagiatsvorwürfe auch gegenüber Frau Guérot erhoben. Der Autor und Aufdecker, Markus Linden, legte nach wenigen Tagen nach und machte weitere Plagiate Guérots aus einem Buch aus dem Jahr 2016 publik. […]

Die Parallelen zwischen den Fällen Annalena Baerbock und Diana Kinnert

Plagiatorin Diana Kinnert hat nun mit einer wenig glaubwürdigen Stellungnahme auf die mehr als 200 nachgewiesenen Plagiatsfragmente inklusive eines zusätzlich gefälschten Interviews in ihren Büchern reagiert. Es werden spätestens an dieser Stelle interessante Parallelen zum Plagiatsfall Annalena Baerbock offenkundig:

1. EMPORGESCHRIEBEN UND HOCHGEJUBELT. Sowohl Annalena Baerbock als auch Diana Kinnert wurden von den großen bundesdeutschen Massenmedien vor den Enthüllungen kritiklos hochgejubelt: Baerbock zum neuen Polit-Wunderwuzi, Kinnert zur jungen Parade-Intellektuellen. […]

Die unfassbaren Plagiate der Diana Kinnert, Teil 1: Das Buch bei Rowohlt

Hier geht es zu Teil 2, dem Buch bei Hoffmann und Campe.


Aus der Buchbewerbung auf Amazon:

„Dieser Kopf ist ein kluger.“ (Darmstädter Echo)

„Merkels cooles Mädchen“ (Gala)

„Das modernste Gesicht der CDU“ (Die Welt)

„Kunterbunt ist das neue Schwarz.“  (Westdeutsche Zeitung)

„Frisch, engagiert.“ (Darmstädter Echo)

Verfasser des hier folgenden Berichts nur auf Basis der Software-Auswertung (23 Seiten; 3,5 MB): Stefan Weber, Salzburg

Plagiatsbericht Kinnert Seite 01
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Plagiatsbericht Kinnert Seite 23

Die unfassbaren Plagiate der Diana Kinnert, Teil 2: Das Buch bei Hoffmann und Campe

Hier geht es zu Teil 1, dem Rowohlt-Buch.


Aus der Buchbewerbung auf Amazon:

„Ein tolles Buch, es hat mich sehr nachdenklich gemacht.“ (Markus Lanz, ZDF)

„Ich habe die ersten Seiten gelesen und wusste, ich möchte, dass du zu uns ins Studio kommst, weil es so wichtig und sehr schön geschrieben ist.“ […]

Schwerwiegender Plagiatsvorwurf gegen den österreichischen Wissenschaftstheoretiker und Buchautor Erhard Oeser

Erhard Oeser, Universitätsprofessor an der Universität Wien im Ruhestand, leitete lange Jahre das Institut für Wissenschaftstheorie ebendort. Er gilt als profunder Kenner von Popper und der Evolutionären Erkenntnistheorie, seine akademischen Themengebiete umfassten unter anderem das Gehirn-Geist-Problem und die Informationstheorie. In den vergangenen Jahren, seit seiner Emeritierung, ist er als umtriebiger Buchautor in Erscheinung getreten, mit Themen von der Hunde-, Katzen- und Pferdeliebe bis zur Fremdenfeindlichkeit. […]

Zahlreiche Plagiate und Quatsch auch in der Diplomarbeit von Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab

Von Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab, geb. Knasmüller habe ich bislang politisch so gut wie nichts gehört. Eine Blitzrecherche ergab, dass sie eine wahrliche Musterkarriere hingelegt hat: Doppelstudium der Psychologie und der Rechtswissenschaft an der Universität Innsbruck, juristische Dissertation, in der Folge mehrere wissenschaftliche Publikationen, wissenschaftliche Assistentin an den Universitäten Innsbruck und Salzburg, dann die Beamtenkarriere in Wien steil hinauf zur „jüngsten Sektionschefin Österreichs“. […]

Annalena Baerbock arbeitet seit mindestens 2008 bei ihren Reden und Online-Texten mit Plagiaten: Weitere Dokumentation listet 61 neue Stellen auf

Annalena Baerbock wendet dieselbe quellenunkritische Arbeitstechnik wie in ihrem Buch „Jetzt“ bereits seit mindestens 2008 regelmäßig auch bei ihren politischen Reden und Online-Texten an.

Eine weitere Plagiatsdokumentation (PDF-Dokument, 53 Seiten) listet 61 solcher Übernahmen fremder Formulierungen auf. Die Quellen sind dabei diesmal u.a. der CDU-Politiker Klaus Töpfer, die Wikipedia, der Spiegel und die taz. […]

Endbericht: 100 Plagiatsfragmente in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ dokumentiert – Auch von CDU-, SPD- und FDP-nahen Autoren wurde abgeschrieben

Sie finden die PDF-Files zum Downloaden hier:

Endbericht: 100 Plagiatsfragmente in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ (57 Seiten, 1.927 KB)

Bericht: 17 Plagiatsfragmente in Armin Laschets Buch „Die Aufsteigerrepublik“ (11 Seiten, 264 KB)

Bericht: 3 Plagiatsfragmente in Olaf Scholz‘ Buch „Hoffnungsland“ (6 Seiten, 226 KB)

Annalena Baerbock hat nicht an 100 Stellen plagiiert. […]

Baerbocks Copy/Paste-Gedankenklau hat mutmaßlich eine lange Tradition: Plagiate auch in älteren Schriften entdeckt

Im Jahr 2017 veröffentlichte Annalena Baerbock ein sieben Seiten umfassendes Paper mit dem Titel „Die Lehren aus dem Brexit-Referendum für die Europapolitik – Impulse für die Abschlussdiskussion“, erschienen im September im Sammelband „Das Brexit-Referendum: Lehren für die Europa-Politik“, herausgegeben von der Evangelischen Akademie Loccum. […]

Newsticker: Bislang 54 verifizierte Plagiatsfragmente im Buch „Jetzt“ von Annalena Baerbock

Endbericht vom 13.09.2021:

Endbericht: 100 Plagiatsfragmente in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ (57 Seiten, 1.927 KB)


Stand: 25.07.2021, 18:00 Uhr

Anzahl verifizierter Plagiatsfragmente: 54

Umfang der Vergleichstabelle Original – Plagiat: 30 Seiten, A4

Plagiierte Autorinnen und Autoren: > 27 (einige Werke mit zahlreichen angegebenen Autorinnen und Autoren)

Plagiierte Bücher, Massenmedien und sonstige Webquellen: 25

Das insgesamt 34 Seiten umfassende Dokument finden Sie hier zum Downloaden (PDF-File, 380 KB). […]

Rätselhafte Textübereinstimmungen zwischen Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ und Robert Habecks Buch „Von hier an anders“ entdeckt

Das hätte sich Annalena Baerbock wohl nicht gedacht: Ihr Buch Jetzt wird zunehmend zum Gegenstand der Textlinguistik und Digitalforensik und nicht der politischen Auseinandersetzung. Das Buch zwingt ja Wissenschaftler wie mich förmlich, nicht über die Gegenstände der Politik zu sprechen, sondern über das Sprechen über die Gegenstände der Politik. […]

Annalena Baerbock plagiierte in ihrem Buch den Interview-Wortlaut der Nachhaltigkeitsforscherin Maja Göpel aus der taz

Es wird mehr und mehr. Langsam wird ein Muster des Nicht-Selber-Denkens und -Schreibens sichtbar. Auf S. 83 ist in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ zu lesen:

Nun geht es nicht mehr um die Wiedergabe von bloßen Fakten, die man angeblich nicht anders ausdrücken könne (welcher spitzfindige Jurist oder Journalist möchte mit mir sprachphilosophisch über Extension und Intension diskutieren?). […]

Plagiatsvorwurf gegenüber Annalena Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“

Endbericht vom 13.09.2021:

Endbericht: 100 Plagiatsfragmente in Annalena Baerbocks Buch „Jetzt“ (57 Seiten, 1.927 KB)


Vollkommen klar: Ein Sachbuch einer Politikerin im Ullstein-Verlag ist keine Dissertation. Und im Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ werden überhaupt keine Quellen angegeben. Beides ist aber noch lange keine Legitimation für schwerwiegende Textplagiate. […]

Reaktionen auf meinen Blog-Beitrag zu den unerträglichen Zuständen der (nicht nur österreichischen) Kommunikationswissenschaft

Nun, der Name des beghostwriteten „David“ ist mir bekannt. Der Fall ist auch bereits verifiziert worden. Aber was wird schon passieren? Genau gar nichts. Denn wir haben ja in Österreich auch an den Universitäten die Amtsverschwiegenheit. In der Forschung und in der Publikationspraxis sind wir im Zeitalter von Open Access, Open Data und Open Content angekommen, da gibt es Transparenz, kollektives Teilen und einen öffentlichen Diskurs. […]

Vom Uni-Serienbetrüger zum ÖH-Politiker und Fernsehreporter? Der „Fall David“ legt die unerträglichen Zustände der (nicht nur österreichischen) Kommunikationswissenschaft offen

Dieser Text ist keine Abrechnung. Die hier geschilderten Vorkommnisse sind auch keine „alternativen Fakten“. Der Text erzählt vielmehr einen Aspekt der jüngeren Geschichte eines Fachs jenseits von Online-Auftritten, Hochglanzbroschüren, Jubiläen, Wissensbilanzen und Institutsrankings. Und er erzählt vor allem eines: Eine wahre Geschichte. Eine Geschichte, deren Wiederholungscharakter mich immer wieder staunen lässt. […]

Aschbacher plagiierte in einer Arbeit zum Brain Gain ein Strategiepapier des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Es ist das bekannte Strickmuster: Die Texte Christine Aschbachers und ihrer Ko-Autoren sind eine Melange aus Plagiat (ca. 80-90 Prozent) und selbst geschriebenen einleitenden und zusammenfassenden Sätzen in schlechtem bis sehr schlechtem Deutsch (ca. 20-10 Prozent). Neu ist bei dieser Entdeckung nun, dass die beklaute Arbeit im Literaturverzeichnis des Plagiats gar nicht mehr erwähnt wird. […]